Liebes Lusel!
Es ist ja immer wieder das Gleiche: Hat man einmal Gelegenheit, während der Woche auszuschlafen, gibt es da bestimmt jemanden in der Nachbarschaft, der irgendwelche geräuschintensiven Arbeiten ganz unbedingt an ebendiesem Tag und zwar am ganz frühen Morgen verrichten muß. Mindestens aber kommt die Müllabfuhr.Insofern dürfte es keine ganz unberechtigte Frage sein, wie all diese Leute, die da alleweil schreiben, sie hätten - wieder einmal - bis vormittags um elf oder gar mittags um eins geschlafen, das wohl anstellen. Vermutlich wollen die einfach nicht zugeben, daß das gar nicht geht. Oder aber sie wohnen weit vor den Toren der Stadt. Oder aber sie haben aus manch leidvoller Erfahrung heraus allerhand Vorkehrungen getroffen, die ich nicht beherrsche. Ganz einfach, weil mir das viel zu selten passiert, daß ich während der Woche ausschlafen darf.Oder aber sie haben halt bis tief in die Nacht ferngeschaut, so daß sie vor lauter Erschöpfung den Krach draußen gar nicht hören können. Das übrigens würde auch erklären, warum des Nachts, mitten in der gemeinen Arbeitswoche, das Fernsehprogramm so unglaublich gut ist. Gut genug mitunter, sich zu fragen, warum man eigentlich Gebühren zahlt für Sachen, die man partout nicht sehen wollen würde, wenn man stattdessen das Nachtprogramm zur Verfügung hätte, was wiederum man nicht sehen kann, weil man ja tagsüber arbeiten muß, um die Gebühren zu verdienen. Also das gute Fernsehprogramm in der Nacht soll vielleicht die Leute, die am Tag nichts anderes zu tun haben, ruhigstellen.Jedenfalls habe ich, genau wie so manches vorangegangene Mal, am Ende kapituliert. Ich bin nicht nur aufgestanden, sondern sogar brav unter die Dusche geschlüpft, um diesen Urlaubstag nicht im Schlafanzug zu verplempern. Ich war schon draußen (schweinekalt), und mein Mac ist nach langer Schlampigkeit frisch ge-updatet. (Hat gar nicht weh getan, und Mäcki kann jetzt sogar wieder bei Blogigo schreiben, was zuvor ohne Firefox nicht ging.) Ich habe einer Biene, die meine Fenster nicht nur für durchsichtig (nana!), sondern auch für durchgängig hielt, das Leben gerettet. Und ich habe bei NIELSSON gelesen (der wenn es sich um den Herrn Nielsson an anderer Stelle handelt, den ich auch fand, sich mit seinen 35 Jahren nicht wundern muß, wenn er von den Frauen gefunden werden will oder muß). Nielsson ist nach eigenen Blogangaben Sekundenglückfinder und Frauenversteher. Junge Frauen suchen ´was anderes. Und die Alten (wie ich), die solcherart Eigenschaften zu schätzen wüßten, haben eben diesen Fehler: Sie sind zu alt. Naja, auch kein Beinbruch.Der Tag hat sozusagen gut angefangen. Machen wir weiter!
