A journey through the desert
Seit der Nacht neulich, in der ich mich gefühlt habe als müsste ich ganz dringend mit einem Auto durch verlassene Großstadtstraßen fahren (mittlerweile kenne ich auch die Ursache für dieses Gefühl, aber das ist ein anderes Kapitel…), seit dieser Nacht geht mir dieser Roadmoviegedanke nicht mehr aus dem Kopf. Zusammen mit dem guten Herrn der Headspeakerbox, den ich mittlerweile ein klitzebisschen angesteckt habe, bastle ich an einem Drehbuch. Schwierig wird’s nur, wenn man versucht eine Million kleiner guter Ideen zu einem großen Ganzen zusammenzufügen und das Ganze dann auch noch in Blogform zu bringen.
Um in die richtige Stimmung zu kommen, hier ein paar Dinge die auf gar keinen Fall in meinem Roadmovie fehlen dürfen und ein paar Auszüge aus einem Gespräch zwischen Headspeakerbox t und mir RR:
[22:57] t: Hey, ich will endlich 'ne Filmrolle... menno, das lässt mir keine Ruhe mehr...
[22:57] t: (jammer)
[22:58] RR: ja-ha! ich weiß doch auch nicht. hauptsache nacht und staub, drogen und beklemmendes gefühl.
[22:58] RR: so david lynch-mäßig eben.
[23:07] RR: mit so nem ende wo man denkt: moment mal. weiß nicht was ich denken soll. hilfe. was zum....?!
Ich kann es wirklich nicht oft genug betonen: Wüstenstaub ist einfach unverzichtbar für die Atmosphäre dieses Films! Unentbehrlich sind des Weiteren Drogen, Alkohol (speziell Whiskey), Kippen, ein schäbbiger Wagen (ich dachte da an einen alten Ford Mustang), eine Tankstelle und natürlich dicke Knarren.
Fehlen dürfen außerdem auf keinen Fall streunende Hunde, Dunkelheit und Rücklichter die in ihr verschwinden; Geheimnisse und ein wirklich beklemmendes Gefühl. Natürlich braucht dieser Film auch eine dreckige Bar, in der jemand auf der Bühne auf einem wackligen Barhocker sitzt und mit einem Bogen auf einer Gitarre spielt.
[23:14] t: Vielleicht sollte ich einfach einen Typen mit Gitarre und Cellobogen spielen, der dauernd was von künstlerischer Attitüde labert und in einer dreckigen Highway-Bar für fünf Bucks die Stunde im Nachtprogramm auftritt, um irgendwann bestimmt mal ganz groß rauszukommen...
[23:16] t: und stell dir mich mal mit großen Träumen mit Akustik(!)-Gitarre und Cellobogen auf einem wackligen Barhocker vor einer besoffenen Meute schnarchender Trucker und Kleinganoven vor...
[23:18] RR: du kannst ja irgendwelche informationen haben... irgendwas mit drogen oder so.
[23:19] t: ich habe eine Nachricht für dich, rücke die aber (aus akuter Einsamkeit... vor allem geistiger wohl...) erst nach einigen Whiskey raus... das wäre die Stelle für zweideutige Andeutungen auf den wahren Sinn des Films...
[00:03] RR: auf jeden fall rauche ich, trinke während der fahrt... meine haare wehen im fahrtwind…
[00:04] t: und zwischendurch führen wir ein whiskeygeschwängertes, tiefsinniges Gespräch an der Bar...
[00:05] RR: ok, und wir machen so anspielungen auf musik und filme, versteckte zitate und so. dann stehen wir total klug da. aber trotzdem saufen wir dabei und sind sowas von nicht... erfolgreich. also eher versager, bzw. es-im-leben-schwer-haber.
Hatte ich schon erwähnt, dass Wüstenstaub wirklich wichtig ist?

und wüstenstaub ist verdammt wichtig!
Also wie sehr er die Sonne verdunkelt oder den Geist umhüllt. Naja, wenn man Gonzo-Reporter in der Wüste bei Las Vegas ist und der Staub in deinem Glas dich zu einer schmerzhaften Neubeurteilung der Lage zwingt - vielleicht auch noch anders...