Gedanken oder Fragen

30.01.2009 um 20:40 Uhr

Achtlinge wurden als Embryos eingepflanzt

Stimmung: gut


Die Achtlingsmutter aus Kalifornien liess sich die Achtlinge einpflanzen.
Im letzten Jahr liess sich die Mutter von sechs Kindern, acht Embryonen einpflanzen. Vor einigen Tagen kamen die sechs Jungen und zwei Mädchen als Frühgeburten zur Welt. Inzwischen können die kleinen schon alleine atmen.

Zu ihren sechs Kindern im Alter von sieben, sechs, fünf und drei Jahren, sowie ein Zwillingspärchen im Alter von 2 Jahren hat sie jetzt mit den Achtlingen insgesamt 14 Kinder, die sie aufziehen muss und will.

Sie sagt sie hätte es nicht fertiggebracht, auf das Angebot der Ärzte einzugehen, einige der sich entwicklenden Embryonen abzutreiben.
Das kann ich auch verstehen. Nur dachte ich, es sei eine zufällige Achtlingsgeburt, nicht aber, dass sich die sechsfache Mutter acht Embryos hat einpflanzen lassen.

Ich will da nicht drüber urteilen, denn sicher hatte die Frau ihre Gründe dafür. Nur ganz verstehen kann ich ihr Handeln dennoch nicht.

Als ich vor einigen Tagen von der Achtlingsgeburt las, da tat die Frau mir fast leid. Denn wie soll man acht Kinder aufziehen, ihnen die nötige Fürsorge zukommen lassen. Aber auch die praktische Seite ist kaum bewältigbar. Acht Kinder gleichzeitig füttern, sauber machen und soweiter. Eine fast nicht zu lösende Aufgabe, selbst wenn die Grossmutter ihr helfen sollte, wie es heisst.

Aber jetzt, wo ich lese dass sie schon sechs Kleinkinder hat, ist es mir noch unverständlicher, sich dann acht Embryos einpflanzen zu lassen.
Denn wie will diese Frau, bei der gleichzeitigen Versorgung der acht Babys, den Bedürfnissen ihrer anderen sechs Kindern noch nachkommen?

Wäre diese Achtlingsgeburt ein Zufall, gut, dann muss man sich eben dieser Herausforderung stellen und versuchen diese Situation so gut wie möglich zu lösen, auch für die schon vorhandenen Kinder.

Aber sich bewusst, bei sechs Kindern noch acht Embryos einpflanzen zu lassen, das verwundert mich dann doch ein wenig.
Frage mich, ob dieses Handeln von der Mutter und den Reproduktionsärzten wirklich als Verantwortungsbewusst zu nennen ist?

Laut den Richtlinien der Amerikanischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin, sollten Ärzte bei Frauen unter 35 Jahren maximal zwei Embryos einpflanzen.
Ich verstehe es nicht und kann es auch nicht wirklich nachvollziehen, könnt ihr es?
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30.01.2009 um 07:09 Uhr

Schiller und der Winter

Stimmung: gut

So wie das Eis wieder anfängt aufzutauen,
geht auch das Herz und das Denkvermögen wieder auf, welches beides in den harten Wintertagen ganz erstarrt.

Zitat: Friedrich Schiller
( in einem Brief an Körner 20.01.1805 )

Ich glaube da können wir dem Friedrich Schiller wohl in überwiegender Zahl zustimmen.
Ich weiss ja nicht ob auch das Denkvermögen erstarrt, aber manchmal scheint es so. Denn mit dem Frühling später, sieht man anderes und das Denken wird damit auch wieder anders. Man denkt über andere Dinge nach, wenn die Temperaturen steigen.
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29.01.2009 um 09:09 Uhr

Vermögensverteilung in Deutschland.

von: sternenschein   Kategorie: Politisches   Stichwörter: Vermögen, Reichtum, Armut, Deutschland, gerecht, ungerecht

Stimmung: gut

1 Prozent der Bevölkerung besitzt 23 % des Gesamtvermögens.

aber

70 Prozent müssen sich 9 Prozent des Gesamtvermögens teilen.


Seit 2002 ist die Schere zwischen Arm und Reich wesentlich weiter aufgegangen.

Das ist so, als hättet ihr 100 Äpfel, die ihr an 100 Menschen verteilen sollt. Dem einen gebt ihr gleich 23 Äpfel, weil er so gierig ist und am liebsten alle Äpfel hätte.
29 Menschen bekommen dann 68 Äpfel, die sind doch auch gut dran, bekommt jeder von denen über 2 Äpfel.

