Musik: Mando Diao - Herr Horst
Am Freitag, den 17.11.2006, gab eine der momentan
angesagtesten Bands der heutigen Zeit, Mando Diao, ein Gastspiel in München.
Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen ^^
Am Zenith angekommen wurden wir erstmal von der großen
Warteschlange überrascht. Wir hatten zwar mit ziemlich vielen Leuten gerechnet,
aber dass es dann so viele waren, hat uns doch überrascht. OK, man muss dazu
sagen, dass bis jetzt keiner von uns im Zenith war und wir deshalb auch keine
Vorstellung bezüglich der Größe hatten.
In der Halle angekommen, reihten wir uns sofort wieder in
eine Schlange ein, diesmal um unsere Jacken an der „Garderobe“ (auf die komme
ich später noch zu sprechen) abzugeben.
Nach ca.30min sind wir unsere Jacken endlich losgeworden und
hatten die erste Vorband Johnossi so gut wie verpasst. Das, was ich von ihnen
gehört hatte, klang jedoch richtig gut. Ich werde ihr aktuelles Album auf jeden Fall mal Probe hören.
Als nächstes waren dann schon die wesentlich interessanteren
Razorlight an der Reihe, welche ein wirklich gutes Konzert ablieferten und das
Publikum von Anfang an mitreißen konnten. An deren Auftritt gab es wirklich
nichts auszusetzen…außer, dass er etwas zu kurz war, aber sie waren ja auch nur
Vorband.
Um Punkt 22 Uhr betraten dann endlich Mando Diao die Bühne.
Und ich muss sagen, meine Erwartungen wurden von Anfang an übertroffen. Das
Publikum ging gleich von Beginn an ab wie blöd und das obwohl anfangs nur die Schatten
der fünf Jungs zu sehen waren, da die Bühne durch ein weißes Tuch verdeckt
wurde. Das Bühnenbild wechselte dann von sterilem Weiß zu einem Screen. Danach
wurde das aktuelle Albumcover Hintergrund und ganz am Schluss war wieder der
Screen zu sehen. Die Spielzeit betrug gute 110min und war somit mehr als
ordentlich. Zugaben gab es drei Stück, wobei die letzte wirklich den Eindruck machte,
als wäre sie nicht geplant gewesen. Das beste Stück des Abends war eindeutig
Herr Horst. Die Stimmung war einfach super. Der Auftritt der Schweden war
gewohnt professionell und es gab wenig bis gar nichts zu beanstanden.
Abschließend bleibt eigentlich nur zu sagen, dass es
wirklich ein wahnsinnig schönes Konzert war und ich nur jedem empfehlen kann,
sofern er denn die Möglichkeit dazu hat, sich ein Konzert von Mando Diao
anzuschauen.
So, jetzt zu der anfangs schon erwähnten Garderobe…So toll
und klasse das Konzert auch war, so schlecht war die Organisation des
Veranstalters. Als wir unsere Jacken wieder abholen wollten, mussten wir
wirklich über zwei (!!!) Stunden auf diese warten. Die Ausgabe erfolgte so
chaotisch und ohne System; das kann man sich nicht vorstellen. Das Personal
hatte weder eine Ahnung wo welche Jacke hing, noch die Fähigkeit, die Ausgabe
kontrolliert ablaufen zu lassen. Bei manchen Jacken waren die Nummern
vertauscht oder ganz weg, einige Jacken waren sogar ganz verschwunden.
Vereinzelt wurden sogar Besucher zu den Kleiderständern gelassen, damit die ihre
Jacken selbst suchen konnten, was zu noch mehr Unordnung geführt hat.
Kurz gesagt: Die Organisation war einfach grottenschlecht…
Letztendlich war die Bühne schon abgebaut, als wir immer
noch auf unsere Jacken warteten. Die Trucks verließen dann ungefähr zur
gleichen Zeit wie wir das Gelände. Ich weiß ja nicht, ob das im Zenith immer so
abläuft, aber ich kann es nicht gerade weiterempfehlen. Aufgrund des ganzen
Chaoses hatten wir dann auch noch die letzte U-Bahn verpasst und mussten uns
eine Nachtbushaltestelle suchen.
Fazit: Konzert: + + + Organisation: - - -