Gedanken oder Fragen

30.11.2008 um 02:15 Uhr

Wie denken Taubblinde ?

Serena fragte, ob wir zum denken die Sprache brauchen.
Oberflächlich betrachtet, könnte man meinen, ja.
Denn denken findet oftmals in Worten, in Sprache statt. Oft auch nur in kurz auftauchenden Wortfetzen. Gefühlsmässig denken wir, wir könnten nur eine Sache zur Zeit denken. Dem ist nicht so. Wir sind multitaskingfähig und können mehrere Gedankengänge zur gleichen Zeit abarbeiten.

Denken und Sprache, sie bedingen sich aus meiner Sicht nicht. Wir denken auch in Bildern, Tönen, ja selbst Gerüchen und Gefühlen. Teils unterschwellig, teils auch bewusst.

Wenn denken die Sprache vorraussetzen würde, dann könnten Taubstumme die gleichzeitig Blind sind nicht denken. Denn sie können Worte weder hören noch sehen. So gesehen haben sie keine Worte, keine Sprache. Aber wer wollte behaupten, Taubblinde könnten nicht denken, nur weil ihnen die Worte fehlen? Ganz sicher können sie denken, genau wie wir auch.

Aber mir kam, bei dieser Vorstellung vom Leben eines Taubblinden Menschen die Frage in den Sinn, auf welche Art und Weise denkt ein Taubblinder.
Gesehen hat ein Taubblinder in seinem Leben noch nichts, also könnte er nicht in Bildern denken. Gehört hat er auch noch nichts, so fallen auch die Töne und Geräusche sowie die Worte fort.

Er könnte also nur in einer Art Geruchswelt und Tastwelt bzw. Gefühlswelt denken.

Hyronymus Lorme, ein Taubblinder Schriftsteller, hat die Lorme Sprache erfunden. Eine Zeichensprache die in die Handfläche hineingeschrieben wird. Wahrscheinlich wird auf dem Wege über die Lorme Sprache, den Taubblinden auch die Braille Blindenschrift zugänglich gemacht.

Jetzt frage ich mich, ob ein Taubblinder nachdem er die Lormesprache erlernt hat, in die Hand geschriebene Wörter, dann auch in diesen geschriebenen Worten denkt. Da er sie niemals hörte, sind sie für ihn ja Tasteindrücke bzw. gefühlte Worte, die nichts mit unserer akustischen Lautsprache zu tun haben. Er fühlt ein Wort, kann diesem Wort aber kein Bild zu ordnen, da er noch nie eines sehen konnte, kann nur Tasteindrücke und vielleicht Gerüche zuordnen.
Er erfährt darüber, dass der Himmel blau ist, kann es aber nicht sehen. Kann man fühlen, dass der Himmel blau ist? Kann ich mir kaum vorstellen.
Beim Wort Baum kann er diesen fühlen, die Rinde anfassen, doch wie hoch dieser ist, das wird er nicht sehen können, eventuell erahnen. Erfühlen liesse sich dieses, sowie auch der Wuchs des Baumes samt seiner Äste und Blattwerk, wahrscheinlich nur an einem Reliefmodell. Reliefmodelle wie es sie in Blindenschulen gibt.

Denkt ein Taubblinder in Worten, in Sprache, nachdem er diese erlernt hat? Sie könnte und dürfte ja keine akustische Sprache sein, da er die Worte nicht hörte. So müsste es ein Wortdenken über Tasteindrücke und Gefühltes sein. Ein Denken mit und in den Fingerspitzen sowie den Handinnenflächen.

Aber wir, die wir hören und lesen können, denken ja auch nicht mit den Augen, nicht schriftlich, auch nicht mit den Ohren, sondern mit dem was dazwischen sitzt. Dem Hirn. Die Worte haben sich verselbständigt, sie bedürfen nicht mehr der Ohren und Augen beim denken. Sie werden unabhängig davon.

Ist es bei einem Taubblinden ebenso? Haben sich die Worte, die Sätze, die er übers tasten erlernte auch verselbständigt. Wie denkt ein Taubblinder mit diesen Worten und Sätzen, die keine akustischen sind?
Ich weiss es nicht. Ich würde es aber gerne wissen und merke mal wieder, wie wenig ich über diese Dinge weiss.
Vielleicht kann ja jemand, der einen Taubblinden kennt, diese Frage beantworten. Oder auch ein Taubblinder der zufällig über die Braillezeilen diesen Text liest.

29.11.2008 um 14:25 Uhr

Die Schneepflüge fahren wieder

Stimmung: gut

Verwundert sah ich heute morgen eine geschlossene Schneedecke.
Nunja, wundern sollte man sich nicht, es ist Winter!
Der Winter hat es so an sich, dass es hin und wieder schneit. Mal mehr, mal weniger, letztes Jahr eher weniger.
Die Tannenspitzen zeigen sich in weiss. Schneepflüge streuen die Strassen ab. Es rieselt der Schnee, weiterhin. Zwar nicht in dicken Flocken, aber immerhin, mehr als bei dem letzten "Schneesturm" vor einigen Tagen, der keiner war.

Der Schnee, er knirscht beim gehen unter den Schuhen. Knirschschnee, das hat doch etwas.

An dieser Stelle einen Dank an alle Schneepflugfahrer und Schneeräummanschaften, die oftmals mitten in der Nacht raus müssen, um für uns die Strassen frei vom Schnee zu räumen und befahrbar zu machen.
Ohne diese nächtlichen Helfer, die schon in der Dunkelheit ihren Dienst tun, wären wir ganz schön aufgeschmissen.
Danke dafür.
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28.11.2008 um 14:40 Uhr

Edna Parker, mit 115 Jahren gestorben.

