...komm, ich erzähle Dir vom kleinen Glück

02.02.2014 um 10:00 Uhr

Was sonst noch passierte.

von: Gaensebluemchen_s   Kategorie: Tagebuchnotiz


Spiegel (26.12.2013)
Käse (30.12.2013)
www.skyscanner.de (30.12.2013)
Film (31.12.2013)
Ich brauche Klarheit... (31.12.2013)
Trainingsbuch... (31.12.2013)
Film (31.12.2013)
Film (31.12.2013)
Sufi Poet, "Jenseits..." (01.01.2014)
Kann ich irgend etwas für... (02-01-2014)
Ab Essen (03.01.2014)
"Ich habe das schon mal zu..." (03.01.2014)
Risiko Delir (07.01-2014)
Parfumnote (09.01.2014)
Weltkulturen Museum (11.04.2014)
Ich hatte keine Vorsätze hi... (14.01.2014)
Manchmal sind wir Gefan... (15.01.2014)
Weil wir neugierig sind... (16.01.2014)
Wir haben nur eine Chance... (16.01.2014)
Mach's gut und Danke für... (17.01.2014)
Lesotho (17.01.2014)
Ich bin ganz schön betrun... (18.01.2014)
... dann werden wir uns ver... (18.01.2014)
Zwischen uns war sofort... (19.01.2014)
Flugbuchungsportale (20.01.2014)
Denn ich hatte das Glück... (21.01.2014)
Liebe, das ist einmal im Le... (23.01.2014)
Glück, das sind Erinnerun... (24.01.2014)
.
.
.
.
Glück, das ist ein Tag am... (25.01.2014)
Unten im Tal schwebte no... (26.01.2014)
Oscar Wilde (26.01.2014)
Du, erkläre mir mal das... (30.01.2014)
Glück, das ist den And... (30.01.2014)
Der Sinn des Lebens ist zu... (31.01.2014)

 

01.02.2014 um 09:42 Uhr

Der richtige Weg

von: Gaensebluemchen_s   Kategorie: Aphorismen

 

 

"Glück ist, auf einmal zu wissen, welcher der richtige Weg ist."

Kalenderspruch

 

 

 

 

 

29.12.2013 um 08:19 Uhr

Angst lähmt uns.

von: Gaensebluemchen_s   Kategorie: Tagebuchnotiz

Die Uhr zeigt 7:22. Die Nacht ist in Begriff dem neuen Tag zu weichen. Ich stand gerade auf, um zum Fenster hinüber zu gehen und einen Blick nach draußen zu werfen. Die Dämmerung bricht an. Der Hof liegt im dunkeln. Die Bäume nur Konturen. Der Hügel dort drüben zeichnet sich schon am Rand gegen Himmel ab, der noch  zwischen grau und schwarz schwankt.

Bei schummrigen Licht sitze ich in meiner Stube und der Schein des Bildschirmes legt sich matt über meine Finger, die sich darin versuchen auf der Tastatur meine Gedanken einzufangen. Noch sind die Bilder diffus. Doch schon bald bin ich im Buch der Erinnerungen ganz von ihnen umgeben.

Ich lasse meine Gedanken ziehen. Sie gehen zurück in die Vergangenheit. Nicht zu weit. Nur ein paar Jahre. Fünf zähle ich nach. Ich steige wieder in das Flugzeug. In der Tasche weiß ich den Brief. Es ist ein grauer Tag und über den Wolken eine ganz andere Welt. So, wie es bei meiner Rückkehr war. Nach vier Monaten in der Klinik. Und der Brief war ein Abschied für immer.

Die Ärzte hatten ganze Arbeit geleistet. Ich war bereit für ein neues Leben. Im nachhinein betrachtet ergibt dies alles schon einen Sinn. Nur damals konnte ich es noch nicht erkennen. Zu vieles veränderte sich.

Ich legte mir einen Masterplan zurecht. Dadurch wusste ich genau wohin ich gehen muss. Es war nicht immer leicht. Und es gab Rückschläge. Doch begriff ich diese wieder als neue Herausforderung. Es nochmal zu versuchen. Nur eben anders. Mir gelang es. Fast spielerisch, wenn ich die Etappen betrachte.

