Liebes Lusel!
Urlaub, was ist das?
Die einen verstehen darunter Verreisen, die Welt sehen, Spaß haben, Menschen kennenlernen, Abwechslung, sich als wer anders fühlen oder anderen wen anders vorspielen. Und, ganz wichtig: Man muß hernach erzählen können, was man alles erlebt hat und wen man alles kennengelernt hat.
Neben all dem fühlt sich meine Vorstellung von Urlaub äußerst bescheiden an: Weggehen, um bei sich selbst anzukommen. Gereist bin ich schon in meinem Leben, in allerhand Länder. Ich habe sie gesehen aus der Sicht des Pauschaltouristen genauso wie aus der Sicht des Campers. Ich habe Menschen in anderen Ländern kennengelernt und bin als Nobeltourist gezielt an den Einheimischen vorbeigeführt worden. Ich weiß, daß man mit den Menschen leben muß, um sie wirklich kennenzulernen. Und eine blaue Lagune sehen kann ich auch im Fernsehen. Auch wenn man da das Meer nicht riecht - ich erinnere mich sehr wohl.
Nicht nur, weil mein Urlaubsgeld beim Zahnarzt landen wird, bevorzuge ich den Urlaub zu Hause. Gut, daß das Wetter neuerdings auch hier wie im Süden ist, aber es macht keinen Unterschied, keinen großen jedenfalls. Bei meiner Vorstellung von Urlaub kommt´s nur bedingt auf schönes Wetter an. Wichtiger ist das, was im Kopf passiert. Da ist irgendwann ein Tag, an dem ich feststelle, daß ich morgen und übermorgen und überübermorgen nicht arbeiten muß. Ich stelle fest, daß ich Herrscher über meine Zeit bin, für eine Anzahl von Tagen, die sich nicht mit irgendwelchen überüber-Worten beschreiben lassen. Ich fange an, mich zu erinnern, was das für Sachen waren, die ich immer schon machen und denken wollte, das ganze Jahr über, und nicht gedacht und getan habe, weil der Alltag mich müde macht oder ärgerlich.
Ich lese also. Dieses Jahr bin ich gelandet, ohne das im übrigen zu beabsichtigen, bei einer Reihe von schwermütigen jungen Frauen. Die einen definieren sich über die Männer in ihrem Leben, die anderen über DINGE. Und dann gab´s da noch eine - nicht in Büchern, sondern im wahren Leben -, die sich mit nicht einmal Dreißig die ersten Falten hat wegspritzen lassen, über Brustvergrößerung nachdenkt und jederman(n) bei jeglicher Verrichtung anlächelt, weil es das Leben leichter macht.
Ich frage mich, wie weit man gehen muß, um das Glück zu finden. Und ein bißchen froh bin ich, daß ich schon allerhand glückliche Zeiten hatte, ohne diese Kopfstände machen zu müssen. Also, ohne zu glauben, daß ich das muß.
Ich bin gespannt auf dieses Buch von meinen Buchhändlerinnen, in denen sie mir eine Familie ankündigten, drei Generationen, in denen es auch ohne Väter geht. Sie sagen, dieses Buch habe ihnen ihr Leben gerettet, allen beiden. Was auch immer das bedeuten mag. Vielleicht ist es nicht wichtig, ob es mit oder ohne Männer geht. Vielleicht ist es wichtiger, daß es alleine geht ... Dann können Männer kommen oder auch nicht. Frau hat die Wahl.
Die einen verstehen darunter Verreisen, die Welt sehen, Spaß haben, Menschen kennenlernen, Abwechslung, sich als wer anders fühlen oder anderen wen anders vorspielen. Und, ganz wichtig: Man muß hernach erzählen können, was man alles erlebt hat und wen man alles kennengelernt hat.
Neben all dem fühlt sich meine Vorstellung von Urlaub äußerst bescheiden an: Weggehen, um bei sich selbst anzukommen. Gereist bin ich schon in meinem Leben, in allerhand Länder. Ich habe sie gesehen aus der Sicht des Pauschaltouristen genauso wie aus der Sicht des Campers. Ich habe Menschen in anderen Ländern kennengelernt und bin als Nobeltourist gezielt an den Einheimischen vorbeigeführt worden. Ich weiß, daß man mit den Menschen leben muß, um sie wirklich kennenzulernen. Und eine blaue Lagune sehen kann ich auch im Fernsehen. Auch wenn man da das Meer nicht riecht - ich erinnere mich sehr wohl.
Nicht nur, weil mein Urlaubsgeld beim Zahnarzt landen wird, bevorzuge ich den Urlaub zu Hause. Gut, daß das Wetter neuerdings auch hier wie im Süden ist, aber es macht keinen Unterschied, keinen großen jedenfalls. Bei meiner Vorstellung von Urlaub kommt´s nur bedingt auf schönes Wetter an. Wichtiger ist das, was im Kopf passiert. Da ist irgendwann ein Tag, an dem ich feststelle, daß ich morgen und übermorgen und überübermorgen nicht arbeiten muß. Ich stelle fest, daß ich Herrscher über meine Zeit bin, für eine Anzahl von Tagen, die sich nicht mit irgendwelchen überüber-Worten beschreiben lassen. Ich fange an, mich zu erinnern, was das für Sachen waren, die ich immer schon machen und denken wollte, das ganze Jahr über, und nicht gedacht und getan habe, weil der Alltag mich müde macht oder ärgerlich.
Ich lese also. Dieses Jahr bin ich gelandet, ohne das im übrigen zu beabsichtigen, bei einer Reihe von schwermütigen jungen Frauen. Die einen definieren sich über die Männer in ihrem Leben, die anderen über DINGE. Und dann gab´s da noch eine - nicht in Büchern, sondern im wahren Leben -, die sich mit nicht einmal Dreißig die ersten Falten hat wegspritzen lassen, über Brustvergrößerung nachdenkt und jederman(n) bei jeglicher Verrichtung anlächelt, weil es das Leben leichter macht.
Ich frage mich, wie weit man gehen muß, um das Glück zu finden. Und ein bißchen froh bin ich, daß ich schon allerhand glückliche Zeiten hatte, ohne diese Kopfstände machen zu müssen. Also, ohne zu glauben, daß ich das muß.
Ich bin gespannt auf dieses Buch von meinen Buchhändlerinnen, in denen sie mir eine Familie ankündigten, drei Generationen, in denen es auch ohne Väter geht. Sie sagen, dieses Buch habe ihnen ihr Leben gerettet, allen beiden. Was auch immer das bedeuten mag. Vielleicht ist es nicht wichtig, ob es mit oder ohne Männer geht. Vielleicht ist es wichtiger, daß es alleine geht ... Dann können Männer kommen oder auch nicht. Frau hat die Wahl.