Edna Parker, sie war mit 115 Jahren der älteste Mensch der Welt.
Edna Parker wurde am 20. April 1893 geboren. Trank keinen Alkohol, rauchte nicht, ging ihr Leben lang viel spazieren. Selbst im Altersheim, in das sie mit100 Jahren ging, schob sie noch Mitklienten im Rollstuhl draussen herum.
Mit 20 Jahren, im Jahr 1913, heiratete Edna Parker, arbeitete auf dem Hof ihres Mannes mit. Ihre Ehe dauerte 26 Jahre, bis ihr Mann 1939 verstarb.

Edna Parker heiratete nicht wieder. Blieb als Witwe, alleinlebend auf ihrem Hof. Erst mit 100 Jahren ging sie ins Altersheim. Dort in Shelbyville, im US Bundesstaat Indiana, verstarb sie jetzt..

Ihre Söhne überlebte sie, aber hinterlässst eine Reihe von Enkeln und Urenkel.
Sich bilden und Bildung ist wichtig für ein langes Leben,sagte Edne Parker häufig. .
115 Jahre, eine lange Lebensspanne für einen Menschen. Werden wir immer älter?

Die zur Zeit älteste Frau der Welt lebt in Portugal. es ist Marie de Jesus, sie wurde 1893 geboren.

Und dabei dachte ich immer, Johannes Hesters, 105 Jahre alt, sei der älteste Mensch der Welt.
Aber der schafft die 115 sicher auch noch locker.

Vielleicht wird 1Mishou *klick*, mit 100 Jahren ja auch noch mit ihrer Rennpappe "Kurt" durch deutsche Landen düsen. Schön wäre es. Nur im Winter, solltest du dich dann nicht mehr zum schrauben unter den Kurt legen. Das bekommt einem dann vielleicht in dem Alter nicht mehr so gut, 1Mishou. ;-)
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27.11.2008 um 15:25 Uhr

Anziehen und abnehmen

Stimmung: gut

Anziehen und abnehmen.
So einfach ist das. Jedenfalls laut einer Katalogwerbung. Da braucht man nur eine bestimmte Jeans anzuzuziehen, die Schlankmacher-Jeans und schon hat man abgenommen..;-(

Sicherlich wird die Waage dann auch gleich einige Pfunde weniger anzeigen.

Da stellen sich doch gleich einige Fragen.
Weshalb gibt es diese Werbung ausgerechnet nur für Frauenjeans. Dazu mit einem Model, bei dem man sich schon Gedanken machen müsste, wenn sie noch weiter abnimmt.

Brauchen Männer keine Schlankmacher-Jeans? Sind die Männer denn alle zu schlank, bräuchten sie eher Dickmacher-Jeans. ;-)
Anziehen und zunehmen.
Das hätte doch auch etwas. Spart das lästige essen und kochen. Zunehmen durch die richtige Jeans.

Wenn es denn alles so einfach wäre, wie die Werbung es verspricht.
Da warte ich nur noch auf die Sportkleidung mit der man sportlich wird, ohne diesen lästigen Sport zu betreiben.
Selberlaufen war gestern, heute geht's auch ohne.
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26.11.2008 um 16:53 Uhr

Zwei Google Suchanfragen die tief berühren

Stimmung: gut

Fast schon kleine Geschichten,
erzählt so manche Google Suchanfrage.
Geschichten, die tief berühren und bewegen.

Ob sie mich eigentlich mit den schlechten Noten genauso gerne haben wie meinen Bruder.
Fragte sich ein Mädchen oder Junge.

Noten sind nicht alles. Deine Eltern sollten dich genauso gerne haben, auch wenn du vielleicht nicht die Leistung bringen kannst, wie dein Bruder.
Ich weiss aber auch, wie schlimm es sein kann, immer verglichen zu werden. Wie es sein kann, wenn dein Bruder dir immer als Vorbild dargestellt wird, du ihn dir doch als Beispiel nehmen sollst.
Das kränkt und verletzt. Lässt zweifeln am geliebt werden. Menschen sind nun einmal verschieden, und du hast ganz sicher Vorzüge die dein Bruder nicht besitzt. Nie besitzen wird. Und da kannst du stolz drauf sein.

Eine Frau schrieb folgende Suchanfrage:
Was tun, Fühle mich sooo alleine trotz Kinder und Mann.

Eine schwierige Frage. Sich alleine zu fühlen in einer Partnerschaft, einsam zu sein, wenn der andere neben einen sitzt. Dieses ist wohl mit das schlimmste was es gibt. Es lässt fröstelnd das Herz erfrieren. Unverständnis des Partners spielt da wohl eine grosse Rolle. Und die Kinder?
Viel Leben um einen her, und dennoch dieses Gefühl der Leere und Einsamkeit. Des inneren Verlassenseins. Des alleine gelassen sein.

Was ist da zu tun? Gute Frage. Was kann man machen, um dieses Gefühhl des alleine seins zu ändern. Was tun um ein zufriedenstellendes Leben führen zu können? Was, um die innere Isolation zu beenden?
Ein Patentrezept gibt es da wohl nicht. Oder wisst ihr eines?
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26.11.2008 um 13:32 Uhr

Androhung eines Schulmassakers in Erfurt

Integrierte Gesamtschule in Erfurt blieb heute wegen der Androhung eines Masskers geschlossen.
In einer E-Mail wurde ein Schulmassaker an der Erfurter Gesamtschule angekündigt.
Die Eltern der dortigen Schüler wurden benachrichtigt, dass die Schule, heute am Mittwoch, aufgrund der Drohung geschlossen bleibt.
Polizei durchsuchte das Gebäude heute morgen mit Spürhunden, gefunden wurde bisher nichts.
Selbst wenn es eine leere Drohung war, wurde dort, in Erfurt, jetzt verantwortungsvoll gehandelt. Denn was wäre, wenn der Schulunterricht normal stattgefunden hätte, und die Drohung wahrgemacht worden wäre. Das Entsetzen wäre wieder gross.