Und selbst das Glück kam zu mir zurück. Streifte mich und stupste mich an und sagte:

"Ich meine Dich."

 

 

28.12.2013 um 17:41 Uhr

Schuhu- schuhu!

von: Gaensebluemchen_s   Kategorie: Tagebuchnotiz

"Ich sitze hier und neben mir sitzt die kuscheligste Eule der Welt, die ich mit mir herumtrage wie ein kleines Kind."

Deine Zeilen erreichten mich zwischen den Jahren und sie sind voller Poesie. Sie erzählen von Deiner großen Freude über diese Kleinigkeiten, die ich in ein Paket verpackte. Ausgewählte Dinge, bei denen ich annahm, dass diese dein Herz anklingen lassen. Es war verschnürt und verpackt, wie ein Lied komponiert. Eine leise Melodie spielend, die vom Glück schwingt.

"Ich war verlegen, als dein großes, wunderschönes und liebevoll gepacktes Paket kam..."

Und jetzt lese ich wieder und wieder Deine Zeilen und freue mich so diebisch. Die wahre Kunst ist es, meinem Gegenüber in einem Moment zu erreichen, in dem gerade nicht damit (mit mir) zu rechnen ist.

"Ja, ..., Du bist ein bisschen verrückt glaube ich :-). Doch du hast mir mit deiner Verrücktheit eine große Freude gemacht."

Ich liebe genau das. Und es darf natürlich nicht überladen sein. Es darf auch nicht in regelmäßigen Abständen wiederkehren. Also an Ostern. Nikolaus. Geburtstag und Weihnachten. (Das ist zu banal.) Es soll dann ankommen in dem Augenblick, wenn die Seele dafür offen ist. Das es diesmal gerade mit Weihnachten zusammenfiel, das ist nur Zufall.

Ich schwör ;-).

Unterschrieben war mit:

"Schuhu- schuhu!
Alles Liebe..."

 

 

19.12.2013 um 19:26 Uhr

Angekommen

von: Gaensebluemchen_s   Kategorie: Tagebuchnotiz

17.12.2013, 19:22 Uhr : Die Sendung wurde vom Absender in die Packstation eingeliefert (Ort, Deutschland)

18.12.2013, 11:47 Uhr : Die Sendung wurde zum Weitertransport aus der Packstation entnommen (Ort, Deutschland )

18.12.2013, 12:18 Uhr: Die Sendung wurde abgeholt (?)

18.12.2013, 16:00 Uhr: Die Sendung wurde abgeholt (?)

18.12.2013, 17:58 Uhr: Die Sendung wurde im Start- Paketzentrum bearbeitet (Ort, Deutschland)

19.12.2013, 5:48 Uhr:  Die Sendung wurde im Ziel- Paketzentrum bearbeitet (Ort, Deutschland)

19:12.2013, 8:51 Uhr: Die Sendung wurde in das Zustellfahrzeug geladen

19.12.2013, 11:07 Uhr: Die Sendung wurde erfolgreich zugestellt (Ort, Deutschland)

 

 

PS: "Ich hoffe es erreicht Dich noch... Mein Zeitgefühl kam mir abhanden. Doch Überraschungen kommen immer sehr spontan ;-). Und hier sogar noch mit Ankündigung. Ich will Dich auf die Folter spannen. Was dachtest Du denn?   ..."

 

 

18.12.2013 um 17:58 Uhr

Geheimnisse lüften

von: Gaensebluemchen_s   Kategorie: Tagebuchnotiz

" Ich möchte aber jeden Tag ein neues Geheimnis lüften. Darin liegt das Wunder des Lebens, weil es jeden Tag anders macht. Nur wer Hindernisse überwindet, kann auf der anderen Seite auch Siege und Erfolge wertschätzen."

Paulo Coelho, aus einem Interview, Happinez, Ausgabe 1/ 2014

 

 

 

17.12.2013 um 20:09 Uhr

Ich hab's angekündigt.

von: Gaensebluemchen_s   Kategorie: Tagebuchnotiz

Mit Sendungs(verfolgungs)nummer. Und jetzt ist alles wieder okay. Ich kann nachher noch dem Steuerbaerater schreiben. Seine Email sehe ich schon seit zwei Tagen auf meinem Radar blinken. Keine Zeit. Ich hatte wichtigeres zu tun. Gestern war ich das erste mal auf dem Weihnachtsmarkt, seit gefühlten Ewigkeiten. Ich erinnere mich nicht, ob ich letztes Jahr war. Vorletztes?

