Botschafts-Boten-Wunder-Kiste
Gestern
Abend las ich einen Blogeintrag, der mich sehr berührt hat. In
Gedanken versunken fiel mein Blick dann auf die Zeile darunter: „1
Kommentar“. Und ohne diesen zu öffnen, wusste ich, wer ihn
geschrieben hatte, und wie wunderbar meine eigenen Gedanken zu diesem
Blogeintrag darin widerspiegelt sein würden. Ich musste lächeln.
Mit allen möglichen an den Haaren herbeigezogenen Argumenten ließe
sich vielleicht begründen, weshalb ich mir in diesem Fall so sicher
war... statistische Wahrscheinlichkeiten könnte ich antreten
lassen... aber nein! Ich habe dieses kleine Wunder genossen, das mir
meine Intuition einmal mehr bescherte. Und mir kam das kleine, aber
so wichtige Buch in den Sinn, welches ich kürzlich las. Eine unter
vielen Botschaften darin lautete:
Weder die großen noch die
kleinen Wunder des Lebens dürfen wir als selbstverständlich und
normal hinnehmen, auch wenn sie uns noch so häufig begegnen. Denn
hielten wir sie für selbstverständlich, würden wir sie erwarten
und uns darauf verlassen. Genau dann aber würden sie ausbleiben, und
unser Glaube würde von Enttäuschung erschüttert.
Also habe ich
dieses kleine Wunder angenommen und mich darüber gefreut... nicht
ohne fünf Minuten später diesen Kommentar dann doch zu lesen, um
meine innere Sicherheit mit einem rationalen Argument zu untermauern.
;-)
Ich
muss noch einmal auf dieses kleine Buch zurückkommen. Auch das hatte
in vielerlei Hinsicht etwas Wunderbares an sich – und ich möchte
behaupten: nicht nur für mich.
Als es online avisiert wurde,
wusste ich sofort: Dieses Buch ist wichtig für mich – und es wird
ebenso wichtig sein für ein paar Menschen, die mir sehr nahe stehen.
Also habe ich es, noch bevor ich es selber las, an diese Menschen
weiterverschenkt.
Beim Lesen dann wurde mir klar, wie recht ich
damit hatte. Alleine der Zeitpunkt des Erscheinens konnte passender
nicht sein. Dazu muss man wissen, dass dieses Buch bereits sehr viel
früher geschrieben wurde, und diese deutsche Erstausgabe jetzt Jahre
nach den anderen, später geschriebenen Bänden erschien. Und das ist
ausgesprochen gut so. Denn hätte ich es bereits damals (also in
chronologischer Reihenfolge) lesen können, hätte ich es vermutlich
nicht verstanden und unbeachtet zur Seite gelegt. So aber hat es
Gedanken- und Ideenkreise geschlossen, die genau in dieser
Zwischenzeit in mir heranwuchsen.
Bisher habe ich noch kein
aktives Feedback von denjenigen, die das Buch von mir geschenkt
bekamen. Aber ich bin mir absolut sicher, dass dieses Buch eine
Botschaft für jeden von ihnen enthielt – und zwar für jeden eine
andere Botschaft, eine ganz individuelle Botschaft, die sich aus dem
persönlichen Kontext dieser Menschen entwickelt.
Auf diese Weise
ist dieses kleine Buch zum Wegweiser geworden – und ich zum
Botschafts-Boten, ohne zuvor darüber nachdenken zu können. Noch vor
einiger Zeit hätte mich dieser Gedanke mit Sorge und Zweifeln
erfüllt – heute jedoch erfüllt er mich mit großer Freude. Alles
ändert sich. Alles.
(...und
wer noch nicht weiß, um welches kleine Buch es geht: Paulo Coelho
„Schutzengel“)

Liebe Grüße vom Schattenauge;-)
@Shadoweyes: Schön, dass Du hier noch liest! ... und schade, dass von Dir so gar nichts zu lesen ist.