Derartige Schulmassaker oder Amoklauf Androhungen sind aus meiner Sicht, keine kleine Jungen Streiche mehr. Besonders nicht, nach dem Amoklauf des Robert Steinhäuser, der vor 6 Jahren am Erfurter Gutenberg Gymnasium 12 Lehrer, zwei Schüler, eine Sekretärin, einen Polizisten und letztendlich sich selbst tötete.

Derartige Androhungen verunsichern Eltern, Lehrer und besonders auch die Schüler zutiefst.
Erzeugen Angst und vergiften das Schulklima.

Und doch scheinen immer wieder Schüler mit derartigen Gedanken eines Schulattentats zu spielen.

Gerade in den letzten Wochen häuften sich die Googlesuchanfragen in diese Richtung.
Da schrieben welche:
"Ich werde mich umbringen, aber vorher noch viele mitnehmen."
Generell nahm das Interesse für die Stichworte Schulmassaker zu, aufgrund dessen Besucher auf meinen Blog kamen.

Ich kann keinerlei Veständnis für solcherlei Drohungen und Taten aufbringen.
Sie sind einfach nur perfide Handlungen von narzisstischen selbstverliebten jungen Männern, die sich als Herr über Leben und Tod aufspielen wollen. Die einmal im Leben die Macht in den Händen halten wollen. So wie Robert Steinhäuser im Jahre 2002.

Natürlich wird an Schulen gemobbt, Schüler ungerecht von den Lehrern behandelt, das Leben den Schülern manchmal schwer gemacht.
Dieses gilt es zu beklagen und versuchen abzustellen. Dennoch ist niemand dazu berechtigt, aus diesen Gründen derartige Taten zu begehen und andere Menschen mit in den Tod zu reissen.

Für Robert Steinhäusers Tat gibt es keinerlei Entschuldigung. Ich habe seinen Blog, der sich noch im Netz befindet gelesen. Er mag scheinbar sensibel gewesen sein, aber dennoch sah er nur sich selbst. Hasste die angeblich ungerechte "Gesellschaft" und war schon vor seinem Amoklauf voller Gewalt- und Rachefantasien. Ein junger Mann, der scheinbar die Waffen mehr liebte als seine Freundin, sich dann aber beklagte, dass sie Schluss gemacht hatte.

Die angeblich so schlechte und grausame "Gesellschaft" hat er mit seiner Tat kein Quentchen besser gemacht. Eher schlechter. Denn er hat dieser schlechten und grausamen "Gesellschaft"ein Gesicht gegeben. Sein eigenes. Die Fratze des bösen, nur auf sich selbst fixierten, mitleidlosen jungen egozentrischen Narzissten, der glaubte sich für vermeintlich erlittenes Unrecht rächen zu müssen.
Der keine Frusttoleranz besass und sich zum Herr über Leben und Tod aufspielen wollte, um sein eigenes Versagen zu kaschieren.

Falls hier einer liest, der ähnliche Gedanken hegt, lasst es. Macht euch nicht schuldig, selbst wenn andere sich an euch schuldig machten.
Verändert die Gesellschaft, ja, aber auf eine andere, eine bessere Art als diese.
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22.11.2008 um 16:01 Uhr

Montaigne , Macht und Gier

Stimmung: gut

Wir sind alle reicher, als wir denken;
aber wir werden zum Borgen und Betteln erzogen;
wir lernen mehr das fremde Gut als den eigenen Besitz zu verwenden. Der Mensch versteht es nicht, genau da halt zu machen, wo sein Bedarf befriedigt ist;
sinnliche Lust, Reichtum, Macht beansprucht er mehr, als er geniessen kann;
seine Gier will kein Maß.
Ich finde beim Wissensdurst ist es ebenso: er mutet sich viel mehr zu als er leisten kann, und viel mehr als ihn wirklich angeht;
er denkt der Nutzen des Wissens ist so gross wie sein Umfang. ... Das Wissen ist, wenn man es ruhig überlegt, ein Gut, in dem, wie in den anderen Gütern der Menschen, vieles von Natur leer und schwach ist und das man teuer bezahlen muss. .....
Manches Wissen ist uns nur im Wege und belastet uns, anstatt uns zu fördern; und manches andere vergiftet uns, statt uns zu heilen.

Zitat: Michel de Montaigne (1533 -1592 )

Dieses hätte Montainge wohl auch heute noch so schreiben können.
Selbsteinschränkung ist wohl nicht des Menschen Ding. Eine hohe Kunst die nur sehr schwer zu erlernen ist.
Frei nach dem Motto:
"Ich habe zwar schon alles, aber ich will noch mehr."
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21.11.2008 um 16:09 Uhr

Schiller, über das Naive und die Phantasie

Stimmung: gut

Durch Nachdenken
über historische Materialien wird die Phantasie verdorben, die Unbefangenheit beraubt.

Zitat: Schiller ( Brief an Körner, 24.03.1800 )

Was veranlasste Schiller, dieses in einem Brief an Körner zu schreiben?
Diese Worte von Schiller, diese Worte von einem Menschen der sicherlich sehr viel nachdachte. Schiller, der sich ganz sicher mit historischen Materialien auseinandersetzte, sie wertete, bewertete. Darüber nachdachte, was es für Auswirkungen zur Zeit des Geschehens hatte, welche Wirkungen auf seine Zeit und welche es auf die Zukunft haben wird.

Schiller bemerkte dabei sicherlich, wie auch wir es oftmals bemerken, wenn wir das Vergangene, die Vergangenheit zu Rate ziehen, bleibt der Phantasie wenig Raum das jetzt und die Zukunft zu gestalten.