Gestern war einfach himmlisch. 

 

 

 

 

15.12.2013 um 14:07 Uhr

Das kleine Glück- eine Reise Teil VII (Letzter Teil)

von: Gaensebluemchen_s   Kategorie: Tagebuchnotiz

Heller war der Tag. Ich saß beim Frühstück. Der Selbe Platz, wieder am Fenster. Alles schien so vertraut. Ich könnte es noch zwei Wochen hier aushalten. Oh ja. Zu diesem Schluss konnte ich gelangen. Es gäbe auch noch vieles zu sehen. Doch heute war ich längst weiter auf meiner Reise. Und die Anspannung wuchs.

Denn die Reise war noch nicht zu Ende.

Das was noch kommen würde, würde vermutlich ein neues Kapitel in meinem Buch aufschlagen. Ich wusste es die ganze Zeit. Genau das trug mich hierher. Wo ich gerade sitze. Und Du warst es, trugst mich durch die Straßen. Deshalb konnte ich soweit kommen. Eine unsichtbare Kraft umschloss mich und wenn ich schwach werden würde, ist da diese unsichtbare Hand und fängt mich auf.

Ich trat an die Rezeption und bezahlte die Rechnung. Ging auf die Straße und sog die kühle Morgenluft tief ein. Nochmal ein Blick hinüber zu dem kleinen Park und ich lief geradewegs los in Richtung Bahnhof. Ich hatte noch Zeit. Gut eine Stunde. Ich würde noch kurz in ein Geschäft auf dem Bahnhof wollen. Es ist solch ein Geschäft mit lieblich süßen Dingen. Spezialitäten. Mit leeren Händen wollte ich nicht ankommen. So wählte ich und verließ das Geschäft leichten Fußes. Noch eine halbe Stunde.

Der Zug fuhr in den Bahnhof ein. Ich suchte mir einen Platz und legte die Sachen ab und setzte mich gleich vorne am Gang, denn ich wollte sowieso bald wieder aussteigen. Inzwischen war die Anspannung kaum mehr zu ertragen. Unser letztes Wiedersehen lag sieben Wochen zurück. Unsere letzten Nachrichten einen Tag. "Dann reise gut und sei lieb gegrüßt. Bis morgen...!"

Ein Ruck. Der Zug fuhr an. Jetzt war es endlich soweit. Mit einem Lächeln schaute ich nochmal auf die Stadt, die am Fenster vorbei glitt. Nur langsam, doch bald schneller werdend. Ich lehnte mich zurück und schloss die Augen. Ich sah Dich. Werde ich dich genau so wiedersehen? Ich malte die Bilder nicht aus. Hielt keines davon fest. Ich schaute nur noch aus dem Fenster. Las die Schilder der Bahnhöfe, die wir passierten und je näher wir dem Zielbahnhof kamen, umso ruhiger wurde ich. Fürs erste.

Es sind fünf Minuten vor dem Zielbahnhof.

Ich zog mich an. Dann fuhr der Zug endlich in den Bahnhof ein. Mein Blick ging aus dem Fenster. Auf der Bahnsteigseite entlang. Ich hatte die Hoffnung dich dort sehen zu können. Ich war mit einem ICE unterwegs. Doppelte Länge und bei der Einfahrt kommt unweigerlich der Gedanke, wann dieses Ungetüm endlich zum Stillstand kommt. Und mein Blick hing fest. Und da! Ich sehe dich. Ich sehe, wie du der Zugspitze nachschaust. Ich kann dich lange sehen, denn mittlerweile drückte ich meine Nase an der Fensterscheibe platt. Der Zug hielt endlich.