Huch, jetzt sind ja nur noch 9 Äpfel da, und noch 70 Menschen die warten, dass sie auch etwas bekommen.
Den 70 Menschen gebt ihr jetzt die 9 Äpfel, bekommt eben jeder davon nur eine dünne Apfelscheibe. Die haben schliesslich die Äpfel geerntet, Leistung muss sich schliesslich lohnen.

Bisschen unzufrieden gucken die 70 ja schon, fragen weshalb der eine 23 Äpfel bekam, die er sowieso nicht alle aufessen kann, sie aber nur ein kleines Scheibchen eines Apfels. Finden sie garnicht gerecht.
Aber da wir von unserer Apfelkanzlerin gelernt haben, sagen wir, wir können nun mal nur die Äpfel verteilen die da sind. in Zeiten knapper Äpfel kann nicht jeder so viel bekommen. Schliesslich muss alles gerecht verteilt werden.
Gerecht, wenn einer 23 Äpfel bekommt, obwohl er nicht mitgepflückt hat, wir als Pflücker aber nur eine dünne Scheibe? Fragen die siebzig.
Die Sachzwänge und die Globalisierung wollen es so. Wenn wir dem einen, nicht die 23 Äpfel geben, ist er beleidigt und geht wo anders spielen.
Das leuchtet den 70 Menschen ein. Sachzwang, logisch. So kann dann die Apfelkanzlerin, als gerechte Verteilerin, auch wiedergewählt werden.
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28.01.2009 um 20:32 Uhr

Komasaufen, Mädchen überholen Jungen

Stimmung: gut

2000 Mädchen und 1800 Jungen, im Alter zwischen 10 und 15 Jahren, wurden im Jahr 2007 mit einer Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert.
Damit haben die Mädchen unter 15 Jahren den Jungs beim sogenannten "Komasaufen" den Rang abgelaufen.

Insgesamt wurden 23.165 Jugendliche zwischen 10 und 20 Jahren im Jahr 2007 mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt.
Diese Zahlen gab die Drogenbeauftragte des Bundes, Frau Bätzing heute in Berlin bekannt.
Die Zahlen der Jugendlichen mit Alkoholvergiftung haben sich seit dem Jahr 2000 mehr als verdoppelt.

Die Drogenbeauftragte machte unter anderem die leichte Verfügbarkeit alkoholischer Getränke, aber auch die Werbung der Getränkeindustrie, die sich teils gezielt an Jugendliche wendet, wie z.B. bei Biermischgetränken, mit für diesen Zuwachs verantwortlich.

Sie regt bundesweite Testkäufe, wie in Niedersachsen üblich , an. Bei diesen Testkäufen kaufen Jugendliche unter Aufsicht der Behörden alkoholische Getränke, um den Ladenbesitzer beim Verstoss gegen das Verbot an Jugendliche Alkohol zu verkaufen, zu überführen.

Erklärt sich der zunehmende Anstieg beim Komasaufen Jugendlicher wirklich mit einer besseren Verfügbarkeit von Alkohol oder einer verstärkten Werbung an Jugendliche?
Oder kann es sein, dass die zunehmende Perspektivlosigkeit, der immer höher werdende Leistungsdruck,die immer weiter eingeschränkten Freizeitmöglichkeiten der Jugendlichen, aufgrund von Sparmassnahmen, einen grossen Teil der Mitschuld daran tragen?
Weshalb hat der Anteil der Mädchen am Komasaufen so stark zugemommen?

Gesagt werden muss aber auch, dass lange nicht alle Jugendlichen diese Saufgelage und das Komasaufen gutfinden, oder sich an diesen Gelagen beteiligen.
Die die Welt noch mit nüchternen Augen und freiem Kopf sehen wollen. Selbst wenn diese Welt und die Dinge die in ihnen geschehen, nüchtern wohl manchmal nur schwer zu ertragen sein mag.
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27.01.2009 um 19:21 Uhr

Barrack Obama, Nation und die Reichen

von: sternenschein   Kategorie: Politisches   Stichwörter: Barack, Obama, Präsident, US, Nation, gedeihen, Merkel

Stimmung: gut

Eine Nation kann nicht gedeihen,
wenn sie nur den Reichen dient.

Zitat: Barrack Obama (US Präsident )

Ob Präsident Obama dieses auch unserer Kanzlerin
verraten sollte?

27.01.2009 um 11:04 Uhr

Montaigne und die Sicht der Dinge

Stimmung: gut

Für einen Faulpelz ist studieren eine Qual;
für einen Trinker der Verzicht auf den Wein;
für einen Schlemmer die schmale Kost, und die körperliche Anstrengung ist die Hölle für einen zarten Menschen, der die Ruhe liebt.
So ist es überall.
Die Sache an sich ist in der Regel nicht so schlimm und so schwer, sondern wird erst dadurch so, dass wir ihr schwächlich und feig gegenübertreten.
Um zu grossen und hohen Dingen Stellung nehmen zu können, braucht man eine entsprechende seelische Verfassung;
sonst suchen wir in ihnen den Fehler,
der in uns liegt:
ein gerades Ruder sieht im Wasser gebogen aus; es kommt nicht nur darauf an, dass man die Sache sieht,
sondern darauf, wie man sie sieht.

