Gedanken - eine Zugfahrt

01.12.2014 um 00:38 Uhr

Gruppenzwang

von: eineReisende   Kategorie: meine Einblicke...


Im Verständnis (den Klienten gegenüber) durch ein abweisenden Auftreten „die Deckung wahren müssen“, um (im Kollegenkreis) nicht zum Außenseiter zu werden. – Erfahrungen aus einem Behindertenheim

Diese Erinnerung verursacht bei mir ein Übelkeitsgefühl und Traurigkeit.

Ich konnte machen was ich wollte, man hat mir mein Verständnis angesehen. Wohl der Hauptgrund, weshalb ich nach drei Monaten gehen durfte. Gruppenzwängen war und bin ich schlecht unter zu ordnen. *schulterzuck


P.S. Ihr braucht mein Auftauchen nicht zu kommentieren. So wie ich mich kenne kann es gut sein, dass ich nach einer Weile wieder weg bin.

 

15.10.2013 um 22:14 Uhr

Ich glaube...

von: eineReisende   Kategorie: Überlegungen

 

ich hatte noch nie so viel Vertrauen in Gott und in die Menschen wie heute.

 

09.10.2013 um 00:33 Uhr

der Tod

von: eineReisende   Kategorie: Überlegungen

 

Der Tod ist endgültig. Er ist eine knallharte Tatsache die alle, die noch auf dieser Erde sind, zu akzeptieren haben.

Wenn er kommt bleibt die Zeit stehen. Es kommt zu einer Leere zwischen gestern und morgen.

Auch wenn er wieder gegangen ist dauert es noch eine Weile bis das Leben weiter geht. 

Der Tod traumatisiert die Menschen. 

Und dann muss man lernen damit zu leben, dass ein Mensch im eigenen Leben fehlt. Das Vermissen  tut manchmal so sch... weh.

Ich finde den Tod wirklich sch...!

 

08.10.2013 um 22:29 Uhr

ein merkwürdiger Tag

von: eineReisende   Kategorie: aus dem leben

Gestern war ein merkwürdiger Tag!

Mein neuer Zahnarzt gehört eine Praxisgemeinschaft an - oder sollte ich besser sagen er gehörte? Gestern bei der telefonischen Terminabsprache wurde irgendwann im Nebensatz seine Kündigung erwähnt.

Ich habe familiäre Verpflichtungen und hatte gestern in ihrem Zusammenhang ein leidiges Telefonat zu führen. Mittlerweile schaffe ich es kaum noch, mich beim Kontakt mit diesem Vertragspartner nicht aufzuregen.

Im Kontakt zu einer Beinahe-Freundin war mir ein Versehen passiert, woraufhin sie mir vorgestern eine gepfefferte Mail geschrieben hatte. Ich fand ihre Reaktion reichlich überzogen. Gestern hat sie sich bei mir entschuldigt, ihr Kanal war übervoll gewesen als sie die erste Mail schrieb. Sie hätte mir gefehlt, wäre unser Streit anders ausgegangen.

Und am Abend erzählte mir ein guter Freund seine Mutter läge im Sterben, er wollte im Drei-Stunden-Wechsel mit seiner Schwester Nachtwache halten.

Kinners nee Du!

 

27.09.2013 um 00:39 Uhr

»Man muß von jedem fordern, was er leisten kann«, antwortete der König

von: eineReisende   Kategorie: ich protestiere!

 

Auszug aus "Der kleine Prinz" 

von Antoine de Saint-Exupéry

 

»Herr... worüber herrscht Ihr?« fragte der kleine Prinz den König. »Über alles«, antwortete der König mit großer Einfachheit. »Über alles?« Der König wies mit einer bedeutsamen Gebärde auf seinen Planeten, auf die anderen Planeten und auf die Sterne. »Über all das?« sagte der kleine Prinz. »Über all das...«, antwortete der König. Denn er war nicht nur ein absoluter Monarch, sondern ein universeller. »Und die Sterne gehorchen Euch?« »Gewiß«, sagte der König. »sie gehorchen aufs Wort. Ich dulde keinen Ungehorsam.«