Ich eilte zum Ausgang. Öffnete die Tür und stand wenig später auf dem Bahnsteig und schaute mich um. Die Menschen hasteten an mir vorüber und ich blieb stehen. Ich wollte nicht in diesem Gewühl untergehen. Meinen Blick hatte ich geradeaus gerichtet. In die Richtung, wo ich dich zuletzt sah. Ich lief los. Jetzt hatte sich die Menge an Menschen deutlich reduziert. Und wir hatten uns immer noch nicht gesehen. Und dann- da entsteht eine dieser Lücken und lässt uns den Raum, um uns zu finden. Wir eilten aufeinander zu. Ich ließ den Koffer einfach los und breitete meine Arme aus. Und hielt dich fest! Einfach halten. Der Moment, der so lange herbeigesehnt war. Ein Wiedersehen nach unendlich lang vergangener Zeit (es waren sieben Wochen).

Und ich traute mich nicht mich von dir loszulösen und so verging wohl eine gefühlte Ewigkeit bis wir uns langsam lösten und uns in die Augen schauten. Und da war es wieder. Dieser Glanz in deinen Augen. So hell strahlend. Dein Lächeln umspielt deinen Mund. Lange schauten wir uns an und du sagtest: „Es ist schön, dass du da bist. Wie geht es dir? Wie war deine Reise?"

So begannen wir sprudelnd zu erzählen von der Welt, aus der ich kam.

Und wir tauchten dann in deine Welt hinein. Wir gingen zusammen mein Gepäck wegschaffen, denn das wollte ich auf keinen Fall bei mir haben. Ich nahm nur diesen kleinen Beutel heraus. Und so fuhren wir ins Stadtzentrum. Unterwegs flogen unsere Erzählungen von Dir zu mir und von mir zu dir. Alles war so vertraut und einfach nur schön. Und wie von Zauberhand vollführt, erstrahlte mit einem mal ein blauer Himmel und schwere Regenwolken waren auseinander gerissen und zogen nun gemächlich durch dieses Bild. Du erzählst davon, wie seit Tagen der Himmel so grau war und nirgends ein Lichtblick: "Und dann bist du da und die Welt verändert sich. Hell erstrahlend."  "Ich wollte, dass es einer dieser Tage wird, an den du gerne zurück denkst." Lächelte ich und gab dir einen Kuss.

Du fragtest was wir machen wollen und ich hatte so keine Vorstellung. Doch Du hast dir schon etwas zurecht gelegt. Wir gingen in ein kleines Café. Es war eine Konditorei. Die Inhaberin machte daraus ein kleines Lädchen. Verkauf und Café. Das allerlei süße Waren anbot. Nichts Alltägliches. Ich glaube meine Waage würde das auch niemals gutheißen. Wir wählten ein jeder zwei Stück, für den Anfang und würden uns bei Bedarf dann nochmals durch die Auswahl hindurch manövrieren. Schon das Auge hatte mitgegessen. Wir bestellten Kaffee und setzten uns an einen der wenigen Tische, die hier vorhanden waren. Von der Art her war es, wie wenn man zu Hause in einer Wohnküche sitzt, was dem Ganzen das gewisse Etwas gab. So verbrachten wir die Stunden mit dem Gefühl zu Hause zu sein.

Dazwischen hatte ich dir das kleine Geschenk überreicht. Ich mag das immer an Dir. Man kann dich noch überraschen und jedes mal reißt du die Augen weit auf und bist sprachlos und schaust ungläubig und dann freust du dich noch, wie ein kleines Kind.

Es war unglaublich, wie schnell die Zeit verging.

Meinen ursprünglichen Zug, den ich nehmen wollte (musste?) hatte ich um 15 Minuten verpasst. In zwei Stunden geht der nächste. Der allerletzte Zug weitere zwei Stunde später. Doch der musste als äußerste Reserve herhalten. Wir kamen nur ungern darauf zu sprechen, dass wir unseren Abschied einläuten müssen. Wir zögerten es hinaus. Wir bezahlten und ich ließ noch drei kleine Stücke von den Pralinen für dich einpacken und verließen das Café, mit dem Wunsch bald wieder zu kommen. Draußen hakte ich mich bei dir unter und wir gingen die Straßen entlang. Du zeigtest mir noch das eine und andere Geschäft in das du gehst und es waren jene, die das Besondere an sich haben. Das fiel mir immer wieder auf. Und ich liebte genau das. Bei mir zu Hause und ich erzählte davon und wir staunten darüber und ich nahm bisher an, dass unsere Welten verschieden sind und ich entdecke nun das Gegenteil davon. 

