Überall und nirgends

15.12.2009 um 14:36 Uhr

Benehmen glückssache

von: Findus

Ich bin immer noch sprachlos, was an manchen Schulen so abgeht.

Eine Freundin rief gerade an und erzählte, dass bei ihrem Sohn ins Etui gerotzt wurde. Ich kann ihre Aufregung und Ekel gut verstehen.

Und es gibt leider viel zu wenige Schulleiter, wie der Rektor einer Realschule in Wuppertal, der nicht nur mit Drohungen um sich wirft, sondern auch Taten folgen lässt. Den Bericht darüber hatte ich am Wochenende verfolgt.

Gut über die Strafe, 2 Tage Schulverweis für auf den Boden rotzen, darüber lässt sich bestimmt streiten. Ich persönlich, hätte ein schrubben mit einer Wurzelbürste vorgezogen, aber grundsätzlich Stimme ich ihm zu. Endlich jemand der den Schülern Grenzen setzt und auf höfliche Umgangsformen und Respekt gegen den Eigentum anderer besteht.

Wie oft liest man oder erlebt es selbst durch Erzählungen der eigenen Kinder.

Das Schüler mutwillig Tische und Stühle beschädigen, Toiletten regelrecht aus der Wand getreten werden und sogar auf den Fußboden uriniert wird. Es wird geschlagen, gespuckt und gemoppt was das Zeug hält. Wenn schon nicht mit guten Noten geglänzt wird, dann mit schlechtem Benehmen.

Es folgen hunderte von Schulkonferenzen, es wird geredet bis der Kopf qualmt, nur wirklich Konsequent durchgreifen, traut man sich viel zu selten an unseren Schulen.

Ich kann die Eltern nicht verstehen, die meinen gegen solche Strafen gerichtlich vorgehen zu müssen. Vielleicht wäre es sinnvoller gewesen ihrem Kind mal selbst Grenzen zu setzen oder darf ihr Kind bei ihnen im Wohnzimmer auch rumrotzen?

10.12.2009 um 20:10 Uhr

Und das Christkind gibt es doch!

von: Findus

Musik: Regen die leise ans Fenster tropfeln

Es ist wie oft, viel zu hektisch an diesen Tag. Hetzen von einem Termin zum Anderen und ein nervöser Blick zur Uhr, es wird verdammt knapp so verdammt knapp pünktlich im Hort zu sein.

Mein Zwerg wartet bestimmt schon und der Verkehr zieht sich immer dann, wenn ich es gerade eilig habe.

Also reingestürmt und  durch den Flur gehastet und da saß sie.  

Oh Gott, so ganz alleine, einsam auf einer Bank und am Weinen. Vor Schreck blieb ich direkt stehen, wie mich das traf! Mir blieb mein Herz stehen so weh tat mir dieser Anblick. Ich musste mehrere male schlucken und tief Luft holen, ich traute meiner eigenen Stimme nicht.

Ein Blick auf die Uhr, nein ich war nicht zu spät dran, daran kann es nicht liegen. Tausend Gedanken schossen mir gleichzeitig durch den Kopf und einige waren durchaus mörderisch, wehe jemand hat meinem Zwerg absichtlich weh getan hatte.

Ganz behutsam setzte ich mich neben sie.

„Mäuschen warum weinst du denn. Hast du dir weh getan?“

Nur ein leises zittern und ein Kopfschütteln ließ erkennen, dass sie immer noch weinte und der Kummer leider nicht mit einem Kuss aus der Welt zu schaffen war

„Hast du dich mit jemandem gestritten?“

Wieder keine Antwort und nur ein verneinenden Kopfschütteln.

Zärtlich hob ich sie behutsam auf den Schoß und ihr Köpfchen grub sich automatisch in meinen Hals und ihre kleinen Händchen schlossen sich ganz fest um mich. Still blieb ich sitzen, nur beruhigend hin und her schaukeln.Wie sehr liebte ich dieses kleine Menschenkind und jede ihrer Tränen fiel direkt in meine Seele.

„Mama“, leise fast kaum zu verstehen, „ die Lisa hat gesagt, es gibt das Christkind gar nicht.“

So nun war es geschehen!

Entsetzt schaute ich auf sie hinunter, das wollte ich nicht, nein auf keinen Fall, schließlich wollte ich selbst noch an den Weihnachtsmann und Chriskind glauben. In ihrer Stimme lag soviel Hoffnung, schließlich ist Mama ja nun da, für sie ihre kleine Welt zu retten. Gegen Drachen, Monstern und wenn es sein muss auch gegen vorlaute Lisas.

„Schatz, natürlich gibt es das Christkind.“

„Mama, bist du dir auch ganz, ganz sicher?“

„Ja, ganz sicher mein Schatz. Aber wenn du möchtest, fahren wir jetzt nach Hause und du malst  dem Christkind deinen Wunschzettel und wir Beide bringen ihn noch heute zur Post und du schickst ihn persönlich direkt an das Christkind.“

„ Geht denn das Mama und weißt du denn, wo das Christkind wohnt?“, ganz aufgeregt, klang ihre Stimme nur noch mit einem Hauch von Tränen.

„ Aber sicher mein Schatz, in der Sternenstraße in Engelstadt.“

„Komm doch Mama!“

Eilig hopste sie von meinem Schoß herunter und zog mich Richtung Türe. Im Vorbei gehen nahm ich automatisch noch ihre Jacke vom Harken und was macht es schon das sie noch ihre Pantöffelchen trug. Mama hatte es noch mal geschafft ihre kleine Welt zu retten. 

Ganz heimlich und ganz still und leise, habe ich meinen eigenen Weihnachtswunsch für sie dazu geschrieben.

Man weiß ja nie, ob das Christkind ihn nicht doch liest*lächel .         

02.12.2009 um 12:49 Uhr

Ist unsere Meinung wirklich gefragt........

von: Findus

Musik: Radio

Der Volksentscheid in der Schweiz über den Bau von Minaretten, hat  nicht nur die Diskussion über dieses Thema ausgelöst. Sondern auch bei uns in Deutschland, das für und wieder  überhaupt eines Volksentscheid.

Die Welt hat entrüstet aufgeschrien,  als in der Schweiz das Ergebnis bekann gegeben wurde.

Ich lebe gerne in Deutschland und bin sogar stolz hier geboren und dankbar hier Leben zu dürfen. Das man seine Vergangenheit kennen sollte und nicht verleugnen gehört genauso dazu. Allerdings ist es für mich Vergangenheit, denn ich lebe in dem heutigen Deutschland. Und ich habe meine eigene Meinung, die ich auch gerne vertreten würde und ein Volksentscheid kann nicht nur daraus bestehen unliebsame Diskussionen nicht aufkommen zu lassen, nur weil das Volk eventuell nicht so abstimmt, wie die Politik es gerne hätte. Die Schweiz ist da mutig und Konsequent genug alle Themen auf den Tisch und zur Abstimmung zu bringen.

Es ist leicht zu sagen im ^^Namen des Volkes, wenn man gar nicht das Volk befragt. 

 

 Wie wäre wohl eine solche Befragung bei uns ausgefallen?