Schlagzeug-Infos

03.02.2007 um 15:23 Uhr

Schlagzeuger des Monats: Max Roach

Wieder mal ist es soweit, Euch eine Größe des Schlagzeugspiels näher zu bringen, Max Roach. Er ist einer der ersten Bebop-Drummer mit zahlreichen Projekten (u.a. auch MBoom => siehe Videos) und spielte mit Größen des Jazz, wie Charlie Parker, Dizzy Gillespie oder Miles Davis. Seit 1972 ist Roach Professor an der Musikfakultät der Universität Amherst in Massachusetts.



Ein Artikel des Kulturradios MDR Figaro schreibt über ihn:

In der Sprache der Trommeln - Max Roach
I have a dream - Zum 80. Geburtstag des Schlagzeugers
Max Roach hat den Bebop mitentwickelt und den Hard Bop vom Schlagzeug aus beflügelt. MDR FIGARO porträtierte den Meister der Drums, der sich in der Tradition Bachs sieht.

Man hat ihn den Duke Ellington der Drums genannt
Dies ist ein nicht ganz stimmiger Vergleich, der jedoch in einer Hinsicht zutrifft: Max Roach zählt zu den Zentralgestalten des Jazz. Er verkörpert eine Tradition, die von den afrikanischen Trommeln über Baby Dodds und Jo Jones bis in die Gegenwart reicht. Er verbindet Vitalität und Weisheit, Vehemenz und Würde. Kurzum: Max Roach ist ein Master Drummer, ein Innovator und ein Klassiker der afroamerikanischen Musik.

Sein Spiel hat die Entwicklung des modernen Jazz nicht nur begleitet, sondern vorangetrieben.
Er hat sie auf komplexe Weise mitgestaltet, ihren Anspruch bekräftigt und ihren Ausdruck intensiviert. Sein Schaffen durchzieht den Jazz seit Anfang der vierziger Jahre: eine Lebensspanne, ein Lebenswerk und noch immer ein "work in progress". Max Roach, der immer wieder die Sprachnähe seines Spiels beschrieben und betont hat und dessen Kompositionen Titel bekamen wie "Speak, Brother Speak" oder "Drum Conversation", kommt aus der oralen Tradition des Jazz und war stets darauf bedacht, diese weiterzutragen und zu vertiefen. Seine Duo-Begegnungen mit Dizzy Gillespie, Archie Shepp, Cecil Taylor, Abdullah lbrahim und Anthony Braxton geben eine Ahnung von der Weite seines musikalischen Horizontes.

Idealpartner für zahlreiche Größen des Jazz
Max Roach, geboren am 10. Januar 1924 in New Land, North Carolina seit seinem vierten Lebensjahr aufgewachsen in Brooklyn, zählte bereits Mitte der vierziger Jahre zu den gefragtesten Schlagzeugern jenes Stils, der in den Klubs der 52nd Street gedieh. Mit genialem Sinn für rhythmische Komplexität, teils auch asymmetrische Strukturen und Schichtungen erwies er sich als idealer Partner für Musiker wie den Atsaxophonisten Charlie Parker oder den Trompeter Dizzy Gillespie.

Das Schlagzeug in die Tradition Bachs gestellt
Max Roach hat das Schlagzeug als Universalinstrument entdeckt und es von seiner reinen Begleitfunktion befreit, schließlich eine geradezu orchestrale Sprache auf den Drums entwickelt und sein Spiel in immer neue Zusammenhänge eingebracht. "Wie Gottvater, Sohn und Heiliger Geist", sagte er mir im Gespräch, "ist Musik definiert durch Rhythmus, Melodie und Harmonie. Dabei geht es - wie in der klassischen europäischen Musik - um eine gute Balance.

Ich begreife meine Soli am Schlagzeug als Inventionen, durchaus im Sinne von Bach. Einige Leute meinen, bei mir gäbe es keine Melodien, keine Harmonien, sondern nur Rhythmen. Aber wenn du genau hinhörst, ist alles da." Mit dem Rhythmus das tun, was Johann Sebastian Bach mit der Melodie getan hat, lautet eines der vielzitierten Statements von Max Roach.
 

(c) by MDR FIGARO 2004

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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenRobbie Brown schreibt am 05.02.2007 um 18:13 Uhr:RESPECT!!!
  2. zitierenMatze schreibt am 08.12.2010 um 20:50 Uhr:Grandioses Drumming! Sound des Universums! Machs gut Maxrufe ich Dir ins Jenseits nach..

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