Zitat: Michel de Montaigne ( 1533 - 1592 )

Das denke ich auch. Die Sichtweise ist entscheidend. Sie kann vieles leichter machen, was wir selbst uns sonst schwer machen würden.

26.01.2009 um 10:59 Uhr

Einer Frau per SMS schreiben, dass man sie liebt

Stimmung: gut

Kann man einer Frau per SMS schreiben, dass man sie liebt? Denn ich bin schüchtern.
Fragte ein, wohl junger, Mann per Google Suchanfrage an. Gelangte dadurch auf meine Seite.

Da hier viele junge Mädels und Frauen lesen, was würdet ihr diesem Mann raten?

Ich selbst finde, Schüchternheit ist keine Schande.
Natürlich wäre es besser, es im geeigneten Moment direkt zu der jungen Dame zu sagen. Einfach mal über seinen eigenen Schatten springen.
Oder es in einem richtigen Brief zu schreiben.

SMS wird wohl allerdings leichter fallen. Ist schnell getippt und wenn sie die Liebe erwiedert, wird sie sich darüber freuen.
Wenn nicht wird es problematisch. ;-)
Die Handynummer der Dame hat er ja scheinbar schon, müsste sie also kennen und zumindest ansatzweise abschätzen können, ob auch bei ihr Gefühle für ihn vorhanden sind.
Bei Schüchternheit würde ich damit kokettieren und dieses auch erwähnen. Dann fällt es schon mal leichter, sie zu überwinden.

Was meint ihr, soll und kann er es per SMS schreiben, oder eher nicht?
Würde es euch stören, wenn die Liebeserklärung per SMS kommt?
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25.01.2009 um 21:35 Uhr

Die Kälte der Menschen

Stimmung: gut

Die Kälte im Winterwald machte mir nichts aus.
Die Kälte der Menschen macht mich krank.

Zitat: Toni Müller

Toni Müller lebte ein Jahr lang im Wald, bis er dort entdeckt wurde.
Später dann noch einmal zwei Jahre lang. In dieser Zeit ging er täglich arbeiten um nach Ferierabend sofort in den Wald zu gehen, um dort ein glückliches Leben zu führen.

Nicht nur in den Wäldern um Bern herum, in dem die deutsche "Waldfrau" gefunden wurde scheinen Menschen zu leben. Nein, auch in den Wäldern um Zürich herum, wie überall woanders wohl auch.

Nur wissen wir eben nicht viel, von diesen dort im Walde lebenden Einsiedlern. Die fernab von allem Komfort, ihr Leben als Einsiedler fristen. Die Motive dafür dürften wohl auch sehr vielfältig sein.

Vom Überdruss an der Zivilisation und Technik, vom Abscheu über den ständig wachsenden Druck auf den Menschen und den immer schnelleren Lebensabläufen bis hin zur absoluten Naturverbundenheit oder aber auch der Ausweglosigkeit der eigenen Situation.

Im Artikel von Maria Rodriguez in der

tagesanzeiger.ch/Waldmenschen gibt es auch in Zürich *klick*

zitiert sie einen Mitarbeiter des Sozialdienstes:
"In ganz schlimmen Fällen, in denen die Sicherheit und Gesundheit eines Menschen gefährdet ist, leiten wir einen Fürsorgerischen Freiheitsentzug ein und weisen die Person in eine psychiatrische Klinik ein."

Ein lesenswerter Artikel, im Zusammenhang mit der deutschen "Waldfrau", und insbesondere die dort abgegebenen Kommentare dazu.
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24.01.2009 um 16:40 Uhr

Schnee von gestern ?

Stimmung: gut sonnig

Gestern noch
lag hier eine geschlossene Schneedecke in diesem Teil Niedersachsens.
...wollte ich schreiben. Stattdessen singe ich jetzt
" Yesterday " von Paul Mc.Cartney.
Und habe den Film "Yesterday" vor Augen. Ein Film von der Liebe eines jungen kanadischen Mädchens zu einem amerikanischen Jungen. In den Wirren und Unruhen des Vietnamkrieges sowie den Anfeindungen der Französischen und englischen Bevölkerungsgruppen in Kanada.