Wir erwischten die Straßenbahn und stellten fest, dass es mit einem mal eine Umleitung gab. Du schautest verdutzt, aber beruhigtest mich, dass es nur ein kleiner Umweg sein würde und wir den Zug noch erreichen. Es war knapp. Ich holte den Koffer und gemeinsam gingen wir auf den Bahnsteig. Gleich würde der Zug einfahren. Wir stellten uns hin und umarmten uns. Du grubst dein Gesicht ganz tief auf meine Schulter nahe an meinem Kopf. Ich spürte, wie fest du mich hieltest. Als würde es ein Abschied für immer sein. Ich öffnete die Augen und aus diesem Blick heraus nahm ich den einfahrenden Zug wahr. Ich verharrte. Wollte nicht loslassen. Wollte nicht fortgehen. Wollte dich einfach noch halten. Und lösten wir uns. Küssten uns. Ließen uns los. Ich stieg zögerlich ein und drehte mich noch auf den Stufen nach dir um. Du wischtest gerade verstohlen die Tränen ab. Mir fiel dieser Abschied unglaublich schwer und fast wäre ich zurück gewichen und der Zug wäre ohne mich gefahren. Doch in Trance verfiel ich in Schritten nach vorne. Rein in den Zug. Die Tür schloss sich alsbald und du standst davor. Jetzt waren wir getrennt. Ich hielt meine Hand an die Scheibe und ich sah, wie du die deine nimmst und an die Scheibe drückst. Automatisch versuche ich zuzufassen.

Ich erinnere mich da an eine Szene, die ich einmal auf meinen Reisen erlebte. Zwei Liebende, die sich verabschiedeten. Die Tür, die sich schloss, trennte. Das leise winken und Tränen fließen.  Und heute schaut mir vielleicht jemand dabei zu.

Der Zug setzte sich in Bewegung. Ich winke. Du winkst. Ich versuche dich so lange wie möglich im Blick zu halten und sehe, wie du gegen die Tränen kämpfst. Als du aus dem Blickfeld bist drehe ich mich um und wische verstohlen über meine Augen.

 

Ende

 

 

15.12.2013 um 09:41 Uhr

Das kleine Glück- eine Reise Teil VI

von: Gaensebluemchen_s   Kategorie: Tagebuchnotiz

Es war ein neuer Tag. Die Nacht war traumlos. Das erste Tageslicht weckte mich und als ich aus dem Fenster schaute war der Himmel grau. Es würde also nicht mit einem Sonnenaufgang beginnen. Ich öffnete noch weiter das Fenster und der kalte Strom der Luft erfasste meine nackten Füße. Mein Blick ging über den Hof und die die Dächer der angrenzenden Häuser. Der Anblick war nichts, was mich festhielt obwohl ich sehr genau hinschaute. Für den Moment lag nichts besonderes darin.

Ich zog mich an.

Das Frühstück konnte man oben in der letzten Etage zu sich nehmen. Der Raum war mit einem Panoramablick versehen. Hier konnte man noch weiter schauen. Auf die Dächer der Stadt. Ich liebe solche Anblicke. Dort drüben war der Bahnhof und dort unten der kleine Park durch den ich gestern ging, um ins Zentrum zu gelangen. Der Fluss versteckt sich hinter den Häusern. Vielleicht war mein Blick etwas getrübt durch das Grau und den leichten Dunst. Es war November.

Das Frühstück war ein kleines Feines. Interkontinental sagt man wohl gerne dazu. Und wenn der Kaffee dazu gereicht wird und er trifft meinen Gaumen, dann kann nichts mehr schief gehen. Und der Kaffee war wirklich ausgezeichnet. Normalerweise trinke ich morgens zwei Tassen. Das ist genug. Und hier trank ich die doppelte Menge.

