Job&Love in the City - Nachkarten macht glücklich

02.01.2012 um 15:07 Uhr

Das Rad dreht sich weiter...

von: emkey

.... auch im neuen Jahr! Willkommen in ZweitausendZwölf! Allen ein Frohes Neues Jahr :)

Zwischen den Tagen ist irre viel passiert. Ich war auf Norderney zu einem Kurztrip, habe viel geschlafen, habe viel gegessen, und jetzt... Heute, stelle ich fest, dass sich einfach nullkommanix geändert hat.

Pünktchen meldet sich fast täglich und zu 80% sind es sms, ähnlich wie die früheren. Zwischendurch bekommt er schonmal so Anwandlungen, und da ist er wieder "ganz weit weg".

Am Donnerstag werden wir uns vielleicht wiedersehen. Ich bin schon sehr gespannt. Jedoch ist mir das letzte Treffen noch sehr aktiv im Gedächtnis und ich rechne auch mit einem nicht ganz so schönen Treffen. Ich sollte es einfach abwarten, denke ich.

27.12.2011 um 17:30 Uhr

"Ich will mit dir schlafen"

von: emkey

Also hör mal!!!

Da war ich aber ganz schön platt. Freitag vormittag gabs das anstrengende Besäufnis im Büro und schon mittags hatte ich eine harte Kanonenkugel als Kopf und überhaupt war ich in bester Laune mal so richtig einen Rundumschlag zu machen!

Eine SMS nach der anderen erreichte mich. Mal ernste, mal lustige, dann eine "Ich will mit dir schlafen B-)" und ich schrieb zurück " "Herzstillstand für einen kurzen Moment, aber schnell erholt, weil war ja doch nur ein Sonnenbrillchen bei. Also,...wers glaubt". Es folgte ein "Ich will mit dir schlafen". Ob das wohl wirklich ein schlechter Scherz werden soll, womöglich ein Vorweihnachtsscherz? Mir war klar, ICH würde NICHT mit ihm schlafen wollen, oder sagen wir besser: Wollen viiieeelleicht schon, aber nicht heute, nicht morgen, nicht so lange es noch soviel Unausgesprochenes gab. Es kam wie es kommen musste, und wie ich ihn sowieso kannte: Nachdem ich ihm Uhrzeit und Ort vorgeschlagen habe, kam direkt eine Einschränkung von ihm :). Er schrieb "ich habe Angst" - also same procedure as every year.. neeee Time... Und dann hatte er vielleicht doch keine Zeit, und was wenn einer zum Treffpunkt kommt, und was wenn er einen Anruf bekommt, und vielleicht sei es doch besser man verschiebe es auf 2012. Alles in Allem, ich siegte, denn wir trafen uns. Der Raum: Stockfinster (soviel zu "schön dich zu sehen"), Er: entweder ein einziges Gestammel oder aber eiserene Stummheit. Ich fühlte mich nicht willkommen, schlicht und einfach "YOU ARE NOT WELCOME".

Ich habe dann aus Trotz auf einfach mal den Mund gehalten. Diese schönen peinlichen stillen Sekunden, die zu Minuten werden, ausgekostet, um dann sehr klug so richtige Knaller zu platzieren (Danke lieber Verkaufstrainer :)) So nach und nach habe ich ihm die TopThemen an den Kopf geworfen und leider fanden so Sätze wie "du bist ein ganz schön mieses und feiges Miststück" den Weg aus meinem Mund in den Raum. Zwischendurch kam mir ein "Huch, war ich das?" in den Kopf - er blieb still. Still und vielleicht gelassen?! Ich konnte ihn ja nicht sehen. Es war ja dunkel im Raum.

Der Versuch eines Kusses schlug fehl. Eher handelte es sich um die Berührung unserer Lippen - Geht gar nicht!!!!!! NO GO!!! Zurückküssen wäre doch das Mindeste!!!  - YOU ARE NOT WELCOME Teil 2-!

Ich war so entsetzt, daß er überhaupt nicht liebevoll oder zumindest irgendwie herzlich war, daß ich ihn aufgefordert habe mich zu berühren, also nichts wildes, sowas wie, mit seiner hand meine hand berühren, oder den Arm berühren, EGAL was!...... Scheinbar konnte er es nicht. Ich quetschte mich in seine Arme und seine Hände lagen wie versteinert auf meiner Taille .....und...........sie zitterten. Er zitterte. Völlig überfordert stand ich irgendwann auf, zog meine Jacke an und sagte: Egal wie schlecht es mir in meinem Leben schon ging...., aber Herzchen, ....Menschen, die mir nahe stehen, habe ich niemals nie Liebe entzogen. Denk mal darüber nach". Ich drehte mich um und bin langsam und sicher aus dem Raum, aus dem Haus, aus meinem Traum.

 

23.12.2011 um 08:15 Uhr

Besäufnis Part I

von: emkey

Wie vorhergesagt, aus dem Nichts bin ich um 6 Uhr hellwach im Bett. Voller Vorfreude auf den Tag. Um kurz nach 8 dann seine Nachricht: "Guten Morgen m.K.! Wünsche dir einen schönen 'letzten Arbeitstag! Meiner fing schon  gut an. Fs nicht da."

