Bücher und persönliche Geschichten
Vielleicht ist Euch das auch schon einmal passiert. Ihr lest ein Buch und meint, da hätte jemand einen Teil Eurer persönlichen Geschichte in Literatur gefaßt. Oder Ihr tut etwas und habt bei dem Erlebten ein Déjà-vu. Später wird Euch klar, daß Ihr diese Situation irgendwo schon einmal gelesen habt. Mir passiert so was öfter.
Derzeit ist es so, daß es da ein Buch gibt, welches mir den außergewöhnlichen Charakter meiner Beziehung zu einem ganz besonderen Menschen erklärt. Ich finde mich darin nicht direkt wieder - bestenfalls verteilt auf mehrere literarische Personen -, aber die Stimmung, das Wesen dieser Beziehung wird punktgenau getroffen.
Nun frage ich mich, ob es vielleicht ein Streich meiner Phantasie ist, und ich mich nur von den Gedanken des Buches verführen lasse, oder ob die menschlichen Geschichten und Erfahrungen tatsächlich so uniform sind, daß bereits jede von ihnen schon einmal aufgeschrieben wurde.
Letzteres wäre für mich zunächst etwas ernüchternd, denn es würde mein Empfinden, mit dieser Beziehung etwas ganz Besonderes, etwas Einmaliges zu haben, in Frage stellen. Andererseits könnte sich genau damit aber auch unsere Verbindung zur Weltenseele manifestieren.
Wer weiß....

Hmm, doch wieso ernüchtern lassen? Ich plädiere dafür, dass es alles schon einmal gab, nichts wirklich neu ist und wir letztlich doch recht uniform sind. Aber eben nicht auf offensichtliche Art, sondern was das verborgene angeht. Doch das soll keineswegs ernüchternd sein, denn für dich ist es einmalig, für den von dir angesprochenen Menschen ist es vermutlich auch einmal, und genau das macht es einzigartig und besonders.
Ein Zwilling - so ähnlich er charakterlich und äußerlich auch seinem Zwilling ähnelt - ist und bleibt etwas besonderes.
Nur global betrachtet ist sie eben so außergewöhnlich gar nicht.
Da denkt man, "Hey, das gab's ja noch nie", und schwups merkt man, daß es ja schon jemand aufgeschrieben hat. ;)
Aber das Gefühl hat sicher nicht jeder. Es gibt eben Menschen, deren "Aufgabe" es ist, etwas "neues" in der Welt zu hinterlassen.
Und Du bist trotzdem einzigartig, auch wenn du dich in dem Charakter eines Buches wiederfindest. Ein Autor ist immer dann gut, wenn viele Menschen sich im Charakter seines Protagonisten wiederfinden. Das ist ja auch das Konzept von Astrologie... Also keine Bange.
Möglich, Zwischenweltler, und doch einzigartig.