Depressivum Maximum

15.12.2005 um 00:02 Uhr

One of Those Days...

Musik: Child in Time - Deep Purple


heute ist mal wieder einer dieser tage, an denen man einfach nur die tür hinter sich zumachen möchte und nicht genau wüßte warum. der tag begann ganz harmonisch um 5:30 uhr nach einer viel zu kurzen nacht. ok - das bin ich so langsam gewohnt, also das die nächte viel zu kurz sind. an das frühe aufstehen hingegen werde ich mich wohl nicht so schnell gewöhnen können. der weg zur bahn dann in gewohnter eile. morgens lief dann unmittelbar an meiner ausfahrt das mädel vorbei, dass ich schon zweimal in der bahn sah. also die, die mir gegenüber stand. sie muss irgendwo bei mir in der nähe wohnen, aber fragt mich nicht wo. ich hoffe nur, dass sie mein fenster nicht einsehen kann oder wenn ja es zumindest nicht zuordnen kann. weiß nicht warum, aber da bin ich ein wenig eigen. sie muss ja nicht wissen, dass ich morgens so verpennt in der bahn bin, weil ich abends zu spät ins bett gehe. sie hingegen scheint das ja irgendwie sehr gut im griff zu haben. morgens immer frisch ausgeschlafen... zumindest immer dann wenn ich sie sehe. ok - zurück zum thema. ich überholte sie dezent auf der anderen straßenseite, um dann doch noch am bahnhof zu warten bis der zug kam. ein wenig sinnfrei das ganze - geb ich zu. aber ich wollte nicht hinter ihr laufen. das mag ich nicht. besonders dann nicht, wenn ich ganz in schwarz bin und es draußen noch dunkel ist.
zurück zum thema. alles lief glatt, bis eine station vor meinem zielbahnhof die u-bahn anfuhr und sogleich wieder abrupt bremste, um halb im tunnel stecken zu bleiben. "na geilomat!" dachte ich mir, hatte gerade das jetzt gerade noch gefehlt. im nacken die uhr und die klausur, die pünktlich um acht uhr anfängt. wollte ich nicht geruhsam zur schule laufen? denkste, aus, vorbei, pustekuchen. ab in die puschen und frei nach dem motto "lätz fätz" die schuhgröße 45 in die hand genommen. irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt. in eile torkelte ich also schlaftrunkend zur schule. kann der idiot davorne nicht zur seite gehen? ach nein - ist ja ein laternenpfahl. natürlich stolperte ich auch an der stelle, an der ich sonst auch immer stolpere. ich frag mich jedes mal warum ich da stolpere, kenne ich die strecke doch inzwischen ziemlich gut.
dann ging alles ganz schnell. ich kam in eine "situation", diesmal aber nur kurz und diesmal war sie auch etwas entschärft. dann klausur, leistungsnachweis, wichtige lerngruppenbildung, leistungsnachweis und nachhause. der heimweg war mal wieder so endlos lange. solangsam entwickelt man ja strategien, um die zeit totzuschlagen. aber manchmal hilft lesen, schreiben oder augen zu machen einfach. eine stunde bleibt eine stunde. und an die latenten verspätungen der bahn hab ich mich auch noch nicht gewöhnen können. wie war das? börsengang? ice von berlin nach rostock? hallo? geht es noch? macht doch erstmal eure hausaufgaben und wenn ihr dann superviel gewinn macht, könnt ihr doch immernoch "wir-bauen-eine-sinnlose-ice-strecke" spielen.
apropos hausaufgaben - die dürfen an einem so einen tag natürlich nicht fehlen. natürlich gerade die, die man am wenigsten mag und deshalb am längsten aufgeschoben hat und die dummerweise morgen dann doch abgegeben werden müssen. und muss das wetter so verdammt trübe sein? nein doch ansich nicht oder? es könnte ja auch mal die sonne scheinen und anstatt feuchter kälte einfach mal 20 grad sein.

so ich geh jetzt schlafen.

