Weblog von Stefan

24.03.2005 um 16:43 Uhr

albumine

albumine
in der Leber synthetisierte, gut wasserlösliche
Plasmaproteine mit einem für Proteine relativ
niedrigem Molekulargewicht von 60.000; sie
machen ca. 60 % des Gesamteiweißes aus.
Bedeutung: Aufrechterhaltung des intravasalen
onkotischen Drucks, womit der wichtigste
Schutz vor Ödemen gewährleistet ist, weiterhin
transportieren sie Hormone, Spurenelemente
und wasserunlösliche Stoffe wie z. B. Bilirubin.

24.03.2005 um 16:41 Uhr

Laktatazidose

Laktatazidose

In sehr seltenen Fällen kann als Komplikation einer Diabetes-Behandlung mit Biguaniden (zum Beispiel Metformin) eine Laktatazidose auftreten, eine Übersäuerung des Blutes mit Milchsäure. Die Laktatazidose führt zu Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, später zu Bauchschmerzen und zum Kreislaufschock. Zur Vermeidung einer Laktatazidose müssen Medikamente die Metformin enthalten, bei schweren Allgemeinerkrankungen, bei Einschränkungen der Nierenfunktion, vor Operationen und vor Röntgenuntersuchungen mit Kontrastmitteln vorübergehend abgesetzt werden. Angesichts der sehr guten Erfahrungen mit Metformin in der großen britischen Studie zur Behandlung des Typ 2-Diabetes (UKPDS) werden diese geringen Risiken von Metformin unter sorgfältigem Einsatz bei weitem aufgewogen.

24.03.2005 um 16:39 Uhr

Hepatitis C

 Hepatitis C

Hepatitis C ist eine Entzündung der Leber, die durch ein Virus, das Hepatitis C-Virus (HCV) verursacht wird. Die Erkrankung wird in erster Linie durch Blut und Blutprodukte übertragen. Eine Übertragung durch Intimkontakte ist selten. Hepatitis C wurde früher als Hepatitis-Non-A-Non-B bezeichnet.

Die Erkrankung verläuft in 50 Prozent der Fälle akut, dass heißt sie heilt spätestens nach 6 Monaten aus. Jede zweite Hepatitis C führt zur chronischen Hepatitis.

Etwa drei Prozent der Weltbevölkerung ist mit dem HCV infiziert. In Deutschland sind etwa 0,4 bis ein Prozent der Bevölkerung Träger des Hepatitis C-Virus. Die Hepatitis C ist nach Alkohol die zweithäufigste Ursache von Leberzirrhose und Leberkrebs. Eine Impfung gegen die Hepatitis C existiert nicht. In Deutschland besteht eine namentliche Meldepflicht für alle erstmalig diagnostizierten Hepatitis C-Infektionen.

Weitere Formen ansteckender Leberentzündung sind Hepatitis A und Hepatitis B.

24.03.2005 um 16:37 Uhr

Prostatakrebs

Das Karzinom der Prostata (Vorsteherdrüse) ist die häufigste Krebserkrankung beim Mann. Da es erst im Stadium der fortgeschrittenen Erkrankung zu Beschwerden kommt, kann der Krebs nur durch Früherkennungs-Untersuchungen rechtzeitig entdeckt und mit dem Ziel der Heilung behandelt werden. Wenn sich bei einer Tastuntersuchung der Verdacht auf ein Prostatakarzinom ergeben hat, wird zur Bestätigung mittels Feinnadelbiopsie eine Gewebeprobe entnommen.

Therapeutisch gibt es mehrere Möglichkeiten, die sich nach der Art und dem Stadium des Tumors sowie nach den individuellen Bedürfnissen des Patienten richten: Im frühen Stadium stehen die Seed-Implantation (minimal-invasive Einbringung von radioaktiven Jod 125-Strahlern in die Prostata) oder die operative Entfernung des Tumors und Bestrahlung zur Verfügung.

Zum Zeitpunkt der Diagnosestellung hat bei einem Drittel der Patienten bereits eine Streuung des Tumors (Metastasierung) in andere Organe stattgefunden. Zu diesem Zeitpunkt ist die Erkrankung zwar bereits nicht mehr heilbar, aber dennoch behandelbar. Durch Strahlen-, Chemo- oder Hormontherapie kann die weitere Ausbreitung des Krebses verzögert werden. Solange noch keine Metastasen vorliegen und der Krebs auf die Prostata beschränkt ist, bestehen gute Heilungschancen.

24.03.2005 um 16:35 Uhr

Sarin

Sarin

Dieser Artikel befasst sich mit der Chemikalie. Für den Stern Delta Herculis, siehe Sarin (Stern)
Strukturformel von Sarin


Sarin ist ein chemischer Kampfstoff. Die systematische Bezeichnung ist Fluorphosphonsäuremethylisopropylester. Seinen Trivialnamen hat er von seinen Erfindern Schrader, Ambros, Rüdiger und Linde.

Geschichte

Die Substanz wurde 1939 während der Forschung an Phosphorverbindungen für den Einsatz als Insektenvernichtungsmittel entdeckt. Auftraggeber der Forschung war wie auch bei Tabun und Soman die IG-Farben.

Eingesetzt wurde Sarin bisher im Krieg Irak gegen den Iran, sowie 1988 gegen kurdische Minderheiten im Irak. Bei zwei terroristischen Anschlägen der japanischen Aum-Sekte (1994 in Matsumoto und 1995 in Tokio) wurde ebenfalls Sarin verwendet.

Wirkungsweise

Die Aufnahme von Sarin ist über die Haut und die Atmung möglich. Nur ein Ganzkörperschutz verhindert sicher eine Aufnahme des Stoffes. Im Körper blockiert Sarin die Acetylcholinesterase in den Synapsen des parasympathischen vegetativen Nervensystems, es kommt zu einem Anstieg des Neurotransmitters Acetylcholin in der Synapse und damit zu einer Dauerreizung des Parasymphatikus.

Daher kommt es je nach Stärke der Vergiftung zu folgenden Symtomen: Kopfschmerzen, Übelkeit mit Erbrechen und Durchfällen, Augenschmerzen, Müdigkeit, Krampfanfälle, Zittern, Zucken der Muskulatur, unkontrollierter Harn- und Stuhlabgang, Atemnot, Angstzustände, Spannungen, Verwirrtheit, Bewusstlosigkeit. Der Tod tritt durch Atemlähmung ein.

Die Wirkung ähnelt den verwandten chemischen Kampfstoffen Tabun, Soman und VX, aber auch Vergiftungen mit verschiedenen Insektiziden wie Parathion (E605).