Gedanken - eine Zugfahrt

16.11.2008 um 16:57 Uhr

stehen bleiben

von: eineReisende   Kategorie: so dahergedacht

Manche rennen und laufen jeden Tag, um bestimmte Lebensbedingungen zu erreichen. Sie hoffen unbewußt auf die Erfüllung bestimmter Bedürfnisse.

Manchmal ist es besser stehen zu bleiben und sich zu überlegen, was einem eigentlich fehlt. Anschließend kann man zielstrebiger und bewußter seinen Wege gehen. 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenKekschen schreibt am 16.11.2008 um 17:00 Uhr:wie wahr, wie wahr..
  2. zitierenShadoweyes schreibt am 16.11.2008 um 18:13 Uhr:Auch mal irgendwann festgestellt. Und mir das Recht rausgenommen, stehen zu bleiben. Einfach um zu sehen, was der IST -Zustand zeigt!
    LG Shadoweyes
  3. zitierenUnbreakable schreibt am 17.11.2008 um 23:08 Uhr:Ich versteh das mit dem "Sie hoffen unbewusst auf die Erfüllung bestimmter Bedürfnisse" nicht. Hoffen sie nicht bewusst auf die Erfüllung bestimmter Bedürfnisse? Oder: Sie hoffen unbewusst auf die Erfüllung unbewusster Bedürfnisse?
  4. zitiereneineReisende schreibt am 19.11.2008 um 22:28 Uhr:Guten Abend Unbreakable,
    letzteres hatte ich gemeint.

    Herzlichen Gruß
    eineReisende
  5. zitierenShadowfax schreibt am 27.11.2008 um 06:49 Uhr:meistens ist es aber auch genau DAS was fehlt, doch davor rennen die menschen weg um es zu überspielen mit viel zu hoher zielsetzung um ewig zu rennen
  6. zitierenUnbreakable schreibt am 29.11.2008 um 12:17 Uhr:Und das wiederum ist schlicht die Angst vor der eigenen Vergänglichkeit - unerträglich genug, um davor wegrennen zu wollen.
  7. zitierenLyriost schreibt am 05.12.2008 um 12:24 Uhr:Man sollte nicht nur stehen bleiben, sondern sich sogar mal für eine Weile hinsetzen. ;-)
  8. zitierenUnbreakable schreibt am 05.12.2008 um 23:19 Uhr:"Man sollte", Herr Lyriost, statt sich hinzusetzen, das Weite suchen, wenn jemand sagt, "man sollte ..." ;o)
    Nicht der ist dein Freund, der dich zum Sitzen einlädt.
    Zu langes Stehen kann allerdings ursächlich für Krampfadern sein. Setzt euch doch, Freunde. ;o)
  9. zitierenLyriost schreibt am 05.12.2008 um 23:24 Uhr:Man sollte man sollte nicht verwechseln mit du sollst oder du mußt, dear Unbreakable. ;-)
  10. zitierenUnbreakable schreibt am 05.12.2008 um 23:28 Uhr:Da hab ich man sollte so einfach mal mit man sollte verwechselt, dear Mr. Lyriost. Sitzen Sie? ;o)
  11. zitierenLyriost schreibt am 06.12.2008 um 10:35 Uhr:"Man sollte eigentlich im Leben niemals die gleiche Dummheit zweimal machen, denn die Auswahl ist so groß." — Bertrand Russell
  12. zitierenUnbreakable schreibt am 06.12.2008 um 10:54 Uhr:Wer „eigentlich“ sagt, lenkt den Blick hinter das allzu Offensichtliche: auf das Gedachte hinter dem Gesagten, auf das Wesentliche hinter dem Augenfälligen, auf das Bleibende hinter dem Flüchtigen, auf Dinge hinter den Dingen.
    „Eigentlich“ ist ein Würzwort: Es würzt das, was wir sagen, mit einem Fragezeichen, einem Selbstzweifel, einem Fingerzeig oder einem Widerspruch.