Die Gedanken springen wie das Wetter im Moment bei mir. Gedankensprünge
Gestern noch Schnee. Die Schneepflüge fuhren unermüdlich auf und ab, streuten wie wild die Strasse.
Das ist Schnee von gestern, könnte man sagen.
Denn heute ist der Schnee schon wieder weg.
Sonnenschein und fast einen Hauch von Frühling in der Luft, bei etwa fünf Grad.
Turbulente und rasante Wetteränderungen zur Zeit. Dabei haben wir doch noch lange nicht April, der ja bekanntlich machen kann was er will.

Alles Schnee von gestern, heute scheint die Sonne und vielleicht wird der Schnee von gestern, der Schnee von morgen sein.
Yesterday.
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23.01.2009 um 20:19 Uhr

Schiller und das Ehrwürdige

Das Ehrwürdige
Ehret ihr immer das ganze, ich kann nur einzelne achten:
Immer in Einzelnen nur hab' ich das Ganze erblickt.

Zitat: Friedrich Schiller ( Zerstreute Epigramme )

Davon abgesehen, dass ich esauch so sehe, habe ich dieses Zitat nur eingesetzt, damit der vorherige Eintrag direkt im Blog erscheint.
Denn trotz aller Tricks und Kniffe mit Zeit in der Zeitleiste vor und zurückstellen, bearbeiten und noch einmal abschicken, bleibt er nur über den Kalender aufrufbar. *GRRRR*
Ging mir gestern mit einem anderen Eintrag schon ebenso.
Zudem kommt immer noch nach dem Eintrag abschicken eine Fehlermeldung und er kann die danach kommende Seite nicht auromatisch laden.
Habt ihr dieses Problem auch immer noch?

Wünsche euch ein schönes Wochenende.
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23.01.2009 um 20:05 Uhr

Amoklauf in Kindertagesstätte, Entsetzen und Trauer in Belgien

Kinderhort "Fabeltjestand" (Märchenland) wurde zur Todesfalle.
Trauer und Entsetzen erfasst Belgien angesichts dieser unfassbaren Bluttat eines Amokläufers, der zwei Kinder und eine Betreuerin erstach.
Sowie weitere 11 Kinder und zwei Erwachsene, durch Messerstiche, zum Teil schwer verletzte.

Der hagere 20 jährige Kim D., mit den knallroten Haaren, hatte sich das Gesicht mit schwarz weissen Streifen bemalt.

So drang er über einen Seiteneingang der Kindertagsstätte ein , in der sich 18 Kinder und sechs Betreuer befanden.
Der Kinderhort befindet sich in der 45.000 Einwohnergemeinde Dendermonde in der Nähe von Brüssel.

Nach dem Einlass, begab sich der Amokläufer sofort in den Bereich in dem die Babys liegen und begann mit einem Messer auf die Kinder einzustechen.
Dabei erstach er, neben den zwei Kleinkindern auch die Betreuerin. Verletzte 11 Kinder und 2 Betreuer zum Teil schwer.. Im Hort brach Panik aus.

Der Täter floh mit seinem Fahrrad, wurde aber zwischenzeitlich von der Polizei gestellt.

Ob der Mann psychisch krank ist, bzw. in Behandlung war, wollte der Belgische Innenminister noch nicht sagen, auch zur Identität des Mannes wird sich zur Zeit noch ausgeschwiegen.

Der Täter, Kim D. ( 20 ) soll nach neuen Informationen ein stiller, und zurückgezogen lebender Mann sein.
Er war bisher weder in psychischer Behandlung noch sonst auffällig, wird auch nicht mit Alkohol noch Drogen in Zusammenhang gebracht. Vor zwei Wochen verlor Kim D.seinen Job in einem Dekorationsartikelgeschäft.
Zu der Tat äusserte sich der Tatverdächtige nach wie vor nicht.



Weshalb?
Kann ich mich da nur fragen. Was geht oder ging in so einem Menschen vor?

Dieses ist doch das Horrorszenario für Eltern schlechthin. Im Glauben zu sein, ihr Kind sei gut und sicher im Hort "Märchenland" aufgehoben, und dann die Nachricht zu bekommen, ihr Kind, ihr Baby, wurde dort von einem eventuell "Wahnsinnigen" erstochen.
Wohl fast unmöglich, als Mutter oder Vater mit so etwas fertig zu werden. Das verfolgt einen doch ein Leben lang. Da kommt man niemals drüber hinweg.

Wann hat dieser Wahnsinn mit den Amokläufen endlich ein Ende?
Und die Betreuer/innen? Hätten sie etwas verhindern können? Den Täter überwältigen können?

