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Ich hatte einen super Traum letzte Nacht:
Ich fuhr mit dem BMX-Rad (eine irgendwie größere Vision) in
einem Bergdorf herum, das schon vor einiger Zeit in einem meiner Träume vorkam.
Auch wenn es jetzt ganz anders aussah, fühlte es sich doch ähnlich an. Daher glaube
ich , dass es dasselbe sein sollte.Es gab dort eine u-förmige Strecke, von dem
Ort, wo wir wohnten den Berg hinab, dann eine U-Kurve nach rechts, den Berg hinauf
bis zu einer modernen Kirche, deren Schiff wie der Bug eines wirklichen Schiffs
über die Straße hinausragte. Diesen Weg fuhr ich entlang. Ich weiß nicht mehr,
was ich bei der Kirche machte, irgendwas geschah auch dort. Dann schoss ich mit
meinem Rad wieder den Berg hinab, um die U-Kurve nach links. Dann nahm ich nicht
die normale Straße nach oben, sondern fuhr an deren rechtem Rand, wo Erde
aufgeschüttet war - vielleicht war es auch eine lehmige, mehrere Meter hohe
Böschung. Jedenfalls ging es wie auf einer Buckelpiste auf und ab durch den
Dreck, ich machte ein paar kleine Jumps mit meinem Rad und fühlte mich schon
ganz toll, wie ich so durch die Luft segelte. Da fuhr ich ein eine schlammige Stelle,
und schwupps, sank ich innerhalb von Sekundenbruchteilen ganz tief ein.
Scheiße, Treibsand, dachte ich, und sah mich schon langsam
und qualvoll versinken und ersticken. Aber das einzige, was geschah, war, dass
mein Rad unter mir in die Tiefe stürzte. Es wurde mir einfach unter dem Hintern
weggezogen - als hätte sich im Schlamm unter mir ein Schacht aufgetan, in den
das Rad fiel, und hätte sich dann wieder geschlossen. Ich war konsterniert. Es
war schnell klar, dass ich nicht versinken würde, dazu war der Schlamm dann
doch plötzlich irgendwie zu sandig, außerdem stießen meine Füße auf festen
Grund. Aber mein Rad war weg. Ich fing an den Schlamm, der mir bis zur Brust
reichte, einfach von mir weg zu schieben (so, wie man Kisten von sich schiebt),
mir einen immer größeren Freiraum zu schaffen, ich glaube, ich konnte ihn zum
Teil sogar aufrollen wie einen Rollrasen. Jedenfalls stand ich irgendwann auf
einer betonierten Fläche, der Schlamm rings um mich mehrere Meter entfernt, und
kein Fahrrad in Sicht. Inzwischen waren Freunde gekommen, ich glaube Kerstin
war dabei. Vielleicht war sie auch eine Mischung aus K. und K. Sie suchten mit
mir nach dem Fahrrad (nur wo? es war ja auf den ersten Blick zu sehen, dass da
nichts war!) Irgend jemand hatte plötzlich den Rahmen eines anderen, kleinen
roten BMX-Rades in der Hand. Aber das nützte mir natürlich nicht viel, denn "allein
das Tretlager würde über 100 Euro kosten"...
Man sieht, irgendwann wurde er etwas banal und verlor selbst den Faden.
Wie's weiterging, ist auch nicht mehr so wichtig. Was auf mich
den größten emotionalen Eindruck gemacht hat, war das Fahren durch das
Dorf –
es war in Wirklichkeit (im Traum) viel komplexer als nur Straße rauf,
Straße
runter. Da gab es noch einige andere Gassen, und ich fuhr auch durch
Wald. Und
vor allem dieses Gefühl, als ich mit dem Rad in den Schlamm geriet und
es mir
dann unterm Hintern "wegfiel" und wie ich den Schlamm beiseite schob,
um einen freien, festen, übersichtlichen Boden unter den Füßen zu
entdecken.
Irgendwie ein schönes Bild. Und ein schöner Schluss für mein Alphabet der Selbstentwicklung. Ich weiß noch nicht, was ich als nächstes schreiben will. Aber etwas weniger Selbstbezügliches wird es bestimmt. Vielleicht tatsächlich das Alphabet der Alltagsbeobachtungen, das war eigentlich die Idee, als ich dieses Blog aufmachte.
Oder meine gesammelten und fortschreitenden Sex-Überlegungen und -Erlebnisse.... mal sehen :-)