In Ketten legt das gestern unsere Phantasie und unser Denken. Es war so, es ist so und es wird immer so sein. Kein Platz für Phantasie, keine neuen Impulse.
Man soll zwar nicht mit dem Kopf zweimal gegen die gleiche Wand laufen, auch aus Erfahrungen lernen.
Und dennoch ist es schade, wenn wir uns der Möglichkeiten eines anderen Denkens, eines anderen Handelns berauben, da wir glauben es wird immer wieder genau so ablaufen, wie es seit jeher abgelaufen ist. Mit den Scheuklappen der Vergangenheit vor den Augen in die Zukunft sehen.

Dabei ist Unbefangenheit etwas so erfrischendes, lebensbejahendes, kraftvolles, die sovieles in der Gegenwart und Zukunft verändern könnte.

Leider sind vielen Menschen, wenn sie auf unbefangene Menschen stossen, diese suspekt. Sie werden belächelt, als naiv abgetan.
Da wird gesagt:"Übermut tut selten gut" und "Das wurde schon immer so gemacht, so musst du es auch machen."

Kein Raum gelassen für neues Denken, für neues Handeln. Was war, das wird auch in Zukunft sein.
Zum Glùck lassen sich nicht alle an die Vergangenheit festketten, lassen Phantasie und Gedanken genügend Raum. Erst dieses schafft den Platz für neue Entdeckungen und Erfindungen. Für Veränderungen. Gerade damit die Zukunft nicht wird, wie die Vergangenheit es war.

Schiller sagt auch:

Warum ist das Naive schön?
Weil die Natur darin über Künstelei und Verstellung ihre Rechte behauptet.

Zitat: Schiller ( in eienm Brief an Körner 23.02.1793 )

Ich finde auch, dem Naiven liegt ein Zauber inne. Eine Unbefangenheit und Direktheit, die dem Naiven sowohl schaden als auch bereichern kann.

Wie kann des naive dem Naiven schaden? Dazu sagt Schiller:

Wenn der Mensch ohne Weltkenntnis,
sonst aber von gutem Verstande, einem anderen, der ihn betrügt, sich aber geschickt zu verstellen weiss, seine Geheimnisse beichtet und ihm durch seine Aufrichtigkeit selbst die Mittel leiht, ihm zu schaden, so finden wir das naiv.

Zitat: Schiller (über sentimentale und naive Dichtung)

Zu verurteilen ist in diesem Fall, meienr Meinung nach, nicht der Naive, sondern der, der sich verstellt und sein erschlichenes Wissen skrupellos gegen den Naiven zu nutzen versucht. Wir sollten niemals etwas, was uns aus reinem Herzen anvertraut wird, gegen den Vertrauenden verwenden.

Ich wünsche euch ein schönes, vielleicht verschneites, Wochenende.

20.11.2008 um 11:04 Uhr

Wochenendwetter, Wintereinbruch mit Schneesturm ?

Stimmung: gut

Soll der Winter in diesem Jahr wirklich schon so früh kommen?
Für dieses Wochenende soll das Tiefdruckgebiet Gabrielja, Schneesturm, Hagelgewitter und Orkanboen über Deutschland bringen.
Laut Spiegel-Online, spricht der Wetterdienst von einem spektakulären Wettergeschehen, welches selbst den Orkan Kyrill in den Schatten stellen könnte. Ergiebige Regenfälle, Hagel mit Wintergewittern, Schneefälle bis in die Niederungen hinein. An den Bergrändern Schneeverwehungen von einem halben Meter Höhe. Dauerfrost auch am Tage, so dass der Schnee liegen bleiben kann.

Etwas unsicher sind sich die Wetterfrösche noch in der Prognose, nach der es in Deutschland bis zur Wochenmitte kalt bleiben soll.

Ich glaube ja noch nicht so ganz an diesen frühen Wintereinbruch. Wir werden es sehen.;-)
Werden es sehen, ob wir den Schlitten schon am Wochenende herausholen können. Vielleicht auch einen Schneemann bauen. Kinder würden sich freuen, wenn es so wäre.

Mehrere Formationen Kraniche flogen in den letzten Tagen hier in niedrieger Höhe herrüber. . Sie suchen sich wohl wärmere Gefilde. Tiere haben ein Gespür für so etwas.
Wetterbeobachtung von heute: leicht aufgehellte Wolkendecke, frischer Wind bei 8 Grad Celsius. Letzte Nacht herrschte, hier im Norden, Dauerregen bei dem der Wind ein wenig ums Haus tobte..

Dann wird eben eingeheizt und dem Wettertoben gelassen entgegengesehen.
Zieht euch warm an, dann wirds schon. mit dem Winter. .;-)

20.11.2008 um 05:59 Uhr

Haider Nachfolger Petzner am Welttoilettentag zurückgetreten

Stimmung: gut

Es gibt den Muttertag, den Vatertag, Tag der Arbeit, den Nikolaustag und den Welttoilettentag.
Der Welttoilettentag fand gestern am 19.11. weltweit statt. Ausgerufen wurde der Welttoilettentag von der Welttoilettenorganisation im Jahre 2001.

Und irgendwie ging an mir der Welttoilettentag spurlos vorbei.
Wäre da nicht Stefan Petzner.
Stefan Petzner, der siebenundzwanzigjährige Vorsitzende der Partei BZÖ in Österreich.
Stefan Petzner wurde, erst vor wenigen Wochen von der BZÖ, einstimmig zum Nachfolger des tödlich verunglückten und inzwischen eingeäscherten Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider bestimmt.

Unmut wurde in seienr Partei laut, da Petzner sehr freizügig in Interviews seine tiefe und besondere Freundschaft zu Haider thematisierte.
Ja, hätte er diese denn verleugnen sollen? Hätte er sagen sollen, er kannte Haider garnicht, wisse nicht wer Hörg Haider sei? Bisschen viel verlangt vom BZÖ, wie ich finde.
Nein, Petzner steht dazu.

