Nur ein paar Memos

28.01.2011 um 09:29 Uhr

Ob das mal gutgeht...

Viel Künstler wissen, dass Auftragswerke ein zweischneidiges Schwert sind. Einerseits gibt es sichere Kohle, doch auf der anderen Seite ist man zu Kreativität verdammt und muss dabei auch noch dem Geschmack des Auftraggebers möglichst nahe kommen.
Was das mit mir zu tun hat?
Nun, als Künstler sehe ich mich eigentlich weniger, aber ich habe gestern einen Deal an Land gezogen, der es in sich hat. Einen Deal, der mir für fast ein ganzes Jahr freie kreative Entfaltung bei sehr guter Bezahlung sichert. Klingt gut, oder?
Naja, ich denke mal, das klingt nur für diejenigen gut, die noch nie in einer solchen Situation waren. Alle anderen haben jetzt vermutlich die gleichen Bedenken wie ich: Kann man über einen so langen Zeitraum wirklich konstant kreativ sein? Was passiert, wenn man mittendrin in eine schöpferische Krise gerät? Oder noch schlimmer: Was, wenn am Ende der eigene Stil und die Vorstellungen des Auftraggebers nicht deckungsgleich sind?
So richtig raffe ich noch nicht, worauf ich mich da eingelassen habe. Aber „die“ wollen mich. Mich – und nicht die anderen Großen des Fachs. Das geht fürs Erste runter wie Öl und dürfte zumindest in der Startphase für ausreichend Motivation sorgen.
Bitte drückt mir die Daumen, dass das kein Fehlgriff war, und habt Verständnis, wenn hier nicht mehr ganz so präsent bin wie bisher.

19.01.2011 um 21:19 Uhr

Entschleunigung total

Langsam Autofahren... wann hatte ich das zum letzten Mal gemacht? Dazu ergreifende Musik im Ohr und einen liebevollen Menschen an meiner Seite (eigentlich DEN Menschen schlechthin für solche Anlässe). Und wenn die Straße dann doch ein Ende fand: Schwarzbier bis zum Abwinken und dazu gute Gespräche. Keine Hast, kein Plan, keine Erwartungen. Zwei Tage lang einfach treiben lassen. Ausschlafen, langsam essen, langsam denken. Spazierengehen, den Regen beobachten, die Sonne herbeireden...
Für einen Moment wollte ich schreiben: "Zwei Tage einfach vergammelt." - Doch das war es nicht. Da wurden so viele Türen geöffnet, bis auf den Grund gefühlt, die richtigen Fragen gestellt und zumindest einige Antworten gegeben. Ich sollte deshalb besser schreiben: Ich habe zwei Tage lang so intensiv gelebt wie schon lange nicht. Auftanken durch Loslassen - klasse! 

Nur eine Sache lässt mich da gerade nicht los. Es gab da ein Zeichen, das ich (noch) nicht zu lesen vermag. Über ein dreiviertel Jahr lang hatte ich keinen Gedanken an J. verschwendet und nicht ein Wort mit ihr gewechselt. Doch gestern Abend habe ich viel von ihr erzählt. Es passte ins Thema. Und heute ruft sie mich völlig unverhofft an. Eine Belanglosigkeit... die Frage nach einer Telefonnummer... und doch. Wieso ausgerechnet heute? Interpretiere ich da mal wieder zu viel hinein?

Aber egal. Jedenfalls scheint es, dass mich dieses Jahr nun endlich angenommen hat. Es wird viel passieren - soviel steht fest. Und ich freue mich darauf.

07.01.2011 um 10:13 Uhr

Halbweisheit #31

von: Zwischenweltler   Kategorie: Halbweisheiten

Wenn man jemandem die Ohren lang zieht, um ihn zum Küssen etwas näher ran zu holen, dann könnte das leicht falsch verstanden werden. :)))

03.01.2011 um 13:57 Uhr

Startschwierigkeiten

Das alte Jahr hat mich ausgespuckt und das neue noch nicht angenommen - so fühlt es sich gerade an: Verloren zwischen den Jahren.

...was mich jedoch nicht daran hindern soll, Euch allen ein gesundes und glückliche Jahr 2011 zu wünschen!