Nur ein paar Memos

28.01.2011 um 09:29 Uhr

Ob das mal gutgeht...

Viel Künstler wissen, dass Auftragswerke ein zweischneidiges Schwert sind. Einerseits gibt es sichere Kohle, doch auf der anderen Seite ist man zu Kreativität verdammt und muss dabei auch noch dem Geschmack des Auftraggebers möglichst nahe kommen.
Was das mit mir zu tun hat?
Nun, als Künstler sehe ich mich eigentlich weniger, aber ich habe gestern einen Deal an Land gezogen, der es in sich hat. Einen Deal, der mir für fast ein ganzes Jahr freie kreative Entfaltung bei sehr guter Bezahlung sichert. Klingt gut, oder?
Naja, ich denke mal, das klingt nur für diejenigen gut, die noch nie in einer solchen Situation waren. Alle anderen haben jetzt vermutlich die gleichen Bedenken wie ich: Kann man über einen so langen Zeitraum wirklich konstant kreativ sein? Was passiert, wenn man mittendrin in eine schöpferische Krise gerät? Oder noch schlimmer: Was, wenn am Ende der eigene Stil und die Vorstellungen des Auftraggebers nicht deckungsgleich sind?
So richtig raffe ich noch nicht, worauf ich mich da eingelassen habe. Aber „die“ wollen mich. Mich – und nicht die anderen Großen des Fachs. Das geht fürs Erste runter wie Öl und dürfte zumindest in der Startphase für ausreichend Motivation sorgen.
Bitte drückt mir die Daumen, dass das kein Fehlgriff war, und habt Verständnis, wenn hier nicht mehr ganz so präsent bin wie bisher.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenNachtwolf schreibt am 28.01.2011 um 09:44 Uhr:Mein Grosser, von ganzem Herzen wünsch ich dir das die Sache hinhaut. Doch wenn ich ehrlich bin so muss ich dir eigentlich nichts wünschen. Denn du hast den Instinkt, du hast das gewisse Feingefühl, du weisst was du tust. Und du weisst wenn eine Sache richtig ist. ;-)
    Sollte dich mal die Kreativität verlassen, schick mir eine Nachricht. Ich komm dann mal eben schnell zu dir gedonnert, reiss dich für ein paar Stunden aus deinem Tun und du wirst sehen, danach läuft wieder alles wie geschmiert. Wie beim letzten Mal.

    Däumchen drück ich dennoch... man weiss ja nie wozu es gut ist.
  2. zitierenZwischenweltler schreibt am 28.01.2011 um 09:56 Uhr:Ich danke Dir, mein Bester! Der Punkt ist nur der: hin und wieder neige ich zu Selbstüberschätzung.
    Aber auf Dein Angebot werde ich gerne zurückkommen. Immer mal rausgerissen zu werden, ist sehr heilsam. Und ich genieße solch kleine Ausreißmanöver auch dann, wenn ich gerade nicht in der Krise stecke. Also komm rum, wann immer Du in der Nähe bist.
  3. zitierenClack schreibt am 28.01.2011 um 10:55 Uhr:schwupps und schon findet sich der Entschleunigte auf der Überholspur wieder.....
  4. zitierenZwischenweltler schreibt am 28.01.2011 um 11:20 Uhr:Ja, so ist es, Herr Clack. Und ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll.
    Aber schau mal: Wer auf der Überholspur fährt, hat auch den Tank schneller leer und muss folglich öfter rasten. So ist meine Hoffnung, dass ich künftig häufiger - und vor allem bewusster - zu einer Zwischen-Entschleunigung komme. ;)
  5. zitierenNachtwolf schreibt am 28.01.2011 um 12:23 Uhr:Du sorry... doch deine Kreativität sollte ne Weile anhalten. Denn mich zieht es in nächster Zeit leider nicht in deine Gegend. ;-)
    "Zwischen-Entschleunigung" das klingt doch schon mal ganz gut.
  6. zitierenaenne schreibt am 28.01.2011 um 16:13 Uhr:Neuer Blick für mich: Brückenbau ist kreativ. Wow!
    Für dein neues "Arbeits-Lebenswerk" alles Gute. Hin und wieder ist es gut, wenn wir uns auf etwas Neues einlassen, denn schließlih bedeutet Leben Bewegung. Toi,Toi, Toi.
  7. zitierenZwischenweltler schreibt am 28.01.2011 um 16:34 Uhr:Danke Aenne! Würde ich Geld fürs Brückenbauen in meinem Sinne (siehe Randleiste) bekommen, wäre das genial. :)))
    Nur leider habe ich vom echten Brückebau keine Ahnung (okay, dass sie nicht einstürzen dürfen, weiß ich schon), so dass ich damit keinen Cent verdienen könnte.
    ...wobei, so ein kleines bisschen hat auch mein Projekt symbolisch mit Brückebau zu tun.
  8. zitierenindalo schreibt am 28.01.2011 um 21:19 Uhr:Die Daumen sind gedrückt. Ich frag mich schließlich schon seit Jahren, wie Autoren mit Vertrag das machen...

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