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<title>Luselei</title>
<link>http://www.blogigo.de/erphschwester1</link>
<description>dies und das im Zwischenmenschlichen</description>
<language>de</language>
<dc:creator>erphschwester</dc:creator>
<dc:publisher>erphschwester</dc:publisher>
<pubDate>Sun, 12 Feb 2012 08:18:31 +0100</pubDate>
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<title>Liebes Lusel,</title>
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manche Daten, wenn man sie schreibt, erinnern einen an längst vergangene Zeiten, obwohl sie zum Heute keinerlei Bezug mehr haben.
 
 
Am 12.Februar 1983 hatte ich mich für eine Faschingsfeier zurecht gemacht als frecher Bengel mit Kochhose, Hosenträgern, Strubbelkopf und vielen Sommersprossen. Am nächsten Morgen kamst du ein Sekündchen zu früh von deinen Großeltern zurück und sagtest: &amp;quot;Küss meine Mutti nicht!&amp;quot; zu dem Mann, der der einzige Vater sein sollte, den du je haben würdest.
 
 
Fünf Jahre später, am 12.Februar, haben wir geheiratet, um unseren Ausreiseantrag gemeinsam stellen zu können. 
 
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<pubDate>Sun, 12 Feb 2012 08:18:31 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/erphschwester1/Liebes-Lusel/4605/</link>
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<title>Liebes Lusel,</title>
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heute mittag um zehn nach zwölf warst du 34 jahre alt (den rest des jahres natürlich auch). und ich dachte an diesen tag im jahr 1978, an dem es genauso kalt war wie jetzt. es lag viel schnee und wir hatten alle mühe, dich in deinem kissen ins taxi zu buchsieren. als wir dich zu hause zum ersten mal auspackten, um dich zu wickeln, bekamst du sofort blaue lippen und hast gezittert wie espenlaub. dein vater, der alle öfen der wohnung auf hochtouren gebracht hatte, und ich fielen uns in die arme, weinten und glaubten, wir würden dich zartes ding nie groß kriegen.
 
 
jetzt bist du also 34 und zitterst um deinen kleinen, der sich mit dem freunde-finden schwer tut und lieber noch nicht in die schule soll.
 
 
was ich nur weiss, weil wir telefoniert haben.
 
 
es ist gut zu wissen, dass die bande doch noch nicht zerrissen sind. seltsamerweise ist es jedes mal, als hätten wir erst gestern telefoniert. dabei war es diesmal zwei jahre her, dass wir zuletzt miteinander sprachen.
 
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<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 21:30:05 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/erphschwester1/Liebes-Lusel/4604/</link>
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<title>Liebes Lusel,</title>
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nach allzu langer zeit hast du dich wieder einmal gemeldet. so muss ich glauben, dass das weihnachtspaket in ordnung war.
 
 
dennoch gab es da einen wermutstropfen. deine art, dich nach meinen elektronischen malfortschritten zu erkundigen, klang reichlich nach oberlehrerin. nur weil du mit deinem i-pad neuerdings auch ein bisschen auf fotos herumpinselst, gibt dir das nicht das recht, meine dreieinhalb jahre harter arbeit zu verniedlichen.
 
 
meine freundin sagt, die mail an dich war ebenso wenig nett wie die deine an mich. ganz entschieden finden wir nicht mehr den richtigen ton. während ich keine von deinen behinderten bin, bist du niemand aus den künstlerkreisen, in denen ich mich bewege. da geht man hart miteinander um. 
 
 
ich fürchte, das wird nichts mehr.
 
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<pubDate>Tue, 27 Dec 2011 21:29:22 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/erphschwester1/Liebes-Lusel/4603/</link>
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<title>Lieber Schnicki,</title>
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bei deinem besuch fragte ich dich, warum du damals nichts sagtest.
 
 
du hast geantwortet, dass du fürchtetest, es könnte noch schlimmer werden, wenn ich mich einmische (und das hätte ich natürlich getan!). 
 
 
ich hoffe, die kinder heute haben ein aufgeklärteres verhältnis zu mobbing.
 
