Maledivenreise von KK und FM

23.03.2006 um 22:48 Uhr

Nie wieder Emirates !

Moin, wir sitzen gerade auf dem Flughafen in Colombo fest. Irgendwie hat die Maschine, die aus Singapur kommen sollte, technische Probleme. Unsere Startzeit wurde deshalb von urspruenglich 03:10 erst auf 04:55 und dann auf 07:00 verschoben. Als Ausgleich haben wir bisher eine Cola, zwei belegte Brote und ein kleines Stueck Kuchen bekommen. Wie es aussieht, werden wir wohl unseren Flieger von Dubai nach Frankfurt verpassen. Warten wir es mal ab, was uns da noch so bevor steht...

22.03.2006 um 13:40 Uhr

Der letzte Tag...

.... liegt jetzt unmittelbar vor uns. Die vergangenen vier Tage haben wir eine kleine Rundreise durch Sri Lanka unternommen, nachdem sich die Tauchverhaeltnisse ja als nicht so lohnenswert herausgestellt hatten. Wir waren zunaechst im Yala - Nationalpark und haben dort bei einer staubigen jeep-Safari Elefanten, Krokodile, Mungos, Affen und sogar einen Leoparden gesehen. Die Bilder gibt es bei Gelegenheit. Anschliessend sind wir ins Hochland gefahren, haben auf dem Weg eine Teefabrik und endlose Teeplantagen gesehen, waren im beruehmten Zahntempel von Kandy (dort wird ein vermeintlicher Originalzahn vom Buddha aufbewahrt und dementsprechend verehrt und bewacht - die inlaendischen Terroristen (Tamilen) wollten den Tempel schon mal in die Luft sprengen. Das hatte in Sri Lanka aehnliche Auswirkungen wie 9/11 in Amiland). Am Ende der Tour haben wir den Adams Peak geschafft. Dort oben befindet sich ein Fussabdruck, ebenfalls vom Buddha - allerdings reklamieren die Christen, Hindhus und die Moslems den Fussabdruck fuer ihre jeweils eigenen zustaendigen Goetter. Jedenfalls war der Andrang entsprechend. Entlang der1.000 Hoehenmeter und 4.800 Stufen gab es immer wieder kleine Buden, in denen Tee, Softdrinks und Kekse verkauft wurden. Wir haben uns nur gefragt, wie die das Zeug hochbekommen. Nach Seilbahnen wie in den Alpen sah es jedenfalls nicht aus. Heute haben wir unseren Muskelkatern dann erst mal eine Massage gegoennt und nun bereiten wir uns so seelisch und moralisch auf den Abflug vor. Der wird Freitag frueh 3 Uhr 10 in Colombo sein - in Europa also Donnerstag abend 22 Uhr 10. Und irgendwann gegen Mittag sind wir dann in Frankfurt.