Solche Macht verwunderte den kleinen Prinzen sehr. Wenn er sie selbst gehabt hätte, wäre es ihm möglich gewesen, nicht dreiundvierzig, sondern zweiundsiebzig oder sogar hundert oder selbst zweihundert Sonnenuntergängen an ein und demselben Tage beizuwohnen, ohne daß er seinen Sessel hätte rücken müssen. Und da er sich in der Erinnerung an seinen kleinen verlassenen Planeten ein bißchen traurig fühlte, faßte er sich ein Herz und bat den König um eine Gnade:

»Ich möchte einen Sonnenuntergang sehen... Machen Sie mir die Freude... Befehlen Sie der Sonne unterzugehen...«

»Wenn ich einem General geböte, nach der Art der Schmetterlinge von einer Blume zu andern zu fliegen oder eine Tragödie zu schreiben oder sich in einen Seevogel zu verwandeln, und wenn dieser General den erhaltenen Befehl nicht ausführte, wer wäre im Unrecht, er oder ich?« »Sie wären es«, sagte der kleine Prinz überzeugt.

»Richtig. Man muß von jedem fordern, was er leisten kann«, antwortete der König. »Die Autorität beruht vor allem auf der Vernunft. Wenn du deinem Volke befiehlst, zu marschieren und sich ins Meer zu stürzen, wird es revoltieren. Ich habe das Recht, Gehorsam zu fordern, weil meine Befehl vernünftig sind.«

»Was ist also mit meinem Sonnenuntergang?« erinnerte der kleine Prinz, der niemals eine Frage vergaß, wenn er sie einmal gestellt hatte. »Deinen Sonnenuntergang wirst du haben. Ich werde ihn befehlen. Aber in meiner Herrscherweisheit werde ich warten, bis die Bedingungen dafür günstig sind.« »Wann wird das sein?« erkundigte sich der kleine Prinz. »Hm, hm!« antwortete der König, der zunächst einen großen Kalender studierte, »hm, hm! Das wird sein gegen... gegen... das wird heute abend gegen sieben Uhr vierzig sein! Und du wirst sehen, wie man mir gehorcht.«

 

Mit diesem Zitat nehme ich Bezug auf meinen letzten Beitrag. Wie vielen Generälen (Arbeitnehmern) wird heute befohlen sich in einen Seevogel zu verwandeln. Sie schaffen es nicht und suchen die Verantwortung für ihr Scheitern meist bei sich.

27.09.2013 um 00:18 Uhr

eine Schlüsselerkenntnis?

von: eineReisende   Kategorie: ich protestiere!

 

In meinem letzten Beitrag habe ich von meinem Kontakt zur Arbeitsberaterin berichtet.

Am Ende unseres Gesprächs hat sie mir von ihren Selbstvorwürfen bei vergessenen oder zu spät erledigten Aufgaben erzählt.

Ich habe ihr ans Herz gelegt nicht unbedingt für jede Komplikation die Verantwortung zu übernehmen.

 

Es ist mir wichtig

ZU DIFFERENZIEREN, WAS IN MEINER VERANTWORTUNG LIEGT

und in welchen Situationen

RAHMENBEDINGUNGEN UND ANFORDERUNGEN vorgegeben sind,

DENEN ICH GAR NICHT GERECHT WERDEN KANN.

IM LETZTEREN FALL ÜBERNEHME ICH KEINE VERANTWORTUNG!

 

Beim Verlassen des Arbeitsamtes habe ich nachgedacht. Ist die Verantwortungsübernahme der Arbeitnehmer der Kitt, der dieses kranke System noch zusammen hält?

Sie bringt uns dazu ein schlechtes Gewissen zu bekommen wenn wenn wir den Aufgaben nicht gerecht werden. Wir fühlen uns schuldig.

Schlechtes Gewissen gibt dem Gläubiger (in diesem Falle dem Arbeitgeber und im weiteren Sinne der Wirtschaft) Macht über den Schuldigen.

Was würde passieren, würden die Arbeitnehmer ihre unbedingte Verantwortung für einen möglichst reibungslosen Ablauf hinterfragen? Würde das einen grundlegenden Gesinnungswandel in der Arbeitswelt zur Folge haben? 

