Gedanken oder Fragen

19.08.2009 um 16:43 Uhr

Für Online Artikel Geld bezahlen ?

Stimmung: gut

Verlage wollen Geld verdienen.
Müssen sie auch, denn Journalisten wollen für ihre Arbeit bezahlt werden.

Immer mehr Verlage schliessen, da die Verkaufszahlen am Kiosk und die Zeitungsabo's zurückgehen.

Kauft die Generation Online keine Zeitschriften und Zeitungen mehr? Liest sie nur noch im Netz?
Oder sind die Inhalte in den gedruckten Werken nicht mehr das, was die Leser sich wünschen?

Da kauft sich der Mensch im Kiosk eine Zeitschrift, die aus bedrucktem Papier besteht. Etwas zum anfassen, zum blättern und eventuell sogar später noch einmal zum nachschagen. Und er kauft ganz viel Werbeseiten mit, die er mehr oder weniger freiwillig auch zur Kenntnis nimmt
Bei Zeitungen sind die Meldungen im Grunde schon veraltet,vom Vortag. Im Internet sind sie aktueller, aber auch vielfältiger. Hier findet man Meldungen und Nachrichten, die kaum eine gedruckte Zeitung so bringt.

Die Onlineredaktionen wollen und müssen auch Geld verdienen. Das versuchen sie durch Werbung auf ihren Seiten zu erreichen.
Doch scheinbar reicht ihnen dieses nicht.
So beschweren sie sich über Google, wollen von deren Werbeeinnahmen etwas abhaben. Da Google in den Suchergebnissen kurze Ausschnitte aus ihren Artikeln bringt.

Ich verstehe das nicht.
Denn im Grunde ist Google ein Dienstleister für die Verlage, der ihnen Onlineleser und Klicks beschert.
Ohne Google hätten wohl viele Onlinepublikationen wesentlich weniger Leser. Google macht so gesehen Werbung für die Verlage und Onlinemedien. Dafür sollten sie eher dankbar sein, als Google des Inhaltsraubes zu beschuldigen.

Rupert Murdoch hat jetzt für sein Presseimperium beschlossen, für Onlineinhalte Geld vom Leser verlangen zu wollen.
Ähnlich wie die Financial Times, die vom Leser, wenn er mehr als 10 Artikel lesen will, für ein Jahresabo 180 Euro verlangt.
Selbst die Bild Zeitung sowie die Welt wollen jetzt von ihren Lesern, die sie auf Mobigeräte lesen, für ihre "hochwertigen" Inhalte Geld verlangen.

Das Internet sollte die Geldmaschine für viele werden, doch dieses wurde es bisher nicht in dem gewünschten Maße.

Könntet ihr euch vorstellen für Internetzeitungsartikel zu bezahlen oder gar bei einer Zetung / Zeitschrift ein Jahresabo für 180 Euro abzuschliessen, um deren Artikel lesen zu dürfen?
Für etwas, was man nicht in den Händen hält, liest und oftmals gleich wieder vergisst?

Das Internet ist ein Jedermann Internet, kein Verlags oder Zeitungsinternet.
Die meisten und besten Informationen, zu Wissenswertem und Hintergünden, bekam ich in der Regel bisher auf User und Gruppengenerierten Seiten zu lesen, weniger auf Seiten der Verlage und Onlinepressemedien die häufig auch nur zu einseitig informieren.

Artikel über Rupert Murdoch und die Last mit dem Umsonstinternet auf:
Spiegel - Online
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