Gedanken oder Fragen

29.11.2009 um 21:08 Uhr

Menschlicher Müll

Sie helfe menschlichem Müll.
Leuten die keinen Nutzen mehr haben.
Wird Lisa, die Ärztin oftmals angefeidnet, wenn sie zu den Obdachlosen auf Moskaus Strassen fährt um ihnen zu helfen.
Welch eine Weltsicht, von menschlichem Müll zu sprechen, die Menschen nur noch nach ihren Nutzen einzuteilen.

Lisa lässts sich davon nicht beirren, sie hilft ihnen allen. Parkt mit ihrem Ambulanzwagen auf dem Müllplatz am Moskauer Paweletzer Bahnhof um dort die Bedürftigen medizinisch zu versorgen. Auch Kleidung und Nahrung bekommen von ihr die Menschen, um die sich keiner mehr kümmert.
Selbst ein Baby, gerade ein halbes Jahr alt, lebt mit seinem Vater und Mutter dort auf der Strasse. nachdem der Mann seinen Job und damit auch die Wohnung verloren hat.

Lisa sagt, als sie einer älteren obdachlosen Frau die offenen Beine verbindet:
"Sie schlafen alle im sitzen, sie sind alle fehernährt, sie werden alle krank".

Menschlicher Müll in Moskau. Erschreckend und so ganz weit ist Moskau auch nicht.
Auch hier in Deutschland wird manchmal von menschlichem Müll gesprochen, von Menschen ohne Nutzen, die nur noch und immer öfter nach ihrer Leistungsfähigkeit beurteilt werden.
Von Bevölkerungsgruppen denen man eher weniger Geld geben sollte, oder allenfalls Gutscheine, da sie sonst noch mehr saufen und rauchen würden.
Das scheuen sich auch deutsche Politiker nicht, solche Sprüche in den Mund zu nehmen. Und ja, manchmal sind es sogar SPD Politiker, wie der Neuköllner Bezirksbürgermeister, oder der ehemalige Berliner Finanzsenator.

Menschenverachtung braucht scheinbar keinen Anlass mehr, sie nimmt scheinbar auch so in diesen Zeiten ungebremst zu.

Und manchmal frage ich mich, ob der Kapitalismus wirklich die für alle Menschen gute Weltordnung ist, wenn die Menschen in ihm wie eine Ware behandelt werden, nur noch nach ihrem Nutzen und ihrer Leistungsfähigkeit beurteilt werden.

Es gab wohl niemals vorher, seit der Nachkriegszeit, soviele derart reiche Menschen in Moskau, aber wohl auch niemals soviele Arme und Obdachlose.
Ist es bei uns wesentlich und ganz anders als in Moskau, der Stadt aus der der Weltspiegel berichtete.
Der Bericht ist hier nachzulesen, wahrscheinlich auch über die ARD Seite im Internet anzusehen.

Weltspiegel Lisa in Moskau

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29.11.2009 um 15:15 Uhr

Der Wert von Blogigo

wird für jeden einzelnen Blogger hier unterschiedlich sein.
Für den einen hat Blogigo und das bloggen einen hohen Stellenwert, für den anderen einen niedrigeren.

Aber es gibt ja "site wert" und ähnliche Seiten, die den Wert angeblich auf Heller und Pfennig berechnen.
Für bizinformation.org/sitewert.com hat Blogigo auch einen Wert, schnöde in Euros und Rangplätzen ausgedrückt.
Die Ergebnisse wenn man dort Blogigo.de eingibt:

Wert von Blogigo.de 540.059,24 Euro

11. 403 Tägliche Seitenaufrufe

4.738 tägliche Besucher

Rang 7.216 in Deutschland
Rang weltweit 56.344

191.490 externe Links zeigen auf www.blogigo.de

Die Besucherzahlen und Seitenaufrufe mögen so wohl hinkommen,
aber der Wert von 540.059,24 Euro scheint eher fiktiv zu sein und lässt eher immer noch an die Internetblase denken.
Uns kann es egal sein, solange wir hier bloggen können, wenn auch diese Schlankheitswerbung, links auf der Eingangsseite nervt.
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27.11.2009 um 15:36 Uhr

Hühnerträume

von: sternenschein   Kategorie: persönliches   Stichwörter: Huhn, Traum

Merkwürdig.
Ganz normal träumte ich, dann lief plötzlich in meinem Traum ein braunes Huhn durch die Küche.
Es war wohl das Ausbrecherhuhn, welches letztens von einem Tier gekillt wurde.
Ich wunderte mich sehr und freute mich im Traum, dass es wieder da war. Wunderte mcih auch noch während des Traumes, dass ich von Hühnern träumte. Hatte noch nie einen Traum in dem Hühner vorkamen..

Verwunderlich ist es wohl nicht, wenn ich in den letzten zwei Wochen nach und nach alle meine sechs Hühner nebst Hahn begraben musste, da sie dem unbekannten "Chicken Killer" zum Opfer fielen.

Beschäftigt mich innerlich wohl mehr, als ich dachte.
Merkwürdig, dass ich im Traum die Unlogik bemerkte. Dass doch garkeine Hühner mehr da sind, und schon garnicht in der Küche herumlaufen.
Irgendwie scheint auch im Traum das bewusste denken, wenigstens teilweise zu funktionieren, und ein Abgleich mit den Realitäten stattzufinden. Welches bei Nichtübereinstimmung zu träumerischer Verwunderung führt. ;-)
Wunderträume in denen alles möglich ist.
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25.11.2009 um 16:04 Uhr

Schiller und der November

Der November und Dezember
sind schlechte Monate für einen Poeten.