Als Vater oder Mutter hätte man vielleicht versucht, ihn mit einem Stuhl oder anderen Gegenstand niederzuschlagen, versucht ihn abzuhalten, das Kind zu schützen. Vielleicht. Wer weiss es schon wirklich, wie er in einer derartigen Situation reagiert hätte.

Trauer und Entsetzen über diese grausige Bluttat in Belgien. Meine Gedanken und mein Mitgefühl sind bei den Eltern sowie den Opfern.
Nachrichten die bewegen und einen mit der Frage zurücklassen,
WARUM?
Fakten aktualisiert 25.01.09
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23.01.2009 um 17:50 Uhr

Ewige Liebe

Stimmung: gut

Das andere Gerippe,
welches das erste fest umschlungen hielt, war das eines Mannes. Man bemerkte, dass sein Rückgrat gebogen war, dass sein Kopf zwischen den Schulterblättern stak, und dass das eine Bein kürzer war als das andere. An seinem Genick konnte man übrigens keinen Wirbelbruch feststellen, und es lag am Tage, dass es nicht gehenkt worden war.
Der Mann von dem es rührte, war also hierhergekommen und war daselbst gestorben.
Als man versuchte, ihn von dem Gerippe, welches er umfasst hielt, los zu machen,
zerfiel es in Staub.

Zitat: Romanende " Der Glöckner von Notre-Dame"
von Victor Hugo

So endet die Geschichte, einer Liebe, einer Liebe die den Tod überdauerte.
Der Liebe von Quasimodo zu seiner Esmeralda.

Ähnliche Sagen und Geschichten über zwei Liebende die über den Tod hinaus vereinigt sind, gibt es auch bei uns.
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22.01.2009 um 18:35 Uhr

Die Arge, eine Erfolgsgeschichte als Sterbehilfe Unternehmen

Stimmung: gut

Sterbehilfe ist in Deutschland verboten.
Und doch feiert die ARGE eine Erfolgsgeschichte als Deutschlands grösstes Sterbehilfeunternehmen.

Wie "Report Mainz" berichtete, strich die Arge Greifswald einem 53 jährigen Arbeitslosen für 9 Monate sämtliche Leistungen. Teilweise verlor er sogar seine Krankenversicherung.
Da er ohne Geld seine Miete nicht mehr bezahlen konnte, wurde er zwangsgeräumt und im Winter auf die Strasse gesetzt.

Die Arge Greifswald argumentierte, er sei nicht Kooperationsbereit gewesen.
So war der Proband z.B. nicht der Forderung der Fallmanagerin der Arge nachgekommen, Bewerbungen zu schreiben.
Nein, das tat er einfach nicht. Uneinsichtig wie er war. Hätte er doch machen können, oder?

Der Arneitslose ist zwar Analphabet, kann nicht lesen und schreiben. Was die Arge auch wusste. Aber dieses ist doch noch lange kein Grund keine Bewerbungen zu schreiben, oder?
Vorschrift ist Vorschrift und Pflicht ist Pflicht.
Wer nicht arbeitet braucht auch nicht essen, und wer nicht schreiben und lesen kann, scheinbar schon garnicht.

Sterbehilfe ist in Deutschland verboten.
Aber was ist es anderes als Sterbehilfe, wenn man einem Menschen sämtliche finanziellen Zuwendungen entzieht, so dass er langsam verhungern muss und dazu noch im Winter auf die Strasse setzt?

Natürlich fällt keiner bei Streichung der Leistung sofort tot um. Das würde die Arge auch nicht wollen, dass die von ihnen 'betreuten" Opfer noch in den Fluren der Arbeitsämter verenden und sie sich dann noch um dei Entsorgung der Toten kümmern müssen.

Nein, das geht schleichender und subtiler vor sich. Erst werden die Probanden solange gemobbt, gegängelt und getriezt, bis sie nicht mehr Leben wollen. Und dann leistet die Arge Sterbehilfe indem sie ihnen die finanzielle Lebensgrundlage entzieht.

Sterben dürfen sie dann alleine, draussen in den Wäldern auf Hochsitzen, auf Parkbänken in den Städten, manchmal auch noch in der Wohnung, wo dann beim Räumungsbeschluss der Tote gefunden wird.

Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Ausser von der Arge, die darf die Menschen entwürdigen. Von der Regierung so geplant, gewollt und vorgeschrieben.

Aktive und passive Sterbehilfe in Deutschland ist verboten. Doch nicht für die Arge, von der Regierung so geplant, gewollt und vorgeschrieben.

Der Leiter der Arge Greifswald sagte, sie konnten aufgrund der Vorschriften nicht anders handeln.
Ob die Fürsorgepflicht verletzt wurde, dazu nahm er keine Stellung.