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<pubDate>Tue, 27 Dec 2011 21:19:28 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/erphschwester1/Lieber-Schnicki/4602/</link>
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<title>14082011</title>
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lieber schnicki,
 
 
 je offener wir miteinander umgehen (und das tun wir, gottseidank, in zunehmendem maße) umso klarer wird mir das ausmaß der einstigen katastrophe.
 
 
warum, um himmels willen!, hast du damals nie etwas gesagt???
 
 
&amp;#160;
 
</description>
<pubDate>Sun, 14 Aug 2011 10:43:00 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/erphschwester1/14082011/4601/</link>
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<title>11072011</title>
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lieber schnicki,
 
 
ich dachte, ich hätte alles richtig gemacht bei dir. das dachte ich auch noch, als allerhand schief lief. da hatte ich so die ahnung, dass ich mir nicht alle schuld dieser welt auf die schultern laden muss. für manche sachen sind andere verantwortlich und manche sind eben so.
 
 
eigentlich war ich bis heute zufrieden, trotz aller widernisse. und dann kam dieser schwachsinnige brief. den ich,ich weiss, nicht ernst nehmen sollte. wäre da nicht die sache mit lusel. durch die du es doch besser wissen solltest. es fühlt sich an, als würde es diesmal genauso laufen. soll es das?
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<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 19:50:00 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/erphschwester1/11072011/4600/</link>
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<title>Die Stille suchen</title>
<description>Manch einer sucht die Stille. Andere finden sie, ohne sie gesucht zu haben.Ich, zum Beispiel, habe nicht gesucht, aber doch irgendwie gefunden. Wobei so ein Hörsturz keine wirklich ruhige Sache ist. Denn meist wird er begleitet von etwas, das ich &amp;quot;weißes Rauschen&amp;quot; getauft habe. Zunächst meinte der Ohrenarzt ja, es sei damit getan, daß er mir irgendwelche tunlichst nicht näher zu beschreibenden Dinge aus dem Ohr herausgeholt hatte. Stolz auf sich selbst verkündete er: &amp;quot;So, jetzt müßte es wieder gehen!&amp;quot;Neben der Erleichterung, diese nicht schmerzfreie Prozedur überstanden zu haben, konnte ich seine Rede nicht bestätigen, nahm mir allerdings vor, der Sache ein paar Stunden Zeit zu geben.Der Hörtest am nächsten Tag brachte die Gewißheit, daß eben doch nicht alles erledigt war, sondern gerade erst losgegangen. (Und für die, die sich jetzt fragen, wie man mit einem Hörsturz Reden welcher Art auch immer verfolgen kann, sei gesagt, daß es auch einseitige...</description>
<pubDate>Mon, 08 Oct 2007 13:27:40 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/erphschwester1/Die-Stille-suchen/4599/</link>
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<title>Szenen einer Ehe gesehen ...</title>
<description>... und verstanden, was vor zwanzig Jahren vollkommen unverständlich war.Es ist wie mit dem Gogol damals: Manche Dinge kommen einfach zu früh ...</description>
<pubDate>Sat, 04 Aug 2007 01:04:00 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/erphschwester1/Szenen-einer-Ehe-gesehen/4598/</link>
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<title>Liebes Lusel!</title>
<description>Es ist ja immer wieder das Gleiche: Hat man einmal Gelegenheit, während der Woche auszuschlafen, gibt es da bestimmt jemanden in der Nachbarschaft, der irgendwelche geräuschintensiven Arbeiten ganz unbedingt an ebendiesem Tag und zwar am ganz frühen Morgen verrichten muß. Mindestens aber kommt die Müllabfuhr.Insofern dürfte es keine ganz unberechtigte Frage sein, wie all diese Leute, die da alleweil schreiben, sie hätten - wieder einmal - bis vormittags um elf oder gar mittags um eins geschlafen, das wohl anstellen. Vermutlich wollen die einfach nicht zugeben, daß das gar nicht geht. Oder aber sie wohnen weit vor den Toren der Stadt. Oder aber sie haben aus manch leidvoller Erfahrung heraus allerhand Vorkehrungen getroffen, die ich nicht beherrsche. Ganz einfach, weil mir das viel zu selten passiert, daß ich während der Woche ausschlafen darf.Oder aber sie haben halt bis tief in die Nacht ferngeschaut, so daß sie vor lauter Erschöpfung den Krach draußen gar nicht hören können. Das übrigens...</description>
<pubDate>Wed, 14 Mar 2007 10:07:00 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/erphschwester1/Liebes-Lusel/4596/</link>
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<title>Liebes Lusel!</title>
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Gerade eben war der Moment, in dem ich mir wünschte, so schlagfertig reagieren zu können wie dieser Vater aus &amp;quot;Schlaflos in Seattle&amp;quot;. Erinnernst Du Dich? - um das Rendezvous mit der &amp;quot;lachenden Hyäne&amp;quot; zu verhindern, ruft Söhnchen im Restaurant an und Vati fragt: &amp;quot;Ist dir schlecht? Blutest du? ...&amp;quot;
 