Zitat: Friedrich Schiller
in einem Brief an Iffland, Jena 24.12.1798

Winterblues bei Schiller?
Dunkle Monate, wenig Poesie?
Wohl nicht zwangsläufig denke ich.
Vielleicht nur eine andere Art von Poesie als im Frühling, wenn die blauen Bänder durch die Lüfte flattern..

November und Dezember auch eine schlechte Zeit für Blogger?
Hätte Schiller heute vielleicht gefragt?;-)
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24.11.2009 um 21:00 Uhr

Gestern

War nichts damit, den Mond oder Jupiter zu sehen.
Es war bewölkt und stockfinster.

So schaute ich, mehr zufällig, "Der Baader Meinhof Komplex (2)", die Geschichte der RAF.
Wollte ich erst garnicht, da alles noch recht präsent im Kopf aus dieser Zeit vorhanden ist.
Die Prügelperser, die scheinbar von der Polizei unterstützt wurden.
Die Schüsse auf Ohnesorg und Dutschke. Die endlosen Kolonnen der Polizeibusse die täglich und allabendlich mit ihren zuckenden Blaulichtern durch Hamburgs Strassen zu den Demos fuhren, begleitet von den Wasserwerfern.

Wenn ich mit den Kindern von einem Ausflug zurückkam, dieses angehalten werden von der Polizei, mit vorgehaltener MP, und das durchsuchen des Kofferraums. Das Knacken in der Leitung, beim Telefongespräch. Und die ganzen Horrormeldungen, von der Geilselnahme während der Olympiade, Mogadischu und die Flugzeugentführung, Schleyer im Fernsehen, als Gefangerner der RAF.

Es war eine merkwürdige Zeit.
Selbst der Weihnachtseinkauf in der Mönckebergstrasse, am verkaufsoffenen Samstag war unfriedlich. Polizisteh die auf ihre Schilde trommelten und pulkweise Demonstranten einkreisten um sie zusammenzuknüppeln. Mit ihren Schildern die ganze Strasse versperrten , und die Oma die nur einkaufen wollten, mit ihrem Schild auf den Boden drückten. Wut und Angst in den Gesichtern der Menschen. Auch Wut auf Springer, dessen Zeitungen dieses alles noch beflügelten.
Von Weihnachtstimmung blieb da in der festlich geschmückten Spitaler und Mönckebergstr. nicht viel übrig. Dabei wollte ich doch nur ein Walky-Talky CB Funkgerät als Weihnachtsgeschenk kaufen. Selbst wenn im Rundfunk eindringlich davor gewarnt wurde die Innenstadt zu betreten.

Dieses alles sah ich während des Films wieder vor mir. Viele Tote im Film, Es wurde geballert ohne Ende, viel Geschreie, viel Blut und letztendlich die toten Terroristen, die sich im Gefängnis selbst umgebracht haben sollen. Was damals kaum jemand wirklich glauben wollte.

Mitten in den TV Schüssen und Geschreie, oder war es schon bei dem Film "The Sixth Sense", in dem auch viele Tote die nocht hier auf Erden herumirren vorkamen, ein Geschreie, ja Todesschreie von draussen aus der Dunkelheit.

Nahm meine Taschenlampe und ging raus um nachzuschauen, wo das Geschreie im Todeskampf herkommt.
Es war so finster, dass man die Hand vor Augen nicht hätte sehen können. Die Katzen sausten erschrocken durch die Gegend, versteckten sich. Selbst das schwarze Kaninchen floh voller Panik nach ganz oben auf das gestapelte Holz, um sich dort zu verstecken.
Ich leuchtete alles ab, die Schreie hatten aufgehört. Es war nirgends etwas zu sehen oder zu finden.

Heute sah ich dann, mein braunes Ausbrecherhuhn, das letzte welches noch lebte, lag im Holzschuppen neben seinen ganzen braunen Federn. Halb aufgefressen. So musste es scheinbar jetzt auch dran glauben und fiel dem immer noch unbekannten "Chicken Killer" zum Opfer.

Wird wohl doch ein Marder hier sein Unwesen treiben. Die Katzen werden es wohl nicht gewesen sein, denn die haben eher Respekt vor dem Huhn gehabt, gingen zur Seite, wenn es ihnen ihr Futter klaute. Am Tage schlief es oftmals neben den Katzen im trockenen Laub. Da werden sie es ja wohl nicht in der Nacht gefressen haben? Selbst wenn der eine Kater heute sehr dick aussah und sie insgesamt nicht so hungrig wie sonst waren.

So habe ich den Rest des letzten glorreichen Ausbrecherhuhnes beerdigt, damit es nicht wie in the sixth sense hier noch als untotes Huhn herumläuft auf der Suche nach Hilfe.

Und die RAF?
Ich fragte mich nach dem Film, was aus der damaligen Protestbewegung ohne diesen Terror, die Schiessereien und das Töten geworden wäre?
Vielleicht hätten sich dann mehr "normale" Bürger den Protesten angeschlossen und es hätte erfolgreicher verlaufen können, ja vielleicht sogar eine samtene Revolution daraus werden können?
Die Staatsmacht ging allerdings auch äusserst brutal damals vor.
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24.11.2009 um 19:53 Uhr

Samstag

von: sternenschein   Kategorie: persönliches   Stichwörter: Samstag, einkaufen, Tochter, Topflappen, gehäkelt, Brief

Ist mal ein Extraeintrag wert.
Samstag, gerade wollte ich los zum Einkaufen.

