Nur ein paar Memos

14.06.2010 um 10:21 Uhr

Ein Wochenende zwische Nostalgie und Aufbruch

Die letzten Tage waren einfach nur schön - voller Stille und Innensicht, nahezu kitschiger Harmonie und Erinnerungen. Erinnerungen an die fernere und jüngere Vergangenheit, aber auch die Erinnerung daran, daß Jetzt in die Hand zu nehmen und Veränderungen ohne Angst entgegenzugehen.
Da waren Orte, die ich liebe. Orte, die gleichzeitig Beständigkeit und Wandlung ausstrahlen, die mit ihrer Naturbelassenheit erfreuen und in ihrer Einfachheit zu einer langsameren Gangart anregen.
Da waren aber auch Menschen, die ich liebe und deren Entwicklung ich mit ebenso kritischem wie wohlwollendem Auge beobachte. Solche, die sich gefunden haben, und auch solche, die sich immer noch suchen.
Und über allem war da immer wieder Musik. Ruhigere Musik, Balladen - Musik, die Geschichten erzählt. Eine dieser Balladen geht mir gerade nicht mehr aus dem Ohr...

Lift - "Sommernacht"

Wenn die Abendbilder schwinden,
Nebel zieh'n mit lauen Winden,
sinkt hinab Tagesmacht,
steigt aus den Wiesen die Nacht.
Wälder hüllen sich in Schweigen,
und die stolzen Farben neigen
tief ihr Haupt, geh'n zur Ruh'.
Nacht zieht den Vorhang zu.
Und sie hält für Nachbars Garten,
wo die süßen Früchte warten,
Mut genug, Dunkelheit
und hundert Schlüssel bereit.

Sommernacht, diese Nacht,
gibt jedem Traum seine Zeit.
Und sie leiht uns ihr Kleid
zu jeder Heimlichkeit.

Und ich streife wie im Fieber
über deine heißen Glieder.
Leib in Leib, Hand in Hand.
Bis wir zu Asche gebrannt.
Fällt der Mond in ihren Teich,
wird in ihrem Schattenreich
jede Frau katzengrau.
Königin bis in den Tau.

Sommernacht, diese Nacht,
gibt jedem Traum seine Zeit.
Und sie leiht uns ihr Kleid
zu jeder Heimlichkeit.

Und sie gibt
dem, der liebt,
Zeit und Geborgenheit.

Text: Joachim Krause


Diesen Eintrag kommentieren

Bitte beachte: Gästebucheinträge in diesem Weblog werden erst nach Freigabe durch den Autor angezeigt.