 
Dein Bruder, eben, nach fünfmaliger verzweifelt klingenden Ansprache auf meinen AB hat es geschafft, mich aus dem Bett zu holen. Wo ich mich wohlig wand, nachdem ich meine sparsam bemessene Gutzeit, hart erarbeitet, für genau diesen Zweck geopfert hatte: Einen schönen Nachmittagsschlaf. Ich hätte gleich wieder auflegen sollen, als ich hörte, was er will. Sofort. Aber so verschlafen, wie ich war, reichte es nur zum Funktionieren, nicht zum Reagieren: Söhnchen hatte die PIN, PUK oder was weiß ich für sein Handy nicht dabei, selbiges aber gesperrt, so daß ihn Dickes Mädchen nun wohl nicht erreichen konnte, was wahrscheinlich das größte aller Weltprobleme...</description>
<pubDate>Tue, 27 Feb 2007 19:53:16 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/erphschwester1/Liebes-Lusel/4595/</link>
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<title>Liebes Lusel!</title>
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Es liegt nicht an der Besserung des Zustandes, daß ich hier kaum noch berichte. Vielmehr liegt es daran, daß man in Monaten gelernt hat, unaufgeregter mit dem scheinbar Unabänderlichen umzugehen.
 
 
 Sohn liebt Dickes Mädchen.
 
 
 Dickes Mädchen liebt es nicht, ohne Sohn zu sein.
 
 
 Am Ende streitet man sich  immer. 
 
 
 Wenn man sich streitet, kommt Mutti (ich) und bittet, das Telefonat zu beenden.
 
 
Auf diese Weise kommen wir alle miteinander aus. Sohn ist entspannter, weil er es haßt, sich an allen Fronten zu streiten. Ich bin entspannter, weil ich mich schon hier und da wieder auf die Ankunft meines Halbgaren jeden zweiten Freitag freuen kann. Dickes Mädchen ist nach wie vor nicht entspannt, fällt aber - zum Glück! - in den Zuständigkeitsbereich einer anderen Mutter.
 
 
Allerdings denke ich mit Grausen an Halbgarens Praktikum im Mai (drei Wochen), in denen zu befürchten steht, daß Dickes Mädchen tüchtig abdrehen wird. Sie ist es nicht mehr gewöhnt, den...</description>
<pubDate>Sun, 25 Feb 2007 09:37:33 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/erphschwester1/Liebes-Lusel/4594/</link>
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<title>Liebes Lusel!</title>
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Nicht, daß ich ein wirklicher Langschläfer wäre, frage ich mich an manchem Wochenende dann doch, ob mein Aufwachen so von ganz allein vonstatten ging.
 
 
Heute, zum Beispiel, höre beim Aufstehen aus Halbgarens Zimmer schon die altbekannten Diskussionen. Ein Blick auf mein Telefon beweist, daß er sich wenigstens an die Abmachung von letzter Woche gehalten hat und am Handy telefoniert (die  andere  Mutter wird über die Rechnung begeistert sein!). Das altbekannte Spiel: laute Diskussionen, zwischendurch der Ausruf &amp;quot;laß mich ausreden!&amp;quot;, irgendwann der noch lautere Ruf &amp;quot;Tschüss!!!&amp;quot; - bis alles von vorn losgeht.
 
