Gedanken oder Fragen

29.07.2009 um 16:14 Uhr

Unbedachte Worte des Zornes

Stimmung: gut

Sie sind so schnell gesagt.
Worte des Zornes, Worte des Ärgers.
Einmal ausgesprochen, können sie niemals zurückgeholt werden. Ob es nun uns hinterher leid tut oder nicht. Sie sind in der Welt und fangen an ihr zerstörerisches Eigenleben dort zu führen.
Manchmal zerbricht eine Freundschaft daran, manchmal auch eine Liebe.

So leicht gesagt und doch so schwer gewogen.
Worte können verbinden, Worte können trennen.
Keine Worte, Stille, ebenso.

Nicht Wurzeln auf der Lippe schlägt das Wort,
Das unbedacht dem schnellen Zorn entflohen,
Doch, von dem Ohr des Argwohns aufgefangen,
Kriecht es wie Schlingenkraut endlos treibend fort
Und hängt ans Herz sich an mit tausend Ästen:
So trennen endlich in Verworrenheit
Unheilbar sich die Guten und die Besten!

So drückt Friedrich Schiller es in der "Braut von Messina" aus.
Böse Worte, im Zorn gesagt, die sich mit tausend Ästen ans Herz hängen, es nicht wieder loslassen.

Schiller sagt aber auch in der "Jungfrau von Orleans"

Was nicht zusammen kann Bestehen,
tut am besten sich zu lösen.

Wenn das lösen man nur immer so einfach wäre.
Dieses ist es nicht, wirklich nicht.
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