Mein Blick ging immer wieder über die Stadt und langsam kamen die Pläne hervor. Um möglichst viel zu sehen beschloss ich die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Vom Hotel hatte ich dazu ein Billett bekommen und man konnte damit bei seinem Aufenthalt ein- und aussteigen wo es einem beliebte ohne sich um die Fahrkarte weiter kümmern zu müssen. Ich nutzte es reichlich. Ich fuhr quer durch die Stadt.

Einen ganzen Tag lang.

Bis zum Abend war ich wieder unterwegs. Ich wollte so viel wie möglich sehen.

tbc.

 

 

 

15.12.2013 um 08:47 Uhr

Das kleine Glück- eine Reise Teil V

Ich orientierte mich an dem Strom der vorübergehenden Menschen. Dieser schien ausgerichtet auf einen Punkt und aus meinem Studium des Stadtplanes ging diese Richtung unzweifelhaft ins Zentrum der Stadt. So reihte ich mich ein und erkundete die Straßen, die mir fremd waren und doch so vertraut vorkamen. Es gefiel mir vom ersten Augenblick an und ich hatte keine Angst, dass ich mich verirren könnte und lief geradewegs drauf los. Blieb oft stehen, um zu staunen und wirklich jeden Winkel der Stadt in Augenschein zu nehmen.

 

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Die Gedanken waren lose oder zumindest nicht mit nur einer einzigen Sache beschäftigt. Ich war drauf und dran das Glück in vollen Zügen zu genießen, Oh ja, ich war glücklich hier zu sein. Geflohen aus einer anderen Welt, nicht wissend, was mich erwartet. Ich hatte nur die Vorstellung, dass etwas mir passiert, wenn ich mich auf diese Reise begebe. Ich ließ alles los. Und dadurch war ich frei. Für das Neue. Denn schon immer bin ich neugierig gewesen auf meinen Pfaden durch das Leben.

Hier war es wieder so.

Der Ort war ideal. Hier im Zentrum gab es diese kleinen Gässchen. Geschäft an Geschäft. Ein großer Marktplatz. Mit einem alten Rathaus. Und drum herum wieder allerlei Geschäfte, wo ich mir an den Schaufenstern die Nase platt drückte und, wenn ich Schönes entdeckte entschloss ich mich hinein zu gehen und es aus nächster Nähe in Augenschein zu nehmen.

Inzwischen war es dunkel geworden. Und die Lichter der Straßen tauchte alles in einen anderen Glanz ein. Genauso schön anzusehen. Und die ersten Weihnachtslichter waren zu sehen. Wie das wohl erst werden würde, wenn die Adventszeit ist? Es waren nur noch ein paar Tage bis Dezember. Hätte ich eine Woche später fahren sollen? Ich glaube nicht. Die Zeit war genau richtig.

Ich kam an dem Fluss an. Der Rhein. Auf der Brücke blieb ich stehen und blickte in das Schwarz und verharrte dort eine ganze Weile und der scharfe Wind zerrte an mir und durchwühlte meine Haare. Ein Schiff kam flussaufwärts und machte am Ufer dort drüben halt und entließ seine Fahrgäste in die Nacht. Ich sog weiter gierig die Luft ein und löste mich vom Sims der Brücke und machte mich auf den Rückweg. Für das erste erkunden der Stadt war es genug und ich wusste bereits wo ich am nächsten Tag anknüpfen würde.

 

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Inzwischen war ich auf dem Rückweg und es waren immerhin schon zwei Stunden vergangen und langsam wurde ich müde. Sechzehn Stunden war ich auf den Beinen. So kannte ich nur noch ein Ziel. Natürlich nicht ohne vorher noch eine Kleinigkeit zu essen und ich fand ein kleines Restaurant mit asiatischer Küche. Danach ging es geradewegs zurück ins Hotel. Dort angekommen leerte ich noch die Minibar und schlief irgendwann ein.

tbc.

 

 

14.12.2013 um 06:24 Uhr

Reichtümer

von: Gaensebluemchen_s   Kategorie: Aphorismen

"Wenn du einen Menschen glücklich machen willst, dann füge nichts seinen Reichtümern hinzu, sondern nimm ihm einige von seinen Wünschen"


Epikur

 

12.12.2013 um 08:28 Uhr

Momente

von: Gaensebluemchen_s   Kategorie: Tagebuchnotiz

Und die traurigen?
Die müssen wir wohl durchleiden.
 