 
Ganz entschieden hat Dickes Mädchen ein Rad ab und kann nicht leben ohne den Halbgaren und die Diskussionen mit ihm, in denen sie ihm offenbar allerhand Vorwürfe zu unterbreiten hat, die er wortgewaltig zu entkräften sucht, stets ohne Erfolg übrigens. Vertrauen tut sie ihm nur, wenn sie ihn, bei sich, unter voller Kontrolle hat.
 
 
Eine solche aberwitzige...</description>
<pubDate>Sun, 14 Jan 2007 08:33:48 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/erphschwester1/Liebes-Lusel/4593/</link>
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<title>Liebes Lusel!</title>
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Der Mensch lebt nicht von der Familie allein. Oder doch, irgendwie, zieht man in Betracht, daß Familie nicht nur die sind, die den eigenen Lenden entsprangen.
 
 
Große Schwester jedenfalls, der ich die Misere heute unterbreitete (nicht, ohne die allfälligen, wenn auch verspäteten Neujahrsgrüße zu überbringen), findet nach wie vor, daß ich nichts verkehrt gemacht habe. Nicht, daß mich das meiner Zweifel entlasten würde, hat es doch das wohlige Gefühl, daß andere es nicht viel anders angefangen hätten.
 
 
Und übrigens scheint es, habe ich wirklich etwas richtig gemacht. Und eben gerade das scheint richtig gewesen zu sein, was ich nun selbst grundverkehrt fand. Nämlich ... Dickes Mädchens Mutter hat Halbgarens Abwesenheit für´s Wochenende beschlossen. Und schuld bin ich.
 
 
Womit ich leben kann. Denn genau das schlug ich ihr bereits vor einigen Monden vor, ohne damit auf offene Ohren zu stoßen: Wenn fickende Kinder sich wie Erwachsene gebärden, ohne erwachsen zu sein, ...</description>
<pubDate>Wed, 10 Jan 2007 20:35:43 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/erphschwester1/Liebes-Lusel/4592/</link>
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<title>Liebes Lusel!</title>
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Wir schreiben Tag Acht des neuen Jahres, und Du hast es zwar nicht fertig gebracht, mir ein gutes neues Jahr zu wünschen. Aber immerhin hast Du angerufen. Was ja wenigstens ein Anfang und so viel besser ist als das Letzte, was mir mit Deinem Bruder wiederfuhr. Das nämlich war ein Wortwechsel des Inhalts, daß ich seine Freundin (seit immerhin einem Jahr) &amp;quot;dämliche, fette Schlampe&amp;quot; nannte. Was ja nun deutlich unter meinem üblichen Niveau ist.
 
 
Natürlich könnte ich solcherart verbale Entgleisung in irgendeiner Weise zu rechtfertigen versuchen, aber am Ende bleibt die durchaus selbstkritische Erkenntnis, daß Mütter nie und nimmer sich so gehen und auf dies kindliche Niveau herablassen sollten, das der Psychologe einer gewissen Schule als Kindheits-Ich beschreibt. Je, nun: Hernach ist frau immer klüger. Und C., die die ganz Misere kennt,erwartete vergeblich, der Halbgare könnte angerufen und einiges von wiederum seinen Äußerungen, die letzlich zu diesem Exzeß führten,...</description>
<pubDate>Mon, 08 Jan 2007 21:31:28 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/erphschwester1/Liebes-Lusel/4591/</link>
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<title>Liebes Lusel!</title>
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Ein neues Jahr hat begonnen. Eines, das durchaus, so Gott und ein paar andere Leute wollen, allerhand Veränderungen mit sich bringen kann und sollte. Denn es ist Zeit für einen Wandel.
 