Petzner betonte, er sei nicht zum Rücktritt gedrängt oder gezwungen worden. Er trete freiwillg zurück.
Nach so wenigen Wochen als Parteivorsitzender schon sehr erstaunlich. Und weshalb trat Petzner gerade am Welttoilettentag zurück? Eine ungeklärte Frage die zu Spekulationen genügend Anlass gibt.
Da kann ich nur sagen, einmal nachspülen bitte und anschliessend die Hände waschen.
Wie es der Hygiene Experte Daschner, aus Freiburg fordert. Nach Daschners Meinung reicht dieses vollkommen aus. Jede Anwendung von antibakteriellen Mitteln zur Toilettenreiniging sei überflüssig, ja geradezu als pervers zu bezeichnen.

Zum Nachfolger als Vorsitzender des BZÖ wurde Herbert Scheibner ernannt.

Mal schauen wie lange Scheibner bleiben wird, denn der nächste Welttoilettentag findet erst am 19.November 2009 statt. Noch lange hin.

Vielleicht war aber auch Stefan Petzner der Zusammenhang seines Rücktritts mit dem Welttoilettentag garnicht bewusst. Vielleicht hatte er eher den gestrigen Buss und Bettag im Sinn, der in einigen Deutschen Bundesländern als Feiertag der Toikettenspülung zum Opfer fiel.
Ja, vielleicht wollte Petzner mit seinem gestrigen Rücktritt Busse und Abbitte tun. Wir wissen zwar nicht wofür, er aber wird es schon wissen.
Die Zeiten zu denen man sich Ablassbriefe kaufen konnte sind vorbei, heute muss man schon zurücktreten um Busse zu tun. Und welcher Tag ist dafür geeigneter, als der Buss und Bettag auch Welttoilettentag genannt. ;-(
Alle Sünden ab ins Klo, einmal runterspülen und nicht das Händewaschen anschliessend vergessen.
Waschen wir uns nicht alle die Hände in Unschuld?
Unschuld zum Händewaschen, davon scheint es mehr zu geben, als sauberes Trinkwasser weltweit für alle vorhanden ist.

18.11.2008 um 23:16 Uhr

Blogigo Besucherzähler geht seit gestern nicht mehr

Stimmung: gut

Irgendwann gestern morgen gab der Blogigo Besucherzähler seinen Geist auf.
Der heutige Tag wird erst garnicht angezeigt. NegativerBesucherrekord somit für heute:
Besucherzahll = 0 ;-)))) Zum Glück habe ich ja noch den externen Counter, sonst würde ich es noch glauben.

Also nicht wundern, nur staunen, falls ihr auch null Besucher habt.
Meine Verschwörungstheorie lautet, da morgen Buss und Bettag ist, sollen wir dafür büssen dass wir über Blogigo und seine manchmal technischen Unzulänglichkeiten geschimpft haben.
Kann uns nicht stören, wir wissen ja:
'Alles wird gut"
..

18.11.2008 um 08:58 Uhr

Schiller über das Aussprechen der Gefühle und Gedanken

Stimmung: gut

Man sollte so früh als möglich
junge Leute gewöhnen, ihre Gedanken und Gefühle auszusprechen, denn diese Mitteilung ist eine Aufforderung zum ernsten Nachdenken.
Mitteilung macht unsere oft ahnenden Gefühle hell, deutlich und allgemein.
Wir gewöhnen uns früh zu reden und zu hören, unsere Ideen entwickeln sich schneller, unser Urteil wird sicherer, und wir gewöhnen uns schnell, das grosse Ganze eines Gegenstandes mit voller Seele zu umfassen.

Zitat: Schiller ( Aus einem Gespräch nach Christiane v. Wurmbach )

Heute hätte Schiller wohl hinzufügen müssen, man sollte junge Leute und auch Kinder nicht nur auffordern ihre Gedanken und Gefühle auszusprechen, man sollte ihnen auch zuhören.
Denn was nutzt das aussprechen wollen, wenn das gesagte kein Ohr findet, welches zuhört und versucht zu verstehen..
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17.11.2008 um 06:55 Uhr

Tierversuche in Deutschland

Tierversuche an lebenden Tieren, ja oder nein?
Bei diesem Thema scheiden sich oftmals die Geister. Viele halten sie für unumgänglich, um dadurch neue Erkenntnisse zu gewinnen. Andere meinen, sie gehörten verboten, da viele Ergebnisse mit Labortiere sowieso nicht auf den Menschen übertragbar sind.

In Deutschland müssen diese Forschungen und Experimente an Tieren genehmigt werden.
Bezeichnend ist der Ausdruck "Es wurden Tiere verbraucht". Er umschreibt, wie diese Lebewesen gequält und getötet werden.

Hochburg der deutschen "Tierverbraucher" oder auch Tierquäler ist die Gegend um Hannover. Dort in den Unis und Forschungslaboren werden besonders viele Versuchstiere "verbraucht".
Nach der Registrierungspflicht, mit erforderlicher Begründung, ging die Zahl der "verbrauchten" Versuchstiere zurück. Seit dem Jahre 2000 aber ist sie wieder stark angestiegen.

Im Jahre 2005 wurden in
Deutschland 2.412.670
Schweiz 500.505
Österreich 167.312
Versuchstiere getötet, oder wie sie es nennen verbraucht. Wirbeltiere. Nichtwirbeltiere nicht eingerechnet.
50 % enfallen auf die Pharmaindustrie, 37% auf die Grundlagenforschung.

Es mag Versuche geben, die fùr die Gesundheit des Menschen sehr wichtig sein mögen, aber z.B. zwei Mäuse an der Seite zusammenzunähen, Affen bei Bewusstsein im Gehirn herumzustochern, wie es gemacht wurde, kann ich nicht dazuzählen.

In Europa sind Tierversuche für Kosmetika verboten. Doch fast alle namhaften und bekannten Firmen, lassen im aussereuropäischen Ausland ihre Prdodukte in Tierversuchen testen.