Stand schon draussen, als der Postwagen hier herunterkam.
Sie gab mir ein Werbeblatt und einen Luftumschlag.
Ja, was konnte das sein, fragte ich mich.
*Tada* Es waren zwei selbstgehäkelte dunkelblaue wunderschöne Topflappen, die mir meine Tochter schickte, nebst einem kleinen Brief. *hüpf*

Uih, das war wirklich eine Überraschung und ein Zeugnis absoluter Häkelkunst.
Ich habe mich sehr gefreut darüber und kann die Topflappen gut gebrauchen. Hatte ja nur noch einen und selbst häkeln ist bei mir nicht so. ;-)
Danke dafür.
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22.11.2009 um 20:03 Uhr

Daul Kim, hatte sie nicht alles?

Hatte sie nicht alles?
Ein Leben, von dem viele junge Mädchen träumen?
Ein Leben in Glamour, ein Leben in der Modewelt, bekannt, auf den Titelseiten der Modezeitschriften, auf den Laufstegen in New York, London, Paris und Madrid zu Hause.
Dieses Leben, welches sich so viele Jugendliche wünschen, bei Heidi Klum und anderen Supermodelcastingshows dafür Schlange stehen.
Schlangestehen, in der Hoffnung, ihr Traum möge sich erfüllen.

Daul Kim lebte diesen Traum vom Model. Für sie, das Model aus Südkorea war er zur Realität geworden.
Zu harter Arbeit, Stress und auch Einsamkeit wie sie schrieb.
Am Donnerstag dem 19.11., fand eine Freund sie tot in ihrer Pariser Wohnung. Sie hatte sich wohl erhängt.

Nur 20 Jahre alt wurde Daul Kim. Der Traum vieler Mädchen mag vielleicht auch ihr Traum gewesen sein. Früher einmal. Aber jetzt?
Was war ihr Leben jetzt für sie gewesen, frage ich mich?

Las in ihrem Blog
I like to fork myself
in dem sie noch am Halloweentag über ihr Halloween des letzen Jahres schrieb. Auch über Stress und Einsamkeit.
Es ist ein merkwürdiges Gefühl in einem Blog zu lesen, wo man weiss es wird keine neuen Einträge mehr geben. Nie mehr wieder. Da der Bloginhaber nicht mehr am leben ist.
So wird der Eintrag über den Song "say hi to forever" der letzte in ihrem Blog bleiben.
Daul Kim ihre Träume scheinen sich nicht erfüllt zu haben, irgendwo sind sie wohl an den harten Modelrealitäten zerschellt. Wie bei so vielen anderen Models auch. Nur die Modebranche spricht nicht gerne darüber. Für sie muss der Glamour weiter gehen, egal wiewiel Opfer es kostet und wie viele Menschen daran zerbrechen. Auf diesen Laufstegen der Welt.

Model sein, wirklich ein Traum? Vielleicht führt Daul Kim oder daumonster l wie sich nannte, zu einem umdenken bei den jungen Mädchen, die diesen Traum hegen.

Daul Kim, möge sie Frieden ruhen.
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22.11.2009 um 18:22 Uhr

Jupiter im Sternzeichen des Steinbock

Ich mag ja den nächtlichen Winterhimmel.
In den letzten Tagen ganz besonders. Die zunehmende Mondsichel, die am frühen Abend, ja fast noch Nachmittag aufging.
Ein wunderbarer Anblick heute, die helle Mondsichel nicht weit von dem im Moment hellsten Abendstern, dem Jupiter entfernt..

Morgen, am 23. November dürfte die Mondsichel noch näher am Jupiter stehen.
Ich hoffe, die Sicht wird dann nicht durch Regenwolken getrübt.

Zur Zeit steht der Jupiter ganz hell, am östlichen Abendfirmament im Sternzeichen des Steinbocks.
In diesem Sternzeichen bleibt er noch bis zum Januar. Wer weiss, welche Auswirkungen dieser hellstrahlende Jupiter auf die Steinbockgeborenen hat.;-)
Vielleicht hat ja der eine oder andere Steinbockgeborene davon etwas bemerkt.

Nun hat der Jupiter wesentlich mehr Monde als die Erde. Mit einem starken Teleskop lassen sie sich beobachten, ebenso wie der rote Fleck, der heute auf dem Jupiter sichtbar ist.

Die Venus, unser Liebesplanet erscheint erst am frühen Morgenhimmel. Um die aufgehende Sonne im Schlepptau hinter sich herzuziehen. Die dann dem Schein der Venus den Garaus macht.

Wer Glück hat, könnte selbst heute noch Sternschnuppen sehen, die vereinzelt zwischen 0 und 6 Uhr kurz aufleuchtend aus dem Leonidenstrom fallen.

Wer kein Sternenkieker ist, kann natürlich drinnen am warmen Ofen es sich gemütlich machen und statt Sternbilder zu beobachten, in das flackernde Licht einer Kerze schauen. Wenn er sie denn anmacht.
Hat doch auch was. Euch allen einen schönen Abend und vor allem eine gute Nacht.
Jupiter am Abendhimmel hin oder her.;-)
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20.11.2009 um 11:05 Uhr

Der Liebe verfallen

von: sternenschein   Kategorie: Liebe und Emotionen   Stichwörter: Liebe, Filme, Romane, verfallen, romantisch, Leben

Der Liebe verfallen, bin ich nicht.;-)
Jedenfalls zur Zeit nicht in des Wortes Sinne.
Jedoch kenne auch ich diesen Zustand recht gut.