16.03.2006 um 10:52 Uhr

Unawatuna unter Wasser

Gestern und heute haben wir nun auch in Sri Lanka den Kopf unter Wasser gesteckt. Man muss dazu sagen, dass die Tauchbasis etwa fuenf Minuten mit dem Tuktuk oder 20 Minuten zu Fuss von unserem Quartier entfernt ist. Also machten wir uns halb neun auf die Socken, um rechtzeitig da zu sein. Auf der Basis dann das uebliche Procedure: einen Wisch unterschreiben, wann den letzten Tauchgang, welche Qualifikation, schon vorab keine Ansprueche an die Basis. Dann Blei und soweit noetig Equipement empfangen. Das Briefing nahm dann der einheimische Tauchguide auf englisch vor. Es sollte in etwa 25 Meter tief an einem Untersee-Felsen gehen. Er malte auch eine Skizze dazu, aber das war weniger ein Taucplatz zu erkennen, als zwei Striche, ein Kreis und Zahlen. Mit den richtigen Empfehlungen koennte die Briefing-Skizzen aber noch als zeitgenoessische Kunst verkaufen. Jedenfalls sollten wir Immer schoen an der Leine runter und dann FIsche gucken. Und er hoffe, dass die Sicht ok. sei. Als wir aufs Boot gingen huschte vor uns noch eine beleibte Europaerin mit kuenstlichen Locken, vielleicht 55 bis 60 Jahre alt und ueber und ueber mit Gold behangen aufs Boot, sass von da an im Weg rum und laechelte den Bootsfuehrer an. Wahrscheinlich hatte der arme Kerl (so um die 20) mit der Dame ein Verhaeltnis. Oder es bahnte sich an. (heute nacht hatten die an der Basis so eine Party und heute frueh haben beide gefehlt - sonst lag die Braut mit weiteren aelteren Damen immer neben der Basis am Strand zum Grillen rum). Jedenfalls ging der Wunsch des Guides nicht in Erfuellung. Die Sicht war beschissen, Fische und Korallen nur wenig und die einzig neue Erfahrung bestand in der Begegnung mit Jelly Fishs - also Quallen, gelb und schmerzhaft. Einen aus der Gruppe hat es dann auch erwischt, beim Aufstieg bekam er die Nesseln ab und die Verbrennungen waren heute noch zu sehen. Auch der zweite Tauchgang war so aehnlich. Er fuehrte uns auf sagenhafte 14 Meter Tiefe, wenig Fisch, schlechte Sicht, Dreck, Quallen und dazu noch eine starke Duenung, die uns immer an die Felsen drueckte. Bernd, ein junger Mann, der mit getaucht ist, war dennoch begeistert. Allerdings war das auch erst sein 5. oder 6. Tauchgang. Als es hinterher "nice place" hiess, hat er lautstark zugestimmt. Wir haben ihm dann mal etwas von Egypt erzaehlt und selbst beschlossen, dass wir das Tauchen hier nicht so uebertreiben wollen. Leid koennen einem nur die Fische hier tun. Wir fliegen ja wieder nach Hause. Aber die muessen an diesen kuemmerlichen Spots bleiben.

Ansonsten haben wir jetyt endgueltig den Peacock zum Deutschen Eck erklaert. Die haben leckeres asiatisches Essen, unmoegliches enheimisches Bier, aber dafuer recht vernuenftigen Palmenschnaps.

14.03.2006 um 14:30 Uhr

Unsere Zeit auf den Malediven (1)

Den Bericht war ich ja zunaechst noch schuldig geblieben, der letzte Stand der Dinge stammte ja vom Flughafen in Dubai. Dort hatte ich uns nach dem Besuch an den kostenlosen Internet-Rechnern von Samsung einen etwas weniger kostenlosen, aber dafuer umso teureren Kaffee und eine Cola besorgt, was unsere Kasse um sieben Dollar entlastete. Anschliessend wurden wir in einen etwas in die Jahre gekommenen Airbus 330-200 gebeten. Mein Sitz war defekt, genauso wie zunaechst das Entertainment-System. Die haben aber das Kino dann doch noch nach einer Stunde in Orndung gebracht. Es gab nur eine begrenzte Anzahl Filme, irgendwann mitten in der Nacht Fruehstuck - aber irgendwie uebersteht man das ja auch.  Dem Piloten gelang es jedenfalls, auf dieser kleinen Insel Hulule zu landen, auf dem der Male International Airport untergebracht ist:

 Male Airport (Foto: CIA ?)

