Überall und nirgends

07.12.2008 um 23:34 Uhr

Weihnachtsbäckerei

von: Findus   Kategorie: Überall und nirgends

Musik: einfach nur die Stille geniessen

Ja das sollte es eigentlich werden. Plätzchen backen, weil mein Zwerg mich doch so lieb gefragt hatte. Eigentlich hatten wir schon gebacken, da sich aber Langeweile verbreitete, fand ich die Idee gar nicht so übel. Das letzte Mal hatten wir eine Menge an Spaß dabei.

Also, flugs die Zutaten zusammen suchen.

"Warte bitte Schatz, Mama macht......", weiter kam Mama leider nicht, denn der kleine Zwerg hatte versucht die 2,5 kg Mehltüte von der Anrichte herunter zu heben.

Ein lauter Schrei und anstatt eines aufgeregten zappelnden Zwerges hatte ich nun einen prusteten Schneemann mitten in der Küche stehen.

Alles kein Problem dachte ich, es ist ja nur Mehl und der Schaden gleich behoben.

Mama geht in die Knie und wühlt unter den Massen an Mehl nach ihren Zwerg. Was gar nicht so einfach war, denn der Schneemann wollte perdu nicht ruhig stehen bleiben.

Damit nahm das Schicksal seinen Lauf. Und zwar in Form einer neugierigen 4Monate alten Katze. Sie hatte den Schrei gehört und kam flugs wie ein Wirbelwind in die Küche gesaust. Zu ihrem und zu meinem Entsetzen, rutschte sie über den Mehlstaub, zuallererst mit allen vier Pfoten über die Dielen. Ohne ein Chance zu entkommen sauste sie mitten hinein in den Mehlhaufen. In ihrer Panik, sich so schnell wie möglich daraus zu Retten, kam ihr der spontane Einfall. Nach oben, einfach nach oben Retten, schließlich ist man oben in Sicherheit und hat einen super Ausblick über das Geschehen. Was die zwei Beiner, denn da für ein lustiges Spiel spielen.

Gedacht getan und sie nahm den kürzesten Weg und versuchte mit viel Schwung auf die Arbeitsplatte zu springen.

Ihr einen finsteren Blick hinter herwerfend und mit den Augen zu folgen, hätte ich mal besser unterlassen. Aber nein ich dumme Nuss, war ja zu neugierig ob sie den Sprung hinauf überhaupt in ihrer Tollpatischigkeit geschafft hatte.

Oh,  ja sie schaffte es. Sie traf mit voller Wucht den Rand der Schüssel, in denen ich die Eier hinein gelegt hatte, damit sie vor kleinen neugierigen Kinderfingern geschützt waren.

Das erste Wurfgeschoß traf mich mitten auf die Stirn und noch bevor ich einen Schrei des Entsetzen ausstoßen konnte prasselnden ein Dutzend Eier auf mich und den Schneemann nieder.

Die Katze die immer noch wie wild auf der Anrichte herum ruderte, um sich selbst noch vor dem Absturz zu bewahren , riß dabei mal eben noch die Zuckerschütte um.

Das Weihnachtslied" Leise rieselt der Schnee", konnten wir nun umbenennen in leise rieselt der Zucker.

Wenn ich nun gedacht habe mein Glück ist nun doch Komplett und ich könnte nun versuchen aufzuatmen . Nun da hatte ich aber die Rechnung ohne die Physik gemacht, das alles was nach oben springt, bestimmt auch wieder runter kommt. Dieser Unglückswurm fiel nämlich mitten hinein in diese Mehl- Eier -Zuckerpampe .

Unsere Katze warf mir einen bitterbösen Blick zu, wie ich es denn wagen konnte sie mit Mehl und Eiern zu bewerfen. Schoß wie ein geölter Blitz aus die Küche und brachte sich erst einmal hinter den Fernseher in Sicherheit.

Da saß ich nun auf den Küchenfußboden, der vor genau 15min noch picobello sauber war.

Ach ja gebacken haben wir dann heute nicht mehr !*lach*.

01.12.2008 um 04:49 Uhr

Winterzeit

von: Findus   Kategorie: Überall und nirgends

Still und friedlich ist es noch,

die Nacht neigt sich dem Ende zu.

Die Zeit verrinnt und

langsam schon der Tag beginnt.

 

Nebel wabert still und leise,

überzieht das ganze Land.

Sanft verbreitet seine Schwingen,

undurchdringliches Gewand.

 

Tausend kleine Tropfen,

fallen klirrend unter ihm.

Überzieht den feuchten Boden,

sanft mit kalten glitzernden Belag.

 

Absolute recht unbegreiflich,

fiel doch schon der erste Schnee.

Sanft und leise rieselten die Flocken,

zeigen an es ist so weit, nun beginnt die Winterzeit.

 

Gemütlich am Kamin zu sitzen,

ein gemurmelt bis zum Hals.

Sollten wir die Zeit geniessen,

bis die Hektik uns erreicht.

 

Denn eines ist es schon lang nicht mehr,

wie in unseren Kindertagen.

Denn wie jedes Jahr zur gleichen Zeit,

überfällt uns Weihnachtsstress in all den Tagen.