Die Welt scheint eine andere zu sein, im Zustand der Verliebtheit. Dieses Gefühl mehr und klarer zu sehen, voller Ideen zu sein. Gerade so, als würde man alles aufnehmen, kreativer als sonst sein.
Naja, kurz gesagt, ein Gefühl als würde man durchs Leben schweben, grenzenlos.
Und dabei vielleicht doch in Wirklichkeit eingeengt in der Wahrnehmung, die extrem fokussiert ist auf den geliebten Menschen. Dingen Werte und Beachtung zuordnet, die sonst kaum beachtet werden würden.
Wer kennt solche Phasen des Lebens und der Liebe nicht?

"Der Liebe verfallen."
Ein Filmtitel, in dem Er Sie in einer Buchhandlung sieht, sich verliebt. Sie sich auch in ihn. Und gerade, kurz vor Weihnachten, als er zu ihr fahren will, schliesst sich vor ihm auf der Strasse die Bahnschranke.
Schicksal. Diese Minuten entscheiden darüber, dass er sie nicht wiedertreffen wird.

Liebesfilme und Liebesromane, mal mit Happyend, mal ohne. Aber doch meistens schön. Zeugnis tiefer Gefühle voller Romatik.
Egal ob in "Stadt der Engel", die Liebe sogar über ein himmlisches Engeldasein siegt, und doch tragisch endet, oder "Brücken am Fluss", auch grosse Liebe und kein Happyend, nur noch ein letzter Blick, als sie mit ihrem Mann an ihm ein letztes Mal vorbeifährt.

Liebe zwischen Menschen, die sich nicht kennen und dennoch lieben, wie in "Schlaflos in Seattle".
Liebe zwischen Menschen, die meinten sie liebten sich nicht, wie in "Sally und Harry".
Nebenbei gesagt, "Als du schliefst" mit Sandra Bullock als Fahrkartenverkäuferin fand ich auch total schön und sooo romantisch.

Filme voller Liebe und Romantik.
Verstellen sie uns das wirkliche Bild aufs Leben, auf die Liebe. Gaukeln sie uns etwas vor, was es vielleicht garnicht gibt?
Endlose Sehnsucht, Romantik und ewige Liebe.
Gaukeln sie uns etwas vor, so dass sie die Erwartungen an die Liebe in uns zu hoch schrauben. Unsere Lieben, mit denen die wir durch Filme im Kopf haben, vergleichen lassen und dabei merken sie wird unseren inneren Ansprüchen nicht gerecht.

Hindern diese Vorstellungen von der Liebe uns vielleicht sogar daran real zu lieben, da wir auf etwas anderes, etwas höheres warten? Auf das ganz grosse, das wirklich wahre, was unseren Vorstellunngen entspricht.

Laufen wir da irgend etwas hinterher, was garnicht gibt. Sich nur in unserern Köpfen befindet, ohne jemals wahr werden zu können? Weil das Leben eben anders ist, nunmal kein Holllywood Film ist?

Aber bestimmen wir nicht selbst, was und wie Liebe ist. Bestimmen wir nicht selbst darüber, ob es die ewige Liebe bis ans Ende aller Tage gibt?
Liegt es nicht immer an uns selbst, was wir daraus machen?
Aus der Liebe.
Aus dieser, aus unserer Liebe.
Oder ist es wrklich besser, von Anfang an vom "Lebensabschnittspartner" zu sprechen, von der Liebe auf Zeit und ohne Garantie. Praktisch schon mit dem Stempel des Verfallsdatums versehen.
Selbst wenn das Leben oftmals dieser Version nahe kommt.
Wollen wir es wirkich, diese Zeitliebe, oder suchen wir doch eher das tiefe, das unendliche über alles hinausgehende und ja, vielleicht auch das romantische?
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17.11.2009 um 18:44 Uhr

Oskar Lafontaine an Krebs erkrankt

von: sternenschein   Kategorie: Politisches   Stichwörter: Oskar, Lafontaine, Die, Linke, Krebs, Sahra, Wagenknecht, Spiegel, Online, Spon

Oskar Lafontaine ist an einer Krebserkrankung erkrankt.
Am Donnerstag will er sich einer, deswegen schon lange geplanten, Operation unterziehen.

Liess Oskar Lafontaine, Parteivorsitzender der Linken, heute mitteilen.

Wie es politisch mit ihm und seinen politischen Ämtern weitergeht, will er nach der gelungenen Operation, den Prognosen und Rat der Ärzte im Januar entscheiden.

Unter diesen Aspekten ist der Rückzug des ehemaligen SPD Parteivorsitzenden Lafontaines, vom Fraktionsvorsitz der Linken, seine Zurückhaltung im Bundestag besser verständlich.

Es bleibt nur, Oskar Lafontaine eine erfolgreiche OP und gute Genesung zu wünschen.

Gerade am heutigen Tage entblödete sich Spiegel Online nicht, Gerüchte über das Privatleben und eine angebliche Affäre Lafontaines mir Sahra Wagenknecht gross zu publizieren.
Natürlich unter dem Vorbehalt, das Privatleben der Politiker sei für die Presse tabu. Es gehe niemanden etwas an.
Nur in diesem Fall Lafontaine, müsse man natürlich den Wähler aufklären. Konstruiert in diesem Zusammenhang eine Theorie, weshalb Lafontaine sich aus dem Fraktionsvorsitz der Linken zurückzog.

Gut, Sahra Wagenknecht ist eine durchaus schöne, und vor allem äusserst intelligente Frau, wie ich finde. Mit fundierten Ansichten, die sie auch vertritt.
Aber diese Vermutung einer Affäre zwischen den beiden, wie eine Trophäe vor sich herzutragen, unter dem Deckmantel den Wähler aufklären zu müssen, ist irgendwie....schäbig von Spiegel Online
Auch die Behauptung, Lafontaine hätte den Wähler getäuscht, zeigt mehr als deutlich die Stossrichtung des Spon.