Kleingkeiten verändern das Grosse, verändern die Welt, schrieb ich.
Sterntalermaedchen schreibt in ihrem Blog "Zettel an meiner Wand" in dem Eintrag:
Einsicht *klick hier*,
dass sie in Zukunft drauf achten will, Kosmetika zu benutzen, die nicht mit Hilfe von Tierversuchen hergestellt wurde.
Das sind die kleinen Dinge, die vieles verändern können. Wir alle, jeder für sich hat es in Hand was gekauft und hergestellt wird. Hat es mit in der Hand, obTiere wie Wegwerfartikel ohne Wert, einfach nur benutzt oder "verbraucht" werden.

Eine sehr gute Seite zu diesem Thema "Tierversuche" ist die Seite:
Ärzte gegen Tierversuche e.V. *klick*
Dort findet ihr eine Datenbank und Artikel über Tierversuche in den gängigen Fachzeitschriften.
Tierversuche sind ja ein Thema, über das in Deutschland nicht gesprochen wird,welches verschwiegen wird und hinter den geschlossenen Türen der Institute und Forschungslabors stattfindet.
Die Ärzte gegen Tierversuche e.V. sprechen und schreiben darüber, damit es endlich ein Ende hat, mit den oftmals so überflüssigen Tierversuchen.

Und ich? Ich gehe jetzt erstmal meine Tiere füttern. Denn hier bei mir gibt es keine Tierversuche. Sie sollen ihr Leben leben, so gut sie es können.
Und jeden Morgen sehe ich, wie sich daran erfreuen.
.

17.11.2008 um 00:04 Uhr

Lutz Heilmann contra Wikipedia.de und Springerpresse

Stimmung: gut

Mit Ruhm bekleckert haben sie sich alle nicht.
Weder die Journalisten des Hamburger Abendblattes, die in Unkenntnis des Internets schrieben:
"Lutz Heilmann, Die Linke, lässt das Onlinelexikon Wikipedia sperren."
www.de.wikipedia.org das Onlinelexikon war jederzeit erreichbar. Es konnte auch garnicht von einem deutschen Gericht gesperrt werden, da es seinen Sitz in den USA hat.

Gesperrt wurde lediglich, per einstweiliger Verfügung, der Verein der die Seite Wikipedia.de betreibt.
Dieser Verein profitierte letztendlich von der Sperrung, in dem ihm nach eigenen Bekunden inzwischen 16.000 Euro an Spendengeldern zufllossen. Aber das nur nebenbei bemerkt.

Lutz Heilmann, Bundestagsabgeordneter der Linken, bekleckerte sich aber auch nicht mit Ruhm, als er von einem Landgericht per einstweiliger Verfügung die Seite Wikipedia.de abschalten liess, da in dem Onlinelexikon ehrabschneidende falsche Tatsachenbehauptungen über ihn verbreitet wurden.
Heute, am 16.November, ruderte Heilmann zurück, mit der Bemerkung, er werde nicht mehr juristisch gegen Wikipedia.de vorgehen. Die Seite könnte wieder ans Netz gehen.
Heilmann, Bundestagsabgeordneter der Partei "Die Linke" passt natürlich gut ins Feindbild der Springerpresse und auch in das einiger Blogger.
Heilmann arbeitete zu DDR Zeiten als Personenschützer beim Ministerium für Staatssicherheit.

So wurde Heilmann von vielen Bloggern vorgeworfen, dieser juristische Weg gegen Verleumdungen vorzugehen, beseitige die Demokratie, verglichen es mit Stasi Methoden, Abschaffung der Meinungs und Informationsfreiheit.
Bei vielen Bloggern und Kommentatoren war die Freude über diesen Vorgang förmlich herauszulesen, die schon sahen, wie die Mauer um Deutschland wiederaufgebaut wird, die Stasi die Macht übernimmt, die Meinungsfreiheit abgeschafft wird.
Ich glaube, dazu braucht es fast keine Partei 'Die Linke", das kann die CDU/SPD Regierung mit Schäuble und Zypris viel besser und ganz alleine.
Zwar nicht die Mauer aufbauen, aber das Internet zensieren, die User und die Bevölkerung überwachen und ausspionieren, um vieles besser noch, als es die Stasi je konnte. Siehe Onlinedurchsuchungen, Verbindungsdatenspeicherung, heimlich Kameras in den Wohnungen anbringen, etc. was durch das neue "Online Durchsuchungsgesetz" ja alles möglich werden soll.

Als der Schauspieler Atze Schröder, oder auch CDU Politiker gegen Wikipedia einstweilige Verfügungen auf Löschung bestimmter Artikel erwirkten, schrieb auch kein Blogger über Stasi Methoden. Allerdings doch über Einschränkungen der Meinungsfreiheit.

Die Frage belibt, wie frei sollte das Internet sein? Wenn, wie im Fall Lutz Heilmann falsche Tatsachenbehauptungen über einen Menschen hineingestellt werden, sollte dieser es dann hinnehmen müssen? Oder sollte es ihm nicht doch freigestellt sein, dagegen vorzugehen?
Mit einer einstweiligen Verfügung, oder besser noch mit einem Hinweis an den Betreiber der Seite, diese Behauptungen bitte zu löschen.
Wobei letzteres der bessere Weg wäre und dieses ganze Gerausche im Medienwald und der Blogosphäre garnicht erst enstanden wäre.

So wurde diese Klage des Lutz Heilmann für ihn zum Bumerang, das Ei ist gelegt, es liegt jetzt im heissen Sand der Internets, und wir dürfen gespannt sein, was da noch alles ausgebrütet wird.

