Stimmung: gut
Eiskalte City Neon Nacht
Sie saß in ihrer kleinen Wohnung
heute Abend mal allein,
die sie schon ein wenig länger hatte,
doch meist war sie zu zwein.
Der Abend war noch lange nicht zu Ende,
die Unruhe fiel sie an wie ein ungestümes Tier.
Sie dachte an die einsamen Nächte
und an den Geruch von abgestandenen Bier.
Nein, ich muss mir mal was gutes tun,
heute Abend zieh ich mir einen Typen rein.
Die Schminke war schnell drauf auf ihrem Gesicht.
Darunter sah man fast die Tränen nicht.
In glitzernden Klamotten gehüllt, auf hohen Schuhen
ging sie in die Neonfarbene Pracht,
um da das kleine Glück zu suchen
in dieser unsagbar kühlen anonymen Citynacht.
An Schattengestalten und Männern vorbei ging ihr Weg
Spürte die lüsternen Blicke auf ihrer Haut,
als diese sie mit den begierigen Augen verschlangen,
sie wusste, die dachten, holla, was für eine Braut.
In irgendeiner Kneipe, da sprach sie dann einer an,
und wenn sie ihn so ansah war es ansich ein hübscher Mann.
Naja, das Licht und so, aber ganz interessant,
es kribbelte ein wenig, mit dem fang ich was an.
Schnell getrunken, ein wenig falsch gelacht,
die Musik sie dröhnt, der Leib vibriert,
noch schneller sich einig, in dieser Citynacht.
Und dann nach Haus, nicht lang geziert.
Er kommt auch gleich knallhart zur Sache.
Sie findets gut, sie will es ja auch,
und genauso schnell zu Ende, na toll war er nicht.
He, er liegt schon, auf seinen etwas fetten Bauch.
Sie liegt noch lange wach, in dieser kühlen Citynacht,
er ist so fremd da neben ihr, gut, sie ist nicht allein,
trotzdem kommt der Ekel, schnell noch unter die Dusche
und alles runter geschrubbt, fast könnt sie schrein.
Bleischwer wie gerädert vom fahlen Morgenlicht geweckt,
kann sich kaum bewegen, die Nacht war lang,
sieht sie ihn da immer noch liegen, in ihrem Bett.
Denkt bei sich, wie kann ich den entsorgen?
Um allem aus dem Weg zu gehen und ihn nicht länger anzusehen,
schmeisst sie ihm die Klamotten hin, zieh an, ich muss weg,
man sieht sich, hier ist meine Nummer, du kannst jetzt gehn.
Leider ist er dai nicht so schnell wie letzte Nacht.
Die Tür fällt ins Schloss, sie lehnt sich von innen dagegen.
Gottseidank, der ist weg. Die Betten noch schnell abgezogen.
Nie wieder so ein Kerl wie ein Stück Eis neben dir,
Ich will doch Zärtlichkeit, und das war nicht gelogen.
Doch abends sass sie wieder in ihrer Wohnung,
sie war mal wieder allein, hats sich zurechtgebogen
dachte an den Mann von heute Nacht,
ich finde noch einen anderen, es wäre ja gelacht.
Grusel, das habe ich mal vor etlichen Jahren geschrieben..;-)
Was man so alles schreibt...tsts.