Marillion
Musik: Marillion: This strange engine
Oh ja, Marillion! Die Höhen und Tiefen des Lebens, in Musik gegossen - ach was, in Sound! Mein bester Freund, damals der Schwerenöter vor dem Herrn, steckte mir irgendwann eine Kassette mit "Script for a Jester's Tear" und "Fugazi" zu. Mein Heimweg von der Schule war nicht lang genug; mein edler Kenwood-Walkman leistete Geburtshilfe; ich war hin und weg, ich war fertig und am Anfang einer erstaunlichen Reise; ich war geblendet.
Mein erstes Konzert war bei der "Clutching at Straws"-Tour, damals gab es in Aachen noch die Eishalle, dort spielten sie - nur für mich! Ich weiss nicht, wie oft ich sie inzwischen live gesehen habe, es dürfte wohl an die 20 mal gewesen sein. Und auch in der Nach-Fish-Ära haben sie nichts von ihrer musikalischen Klasse verloren, im Gegenteil.
Ich erinner mich an das Konzert in Köln bei der "Brave"-Tour, bei der sie zunächst das komplette Album durchgespielt haben - in einer enormen Lautstärke, aber das musste so sein. Die Musik ging buchstäblich durch mich durch, das war ein physisches Erlebnis.
"This strange engine" - ein wunderschönes Album beginnt mit den Zeilen: "I'm the man of a thousand faces, a little piece of me in every part I take, I hold the tape for a thousand races, a different point of view in every speech I make.
Cut me a piece of my divided soul, cry me a river, call it rock and roll(...)"
cuZooN.


