Halbweisheit #18
Die "Zukunft" ist weiblich und (deshalb) unberechenbar.
Daniel Glattauer
Die "Zukunft" ist weiblich und (deshalb) unberechenbar.
Daniel Glattauer
Die Seele trägt zwar im deutschen Sprachraum den weiblichen Artikel - was auch gut und stimmig ist -, aber je länger man darüber nachdenkt, wird man zu dem Schluß kommen, daß sie weder Geschlecht noch Alter besitzt.
Oftmals begreift man das Einfache erst dann, wenn man sich mit dem Komplizierten befaßt.
(auf Anregung meiner Lieblingsseelenstreichlerin jetzt auch hier...)
Die Schere zwischen Wunsch und Wirklichkeit läßt sich problemlos mit einer Seifenblase aus Phantasie füllen, und doch wird diese Blase augenblicklich zerplatzen, versucht man die Schere zu schließen.
"Das viel größere Übel, als nicht geliebt zu werden, ist, niemanden zu haben, den man selbst lieben kann."
Robert Weiss, Begründer der "Einsamkeitsforschung"
Eine Situation mag noch so offensichtlich logisch und richtig erscheinen, dennoch fühlt es sich meist besser an, wenn sie verbal geklärt wird und nicht auf Mutmaßungen beruht.
Die schlimmste Form der Gefangenschaft kennt weder Gitter noch Ketten - sie fesselt den Delinquenten mit seinen eigenen Gedanken.
Wenn man ein Bein gebrochen hatte und gerade den Gips abgenommen bekam, braucht man einen Physiotherapeuten, keinen Tanzlehrer.
Wir dürfen niemals aufhören, zu träumen. Wenn wir einen Traum in uns töten, beginnt dessen Leiche zu faulen und verpestet unsere Seele. Dann muß dringend ein neuer, frischer, greifbarer Traum her, um uns zu nähren und zu entgiften.
Inspiriert durch ein Fundstück bei ZooStation mußte ich heute zwanghaft meine liebsten Scheiben von Neil Young auflegen und kam dabei, ebenso zwangsläufig, einmal mehr bei einem meiner Lieblingszitate vorbei. Es ist eines derer, die ich mit schöner Regelmäßigkeit aller paar Jahre neu zu interpretieren lerne...
Um Liebe zu geben, mußt Du die Liebe leben;
und um Liebe zu leben, mußt Du Teil von ihr sein!
Hin und wieder ist es völlig angebracht, seine Träume schonungslos über Bord zu werfen.
Ganz einfach aus dem Grund, um Platz zu schaffen für neue.
Manchmal muß man seine Blindheit ablegen...
Manchmal muß man sich überwinden...
Manchmal muß man etwas wagen...
Manchmal muß man experimentierfreudig sein...
Manchmal muß man ein hohes Risiko eingehen...
... nur um herauszufinden, was man NICHT will.
Wir haben nicht das Recht dazu, einen Menschen aufzuwecken, der glücklich und zufrieden im Traumland seiner Halbwahrheiten schlummert. Und wir haben im besonderen kein Recht dazu, ihn zur Erneuerung seines Selbstbildes zu bewegen - es sei denn, er bittet uns darum.
(zweiter Satz der Drachengedanken)
Noch im neunzehnten Jahrhundert glaubten die Mediziner, daß ein lebendiges Herz, wenn man es berührt, augenblicklich stehenbliebe.
Heute wissen wir es besser... nicht nur die Mediziner.
Grillen unterm Regenschirm wird kaum eine Grille hervorlocken.
(Hoffentlich passiert mir das dieses Jahr nicht schon wieder.)
Ich kenne drei Möglichkeiten, wie man zu einer Gänsehaut kommen kann. Aber auch dann, wenn sich zwei davon in kürzester Zeit abwechseln, muß man nicht frieren.
(Später vielleicht mehr dazu.)
In einem Spiel, das man gemeinsam begonnen hat, kann man nicht einfach die Spielregeln ändern. Entweder man bricht es ab und startet neu, oder aber man zieht es durch bis zum Ende.
(Erster Satz der Drachengedanken)
Wenn man eine Phantasie zu lange kocht, ohne sie mit einem Spritzer Leben zu verdünnen, brennt sie entweder an oder sie schäumt über.
In beiden Fällen wird der Genuß beeinträchtigt und man hat den Dreck beim Abwasch.