    Erweist sich ein "Fehler" als würdig, ihn zu wiederholen, sollte man eigentlich nicht davor zurückschrecken, es zu tun. ;o)
  13. zitierenLyriost schreibt am 06.12.2008 um 12:51 Uhr:"Sollte man ..."? ;-))))
  14. zitierenUnbreakable schreibt am 06.12.2008 um 14:25 Uhr:"Man sollte ..." !!! "...eigentlich" ;o))
  15. zitiereneineReisende schreibt am 07.12.2008 um 23:44 Uhr:Liebe Shadoweyes,
    Shadoweyes:Auch mal irgendwann festgestellt. Und mir das Recht rausgenommen, stehen zu bleiben. Einfach um zu sehen, was der IST -Zustand zeigt!
    Das klingt nach einem "fullstop". Wie sah dieser aus?
    Shadoweyes:meistens ist es aber auch genau DAS was fehlt, doch davor rennen die menschen weg um es zu überspielen mit viel zu hoher zielsetzung um ewig zu rennen
    Du meinst die Besinnung fehlt?

    Unbreakable,
    Unbreakable:Und das wiederum ist schlicht die Angst vor der eigenen Vergänglichkeit
    Ich glaube eher, sie rennen weg vor den Abgründen ihrer Seele. Nach meiner Erfahrung sind diese manchmal gar nicht so tief wie vermutet.
    Unbreakable:„Eigentlich“ ist ein Würzwort: Es würzt das, was wir sagen, mit einem Fragezeichen, einem Selbstzweifel, einem Fingerzeig oder einem Widerspruch.
    Manche Menschen würzen ihre eigentlich simplen Aussagen, um sie interessanter erscheinen zu lassen. Fehlt ihnen der Glaube an die Aussagekraft ihrer Worte? Fehlt ihnen Selbstwertgefühl?

    Herzlichen Gruß
    eineReisende
  16. zitierenShadoweyes schreibt am 08.12.2008 um 09:08 Uhr:Ja, ein Fullstop-Leider. Und doch auch gut. Man muss die Mitte finden, denke ich. Aufpassen, das man nicht versackt. Und das Leben ist eine Sanduhr...läuft immerzu! Ich glaube inzwischen, das man nur kurz stehen bleiben sollte. Und "eigentlich" ist auszuschalten, wenn man es von unbreakable`s Seite her betrachtet^^
    Diese Würze versaut oft den Brei^^Und was die Vergänglichkeit betrifft....so gebe ich ihr auch recht.
  17. zitierenUnbreakable schreibt am 08.12.2008 um 18:23 Uhr:Ich kann mir jetzt so unter "sie rennen weg vor den Abgründen ihrer Seele" gar nichts vorstellen, eineReisende. Also unter den "Abgründen der Seele" kann ich mir nichts vorstellen. Meinst du damit so etwas wie das "schlechte Gewissen", vor dem man wegrennt?

    Warum ist "eigentlich" auszuschalten, Shadoweyes? Weil du dir nicht (mehr) auf das Bleibende hinter dem Flüchtigen, auf das Wesentliche hinter dem Augenfälligen, auf das Gedachte hinter dem Gesagten sehen lassen möchtest? Oder wegen des gewürzten Selbstzweifels? ... Ich zweifele, also bin ich. Ansonsten, danke für`s Recht geben - das widerfährt mir so selten. ;o)
  18. zitierenShadoweyes schreibt am 28.12.2008 um 18:24 Uhr:Zweifel...oder Selbstzweifel? Ein gravierender Unterschied. Zweifel ist der erste Schritt für Änderungen. Aber ich schaue nicht gerne auf Vergangenes.(Obwohl die Quelle des Zweifels ja das Gewesene ist) Und Gedachtes ist ehrlicher als Gesagtes. Und Flüchtiges gibt mir manchmal den ersten Ansatz anders zu denken. Das Bleibende IST ja schon. Da kann man nichts ändern. Also den Augenmerk auf das Gedachte,Flüchtige und Wesentliche zu lenken, bedarf einen mutigen Blick.
    Allerdings ist "eigentlich" ein Wort, welches mir das Gefühl der Hemmung gibt. Und das schadet doch....oder ist es eine Quelle????
  19. zitierenUnbreakable schreibt am 01.01.2009 um 11:30 Uhr:Hm ... für solch Gedankengänge ist mein Intellekt wohl zu männlich. ;o) M.E. ist das Gewesene eher die Quelle der Erkenntnis denn des Zweifels. - Ich sag`s mal mit Hebbel: "Den Augenblick immer als den höchsten Brennpunkt der Existenz, auf den die ganze Vergangenheit nur vorbereitete, ansehen und genießen, das würde Leben heißen!" "Eigentlich" erübrigte (!) sich damit das Rennen. ;o)