Die Hilflosigkeit des neu ins Projekt
"Mehr Obdachlose für Deutschland" integrierten 53 jährigen Arbeitslosen der nicht schreiben und lesen kann, war ihm im Gesicht abzulesen. Als seine ganze Habe entsorgt wurde, er sich eine Tasche mit dem nötigsten nahm und auf die Strasse ging. In der Gewissheit kein "Zu Hause" mehr zu haben.
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22.01.2009 um 06:26 Uhr

Verliebt sein

Stimmung: gut

Verliebt sein
und einen klaren Verstand zu bewahren
schliessen sich gegenseitig aus.
Selbst wenn man in diesem Zustand sehr viel denkt.
Oder?
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22.01.2009 um 06:05 Uhr

Michael F. Anklage wegen Mordes an Anja P.

Im Beelitzer Mordfall an das Fotomodell Anja. P. erhebt die Staatsanwaltschaft jetzt Anklage gegen den Dinosaurierforscher und Hobbyfotografen Dr. Michael F.
Dr. Michael F. (38) stellte den Tod des Hobbyfotomodels Anja P. (20), auf dem Gelände der ehemaligen Lungenheilanstalt Beelitz, als Sexunfall bei SM Spielen dar.

Doch die Staatsanwaltschaft Potsdam folgt seiner Unfallversion nicht. Sie wirft Michael F. Mord zur Befriedigung seines Geschlechtstriebes sowie Störung der Leichenruhe vor.
Nach ihrer Auffassung hat Michael F. das Mädchen erwürgt, und sich anschliessend an der Leiche vergangen.
Das Gericht muss jetzt prüfen ob der Anklageerhebung zugestimmt wird. Bis zur Prozesseröffnung dürfte es aber trotzdem noch einige Zeit dauern, da die Beweisakten sehr umfangreich sind.
Michael F. sitzt zur Zeit in Untersuchungshaft ein.
Ich hoffe, dass ihr Tod gesühnt wird, auch wenn es diese junge Frau nicht wieder lebendig machen wird. Siehe auch meinen Eintrag:
Getötete Anja, war es Mord oder ein Sexunfall *klick hier*
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21.01.2009 um 17:46 Uhr

Der Job Coach in hier ab vier

Stimmung: gut

Der Job Coach, vom Mitteldeutschen Rundfunk.
Gerdade gesehen, auf "hier ab vier" vom MDR.

Da erzählt doch eine Frau, die andere in Arbeit bringen will, dass die Bewerber auf Fragen nach ihren Stärken oftmals garkeine Antwort geben können.
Sich garnicht bewusst sind, was sie besser können als andere, und was sie von anderen unterscheidet.

Was sie anders und besonders macht. Denn darüber sollten sie sich bewusst werden, damit sie mit ihren Bewerbungen sich von den 200 bis 300 Mitbewerbern durch ihre Besonderheit unterscheiden und auffallen, um an den Job zu kommen.

Und jetzt kommt es.
Da berät die Job Coach Frau eine Diplom Geographin die wirklich etwas anders ist, als man sich im allgemeinen jung, dynamisch, erfolgreich vorstellt.

Sagt ihr erstmal, dass ihre Frisur und die Haare etwas farblos und schlicht aussehen. Legt ihr nahe, sich eine neue Frisur zuzulegen, Haate ab, und den Kleidungsstil sollte sie gleich mit ändern, um dem künftigen Arbeitgeber von ihrer Kompetenz und Fähigleiten zu überzeugen. Hätte nur noch gefehlt, dass sie gesagt hatte: "Etwas abnehmen können sie auch noch"

Irgendwie habe ich mich über diese Sendung geärgert. Erst soll die Diplom Geologin anders sein als die anderen. Um das sein zu können, soll sie sich dann aber an die Normen anpassen.
Als die Kandidatin noch zugab, sich nicht zu schminken, da wurde ihr nicht nur geraten, sondern einfach so bestimmt, das müsse sie aber, wenn sie einen Job haben will.
Was soll dieser Schwachsinn, das ist doch total widersprüchlich.

Das Können und Fachwissen scheint garnichts zu zählen, Hauptsache Mainstreamkleidung und entsprechendes äusseres.
Wie oberflächlich ist denn unsere Gesellschaft inzwischen? Da könnten wir doch gleich genmanipuliert und geklont werden um stromlinienförmige Arbeitnehmer und Angestellte zu schaffen. Denn das scheint doch heute gefragt zu werden. Ist da kein Platz mehr fürs anderssein?