Die Krebserkrankung Lafontaines lässt Lafontaines Verhalten der letzten Zeit in einem ganz anderen Licht erscheinen. Morgen will Lafontaine trotzdem noch im Saarländer Landtag auf CDU Müllers Regierungserklärung, als Fraktionsführer der Linken antworten.
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16.11.2009 um 18:25 Uhr

Goethe zur Toleranz

Toleranz sollte eigentlich
nur eine vorübergehende Gesinnung sein:
sie muss zur Anerkennung führen.
Dulden heisst beleidigen.

Zitat: Johann Wolfgang v. Goethe ( Nachlass )

Eine interessante Beurteilung, die Goethe uns da zum Thema Toleranz mitgibt.
Nicht alles können oder sollten wir tolerieren. Toleranz hat auch ihre Grenzen.

Wenn wir aber etwas tolerieren, können wir dann ein Leben lang tolerieren?
Nur tolerieren?
Sagen wir nicht damit, ich finde es nicht gut, ich will es nicht, aber nunja, ich toleriere es.
Dieses " es" kann natürlich auch durch ein ich will "dich" nicht ersetzt werden.

Ist es wirklich tolerant, wenn es bei der Toleranz des anderen, der Andersdartigkeit bleibt?
Für immer.

Wenn dieses andere nur geduldet wird.
Ausgegrenzt als nicht dazugehörig, nicht wirklich berechtigt angesehen wird.
Sagen wir damit nicht, es ist falsch, aber ich toleriere es.
Beleidigen wir damit wirklich, wenn wir Ausländer, Einwanderer, Homosexuelle, etc. "nur" toelerieren?
Irgendwie schon, glaube ich.

Denn wir sagen damit gleichzeitig, es ist falsch, nicht vollwertig, anders. Aber wir sind ja tolerant, so tolerieren wir es.

Vollwertig und "ebenbürtig würde es erst werden, wenn wir es nicht nur tolerieren, sondern auch anerkennen.

Da wird Goethe wohl recht haben.
Denn welcher Mensch will schon sein Leben lang nur oder allerhöchstens toleriert werden? Ohne jemals als dazugehörig, als Teil, als Ganzes anerkannt zu werden.
Für immer und ewig, auf Dauer nur der tolerierte Aussenseiter zu sein.
Ein bisschen mehr Toleranz.;-)

Irgendwie recht unausgegoren Gedanken von mir, zu diesem wohl schwierigen Thema, mit der Bitte um Nachsicht und Toleranz.
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15.11.2009 um 20:39 Uhr

Nebenbei bemerkt

Wollte ich garnicht über den Volkstrauertag schreiben.
Der Eintrag kam ganz spontan, ist vielleicht auch etwas zu lang geworden.
Worüber ich wirklich schreiben wollte?

Heute werde ich wohl

Mein Leben - Marcel Reich-Ranicki
um 22.25 auf 3 sat anschauen.

Sah den Film über das Leben des Literaturkritikers, seiner Zeit im Warschauer Ghetto, den Verlust seiner Eltern und auf welche Art er seine Frau im Ghetto kennenlernte, zwar schon in der Erstausstrahlung. Ist aber durchaus ein sehr sehenswerter Film, den man sich ruhig zweimal anschauen kann. Wie man nach diesen ganzen Uniformen und den Fragen danach, wie Menschen so sein können, dann schlafen kann ist eine andere Frage.

Und ich wollte über dieses herrlich warme Novemberwetter gestern und heute schreiben. Welches zum Laubharken einlud.
Zumal heute vormittag sich sogar Sonnenschein dazugesellte und gestern beim Anbruch der Nacht der ganze Horizont in einem gelbrot leuchtete, als würde dort alles in Flammen stehen. Sah wunderbar aus.

Nur für meinen Hahn begann der Tag nicht mehr. Er lag heute morgen tot im Hühnerstall.
Gestern hatte er noch einen schönen Tag an dem er im Laub herumkratzen konnte.
Wir sind niemals wirkliche Freunde geworden. Da er ein Gnom und Giftzwerg war, der mich andauernd angreifen wollte, wenn er konnte.
Aber das sind Sachen, mit denen ich umgehen kann. Dennoch und trotzdem gehörte er dazu und ja, ich mochte ihn auch trotz seiner Angriffslust.

Jetzt lag er am Boden, sah aus als hätte irgend etwas an seinem Hals genagt.
Merkwürdig.
Schon in den letzten Tagen lagen nach und nach drei Hühner tot im Stall. Scheinbar ohne Kopf.
Sie hätten zwar eh nicht mehr sehr lange gelebt, da sie schon vier bis fünf Jahre alt waren. Aber so?

Geht da ein Chicken Killer um?
Ich habe es noch nicht herausgefunden, was es sein könnte und woran es liegt. Der Fuchs oder Habicht hätte die Hühner weggeschleppt oder ganz zerlegt. Aber nur den Hals durchbeissen??
Vielleicht ein Marder?

Solange ich es nicht weiss, kann ich keine neuen Hühner hinzusetzen, und so müssen die letzten zwei ganz alleine dort nachts, einsam und ohne Hahn, auf ihren Sitzstangen hocken.

Hoffe es passiert jetzt weiter nichts.