    Frohes neues Jahr. :o)
  20. zitierenShadoweyes schreibt am 01.01.2009 um 18:01 Uhr:Lach....Wünsche dir auch ein frohes Neues!!!!
    Und Hebbel kenne ich nicht, aber die Aussage ist passend....!
    Und es beißt die Schlange sich in den Schwanz...so ist der Kreis vollkommen*lach*....Zweifel...Erkenntnis..Untrennbar!!!
  21. zitiereneineReisende schreibt am 07.01.2009 um 00:28 Uhr:Guten Abend Ihr beiden,
    auch ich wünsche Euch ein frohes neues Jahr.

    Shadoweyes, bei mir gab es auch schon einen großen Fullstop. Er ist jetzt 14 Jahre her. Und auch ich kann sagen, daß er gut und wichtig für mich war. Kleine "Stops" gönne ich mir zwischendurch. (Das ist auch der Grund, weshalb ich in der letzten Zeit hier nicht geschrieben habe. Ich bin die letzten 14 Tage "auf Standby gegangen". *g)

    Diese "Stops" helfen einem, die Mitte, von der Du gesprochen hast, wieder zu finden und zu behalten, so finde ich.

    Shadoweyes:Und das Leben ist eine Sanduhr...läuft immerzu! Ich glaube inzwischen, das man nur kurz stehen bleiben sollte.
    Ich denke, man sollte zu dem Zeitpunkt und so lange stehen bleiben, wie man das Bedürfnis danach hat. Meiner Meinung nach vergeudet man mehr Zeit, wenn man seinen Weg übereilt fortsetzt und im Grunde genommen gar nicht weiß wohin man läuft.
    An dieser Stelle unseres Gesprächs stellt sich mir die Frage, mit welcher Beschäftigung wir die Zeit als sinnvoll verbracht ansehen.

    Auch auf mich wirkt das Wort "eigentlich" hemmend.


    Liebe Unbreakable,
    in "den Abgründen der Seele" schlummern in meinen Augen unverarbeitete Negativerlebnisse. Wenn sich ein Mensch zur Ruhe kommen läßt können sie ihm bewußt werden und davor haben, nach meiner Erfahrung, viele Menschen Angst.

    Welches Rennen erübrigte sich, lebten wir nach Hebbels Weisheit?

    Herzliche Grüße
    eineReisende
  22. zitierenShadoweyes schreibt am 07.01.2009 um 16:33 Uhr:Das Rennen des Lebens und dem Sinn. Denke ich. Wenn es nach ihm ginge,wäre nur der Augenblick DAS was ist und Sinnerfüllt sein kann. ich bin inzwischen dazu gekommen, es in meinen dunklen Momenten doch zu sehen....Das es kein Stehenbleiben gibt in Wirklichkeit. Fullstop ist,wenn man selbst aus dem Leben kippt. Man muss aufstehen und doch weitergehen. Auch langsame SChritte sind Schritte. Und ein Rennen...erübrigt sich dann wirklich, weil man stetig weitergeht und nicht hinterherhängt^^
  23. zitierenUnbreakable schreibt am 09.01.2009 um 23:51 Uhr:Jegliches Rennen erübrigte sich, das "allzumenschliche" gedankliche Vorauseilen. Der Rheinländer sagt: "et is, wie et is, et kütt, wie et kütt un et hätt noch immer jot jejange."
    ...rose is a rose is a rose ... ;o)
  24. zitierenShadoweyes schreibt am 10.01.2009 um 12:43 Uhr:Die Rheinländer sind ja auch DAS Ursprungsvolk*lol*......
    Ich höre Nietzsche....wenn ich vom "allzumenschlichen" lese...^^

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