Was soll dann diese Forderung, anders zu sein um aufzufallen zwischen dieser Flut an Bewerbern, wenn es dann doch wieder nur ein anpassen ist.
Schöne moderne Arbeitswelt.
. Kein Platz für Individuelle.
Was nicht passt wird passend gemacht, selbst Frau Argh passte sich an.
Normal oder eher erschreckend?
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21.01.2009 um 15:52 Uhr

Der Kleiber

Stimmung: gut

Ich mag den Kleiber, sehr sogar.
Jeden Tag kommt der Kleiber wenn ich Hühnerfutter ins Hühnergehege streue.
Nicht nur einer, nein mehrere. Sie lauern immer schon regelrecht auf mein kommen. Wissen es gibt dann etwas zu futtern.
Garnicht scheu hüpfen sie herum, schauen wartend, um dann sich am Futter gütlich zu tun. Schnapp, haben sie ein Getreidekorn im Schnabel und fliegen damit auf den nächsten Ast, um es dort zu verspeisen.
Fast hätte ich den Eindruck, bei auseichender Geduld würde der Kleiber auch aus der Hand fressen.

Der Kleiber ist ein faszinierender Kleinvogel, wenn er die Bäume hoch und auch kopfüber herunterläuft. Immer auf der Suche nach Insekten zwischen der Baumrinde. die er dann mit seinem starken und langen spitzen Schnabel hervorholt.

Der Kleiber ( Sitta europaea )
er hat eine Grösse bis zu 14 cm, einen kurzen Schwanz, der beim Klettern nicht als Stütze benutzt wird.
Sein Gefieder ist auf der Unterseite rahmgelb, die Bauchseiten und Unterschwanzdecken besitzen eine rötliche orange bis kastanienbraune Färbung.
Vom Schnabel bis zu den Flügeln reichen schmale schwarze gerade Augenstreifen. Wangen und Kehle sind weisslich.
Er ist ein sehr lebhafter Vogel, der an den Stämmen und Zweigen der Bäume hinab und hinauf läuft.
Laut lässt er seine Pfiffe "wihe, wihe" erschallen, die weithin hörber sind, um sein Revier aufzuzeigen.
Wird er gestört oder regt sich auf, ertönt ein metallisches "Twit, twit, twit".

DerKleiber brütet in Baumhöhlen. Der Eingang der Nisthöhle wird von ihm mit Lehm verengt, so dass er gerade noch hindurchpasst.
Er lebt in Laub und Mischwäldern mit Altholzbeständen und in Parks und Obstgärten.
Der Kleiber ist das ganze Jahr über bei uns zu Hause und zählt zu der Art der Spechtmeisen und Mauerläufer.

Ja, ich mag ihn, sehr sogar, den Kleiber.
Aus Katzen alerdings, die auch schon mal den Baum hinaufklettern, wird nie ein Kleiber werden.
Sie sind bei genauerem Hinsehen und Beobachtung auch kaum mit dem Kleiber zu verwechseln, da sie Kopfüber niemals seine Kletterfähigkeit erreichen.;-)
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20.01.2009 um 17:25 Uhr

Sehr hell stahlt die Venus am Abendhimmel

Stimmung: gut

Der hellste Stern am Abendhimmel ist zur Zeit die Venus.
Die Venus sieht im Moment aus wie ein extrem hell leuchtender Stern, der alle anderen Sterne bei weitem mit seinem äusserst hellen Glanz überstrahlt.
Venus ist natürlich kein Stern, sondern ein Planet, auch wenn sie zur Zeit als Abendstern, in südwestlicher Richting, am Himmel steht.

Schon im Dezember erschien mir die Venus extrem hell.
Morgen, am Mittwoch den 21.01.09 wird die Venus ihre grösste Helligkeit erreichen.

Zum Februar hin wird, mit einem guten Fernrohr, die Venus wieder zunehmend als Sichel zu sehen sein.

Die Venus, der Planet der Liebe, der zurzeit alles überstrahlt. Bei dieser Strahlkraft ist es verständlich, dass die Menschen der Venus die Liebe zuschrieben.

Denn, soll nicht die Liebe alles andere überstrahlen?
Sowohl am Firmament als auch unter den Menschen hier unten.
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20.01.2009 um 08:41 Uhr

Seit 12 Jahren verschwundene Deutsche lebt in einem Wald bei Bern

Stimmung: gut

Auch im Berner Wald findet man nicht die Freiheit.
Eine seit 12 Jahren vermisste Deutsche Frau, fand die Kantonspolizei Bern nach einem Hinweis eines Spaziergängers in einem Wald bei Bolligen.

Die 52 jährige verschwand im Februar 97 spurlos aus ihrem Heimtort Belzig, Kreis Potsdam-Mittelmark. Hielt sich scheinbar zeitweilig in Italien und Frankreich auf.

