über Fortschritte und unglückliche Kinder
"Es gibt weder grosse Entwicklungen
noch wahre Fortschritte auf dieser Erde,
solange noch ein unglückliches Kind auf ihr lebt."
Albert Einstein
"Es gibt weder grosse Entwicklungen
noch wahre Fortschritte auf dieser Erde,
solange noch ein unglückliches Kind auf ihr lebt."
Albert Einstein
"Wenn man einen Menschen ändern will,
muss man ihn erst einmal respektieren."
Romano Guardini
für eine psychische Erkrankung.
Sie kommt wie jede andere auch.
Jeder bitterer Beigeschmack in Gesprächen resultiert aus "verdammt schrägen" gesellschaftlichen Maßstäben.
Es gibt bei mir mal wieder Anlaß zu Psychatriebesuchen. Zum Glück ist es dieses Mal eine relativ leichte Erkrankung.
für seine Arbeitslosigkeit.
Auf dem Arbeitsmarkt zählt in erster Linie der Profit, jeder von uns ist eine Rechengröße. Wenn jemand arbeitslos wird, ist die Rechnung des Arbeitgebers "zu seinen Ungunsten ausgefallen".
Ich war mehr als ein Mal ohne Arbeit und weiß, wie sch... man sich fühlen kann und wie schuldig.
"Was habe ich falsch gemacht?" ist bei einer Kündigung/einem auslaufenden Vertrag oft die nächste Frage. Hat man diese für sich ein Mal mit "gar nichts" beantwortet, sollte man bei dieser Antwort bleiben, so denke ich.
Dann trägt man keine Schuld an seiner Situation,
sie liegt nicht in der eigenen Verantwortung.
Dieser Blog ist vorübergehend geschlossen.
Die Schreiberin ist mit dem realen Leben beschäftigt.
Ich komme gerade von Dannies Seite.
Niemandem kann der Weg abgenommen werden, den man im Leben zu gehen hat.
Es gibt Zeiten, in denen alles leicht ist, in denen "die Freude zu Hause ist". Ich glaube dann, es kann morgen gar nicht anders werden, als es heute ist.
Und dann gibt es Zeiten, die unheimlisch schwer und dunkel sind. In ihnen werden die Schultern schwer von der Last. Ich habe dann manchmal das Gefühl in einem grauen Loch zu sitzen, in dem nie die Sonne scheint. Ich sehe das Licht nicht mehr. Es kostet mich sehr viel Energie, geduldig zu ertragen und an ein Morgen zu glauben.
Gott hat mich die Erfahrung machen lassen, daß "nach jeder regnerischen, dunklen Nacht" wieder ein neuer Tag kommt. Dieses Bewußtsein hilft mir, wenn der Weg schwerer wird.
In einem Blog schreibt der Benutzer über seine Therapie- erfahrungen,
in einem anderen wird über den Gewöhnungsprozess an die neue Frisur berichtet.
Ein Kommentator meint, die anderen würden "unter geistigem Schwachstrom" stehen,
während eine andere Schreiberin ihr Entzücken über eingestellte Fotos äußert.
Nicht zu vergessen der Blogger, der seine Seite weitgehend dazu nutzt, sich über die Einträge in einem anderen Blog aufzuregen.
Zeit für eine solche Auseinandersetzung hat ein anderer Schreiber wohl nicht. Sein Freund hat einen Tumor im Kopf.
Ach ja, und "nebenbei" erscheint unter "Aktuelle Weblogs" ein Hieroglyphentitel dieser merkwürdigen Spam-Blogs nach dem anderen.
Die (Blogigo-) Welt ist verrückt geworden!
- ich würde schätzen, er ist ca. 10 cm groß - klebt im Schrank meines Bruders fest. Hinter der geschlossenen Schranktür kann man sein Fluchen und Zetern hören bei dem Versuch, sich zu befreien.
Seltsam finde ich, daß seine Sippe sein Verschwinden noch nicht bemerkt hat. Dann würde sie sich, gerüstet mit Äxten und Spaten, auf den Weg machen, um ihren Gefährten zu befreien.
