Von kleinen Jungs und Bibern
(Für Wari)
Allen Eltern mit gesundem männlichen Nachwuchs ist ein bestimmtes Naturgesetz bekannt. Und denen, die es bis dato noch nicht kennen, sei gesagt: Früher oder später werdet Ihr es kennenlernen. Mit Sicherheit!
Und dieses Gesetz lautet wie folgt:
Jeder normale Junge im Alter zwischen zwei und zwanzig Jahren wird angesichts eines Bachlaufes oder eines anderen fließenden Kleingewässers dem Verlangen erliegen, sich augenblicklich in einen Biber zu verwandeln, um als solcher mit größter Energie an die Errichtung von Staudämmen, Biberburgen und Wasserfällen zu gehen, sowie hydrodynamische Experimente aller Art auszuführen. Ist mehr als ein Junge anwesend, wird die gezeigte Bauaktivität durch die Gruppendynamik potenziert und es entstehen echte Großbauwerke. Von Erwachsenen landläufig als hemmend eingestufte Randerscheinungen, wie Verschmutzungen des Gewässers oder eisige Temperaturen, bleiben dabei generell unbeachtet und erhöhen nur den Reiz. Prinzipiell macht dieses Gesetz auch vor Mädchen nicht halt.
Kinder, welche sich dieser Gesetzmäßigkeit entziehen, respektive die Beteiligung an solchen Bauvorhaben ablehnen, sind dringendst dem kinderpsychologischen Dienst, zumindest jedoch einem Allgemeinmediziner vorzustellen.
Teil 2 dieses Gesetzes entstammt dem BGB und lautet: Eltern haften für ihre Kinder.
Also seht zu, wie Ihr das wieder richtet. :)))
Liebe Wari, ich mußte so köstlich über Deine Mail lachen, daß ich es mir nicht verkneifen konnte, meine Antwort ins Blog zu stellen. Du nimmst mir das hoffentlich nicht übel. ;-)

Deshalb ist bei denen die Quote vielleicht etwas niedriger. ;-)
Weiße Schühchen? Nie gehabt.
Rosa Kleid? Nur einmal. Geschmackliche Verirrung mit 14.
Fein gekämmte Haare? Bis heute nicht.
Irgendwas ist da wohl schief gelaufen.. tztz.
Aber ehrlich, ich habe da bisher keinen Vergleich, weil's in unserer Familie fast nur Jungs gibt. Gegendarstellungen sind also jederzeit willkommen. ;-)
Und die Aussagen meiner Kinder: "Das war alles J.s Idee!" - womit sie ja nicht unrecht hatten, nur versuche ich gerade ihnen beizubringen, dass der Kopf oben auf ihrem Hals durchaus auch mal zum Denken benutzt werden darf!
Und ja, eigentlich kann ich es ihnen nicht übel nehmen - ich hatte jedenfalls viel Freude beim Bach wieder herrichten.
Über die Hintergründe der "Taten" schreib ich aber lieber mal in einer anderen Mail mehr. Das geht doch in einen Bereich, den ich hier nicht ausbreiten möchte.