Jetzt lebte sie als Einsiedlerin seit fast einem Jahr in einer Höhle aus zusammengesammlten Backsteinen und Regenschirmen, in einem Wald bei Bolligen in der Burgengemeinde Bern ( Schweiz ). Ihre "Behausung" befand sich in so einem entlegenen Waldstück, dass selbst Förrster sie nicht fanden. Die Polizei war erstaunt wie gut G.S. die Kälte dort überstanden hatte.

Die Höhle ist so niedrig, dass man kaum darinnen stehen kann, mit Planen gegen Regenfälle abgedichtet.
Jetzt soll die Einsiedlerin die Höhle verlassen müssen, teilte der Gemeindepräsident Rudolf Burger mit. Nur eine kurze Frist wurde der Frau gesetzt.
Auch wenn sie sagt, es gefällt ihr dort, sie würde gerne da bleiben Aber "Ordnung" muss sein, da ist kein Platz für solche Aussenseiter.
Angeblich solle sie unter Wahnvorstellungen leiden, wie Burger mitteilte. Weshalb sie dort lebt, oder 1997 einfach spurlos verschwand teilte die Frau nicht mit.
Verwandte von G.S.sagten damals, sie sei nervlich labil.
Die Wahnvorstellungen werden ihr unterstellt, da sie von einer "Mission" spricht.

Ich frage mich, muss jeder, der meint eine Mission zu haben, eine Mission erfüllen zu wollen, gleich unter Wahnvorstellungen leiden?

Leiden Barack Obama, Angela Merkel, Ratzinger oder etliche andere Priester und Politiker etwa unter Wahnvorstellungen? Nur weil sie glauben eine Mission zu haben, oder erfüllen zu müssen.

Wer weiss welche "Mission" diese Frau für sich gesucht hat, die sie erfüllen will.
Vielleicht will sie durch ihr einfaches Leben als Einsiedlerin die Welt etwas besser machen, indem sie sich von allem abwendet und auf Konsum verzichtet. Oder eben zeigen, wie einfach man Leben kann?

Ganz sicher wird sie ihre Gründe gehabt haben, weshalb sie 97 aus Belzig spurlos verschwand und dieses Dasein dem in Belzig vorzog.

Jetzt soll sie von der Berner Polizei aus dem Wald, aus ihrem momentanen Eindiedler und Eremiten Dasein vertrieben werden.
Das ganze Jahr über, das sie in ihrer Erdhöhle lebte, fiel die Frau zwar niemanden auf, es hat sie wohl auch keiner gesehen. Aber dennoch, Menschen in Erdhöhlen bringen keinen Gewinn und Umsatz für die Gemeinden. Also weg damit.
Irgendwie schade. Nicht sehr menschlich, auch wenn das Leben in einer Erdhöhle wohl auch nicht so ganz menschlich ist. So hatte sie doch wenigstens einen Zufliuchtsort. Etwas, wo sie glauben konnte, es sei ihrs.
Von dort vertrieben hat sie garnichts mehr. Dann ist ihr alles genommen.

Wäre es nicht viel schöner, viel wünschenswerter, wenn der Gemeindepräsident Rudolf Burger, der Frau eine kleine Blockausholzhütte in den Wald stellen liesse, als Ersatz für ihr Erdloch. Sie dort weiterleben liesse mit etwas mehr Komfort und Sicherheit, wenn sie es denn so möchte?

Es würde der Gemeinde Bolligen, in der Schweiz, zwar ein ganz wenig Geld kosten, es sei denn Freiwillige würden ihr diese Hütte zimmern. Auf der anderen Seite würde die Gemeinde und ihr Gemeindepräsident Rudolf Burger aber sicher die ungeteilte Aufmerksamkeit und Anerkennung der Öffentlichkeit dafür bekommen.
Derartig menschliche Gemeinden gibt es aber wohl nicht mehr, auch nicht in der Schweiz.
Der Wald gehört der Burgengemeinde Bern, da wird kurz eine Frist gesetzt und bis Ablauf der Frist hat die 52 jährige verschwunden zu sein. Oder gibt es doch eine andere Lösung, Herr Burger?
Ist die Burgengemeinde Bern vielleicht doch eine Gemeinde mit Herz? Zu hoffen wage ich es ja fast nicht. Wir werden es sehen.
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19.01.2009 um 23:16 Uhr

Nachdenkenswertes aus dem Fernsehen

Stimmung: gut

Man sieht immer das, was man sehen will,
und vorwiegend das, wovor man sich am meisten fürchtet.

Zitat: aus der Fernsehserie "Der Dicke"
mit Dieter Pfaff "Kleine Fische"

Ja, manchmal werden auch kleine Weisheiten mit den Fernsehserien geliefert. Man muss sie nur wahrnehmen.;-)
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