Nur ein paar Memos

25.11.2010 um 15:17 Uhr

Raum für Fantasie

von: Zwischenweltler   Kategorie: Zitate

Alle Landkarten, die das Land Utopia nicht verzeichnen, gehören vernichtet!

Oscar Wild

23.11.2010 um 16:17 Uhr

Betrachtung der Bewohner einer flachen Landschaft

Wenn ich reise und Menschen aus anderen Ländern kennenlerne, muss ich mir gelegentlich eingestehen, bisher in klischeehaften Kategorien über diese Menschen gedacht zu haben. Meine innere Rechtfertigung lautet dann meist, im Grunde bisher gar nicht über diese Landsleute nachgedacht zu haben. Dennoch – oder gerade deshalb – haben wohl Klischees ein leichtes Spiel, sich in mir einzunisten.
Nehmen wir das Beispiel der Niederländer. Was fällt mir dazu ein?
„Schwarze Schrift auf gelbem Grund – Halte Abstand, bleib gesund!“ - welchem deutschen Autofahrer kam dieser Spruch nicht schon mal in den Sinn, wenn er zu Ferienbeginn in einer schieren Auswanderungswelle nachbarlicher Rolling-Homes feststeckte?
Oder wer von Euch musste nicht schmunzeln, als zur WM2006 die niederländischen Fußballfans mit den deutschen Müllmännern um die Wette feierten, weil Orange eben orange ist?
Und wer teilt den Eindruck, dass die Niederländer immer ein bisschen neidisch auf ihre Nachbarn schielen? Das dürften einige sein.
Okay, okay. Etwas Ironie im Blick auf unsere Anliegerstaaten sollte durchaus erlaubt sein. Doch er sollte uns nicht blind machen für deren Stärken und unsere eigenen Schwächen.
Da wäre zum Beispiel ein wesentlicher Punkt, in welchem uns die Niederländer um Meilen voraus sind: Wenn es darauf ankommt, krempeln sie Ärmel hoch und packen an – ohne zu jammern oder zu klagen. Selbstbewusst und dabei trotzdem zurückhaltend. Sie wissen, was sie können, ohne sich zu überschätzen. Und was sie nicht selber können, wissen sie zu organisieren.
Sie selbst verweisen gerne auf ihre calvinistischen Wurzeln, ich sehe darin jedoch eher den Beweis dafür, dass sie sich eine natürliche Bescheidenheit und Demut erhalten haben.
Klar, wer auf den Poldern lebt – getreu dem Motto: „Abpumpen oder Absaufen“ - dem bleibt kaum eine andere Wahl, als sich auf seine eigenen Stärken zu besinnen und auf die Solidarität und Kraft der Gemeinschaft zu bauen. Wo das Gemeinwohl im Vordergrund stehen muss, entfaltet sich die Individualität eher im Kleinen und schreit weniger nach Öffentlichkeit. Doch ich glaube nicht, dass das der einzige Grund dafür ist, auch wenn ich die übrigen nicht kenne.
Es fiel mir nur auf, als ich jüngst durch die Niederlande reiste. Und dabei trat mir ziemlich klar vor Augen: Uns Deutschen fehlt es an Bodenständigkeit, Erdung und realistischer Selbsteinschätzung. Wir neigen zu Extremen. Entweder stellen wir unser Licht sträflich unter den Scheffel – was zwangsweise in kollektiven Jammerorgien mündet – oder aber wir überschätzen uns und zeichnen ein Selbstbild, das nicht der geringsten Prüfung standhält.
Was ist eigentlich so schwierig daran, trotz eines dicken Bankkontos bescheiden zu bleiben und sich Achtung und Wertschätzung denen gegenüber zu bewahren, denen dieser Wohlstand nicht vergönnt ist? Warum gibt es hierzulande Unmengen an arroganten Blendern? Und vor allem: Warum gibt es so viele, die sich ausgerechnet an diesen Blendern orientieren? Wieso verfallen sie ins Jammern, wenn man ihnen sagt, dass sie nicht nach den Sternen greifen sollen, wenn das Gute doch so nahe liegt. Warum greifen sie nicht nach dem Guten, wenn sie sich dazu anstrengen und Eigeninitiative entwickeln müssten?
Ich sage Euch was. Ich mache mir ernsthaft Sorgen um die Menschen hierzulande. Viel zu viele haben sich selbst verloren und sind zu faul nach sich zu suchen.

21.11.2010 um 22:19 Uhr

Halbweisheit #29

von: Zwischenweltler   Kategorie: Halbweisheiten

Getroffene Hunde bellen. ;-)

09.11.2010 um 10:31 Uhr

Award-Inflation

Eigentlich wollte ich mich zum Thema Blog-Award ausschweigen. Doch das hielt ich dann für unhöflich.
Natürlich freue ich mich über jeden Leser und noch mehr, wenn der eine oder andere Leser etwas mitnehmen kann von meinen Gedanken. Deshalb möchte ich an dieser Stelle auch Danke sagen an alle, die mich mit einem "Award" bedacht haben.
Allerdings - das muss ich einräumen - gefällt mir diese Art und Weise gar nicht. Und damit ich jetzt nicht alle Gründe dafür noch einmal aufschreiben muss, möchte ich auf den sehr schönen und aussagekräftigen Eintrag von Nachtwolf [klick] verweisen...