Und ja, ich weiss man sollte aussagekräftige Titel für einen Eintrag wählen. In diesem Fall fiel mir keiner ein. Was wohl nichts ausmacht.;-)
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15.11.2009 um 17:59 Uhr

Verordnet und angeordnet

Kann Trauer angeordnet werden?
Ich glaube nicht. Man muss die Trauer fühlen, selbst empfinden. Doch von oben verordnen, wie heute am Volkstrauertag lässt sie sich wohl eher nicht.
Selbst wenn das teilweise düstere Novemeberwetter das Traurigsein, die Trauer begünstigen mag.

Zu früheren Zeiten durfte am Volkstrauertag keine Unterhaltungsmusik gespielt werden.
Im Radio lief nur klassiches, trauriges eben. In den Kneipen schwiegen die Musikboxen und selbst auf dem Hamburger Dom war an diesem Tag immer eine merkwürdige Stimmung, wenn die Raupe, das Kettenkarussel und die anderen Fahrgeschäfte sich drehten ohne diese laute Musik dazu.
Alles war gedämpft, eher gedrückt, kaum einer lachte.
Angeordnete Trauer eben.

Klar, es sah schön aus, wenn die Dunkelheit hereinbrach und die Friehöfe sich in ein Lichtermeer von rot leuchtenden Grablichtern verwandelten.

Aber dennoch, Trauer lässt sich nicht verordnen. Sie kommt und geht, ganz wie sie es will.
Trauern ist eine Herzenssache, sie findet im Herzen statt. Nicht im äusseren.

"Früher" trugen die hinterbliebenen noch ein Jahr lang schwarz, einen Trauerflor oder eine schwarze Armbinde, um ihre Trauer oder ihren Verlust auch nach aussen zu zeigen. Das ist nicht mehr. Heute sieht man teils auch normale Kleidung auf Beerdigungen. Keiner zerreisst sich mehr den Mund über eine Witwe, die nicht in schwarz daherkommt oder mal wieder lacht.
Trauern tut man im und mit dem Herzen, unabhängig von den Farben, welche man trägt. Und man trauert heute auch nicht mehr nach Vorschrift, sondern individuell, so wie man es fühlt. Ganz Unvorschriftsmässig.
Einen Volkstrauertag brauchen wir da wohl nicht für und auch kein Verbot an diesem Tag leichte Musik zu spielen.

Denn auch diese kann ein Zeichen der Trauer sein, wenn sie an den von uns gegangenen erinnert.
Mehr vielleicht sogar, als irgendeine Sonate oder dezente Kammermusik die mit dem Verstorbenen nichts, aber auch garnichts gemeinsam hatte.

Wo wir bei Robert Enke und sein Selbstmord sind.
35.000 Menschen nahmen heute im Stadion an der Trauerfeier in Hannover teil.
Ich wollte eigentlich nichts über den Suizid dieses Torwartes schreiben, da ich vorher noch nie von ihm hörte, er mir kein Begriff war.
Ob die 35.000 im Stadion jetzt wirklich traurig waren, trauerten, ich weiss es nicht. Vielleicht folgten sie auch nur einem Medienhype.
Und doch fand ich diesen Hype sinnvoll und nützlich. Denn durch den Tod von Enke, den Berichten über seine Depressionen die dazu führten wird auf diese "Volkskrankheit" Depression hingewiesen, auf die aussichtslose Lage in der sich Betroffene manchmal fühlen, egal ob sie Manager, Profifussballer, Hartz IV Empfänger, allein oder nicht alleinerziehende Mutter, Kind oder älterer Mensch sind.
Es kann jeden treffen, egal wie bekannt, erfolgreich oder unerfolgreich man ist. Dieser dunkle Schatten, der sich über das ganze Leben zu legen scheint.

Ich sehe es häufig an Suchbegriffen aufgrund derer mein Blog gefunden wird.
"Kommt man nach Selbstmord in den Himmel"
"Mein Opa ist gestorben, ich denke an Selbstmord"
und ähnliche Fragen welche mit Ängsten und Depression zu tun hat.
Depressionen sind keine Randerscheinungen, sie sind unter uns.
Und ich hoffe, dass die Menschen, die durch diese Suchanfragen auf meinen Blog kommen, ihren Weg finden mögen. Ihren Weg aus diesem tiefen Tal der Depressionen wieder hinaus..

Wieder zu Mut und Zuversicht zurückfinden. Denn wenn diese uns verlassen haben, ist das überleben schwer, wird überschattet von der andauernden Frage weshalb und wofür eigentlich.

Selbst wenn alles hoffnungslos erscheint, festgefahren, gerade so, als würde sich niemals mehr etwas daran ändern, so bleibt doch immer die Gewissheit, es wird sich ändern. Alles und immer. Es wird niemals für ewig so bleiben. Nur dieses zu erkennen, zu verinnerlichen und daran zu glauben, dass noch mal etwas positives kommt, fällt in den dunklen Zeiten schwer.
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13.11.2009 um 15:26 Uhr

Franziska Drohsel

Liebe Franziska Drohsel,
du hast gezögert, nach der Abschiedsrede Franz Münteferings, auf dem Dredener SPD Parteitag.
Gezögert aufzustehen und ihm Beifall zu zollen.
Letztendlich tatest du es doch.
Warum?

Hatte dich der Gruppenzwang besiegt oder war es eine Würdigung für Münterferings Lebensleistung.

Für Münterfering der seit 43 Jahren SPD Mitglied ist. Die SPD durch Wahlkämpfe führte, letztendlich durch Hartz IV, Schröders Agendapolitik, und "Basta" die SPD mithalf zu zerstören. Seine Lebensleistung besteht darin, dass sich zehnmillionen Wähler von der SPD abwandten.