 
 
 
 

11.12.2013 um 21:14 Uhr

Ich habe die Kiste...

von: Gaensebluemchen_s   Kategorie: Tagebuchnotiz

... der Pandora geöffnet. Autsch!

Seit 2009 war diese fest verschlossen. Machte den Umzug mit und verschwand in der hintersten Ecke vom Regal überdeckt mit Schichten aus irgendwelchen Papieren. Als ich den Deckel hob und die ersten Bilder nahm schnürte es mir die Kehle zu.

Was macht man eigentlich damit? Bilder aus einem früheren Leben.

Ich finde Paris trotzdem irgendwann. Muss nur noch 20 Steckalben durchforsten... nee, damals gab's noch keine digitale Fotografie.

 

 

 

 

11.12.2013 um 20:47 Uhr

Soviel Heimlichkeit, in der Weihnachtszeit...

von: Gaensebluemchen_s   Kategorie: Tagebuchnotiz

*singtvorsichhin*

 

;-)

 

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10.12.2013 um 22:01 Uhr

Ach, ihr seid verrückt.

von: Gaensebluemchen_s   Kategorie: Tagebuchnotiz

Erinnerungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

10.12.2013 um 19:05 Uhr

Die Signale bleiben auf Rot geschaltet.

von: Gaensebluemchen_s   Kategorie: Tagebuchnotiz

Mein Plan war, dass ich kommenden Freitag bereits wieder im Zug sitze. Seit einer Woche warte ich jedoch, dass sich da etwas tut. Und was tut es? Nichts!

Die Rangiersignale sind freigeschaltet. Doch nach fünfhundert Metern kommt das Hauptsignal und das ist eindringlich auf Rot geschaltet und verharrt in dieser Aufschaltung. Es flimmert, wenn ich es anstarre. Ich bewege mich vor und zurück, das Signal nie aus den Augen verlierend.

Als ich die Wohnungstür aufschloss und die Stube betrat, nachdem ich meine Sachen ablegte, ließ ich mich in den Sessel sinken und  nahm das Tablet und rief die Fahrplanauskunft auf. Wie von Zauberhand geführt gab ich die Orte ein. Wählte ein Datum. Drückte auf 'suchen' und rechnete die Fahrzeiten zusammen und habe plötzlich mein Ziel ganz ohne weiteres zutun ausgewählt.

Zwei Anrufe werde ich tätigen.

 

 

10.12.2013 um 06:12 Uhr

Warum ich so langsam gehe.

von: Gaensebluemchen_s   Kategorie: Tagebuchnotiz

Ich brauche das so. Genau hinschauen. Fühlen. Riechen. Schmecken.

 

 

Leben!

 

 

09.12.2013 um 06:26 Uhr

Normalität

von: Gaensebluemchen_s   Kategorie: Aphorismen

"Die Normalität ist eine gepflasterte Straße; man kann gut darauf gehen,
doch es wachsen keine Blumen auf ihr"


Vincent van Gogh

 

 

08.12.2013 um 17:11 Uhr

Das kleine Glück- eine Reise Teil IV

Ich stand vor dem Ausgang. Der erste Eindruck in einer fremden Stadt ist für mich immer entscheidend. Ob mit uns eine Geschichte entsteht und ein Ort an dem man länger verweilen mag. Ich ließ alles auf mich wirken. Schaute die Menschen an. Betrachtete die Häuserfassaden. Die Autos. Die Strassenbahnen. Schilder. Fusswege. Strassen. Hinter mir war noch immer der rege Betrieb von den Reisenden. Einige hasteten jetzt an mir vorbei. Wegfahrende. Ankommende. In diesem Treiben blieb ich einfach still und ließ das alles auf mich wirken.