Wahrscheinlich wäre sie in der Abenddämmerung unterwegs, um unentdeckt von uns Menschen zu bleiben. Sie wohnt in einer Höhle in der Wand. Über das Loch hinter der Heizung würde sie aufbrechen, dann im Gänsemarsch immer schön an der Wand entlang. Die Steigung im Kleiderschrank wäre eine größere Herausforderung, zugegeben. Aber mit vereinten Kräften wäre das schon zu schaffen, und an der Kleidung lassen sich die Kletterhaken gut verankern.
Mein Bruder wird noch heute Abend den Versuch unternehmen, den Wicht aus seinem Schrank zu befreien. Hoffentlich ist er vorsichtig, diese kleinen Biester können ganz schön beißen.
Wer schon Erfahrung mit kleinen Gnomen gesammelt hat, die im Kleiderschrank festklebten, kann sich gerne melden. Ich denke, mein Bruder kann jeden hilfreichen Rat gut gebrauchen.
Ich glaube, ich setze gerade die Erfahrungen meiner bisherigen Lebensabschnitte "zu einem Bild zusammen".
Jeden habe ich relativ "für sich alleine" gelebt, die vorherigen gedanklich abgeschlossen. Dabei war mir bewußt, daß ich Erfahrungen mitnehme.
Es gab schon einige Situationen in meinem Leben, die ich als sehr intensiv empfunden habe. Wie es aussieht, hole ich im Moment Verarbeitung nach. (Genauer gesagt seit der Erkrankung vor einem Monat - damit wäre auch die Frage, "was das soll" geklärt. *g) Das merke ich auch daran, daß ich im Moment viel in den Blogs schreibe.
ist türkisch und bedeutet "ok", "alles klar", "in Ordnung".
Ich mag dieses Wort sehr.
In einem "meiner" Kindergarten habe ich vor allem türkische Kinder betreut.
Für die Menschen, die dieses Wort in den 2 1/2 Jahren benutzt haben war, nach meinen Antworten auf ihre Fragen, wirklich alles in Ordnung. Sie hatten gelassen zugehört und den Inhalt meiner Worte aufgenommen. Sie behielten ihr Bewußtsein, vieles zu wissen, auch wenn sie sich im vorangegangenen Moment Erklärungen angehört hatten. Sie sahen meine Ausführung als Hilfe für einen Teilbereich ihres Lebens, nicht als mehr oder weniger.
Als Reaktion an mich reichte ihnen manches Mal ein kurzes und bündiges "Tamam". Oft bedankten sie sich am Ende des Gesprächs für mein Bemühen um eine Antwort.
Sie haben mir gezeigt wie man Erklärungen und auch Anweisungen annehmen kann.
Sein Körper war "krumm und schief", ein "kleines Männlein" von Anfang 40 Jahren war er, das nicht sprechen konnte.
Eine ehemalige Betreuerin hatte ihn mit zu sich nach Hause genommen als sie in Rente ging. Sie hatte in ihrem Leben nichts anderes gemacht als zu pflegen und konnte sich auch nicht vorstellen, daß sich das ändern sollte. Sie trug ihn auf ihren Händen. Er war ihr Lebensinhalt.
Ein charismatischer Mensch war sie, bestimmte das Gespräch. Sie ging ihren Weg sehr gradlinig, kümmerte sich nicht "um das Gebaren am Wegesrand". Wenn ich sagen würde, der Raum wäre erfüllt gewesen von ihrer Herzenswäme, würde ich lügen.
Von ihm wurde gesagt, er habe seiner Zeit die Quälereien an einem anderen Bewohner durch einen Kollegen alleine durch Lautieren aufgedeckt. "Er ist ein kluger Mensch, hat eine Auffassungsgabe wie du und ich." erzählten die Kollegen.
Eies Tages besuchten die beiden ihre ehemalige Wohngruppe, in der ich zu der Zeit arbeitete.
Er stand in seinem Rollstuhl neben mir. Die Unterhaltung fand "zwei Stühle weiter" statt. Ich bemerkte seinen Versuch, "um die Ecke zu gucken", um etwas bestimmtes zu sehen, und zog ihn in einen besseren Winkel zum Beobachten.
"Was machst Du da?" fragte die alte Betreuerin. Ich erklärte es ihr.
Da drehte er mir seinen Kopf zu, es entstand ein langer Blickkontakt. In diesem Augenblick "hatten wir einander erkannt". Ich sah in die Augen eines intelligenten Menschen, der auch in diesem Moment Gedanken in seinem Kopf bewegte.