Jetzt bist du, die SPD Bundesjusovorsitzende Franziska Drohsel, aufgestanden und applaudiertest ihm dafür. Vielleicht auch dafür, dass Müntefering zum erstenmal sagte, die Wahlniederlage war selbstverschuldet.

Ja, sie war selbstverschuldet. Viel zu oft habt ihr Delegierten, auf den Parteitagen diese unsäglich unsoziale SPD Politik von Steinmeier, Schröder, Müntefering und Konsorten abgenickt und bejubelt.
Manchmal wohl auch mit der Faust in der Tasche, aber dennoch habt ihr es alles mitgetragen.
Euch einlullen lassen, von diesem "Es ist richtig, die Menschen verstehen es nur nicht".

Franziska Drohsel, du bist jetzt 29 Jahre alt, für mich wohl das kommende Gesicht der SPD.
Lasse dich bitte nicht verbiegen auf deinem Weg.
Du hälst mit deiner Meinung nicht hinter dem Berg, redest wie dir der "Schnabel" gewachsen ist.
Gegen dich erscheint Andrea Nahles und selbst Gabriel farblos.
Sie taktieren und haben vieles der Vergangenheit mitzuverantworten.

Bleib einfach du, so wie du bist. Dann könntest du zum Hoffnungsträger werden. Vielleicht die "Merkel" der SPD. Allerdings im positiven Sinne. ;-)
Und ganz vielleicht könnte selbst ich dann irgendwann mal wieder diese Partei, die SPD wählen.

Du hast ein Gerechtigkeitsdefizit in der Bevölkerung ausgemacht, welches die SPD zu verantworten hat. Leider ist es wirklich so.
Fangt an es zu ändern. Läutet die Wende ein. Die Wende zurück zu einer wieder sozialen SPD, die das Wort Sozial in ihrem Namen wieder zu Recht tragen kann..

Franziska Drohsel, ich wünsche dir viel Erfolg.

"Nie wieder darf sich meine Partei Entscheidungen vom Regierungsapparat derart abpressen lassen."

Zitat: Franziska Drohsel

10.11.2009 um 19:18 Uhr

Frauen und ihre Handtaschen

Stimmung: gut

Ich bin verwundert.
Ja, zutiefst verwundert, darüber was alles Platz in der Handtasche einer Frau findet.

Es scheinen manchmal keine Handtaschen mehr zu sein, sondern eher grössere Koffer. Denn sonst wurde ich es fast für unmöglich halten, was Frau so alles mit sich herumschleppt.

Irgendwie scheinen wir Männer in dieser Taschenhinsicht doch ein wenig benachteiligt zu sein.
Oder liegt es an der Mc. Giver Mentalität der Männer, im richtigen Moment wird sich schon das richtige finden. Oder eben eine Frau mit Handtasche.

Frau Mausekind packt ihre Handtasche aus *klick*

Und mit Frau Mausekind tun es ihr viele Kommentatorinnen gleich. Sie outen sich über den Inhalt ihrer Handtaschen. Sehr lesenswert und erkenntnisbringend.
Bei Frau Mausekind könnt ihr eure Handtasche auch ausleeren, falls ihr es noch nicht getan habt..
Der grosse Handtaschenvergleich quasi.

Da tun sich Abgründe der Weiblichen Psyche auf.
Vielleicht könnte man auch sagen:
"Zeige mir was in deiner Handtasche ist, und ich sage dir was für ein Mensch du bist."

Aber ich bin ratlos, dieses aus dem Handtascheninhalt auf den Menschen schliessen, könnten wohl nur Frauen.
Uns Männern entzieht sich scheinbar doiese Handtaschenlogik.

So bleibt mir nur zu sagen, ich bin erstaunt.

Beruhigt allerdings darüber, dass keine der dort sich outenden Damen einen aufklappbaren Weihnachtsbaum in der Handtasche mit sich herumträgt.
So für alle Fälle. Man kann ja nie wissen.
Nur ein Tannenbaum ist keine Entschuldigung, wie Frau Mauskind anmerkt. Platz dafür wäre selbst in der kleinsten Handtasche.
Und Frauen scheinen IMMER auf alles mögliche und unmögliche vorbereitet zu sein, wenn man in ihre Handtaschen schauen darf.
..

09.11.2009 um 14:46 Uhr

Und die Welt hatte sich verändert

Stimmung: gut

Es ist Novembergrau.
November wie er im Buche steht. Grau und feucht.
Die Sonne scheint woanders, aber nicht hier.
Das Grau lässt sie nicht. Viel Laub auf dem Boden, feuchtes Laub und kurze Tage.

Vor 20 Jahren fiel die Mauer. Sie fiel nicht, aber sie wurde durchlässig.
Es wird gefragt, was hast du gemacht vor 20 Jahren, am 09.November 1989?.

Ja, ich weiss es noch genau.
Es war ein denkwürdiger Tag.
Ich sah Schabowskis Ankündigung der Reisefreiheit am Nachmittag live im DDR Fernsehen.
Und sein "Ab jetzt". Diese Vorstellung des unvorstellbaren, der Reisefreiheit für DDR Bürger faszinierte mich.
Und so sah ich abends im TV wie die Menschen sich vor den Toren der Grenze zu Westberlin versammelten. Man wusste nicht,was wird geschehen.
Es sah teils gefährlich aus. Wie würden die Grenzer reagieren? Nach Stunden dann die Erleichterung.
Sie machten die Schlagbäume hoch und auf.. Liessen das Volk zu tausenden strömen, wohin sie strömen wollten.
Weinende Menschen, die sich vor Freude in den Armen lagen, immer wieder die Worte "Wahnsinn". Gänsehautfeeling.