Ich holte den Stadtplan hervor, um mich besser orientieren zu können. Das Hotel musste ganz in der Nähe sein. In der Beschreibung waren 300 Meter angegeben. Ich musste halt nur die Richtung finden, um dann loszulaufen. Zur Orientierung nahm ich die anderen Hotels und keine zwei Minuten später stand ich bereits vor meinem Hotel. Besser konnte es nicht anlaufen. (Erst später, als ich wieder zu Hause war und der Alltag mich wieder hatte begriff ich, was mich die ganze Zeit antrieb. Ausser der Neugier, die mir wohl mit in die Wiege gelegt wurde, war die ganze Zeit auf meiner Reise noch ein Gefühl so präsent. Welches mich über mich hinaus wachsen ließ.)

Ich unterschrieb den Meldezettel. Bekam die Zimmerkarte und fuhr hinauf in den fünften Stock. Es waren nur wenige Zimmer auf einer Etage, denn es war eines dieser kleinen Hotels. Keine Hotelkette. Nur in dieser Stadt präsent. Vier Sterne waren ausgewiesen und das sah man auch. Spürte, erlebte man. Ich fühlte mich sofort wohl. Ich öffnete die Tür zu meinem Zimmer. Steckte die Karte in den Hauptschalter und Licht überflutete den Raum in warmen Farbtönen. Nichts grelles. Es war, wie bei mir zu Hause, nur besser (das will schon was heißen, wenn ich so über den Klee lobe). Hier könnte man es wirklich zwei Wochen aushalten. Ich schaute ins Bad. Klein, aber fein. Mit einer Wanne. Und das Porzellan des Waschbeckens gefiel mir in seiner Form besonders und insgeheim wünschte ich es mir für zu Hause. Genau so. (Ich suche da schon ewig nach Etwas.)

Ich stellte den Koffer ab. Legte auch für`s erste die Sachen ab und legt mich dann auf`s Bett. Es war ein King Size Bett. Die Hände hatte ich hinter dem Kopf verschränkt. Der Blick ging zur Decke oder aus dem Fenster auf den Himmel, der noch immer ein grau erahnen ließ. Es dunkelte langsam.

Keine zehn Minuten später stand ich an der großen Straße und wartete auf das Grün an der Ampel.

tbc.

08.12.2013 um 15:34 Uhr

Das kleine Glück- eine Reise Teil III

von: Gaensebluemchen_s   Kategorie: Tagebuchnotiz

Ich weiß nicht mehr, wie ich darauf kam. Wie ich auf diesen Ort kam. In meinen Überlegungen spielte es keine Rolle wohin. Einzig der Umstand, dass alles an einem Wochenende zu bewältigen war. Es spielte auch keine Rolle wie lange ich wo sein würde. Mir war nur wichtig, dass ich mich gut fühlen würde. Alles andere würde sich dann von selbst ergeben. Wenn ich mich gut fühle, dann kann alles möglich sein. Das wußte ich über mich.

Mein Blick war noch immer aus dem Fenster gerichtet. Obwohl ich in zwei Minuten aussteigen mußte blieb ich noch sitzen. Ich wollte wissen, wie das ist bei der Einfahrt in den Bahnhof. In der Fremde. Es war noch hell. Nur ohne Sonnenlicht. Doch das war im Moment egal. Der Zug endete hier und ich hatte Zeit.

Dann sah ich es erstmals, das Schild von meinem Ziel: "Basel SBB" Ich musste mehrmals schauen und wieder und wieder lesen. Basel SBB. Der Zug rollte langsamer und blieb dann stehen. Ich war angekommen. Jetzt beeilte ich mich doch etwas. Zog den Mantel über und griff nach dem Koffer, der schon bereit stand. Ich ging zur Tür und stieg wohl zuletzt aus. Die anderen Reisenden waren nicht mehr zu sehen. Sie verliefen sich bereits auf dem Bahnsteig.

Meine Sinne waren wieder hellwach. Das monotone Geräusch der Zugachsen lullte mich am Ende doch etwas ein. Doch sobald ich dem Ziel nahe war erwachten meine Geister und mein Blicken wurde nimmer satt. Ich stieg aus und machte die ersten Schritte, suchend nach dem Ausgang und fand alles, wie im Schlaf. Als würde ich zu Hause ankommen. Am Ausgang endlich angekommen blieb ich kurz stehen und blickte mich um. Alles war so vertraut. Und es war schön. Und dieses Gefühl trug mich durch die nächsten Tage.

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tbc.