10.12.2005 um 00:29 Uhr

Cut My Life Into Pieces..

Musik: beck - loser


joa - hi da bin ich wieder.

heutemorgen geschah es. völlig unvorbereitet, verschlafen - mit den gedanken bei der eisigen kälte. ich lief auf dem weg der hoffnung. erm - nein - nicht die hoffnung. es war eher der weg, den ich manchmal morgens einschlage. gedankenversunken lief ich vor mich hin. ich hatte zuvor ein gespräch mit meinem bruder gehabt, mit dem ich morgens ein gespräch in der bahn hatte. ich dachte darüber nach welchen weg er wohl gehen würde im leben und verglich es mit dem weg, den ich bisher gegangen war. vor mir der bürgersteig, hinter mir der morgen. ich war aufgestanden und hatte mich schlaftrunkend durch das morgendliche prozedere gequält. auf den letzten metern geschah dann das unglück. die tasse mit dem, in der espressomaschine zubereiteten, kaffee schwappte über und genau auf mein oberteil. zack - kaffeefleck im schulterbereich. und jetzt? schnell zurück ins zimmer - oh da hängt was - schnell übergezogen. sprint die treppen runter - hetz durch die tür. alles im lot.

 ich lief also über den bürgersteig, wich der einen oder auch anderen person aus und war ansich damit versöhnt, dass andere menschen morgens genauso schlaftrunkend sind wie ich es bin. dort eine person. manchmal braucht man ein wenig länger, bis man schaltet und herausfindet, dass man die person kennt und dann dauert es noch ein paar momente bis man realisiert, dass es "SIE" ist. ich versuchte abstand zu halten, denn morgens kann man mit mir kein sinnvolles gespräch führen. ich freue mich zwar sehr, wenn ich angesprochen werde und mir jemand was erzählt, aber selber sprechen? meine stimme ist da noch rauh, mein sprachzentrum noch nicht aktiv und von sinnvoller konversation kann meinerseits da keine rede sein. alles äußerst ungünstig bei leuten, wo zwar ein erster eindruck schon besteht, die einen aber noch nicht weiter kennen. 
ich dachte ich werde nicht mehr - so langsam kann man nicht laufen. in dem moment wurde mir klar, ich würde um eine konversation nicht herumkommen. ich könnte sie lediglich herauszögern. doch auch das sollte mißlingen. sie drehte sich um die kommunikation entstand, wenn auch zuerst nonverbal. sie wartete, ich kam näher. "guten morgen" und das russische roulette mit 5 kugeln im revolver begann und doch war ich irgendwo auch erleichtert, denn schnell merkte ich, dass sie ansich nur eines wollte. mit mir reden und mich kennenlernen.
im gespräch wurde schnell deutlich, dass wir noch nie miteinander geredet hatten. man merkte es daran, dass wir uns vorsichtig aneinander herantasteten. natürlich verrieten auch die gesprächsthemen vieles. eigentlich war es aber beinahe schon absurd, dass man sich nach drei monaten die fragen stellt, die man sich normalerweise in den ersten tagen stellt.

alles in allem bestätigte sich aber mein positiver eindruck von ihr, diesmal allerdings auf einer eher sachlichen basis. mich würde jetzt nur interessieren was sie von mir denkt.

in diesem sinne.
viele grüße - ich bin auch nur einer von vielen

03.12.2005 um 22:42 Uhr

zwischenmeldung

Stimmung: hinter dem ofen verkriechend
Musik: keine


sorry - hab grad nicht so ein großes mitteilungsbedürfnis. ich hab auf einer party nen mädel kennengelernt; nummer geben lassen und so. will mich mal melden. erstmal per email. sie war auf mich sehr dezent zugegangen und machte einen sehr netten eindruck.

- ansonsten alles ok, es ist wochenende.
- viele grüße nach neuseeland!
- danke für die eine person, die gewählt hat mich treffen zu wollen. können wir gern machen...
- es ist entschieden zu kalt draußen!

q.e.d.