Blogger allerdings, die der Meinung sind, auch Unwahrheiten über Menschen, sollten und dürften im Netz verbreitet werden, selbst wenn diese der bezichtigten Person schaden sollten, durch Rufmord, bekleckern sich auch nicht gerade mit Ruhm
Persönliche Meinungen und Vermutungen sind das eine, Behautptungen von falschen Tatsachen das andere.
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15.11.2008 um 14:23 Uhr

Der Tadel

Stimmung: gut

Leicht lässt sich tadeln und herabwürdigen.
Kritik kostet nicht viel Kraft, sie kommt leicht über die Lippen. So leicht. Entwertet und Zerstört oftmals.
Erhebt über den getadelten und kritisierten Menschen. Beruht oftmals auf Überheblichkeit, denn auf andere Wege weisen zu wollen.

Tadel und Kritik können den anderen hilflos machen, mutlos, wenn sie nicht aufbauend gemeint ist.
Und doch müssen wir ansprechen was aus unserer Sicht verkehrt ist, was uns nicht gefällt. Was wir nicht haben wollen. Wo ist der goldene Mittelweg?

Wo geschaffen wird, da finden sich schnell Tadler ein, Schiller nennt sie die Unberufenen.
Wer ruft sie schon zu sich her, die Tadler und Kritiker? Schiller sagte:

Die Unberufenen.

Tadeln ist leicht, erschaffen ist schwer; ihr Tadler des Schwachen.
Habt ihr das Treffliche denn auch zu belohnen ein Herz?

Zitat: Schiller

Tadelt ihr gerne, oder lobt ihr lieber?
Wie geht ihr selbst mit Tadel und Kritik um, stört sie euch, oder könnt ihr damit leben?
Ich selbst denke, ein Tadel sollte man sich zehnmal mehr überlegen, bevor er über die Lippen kommt, als ein Wort des Lobes.
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14.11.2008 um 17:41 Uhr

Uta G. , Staatsanwalt fordert 9 Jahre Haft für Mutter, die ihren Sohn ertränkte

Es tut mir entsetzlich leid, was ich meinem Kind angetan habe. Ich wünschte ich könnte die Zeit zurückdrehen. Ich habe ihm die Möglichkeit genommen, ein Leben nach seinen eigenen Vorstellungen zu führen.
Mit diesem Wissen zu leben ist für mich die grösste Strafe überhaupt.

Sagte Uta G. als Schlusswort in dem Prozess vor dem Lübecker Amtsgericht.
Uta G. wollte wegen Überschuldung und psychischen Problemen Selbstmord begehen.Ihren Sohn Marko wollte sie nicht alleine zurücklassen So ertränkte sie Marco in der Badewanne, bevor sie versuchte sich selbst das Leben zu nehmen. Uta G. wurde gerettet. Für ihren Sohn kam jede Hilfezu spät.

Den Vorwurf des heimtückischen Mordes liess die Staatsanwaltschaft jetzt fallen. Forderte wegen Totschlags 9 Jahre Haft für Uta G.

Ein psychologischer Gutachter, bescheinigte Uta G. eine narzisstische Persönlichkeitsstörung, dass ihr aber dennoch die Tragweite ihres Entschlusses bewusst war. Zudem attestiert er ihr ein präsuizidales Syndrom.
Durch dieses Syndrom verengte sich ihre Wahrnehmung, so dass sie keinen anderen Ausweg mehr sah, als sich und Marco zu töten.
Ihr Sohn war ihr Lebenszweck, sie hatte ihn über alles geliebt.
Sagte der Verteidiger. Er forderte, auch aufgrund dessen, dass Uta G. geständig war, Strafmilderung und eine Verurteilung nur wegen eines minderschweren Fall von Totschlags. Dieses würde einer Haftstrafe von 6 Monaten bis zu 3 Jahren gleichkommen.

Das Gericht wird am 20. November das Urteil über Uta G. und ihr handeln fällen.

Es hätte nicht soweit kommen müssen. Denn eine Freundin von Uta G. rief vorher bei der Polizei an, dass sie sich Sorgen um Uta und dessen Sohn Marko mache. Doch die Polizei reagierte nicht auf ihre Befürchtungen.. Vielleicht hätte sonst Marko heute noch leben können.
Uta G. hatte ein, aus ihrer Sicht, schwieirges Leben, wie wir hier in Kommentaren ihrer Bekannten lesen konnten, die diese zu meinem vorigen Eintrag *klick* zu diesem Thema abgaben.
Wirkliche Gerechtigkeit wird es in diesem Fall wohl nicht geben können.. Marko ist tot und seine Mutter, Uta G. wird wohl ihr Leben lang unter dieser, ihrer Tat leiden. Noch weit über die Haftzeit hinaus. Gutzumachen oder gar rückgängig zu machen, ist das Geschehene nicht mehr. Egal wie lange sie im Gefängnis bleiben muss. Eine Wiederholungsgefahr wird von Uta G. wohl auch nicht mehr ausgehen können. Denn Marco war ihr einiges Kind.
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14.11.2008 um 06:59 Uhr

Sie wollte dem Ku Klux Klan angehören

Und zahlte dafür mit ihrem Leben.
Sie wird wohl rassistisch gewesen sein. Diese Frau aus Tulsa in Oklahoma. Lernte übers Internet Mitglieder des rassistichen Ku Klux Klans kennen. Wollte sich mit ihnen treffen um in diese Gruppe aufgenommen zu werden.
So fuhr sie zu einer Zusammenkunft von Tulas nach
Louisiana, in den Ort St. Tammany zu einem Wochenendtreffen in einem Wald..

Die Ku Klux Klan Gruppe hatte verschiedene Aufnahmrituale, unter anderem wird dem Neumitglied der Kopf kahlgeschoren. Irgend etwas liess diese Frau an ihren Entschluss, dazugehören zu wollen, zweifeln.
Als sie dieses äusserte und gehen wollte, schoss der Anführer sie nieder. Legte die Tote nahe der Strasse ab.