04.11.2010 um 10:15 Uhr

Datenschutz

Aus gegebenem Anlass will heute mal ein paar Worte zum Datenschutz verlieren. Und weil ich auf diesem Gebiet überhaupt kein Fachmann bin, werde ich eher von menschlichen Aspekten und elementarer Logik ausgehen.

Eines Vorweg. Zu der Problematik, welche Shadoweyes so erregt, will ich nicht allzu viel sagen. Wenn so ein krankes Arschloch willkürlich Counter-Daten veröffentlicht, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Vor allem verstehe ich nicht, was derjenige damit bezweckt. Wenn er damit Leute warnen will, die von den Netzen großer Firmen aus während der Arbeitszeit bei Blogigo sind, dann hätte er das auch anders tun können – und zwar ohne die User direkt zu kompromittieren. Und solange mir die wirklichen Gründe nicht bekannt sind, kann ich nur wiederholen: hier ist ein krankes Arschloch am Werk, der sich unter dem Motto „Seht her, was ich alles von euch weiß“ Geltung verschaffen will.
An der Gerüchteküche, die um diese Geschichte wabert, werde ich mich jedoch nicht beteiligen, solange es keine handfesten Beweise gibt. Und wenn es sie geben sollte, würde das eher ein Fall für den Staatsanwalt.

Die meisten Datenlecks entstehen durch völlig simple Pishingmethoden, welche auf einer allgemeinen menschlichen Schwäche aufbauen: Faulheit und Nachlässigkeit.
Genauer, auf der Faulheit, sich mehrere Passwörter zu merken und diese ab und zu einmal zu wechseln.
Lasst mich mal folgendes Szenario entwerfen, um die Sache zu verdeutlichen. (Um es einfacher zu formulieren, setze ich mich selbst mal schnell als Bösewicht ein ;-) )
Nehmen wir also an, ich hätte Interesse am persönlichen Mailverkehr eines bestimmten Lesers meines Blogs. Dann brauche ich lediglich dessen Mailkonto und das Passwort. Und die beschaffe ich mir ganz einfach: Ich bastle eine Web-Seite, die etwas verspricht, was den betreffenden Leser interessieren könnte (private Fotos, geschützte Diskussionen oder einfach nur Kochrezepte). Diese Seite schütze ich mit einem Login-Mechanismus, bei dem man sich zunächst mit Email-Adresse und einem beliebigen Passwort anmelden muss.
Und was tut der neugierige Leser? Er meldet sich an. :) Und weil er zu faul ist, sich ein neues Passwort auszudenken, nimmt er einfach das, welches er für all seine geschützten Seiten verwendet (schlimmstenfalls nimmt er dasselbe Passwort sogar für sein Online-Banking).
Nun brauche ich nur noch sein Mailkonto (oder die Mailkonten – das lässt sich leicht probieren) zu öffnen und kann mich ausgiebig durchlesen oder sein Adressbuch verwenden und und und...
Und natürlich benutzt der Faule Max auch dasselbe Passwort bei Blogigo. Also mache ich mal schnell seinen Account dort auf, lese seine PNs und, wenn ich ganz böse sein will, ändere ich gleich mal noch eben sein Layout. Und weil es soviel Spaß macht, versuche ich das Ganze auch noch bei den diversen VZs, Spaces und Tubes etc...

Zugegeben, da steckt schon eine gute Portion krimineller Energie dahinter, aber ihr seht, wie leicht es gehen könnte. Und es gibt genug Psychopathen, die keine Skrupel haben, so vorzugehen.

Deshalb meine Bitte an Euch: Nehmt für jeden Account ein anderes Passwort und ändert dieses regelmäßig! Und tragt Euch niemals auf einer Seite mit Eurer echten Mailadresse ein (also niemals die verwenden, unter deren Namen ihr das Mailkonto öffnet), sondern lasst Euch vom Provider eine Mailaddy (besser gleich mehrere) geben, die möglichst keine Rückschlüsse zulässt.

Vorsicht, es sind Hacker unterwegs“, bekam ich eine Nachricht. Und trotz des Ernstes dieser Thematik musste ich grinsen. Nein, liebe Leute, ihr seid es selbst, die ihr euch (bildlich gesprochen) in die Fußgängerzone stellt und dort eure Visitenkarte samt Kontonummer verteilt.

Bitte passt auf Euch auf!!!

03.11.2010 um 10:21 Uhr

B-Day... zum ersten Mal anders

Mein Lieber, ich weiß, dass Du diese Nachricht irgendwo im Universum abfangen wirst.
Heute sollte eigentlich ein besonderer Tag sein, und ich weiß nicht so recht, was ich Dir wünschen soll. Das, was ich Dir wünschen würde, und was auch Du Dir sicher wünschst, ist leider unerfüllbar. Und ansonsten hast Du alles, was Du brauchst.
Ich glaube, Du sonnst Dich gerade ein bisschen in der Liebe, die Dir von hier unten entgegen strahlt. Das hast Du Dir redlich verdient. Und auch wenn es Dich immer wieder bedrückt, die Trauer Deiner Nächsten hier zu sehen, so hast Du doch das Lächeln nicht verlernt. Im Gegenteil. Dein Lächeln zeigt heute neben der alten Herzlichkeit auch eine Spur Weisheit. Denn wie so oft bist Du uns mal wieder einen Schritt voraus.

Alles Liebe für Dich – und leuchte bitte weiter für uns.