 
Als ich Dir zu Weihnachten meine Ideen unterbreitete, da tönten Du und Dein Mann unisono, all das, was mir so vorschwebt, sei ja doch recht unsicher, möglicherweise begrenzt, mithin latent gefährlich. Jaja, das Leben ist so: unsicher, begrenzt und latent gefährlich. Und wer sich in Gefahr begibt, kommt - vielleicht - darin um. Wer aber nie etwas wagt, ist schon tot, lange vor seiner Zeit.
 
 
Ich habe nie ein Leben gelebt, dem allzu viel Abenteuer innewohnte; die Risiken waren kalkuliert. Denn schließlich wart da ja Ihr, Du und Dein Bruder. Ihr beide seid jetzt groß. Und ich fand es erstaunlich zu beobachten, daß schon die Tatsache meiner &amp;quot;Unerreichbarkeit&amp;quot; zum Jahreswechsel Euch zu befremden schien. Auch Ihr seid für mich nicht immer erreichbar gewesen, seit Ihr auf Euer Erwachsensein pocht....</description>
<pubDate>Tue, 02 Jan 2007 04:44:50 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/erphschwester1/Liebes-Lusel/4590/</link>
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<title>Liebes Lusel!</title>
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An manchen Tagen sollte man einfach nicht zum Briefkasten gehen, und in der Vorweihachtszeit gehört das Ding zeitweilig zugemauert. Was einen doppelt praktischen Effekt hätte: Alle jene, die sich um diese Zeit zu sentimentalen Ergüssen genötigt fühlen, bekämen ihren Mist zurück als unzustellbar und könnten noch mal drüber nachdenken, ob sie den Schmonsens bei klarem, nichtweihnachtlichem Verstand genauso oder überhaupt geschrieben hätten. Und allerhand Rechnungen blieben einem auch erspart.
 
 
Zu ersteren gehört zweifelsohne Schwiegermutter Nr.2, also die, die nicht Deine Großmutter ist, aber ganz nach Bedarf so tut, als sei sie´s. Zum Beispiel jetzt, wo sie Anwandlungen hat, sich als Urgroßmutter zu fühlen, die sie nicht ist. Da soll´n sich andere, richtige Enkel drum kümmern und Dir Deine Ruhe lassen. Jedenfalls nehme ich an, Dich gut genug zu kennen, um das einfach mal so behaupten zu können. Andernfalls liefe Dein Sohn Gefahr, noch mit 25 Holzeisenbahnen zu kriegen, weil sie...</description>
<pubDate>Mon, 18 Dec 2006 17:45:00 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/erphschwester1/Liebes-Lusel/4589/</link>
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<title>Liebes Lusel!</title>
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Mit den Kindern ist das ja so eine Sache: Sie werden erwachsen.
 
 
Was zunächst einmal so übel nicht ist. Weil irgendwann ein bißchen die Luft raus ist und man seine Erziehungsmethoden erschöpft. Auch wird es immer schwieriger, wie mir kleine Schwester letzthin glaubhaft aus ihrem Grundschullehrerinnendasein bestätigte. Da hat sie nämlich gerade eine 2.Klasse, die sehr viel weniger brav ist, als man das noch vor Jahren von Grundschülern kannte. Schwester, Pädagogin durch und durch, führte diese Strichegeschichte ein. Du weißt schon: ein roter Strich für Bravsein und ein blauer, wenn man´s nicht ist. Was aber tut man, wenn so ein kleiner Stift sagt: &amp;quot;Na, und? Ist doch auch nur´n Strich!&amp;quot;
 
 
Wo er Recht hat, hat er Recht, der Knirps. Und wir sitzen in der Ecke und grübeln, wie man dieser Wichte Herr werden kann, wenn schon die alten Methoden nicht mehr ziehen. Ach, was waren das doch für Zeiten, als Du, damals immerhin schon acht Jahre alt, noch glaubtest, daß ich um...</description>
<pubDate>Sun, 03 Dec 2006 10:42:00 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/erphschwester1/Liebes-Lusel/4588/</link>
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<title>Liebes Lusel!</title>
<description> 
Die Tatsache, daß ich hier seit längerem nicht schrieb, bedeutet nicht etwa, alles sei gut. Vielmehr mutiert Dickes Mädchen mehr und mehr zur Dicken Spinne, die den Halbgaren in ihr Netz einwebt. Glücklich nur, wenn der Halbgare bei ihr ist, was folglich immer öfter passiert.
 