Dort erwartete uns schon Ute, die Chefin der Pretty Tombili. Sie war etwas aufgeloest, weil ausser uns sowie Reiner und Andrea niemand der 12 Gaste fuer die Safari da war. Tamara und Krassi trafen dann am Nachmittag ein, Bernd, Carsten und Nadja am Abend. Und noch ein Bernd, Uli seine Frau Sylvia erst einen Abend spaeter. Schuld war wohl das Wetter in Deutschland, das diverse Abfluege verhindert hatte und ein defektes Treibwerk an einer Maschine der Emirates. Jedenfalls schaffte es Ute, mit uns trotzdem am Montag nachmittag einen ersten Tauchgang zu veranstalten. Den Rest des Tages verbrachten wir auf dem Sonnendeck eine Bucht neben dem Flughafen und weil auf den Malediven viele Wasserflugzeuge unterwegs sind, war der Aufenthalt etwas unruhig. Karsten verschlief dann dennoch den Sonnenuntergang. FM hatte beim Tauchen ein Kilo zu wenig Blei mit, so dass er gegen Ende des Tauchganges von seiner Boje gleich am Sicherheitsstopp vorbei auf null Meter Tiefe gezogen wurde. Zu sehen gab es jede Menge Drueckerfische. Aber zunaechst keine angriffslustigen Riesendruecker, sondern Rotzahn-Drueckerfische, die sich angesichts herannahender Taucher schnell in irgendwelche Spalten verdrueckten. Die Nacht in der Kabine war ekelhaft warm (deshalb haben wir die meisten der anderen Naechte dann auch auf dem Sonnendeck verbracht) und frueh um sieben (drei Uhr MEZ) klopfte uns Ute zum ersten Tauchgang raus. Bei diesem Tauchgang gab es dann auch die ersten Riffhaie zu sehen, FM kam mit seiner Boje klar, nachdem er auf einen nur drei Milimeter dicken Neoprenanzug mit kurzen Beinen und Armen umgestiegen war (Wasser: 30 Grad) - alles war ok. Der zweite Tauchgang fuehrte uns dann an die Ostseite des Nord Male Atolls. Das Schoene war: wir tauchten vom Dhoni aus (das ist ein etwa zehn Meter langes Beiboot mit Sonnendach), waehrend der Tauchgange fuhr die Pretty Tombili bei Bedarf schon voraus und wir trafen sie dann wieder irgendwo hinter der naechsten Insel. Zu essen gab es zwischendurch auch, und zwar dauernd. Am ersten Tag hatten wir Fisch gebraten und als Curry, Reis, Rohkost, Birnen aus der Dose und nach dem Abendessen war ich so down (trotz nur einer Dose Bier), dass ich gleich halb neun meine Koje aufsuchen musste.

Fortsetzung folgt

14.03.2006 um 14:04 Uhr

Die gute und die schlechte Nachricht

Die schlechte Nachricht zuerst: diese Rechner hier in Unawatuna sind nicht in der Lage, die Bilder von Karstens Kamera runter zu laden. Es kommt also in den naechsten Tagen eher Text als Bilder.

Die gute Nachricht: Unawatuna ist nicht so schlecht, wie es auf den ersten Blick aussah. Wir haben heute gruendlich ausgeschlafen, sind dann in unser eigentlich gebuchtes Rockside Guesthouse umgezogen (gestern war noch ueberbucht, da wurden wir die erste Nacht in so einer Strandhuete ein paar hundert Meter einquartiert. Jedenfalls gab es erst mal zur Begruessung Fruehstueck und dann eine nette Massage. Irgendwie mit heissem Oel und Duftstoffen. Den Namen lasse ich lieber weg, ich wuerde mich mit der Schreibweise nur zum Affen machen. War jedenfalls sehr wohltuend und anschliessend muss man duschen. Am Nachmittag haben wir dann die Gegend erkundet. Per Strandgang. In der Naehe der Tauchbasis gab es dann in einem Ressort am Strand diverse Saefte (fuer KK), eine Diet Coke (fuer FM), zwei Fruchtteller mit Ananas, Papaya, Wassermelone und Banane, zwei mal Garlic Bred und Tee bzw. Kaffee.  Anschliessend war die groesste Hitze vorbei und wir haben noch einen Tempel bestiegen, der ganz am Ende der Bucht auf einem Felsen steht. Eigentich ziemlich laecherlich wegen der Hoehe und die groesste Hitze war auch vorbei. Aber bei 30 Grad kommt man eben doch ins Schwitzen. Ausserdem ist heute in Sri Lanka Feiertag. Und zwar ein buddhstischer, wegen Vollmond. Auf Nachfrage wurde uns erklaert: ja - das haben wir hier jeden Monat. Jedenfalls waren am Strand jede Menge Gruppen von Einheimischen, alle bewaffnet mit Schnapsflaschen und dementsprechend angeheitert bis besoffen.  Heute abend wollen wir wieder das Deutsche Haus besuchen, dazu haben wir der Einfachheit halber das @Peacock@ bestimmt. Dort gab es gestern abend schon diverse Biere, Fruchtsaefte, einmal Shopsoey nach Art des Hauses (das ist ein Reisgericht mit allem Rind, Huhn, Tintenfisch, Gemuese und einem Spiegelein oberdrauf) sowie gegrillten Tintenfisch mit Reis und Salat fuer insgesamt ueber den Daumen zehn Euro. Hunger !

Wir haben es uebrigens fuenf Stunden spaeter, als der Tagebucheintrag sugeriert. Ich lasse das aber mal so stehen, da erscheinen die Eintraege sofort auf der Seite.