friesenpickel

28.05.2007 um 11:16 Uhr

Erster Eintrag

von: friesenpickel   Stichwörter: Keller, ausräumen

Stimmung: zunehmend schlechter
Musik: Beethoven's 5.

Heute ist mein erster Tag bei blogigo. Animiert dazu hat mich meine Schwiegertochter mit ihren schönen Geschichten über ihre Erlebnisse. Ich kann wahrscheinlich nicht so schön schreiben wie sie, aber es ist gut, mal was von der Seele zu pinnen.

Ich wohne in Südbrandenburg und hatte gestern das Vergnügen, den Keller der Nachbarn vom durchnässten Teppich zu befreien. Diese befinden sich im Urlaub und hatten - clever wie sie sind - die Kellerfenster offen. Der gestrige Starkregen ließ sich diese Chance nicht entgehen und verwandelte den Keller in eine Teichlandschaft - wie die Peitzer Teicher, die sich in der Nähe befinden. Zu unserer großen Freude, hatte uns eine andere Nachbarin auf die Möglichkeit eines durchnässten Kellers hingewiesen, so dass meine bessere Hälfte mir den Parteiauftrag erteilte, bei Nachbars den Keller zu betrachten.

Ehe ich mich versah, bekam ich nasse Füße und meine Frau beschloss, den Rest des Abends damit zu verbringen, unser Haus (Doppelhaus mit gemeinsamer Wand - Supi wa) zu schützen, in dem wir den Keller unserer Nachbarn trocken legen. Gefrustet wie ich war (dieser Vorschlag entsprach nicht meinen Vorstellungen eines entspannten Abends) beschloss ich, keine halben Sachen zu machen und schlug vor, die völlig durchnässten Teppiche in feine Streifen zerschnitten auf die nachbarliche Terasse zu befördern. Voller Elan machten wir uns an die Arbeit. Der Elan wich ziemlich schnell, da dies eine "Sauarbeit" war. Nicht nur, dass man sich fühlt wie ein Fisch, der keiner sein will - man merkt auf einmal, dass die Muskeln auch nicht mehr sind was sie mal waren. Nun ist man mit  fast 48 noch nicht alt - aber wenn man nach Churchills Motto "No sports" handelt, darf man sich nicht wundern, wenn die Muskeln aufjaulen bei jeglicher körperlichter Tätigkeit.

Nach ca. 2 1/2 Stunden dusseliger Teppichschneiderei kamen die von mir - vor dieser Zeit - informierten Kinder besagter Nachbarn, um zu helfen. Zu deren großen Enttäuschung waren wir fast fertig und ihnen blieb nur noch das Aufwischen der teppichleeren Keller und das Herausreißen von Teppichresten unter den Schränken. <Pech für die Kuh Else - denn wir hatten um die Schränke herum geschnitten>.

Um 21.00 Uhr verließen wir das nachbarliche trockengelegte Aquarium - ohne Fische - und begaben uns in die heiße Wanne. Heute morgen sind wir mit leichten Halsschmerzen aufgewacht und hoffen, dass Nachbars langsam wieder nach Hause kommen und wenigsten dankbar sind, dass wir deren Keller vor Schimmelbildung bewahrt haben. Übrigens die Teppiche waren uns von jeher ein Dorn im Auge, da diese bereits vor 6 Jahren im Keller lagen, als besagte Nachbarn das ganze Doppelhaus unter Wasser gesetzt hatten, da sie meinten, dass Schläuche permanenten Wasserdruck spielend ertragen und nicht platzen können. Schon damals waren wir für die gründliche Schadenbeseitigung, die das Entfernen der Teppiche mit beinhaltetete.

Gestern konnten sich Nachbars nicht wehren und so machten wir das, was vor 6 jahren schon hätte gemacht werden sollten. Die aufgelöste Teppichunterseite zeigte uns, dass der Teppich schon früher nach Entsorgung geschrieen hatte.

Für heute war's das erst mal. Unter der Woche bin ich weg, so dass ich zur Zeit nur am WE Neuigkeiten aus unserem Umkreis berichten kann.

Biba Friesenpickel