 
Ganz augenscheinlich bewirkt Dickes Mädchens Mutter mit ihrem hochgepriesenen Vertrauensverhältnis nichts anderes, als dem Dicken Mädchen mehr und mehr zu Willen zu sein. Weil der Halbgare doch der Erste war. Naja, einer muß es ja machen. Und schließlich, wenn der Erste so eine komplizierte Sache ist, liegt doch der Gedanke nahe, daß man´s noch ein wenig hätte hinausschieben können, die Sache mit dem Ersten. (Aber, wer weiß, vielleicht war auch zu befürchten, daß dann lange,lange kein Ersten-Anwärter mehr auf der Bildfläche erscheinen könnte?)
 
 
Jedenfalls ist alles unverändert kompliziert und ärgerlich obendrein, wenn so ein großes Familienfest ansteht, wo sich die ganze bucklige Verwandtschaft...</description>
<pubDate>Tue, 21 Nov 2006 17:00:00 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/erphschwester1/Liebes-Lusel/4587/</link>
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</item><item>
<title>Liebes Lusel!</title>
<description> 
Der Vorteil am Älterwerden ist, daß man sich zurücknehmen kann. Ja. 
 
 
Ich habe verschiedenen Leuten erzählt von diesem meinem letzten Besuch bei Dir, wo Dein Mann gefragt hat, ob Du (angesichts des für Dich selbst geschmierten Brötchens) nicht auch mal Deiner Mutter etwas zu Essen anbieten möchtest. Wo Du Deinen Bruder, der Dich nur einmal im Halbjahr sieht, gebeten hast, einen Kasten Wasser zu holen. Wo Du die von mir am Vorabend bis in die Nacht gebackenen Plätzchen (einschließlich des selbstgemachten Marzipans) mit nur geringem Interesse und eher kritisch begutachtest, weil all das nicht Deinem Geschmack zu entsprechen schien. Dein Mann derweil wärmte sich das Essen auf, das er am Vorabend, nach einer Doppelschicht gekocht hatte.
 
 
Man meinte, ich solle mit Dir sprechen, weil Du auf diese Weise wenn nicht mich, so doch wenigstens Deinen Mann vergrätzen würdest. Ich bin sonst durchaus kommunikativ. Blöd aber bin ich nicht. Dein Bruder hat, dank meines vorherigen Hinweise, daß...</description>
<pubDate>Fri, 10 Nov 2006 20:35:00 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/erphschwester1/Liebes-Lusel/4586/</link>
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</item><item>
<title>Liebes Lusel!</title>
<description> 
Fast hätte ich ja auf die Idee kommen können, diese Urlaubswoche, gemeinsam mit Deinem Bruder verbracht, als eine gute, harmonische zu bezeichnen. Quasi eine Erinnerung an frühere Zeiten, in denen er  der gute Junge  war.
 
 
Insgeheim habe ich mich gefragt, was denn  die andere Mutter  getan oder gesagt haben mag, um dieses verwirrte Pärchen wieder auf den Pfad der Normalität zu bringen. Ist sie sich ihrer Macht bewußt geworden und hat sie ausgespielt? Na, mir war es recht, was auch immer sie gesagt hat. Denn neben mir bewegte sich dieser normale Sohn, an den ich mich aus grauen Vorzeiten erinnern konnte. Der ganz normale Dinge getan hat, sich - sogar zusammen mit der Mutter - aus dem Haus begab, die Sonne auf den Bauch scheinen ließ, einen Tag seinem Neffen opferte und all so was.
 
 
Noch vor sehr kurzer Zeit wagte er sich kaum zum Einkauf aus dem Haus, weil ja  sie  inzwischen hätte anrufen und ihn hernach - im Falle der fehlenden Erreichbarkeit - der Untreue bezichtigen können....</description>
<pubDate>Sun, 29 Oct 2006 10:01:00 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/erphschwester1/Liebes-Lusel/4585/</link>
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