Den Tätern auf die Spur kam Sherriff Jack Strain, aus Tammany ( USA ), als der jüngere Bruder des Bandenbosses im örtlichen Laden nachfragte, womit man am besten Blutflecken aus der Kleidung herausbekommt.

Der 44 jährige Anführer und einige seiner Bandenmitglieder wurden unter Mordverdacht verhaftet.

Und ich dachte immer den Ku Klux Klan gibt es in den USA garnicht mehr.
Ging davon aus, er sei verboten. Aber dumme und tumbe Menschen die so denken, wird es wohl immer und überall geben..
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13.11.2008 um 04:39 Uhr

Veränderungen

Stimmung: gut

Wer anfängt das Kleine zu verändern,
der verändert gleichzeitig auch das grosse Ganze.

12.11.2008 um 19:51 Uhr

Hannah Jones (13) grösster Wunsch: Disneyland in Florida sehen. Wird RTL ihn erfüllen?

Einmal noch den Disneypark in Florida sehen.
Dieses ist der grösste Wunsch von Hannah Jones. Dem 13 jährige Mädchen aus Heresford in England, welches sich das Recht erkämpft hat sterben zu dürfen.


Sie lehnte eine Herztransplantation ab, will im Kreise ihrer Famlilie sterben.

"Es ist hart mit 13 Jahren zu wissen, dass man sterben muss. Aber ich weiss, dass es das beste für mich ist."
Zitat: Hannah Jones

Ihre Mutter Kirsty Jones, die als Krankenschwester auf der Intensivstation arbeitet sagte:
"Ich habe so viele Kinder leiden sehen wie meine Hannah. Ich wünsche allen so lange wie möglich zu überleben, aber manchmal kann der Tod eine Erlösung sein."

Hannah hoft, dass sie Weihnachten noch im Kreis ihrer Familie erleben darf.
Einen ganz grossen Wunsch, in ihrem so kurzen Leben hat Hannah aber noch. Einen Wunsch den wohl viele Kinder haben.
Hannah möchte noch das Disneyland in Florida sehen.
Scheinbar wird dafür eine besondere Versicherung benötigt, eventuell aufgrund Hannahs schwerer Erkrankung. .

RTL , das wäre doch etwas für euch. Mit euren Mitteln und Möglichkeiten wäre es doch sicher möglich, diesem Kind, seinen letzten grossen Wunsch zu erfüllen. Auch Freude kann lebensverlängernd sein. Tut mal etwas gutes, für dieses todkranke Mädchen. Für einen Fernsehsender, wie RTL es ist, ist es ein Klacks, für Hannah aber das schönste Erlebnis ihres jungen Lebens.
RTL übernehmen sie, nicht nur zeigen, sondern machen!

Ich hoffe, dass Hannahs grösster Wunsch sich in ihrem viel zu kurzen Leben noch erfüllen wird.
Dass Hannah Jones, wenigstens für einen Moment lang, einmal in ihrem Leben ein sehr glückliches Mädchen sein darf.
Ich würde mich sehr darüber freuen und ganz viele andere sicherlich auch. Und sicher werden wir mit feuchten Augen vor dem Fernseher sitzen, wenn wir diese Freude in Hannahs Augen sehen dürfen. Wenn sie sagen kann, Disneyland ich komme.
Siehe auch meinen vorigen Eintrag
zum Thema Hannah Jones.*klick*
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12.11.2008 um 06:54 Uhr

Hannah Jones ( 13 ) kämpfte um in Würde sterben zu dürfen

Hannah Jones, 13 Jahre alt, wird sterben dürfen. In Würde sterben, so wie sie es sich wünscht..
Hannah Jones, dieses dreizehnjährige junge Mädchen aus England, verbrachte die meiste Zeit ihres Lebens in Kliniken und Krankenhäusern. Seit sie 5 Jahre alt ist. Denn da wurde eine seltene Leukämieform bei ihr diagnostiziert und behandelt.. Durch die Behandlungsfolgen bekam Hannah ein Loch im Herzen.

Klinikaufenthalte und Therapien fast ohne Ende. Aber ihr Herz wurde immer schwächer.

Die Ärzte wollten ihr jetzt ein neues Herz in einer Transplantation einsetzen.

Doch Hannah Jones lehnte ab. Anfangs wollte die Klinik in Heresford vor dem obersten Gericht klagen, dass Hannah diese gefährliche Operation über sich ergehen lassen muss. Drohten damit, sie von den Eltern wegholen zu lassen, um sie zwangsweise der Operation zuführen zu können.
Doch die dreizehnjährige Hannah war stärker. Sie überzeugte die Kinderschutzbeamten, und erkämpfte sich das Recht auf ihren eigenen, auf einen würdevollen Tod.

"Ich wollte keine Operationen mehr durchstehen. Ich hatte genug von Krankenhäusern, ich wollte nach Hause." Sagte sie und überzeugte die Beamten davon, dass sie lieber in Würde sterben als leiden möchte.

Der Chef der Krankenhausverwaltung nennt Hannah " eine mutige und tapfere junge Frau". Und dieses denkt wohl nicht nur er.

Ich bin tief beeindruckt von Hannah Jones Mut, Klarheit und Kraft dieses alles durchzustehen.
Es legt auch ein beredtes Zeugnis ab, von ihrem Lebenswillen, einem Leben in Würde und Selbstbestimmtheit, bis zu dessen Ende.

Ich wünsche dem Mädchen Hannah, dass sie, wie sie es sich so sehr erhofft, Weihnachten noch im Kreise ihrer Familie zu Hause erleben darf. Und dass ihr, darüber hinaus noch ein wenig Zeit bleibt, dieses, ihr Leben so weit es geht zu geniessen.
Und vielleicht noch ein kleines Wunder, wenn es geht. Ein kleines Wunder für dieses tapfere Mädchen dort irgendwo in England.. Bitte!

Faktenquelle:netzeitung *klick*
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