 

26.09.2013 um 23:36 Uhr

Pipi in den Augen

von: eineReisende   Kategorie: ich protestiere!

 

Letzte Woche hatte ich einen Termin bei der Beraterin vom Arbeitsamt.

Auf der Suche nach meiner Mail guckten wir zusammen in ihren dienstlichen Account. Die Liste der Eingänge war nicht enden wollend. 

Im Laufe des Gesprächs äußerte sie ihre Zufriedenheit über meine Aktivitäten. "Ihr Vorgehen werde ich meinen Kollegen gegenüber gut argumentieren können."

Sie sprach davon, dass schon mal Details verloren gehen würden bei der Menge an eingehenden Informationen.

Und dann beschrieb sie beiläufig das hausinterne Computersystem. Sie würde darauf achten alles richtig und fristgerecht zu erledigen. Jeder Schritt würde über das Programm kontrolliert werden.

An der Stelle bekam ich "Pipi in die Augen". Sie tat mir sehr leid.

11.09.2013 um 01:01 Uhr

der Olymp des intellektuellen Anspruchs

von: eineReisende   Kategorie: Überlegungen

 

Ich bin in den Olymp ihres intellektuellen und kreativen Anspruchs aufgenommen worden. (Ehrlich gesagt, ich bin aus Versehen dort hinaufgestolpert.)

 

Jetzt stehe ich an seiner Spitze auf einem weiten Platz mit Marmorboden.

Wächter stehen zu beiden Seiten Spalier und lassen mich nicht aus den Augen. Sie hängen an meinen Lippen, kontrollieren jedes meiner Worte auf seine Stimmigkeit. Auch mein Gebaren wird strengstens beobachtet. Die Etikette der nonverbalen Gruppenregeln hat unbedingt eingehalten zu werden!

 

Überall stehen Tafeln, auf denen die gebräuchlichsten standesgemäßen Begriffe zu lesen sind.

 

Eine der wichtigsten Regeln ist es ein supernettes Dauergrinsen aufzusetzen. Um dieses und die richtige Haltung zu kontrollieren halten alle Protagonisten einen Handspiegel zur Selbstbeobachtung in der einen Hand.

 

In der anderen haben sie einen Pinsel, der dazu dient sich gegenseitig den Hintern zu pudern um sich ihre Position auf dem Olymp zu bestätigen.

 

Im ganzen Körper spüre ich den Stress, den die Ambivalenz zwischen Freundlichkeit und Kontrolle und der Anspruch an "das einzig richtige Verhalten" in mir auslöst. Ich bin mir sicher: Ein falsches Wort und die Wächter werden mich hinab stossen.

 

Auf der einen Seite fürchte ich den Ausschluss. Auf der anderen Seite wäre er eine Befreiung. Das Beste wird sein diesen ungemütlichen Ort in Eigenverantwortung schnellstmöglich zu verlassen.

 

10.09.2013 um 21:50 Uhr

Gott sei Dank!

von: eineReisende   Kategorie: Überlegungen

 

Meine Bandscheiben-OP ist Ende des Monats ein Jahr her. Ich habe noch leichte Beschwerden.

Am Freitagabend kam es zu einer Verschiebung der Symptome, wie es sie auch vor der OP gegeben hatte.

Nach einer sorgenvoll durchwachten Nacht gab der Arzt vom Kassenärztlichen Notdienst Samstagfrüh eine bedingte Entwarnung. Diese hat mein Hausarzt gestern bestätigt. Ich solle in der nächsten Zeit verstärkt vorsichtig sein.

Das letzte Jahr war eine Geduldsaufgabe. Ein "Gehen Sie zurück auf Los!" wäre der Supergau gewesen.

GOTT SEI DANK bleibt mir das wahrscheinlich erspart.

 

10.09.2013 um 21:12 Uhr

Emanzipation

von: eineReisende   Kategorie: meineTiere

 

Das emanzipierteste weibliche Wesen das ich kenne ist meine Katze.

Sie pinkelt im Stehen. Fröhlich