Mein Herz macht kleine Luftsprünge-nach wie vor vorsichtige klitzekleine Sprünge. Auf jeden Fall wirds ein prima Tag. Ich spürs schon. Gleich erstmal ne Aspirin in den feinen Körper und dann beginnt auch schon das "Letzter Arbeitstag Besäufnis". Prosecco gecheckt-der ist eiskalt. Bis später Mädels

22.12.2011 um 22:12 Uhr

Fett geiler DoDo!!

von: emkey

Sitze hier mit einem Glas Wein, "The Voice of Germany" schauen, über den heutigen Tag sinnierend ;).

Was soll ich euch sagen? Es war der fast perfekte Donnerstag!

Die 3. Stufe der Zielerfüllung erreicht. Nachdem ich das festgestellt hatte, überkam mich so ein angenehmes Gefühl. Der ganze Stress fiel plötzlich ab.

Und gegen 14 Uhr erreichte mich...... na? Eine SMS von Pünktchen :) Mein Herz hat so dolle geklopft und ich war vorsichtig... Voooooorsichtig, denn ich hatte irgendwie Angst, es würde wieder in einer Katastrophe enden. Tats aber nicht. Gefühlte 100 SMS, und das Gefühl wie Anfang Juni. So als wäre nichts gewesen. Naja... doch, ein bischen schmerzhaft war es schon, aber irgendwie schön schmerzhaft :)

Ich glaube, ich freue mich total auf ein Bad gleich, und ich werde gut einschlafen. Mit tollen Gedanken :) Und jede SMS werde ich mir nochmal vor Augen führen. Ich musste sie ja löschen... leider...

Gute Nacht ihr Lieben, Gute Nacht Welt....

21.12.2011 um 20:06 Uhr

Fakt ist: Die Hoffnung stirbt zuletzt, denn vorher stirbt man selbst...

von: emkey

Seit dem ich morgens keine Pünktchen-SMS mehr bekommen, fällt mir das Aufstehen zunehmend schwerer. Das war früher immer so das erste Highlight des Tages. Erstmal die Kaffeemaschine an, dann der griff nach Ilse und dann beides genießen: Den Kaffee und die Wünsche für den Tag, beginnend immer mit einem liebevollen "Guten Morgen m.K"

Die Tage schaffen mich einfach. Und erst die Abende. Gestern Abend, nach einem wirklich zerreißenden Tag im Büro, nahm ich ein heißes Bad zum Entspannen. Leider konnte ich gar nicht entspannen, denn ich dachte die ganze Zeit an Pünktchen und dann plötzlich aus dem Nichts flossen die Tränen und das Herzlein zog sich wieder zusammen. Mir wurde schlecht und ich wünschte, das alles würde endlich ein Ende nehmen.

Glücklicherweise war ich so fertig mit mir und der Welt, dass ich in sekundenschnelle vor Erschöpfung einschlief.

Ich war noch in der Jacke und gerade ins Büro reingekommen, als mich meine beiden Chefs Don Moneto und Graf Raffzahn direkt zur ausserordentlichen Besprechung riefen. Von wegen "alle Ziele" drin. Jetzt kurz vor Erreichen der letzten Stufe, kann ich noch weitere 40 Stücke ankarren, damit es richtig fett Geld gibt.

Das einzig positive, was ich der heutigen Aktion abgewinnen konnte war, daß ein weiteres Meeting ausfiel und ich so viel zu tun hatte, daß ich erstmal an Pünktchen nur sporadisch denken musste. Aber auch ich schaue zwischendurch mal aus dem Fenster und dann...fährt er gerade am Büro vorbei. Ob er wohl reingeschaut hat? Ob er schaut, daß es mich noch gibt? Dann der gewohnte Blick aufs Handy: Nichts. Und so gehts den ganzen Nachmittag: Ein Vorgang, ein Blick auf die Kreuzung, ein Blick aufs Handy, ein Vorgang, ein Blick auf die Kreuzung, ein Blick aufs Handy.... Wie scheiße ist das?

Und jetzt? Ich sitze hier, denke an den heutigen Tag, schaue gerade auf den Parkplatz und da ist ein Fahrschulwagen. Obs wohl seins war? Ohne Brille kan ich das Kennzeichen nicht sehen und davon mal abgesehen: Es ist doch eh Mittwoch. Mittwoch ist für ihn nur kurz arbeiten angesagt, weils danach ja eh mit Ehefrau zum Training geht.

Ich verstehe einfach nicht, warum er mir keine Nachricht zukommen lässt. Was hält ihn davon ab? Wenn er mich doch auch vermisst, warum verirren sich seine Finger nicht auf die Tastatur? Warum drückt er nicht auf "Senden"? Was geht bloss in seinem Kopf vor? Und ich merke jetzt schon, wie die Hoffnung wächst auf "morgen". "Morgen ist ein neuer Tag. Da kommt sicher was"

....wers glaubt....