Liebes Lusel !
Es geht doch nichts über ein bißchen Monarchie. Naja, so richtige Könige haben wir hier am Ort zwar nicht, aber wenigstens einen Grafen. Der heißt so wie unser Ort. Und sein Vorfahr namens Fritz der Erste hat das Volksfest ins Leben gerufen, vor 203 Jahren, das heute eröffnet worden ist. Da haben sich jede Menge Leute getummelt: Der Bürgermeister, der Ministerpräsident des Landes, der Intendant des lokalen öffentlichen-rechtlichen Senders und natürlich der Graf selbst. Also nicht der Fritz, sondern der heutige, der sich anschickt, sein Schloß zu verkaufen, weil er´s nicht mehr halten kann. Das hat der Intendant in seiner Rede aufgegriffen und den Sommerschlußverkauf in einen "Schloßverkauf" umgewandelt. Wie gut das bei den Beteiligten ankommt, wird sich weisen. Der Intendant war es auch, der unseren Bürgermeister mit "Herr Pastor" ansprach, was nicht verkehrt ist, denn nicht nur im Osten gehen Pfarrer in die Politik.
Am Besten aber hat mir der Feuerwerker gefallen, der nach dem Scharfmachen seiner neun traditionellen Böller direkt unter meinem Balkon erst einmal einen kräftigen Blasendruck verspürte und deshalb Gürtel und Reißverschluß öffnete, um ins städtische Gebüsch zu pinkeln. Da wußten wir doch gleich wieder, daß nichts so wichtig ist wie die kleinen menschlichen Bedürfnisse.
Am Besten aber hat mir der Feuerwerker gefallen, der nach dem Scharfmachen seiner neun traditionellen Böller direkt unter meinem Balkon erst einmal einen kräftigen Blasendruck verspürte und deshalb Gürtel und Reißverschluß öffnete, um ins städtische Gebüsch zu pinkeln. Da wußten wir doch gleich wieder, daß nichts so wichtig ist wie die kleinen menschlichen Bedürfnisse.