Und ich wusste die Welt hatte sich in diesem Moment ein Stück weit verändert. Die Konfrontation der Blöcke war vorbei. Der kalte Krieg zu Ende.

Viele dachten, die Welt wird jetzt friedlicher, wozu noch Kriege. Kein Ost und West, kein Gleichgewicht des Schreckens mehr. Doch dieses war ein Irrglauben.
Der Kriege sind noch viele.

Ja, ich kann mich noch erinnern, an diese eine Nacht die Geschichte schrieb.
Ich weiss garnicht mehr, wann ich ins Bett ging. Es war alles sehr aufwühlend, in dieser so ungemein spannenden Nacht, in der viele wohl dachten sie träumten, als das unmögliche möglich wurde..
Und die Welt hatte sich ein Stück weit verändert.
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07.11.2009 um 14:45 Uhr

Suche nach dem Sinn

Stimmung: gut

Wo können wir anfangen zu suchen?
Wenn wir uns auf die Suche nach des Lebens Sinn begeben?

Die Sinnsuche ist eine schwierige Suche. Der Sinn verbrigt sich oftmals, lässt sich nicht erkennen.
Ja entzieht sich uns, manchmal wohl um so mehr, je stärker wir danach suchen.

Und glauben wir ihn gefunden zu haben, ihn fest in den Händen zu halten, so stehen wir anderntags doch oftmals wieder mit leeren Händen da. Halten nur noch ein Fragment einer leeren Hülle dessen, was wir für den Sinn hielten in unseren Händen.
Einige sagen, sie fühlen sich so unendlich leer, da sie den Sinn nicht finden oder erkennen könnten, der in ihrem Leben liegt. Ein wohl wahrlich trauriges und beklemmendes Gefühl, diese innere Leere.
Es ist nicht einfach mit dem Sinn.

Wer nicht den Sinn des Lebens im Herzen sucht,
der sucht vergebens, kein Geist und wär er noch so reich, kommt einem edlen Herzen gleich.

Zitat: Friedrich von Bodenstedt
1819 in Peine geboren, 1892 gestorben.

Ein sehr schönes Zitat, wie ich finde.
Liegt es daran, dass so viele Menschen immer weiter auf der Suche nach dem Sinn ihres Lebens sind?
Daran, das sie im äusseren danach suchen und nicht in ihrem eigenen Herzen?.

Besteht der Sinn des Lebens darin, Reichtümer anzuhäufen, Dinge zu besitzen, berühmt zu werden? Sollte dieses alleine unser einziges Ziel und Streben sein?
Ich glaube nicht.

Ich wäre glücklich wenn......ich dieses und jenes hätte. Wie oft hören wir so etwas. Und was ist, wenn es wirklich so kommt. Wie lange hält dann das Glücklichsein an?
Es ist alles nur geliehen. Nichts von dem was wir materiell besitzen, können wir mitnehmen oder auf immer und ewig behalten. Irgendwann müssen wir gehen und alles hier angesammelte zurücklassen.
Der Sinn des Lebens wird wohl nicht darin liegen.
Vielleicht liegt er eher in dem loslassen, zurücklassen, hingeben?

Ob Friedrich von Bodenstedt den Sinn seines Lebens je gefunden hat, ich weiss ich nicht.
Er war ein recht rast und ruheloser Mensch, der viel reiste. Den Orient, Russland und Amerika auf seinen Reisen durchquerte. .
Unter anderem Bücher schrieb und Puschkin übersetzte.
Sich darüber wunderte, dass Frauen und selbst 12 jährige Kinder in den USA die Pferde ritten oder gar selbst die Kutschen lenkten, das die Funken an den Steinen nur so stieben, wie er schrieb. .
Ob er auf seinen Reisen seinen eigenen Lebenssinn fand, wer weiss?

Gibt es den Sinn des Lebens? Oder suchen wir nur nach einem Irrlicht da draussen oder drinnen in uns?
Ich selbst denke, es gibt einen Lebenssinn, denn weshalb sollte es sonst so sein, wie es ist?
Werde noch mal in meinem Herzen danach suchen gehen. Wer weiss, wie er heute aussieht?;-)
Der Sinn.
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06.11.2009 um 12:43 Uhr

iPhone Besitzer sollen für Bild.de zahlen

Entweder bezahlen oder ausgesperrt sein.
Das soll bald für die iPhone Benutzer gelten, wenn sie die "Qualitätsmedien" Bild.de oder Welt.de besuchen wollen.

Der Springer Verlag will seine Onlineseiten für den iPhone Browser sperren und den Zugang nur gegen ein kostenflichtiges App für die iPhone Nutzer freigeben.
Mit anderen Mobilgeräten wird der Zugang wohl frei bleiben.

Bin schon gespannt, wieviele iPhone Nutzer für die Lektüre der Bild und Welt Online bezahlen wollen.
Vielleicht ist ihnen das nackte Mädchen von Seite drei ja mehr wert als anderen Mobilnutzern, die sie weiterhin umsonst ansehen können.
Es sei denn, der Springer Verlag sperrt seine Seiten generell für die kostenlose Nutzung und gibt sie nur gegen Bezahlung frei.

Ich tippe darauf, dass dieses Geschäftsmodell ein Flop werden wird. Selbst wenn iPhone Nutzer oftmals für Netzanwendungen zahlen, die mit anderen Geräten kostenlos zu haben sind.

Lachnummer vom Springerverlag oder seriöses Geschäftsmodell?
Top oder Flop ist hier die Frage.

Sollte dieses Geschäftsmodell erfolgreich verlaufen , könnte es natürlich sein, dass andere Verlage nachziehen und ihre Internet Online Angebote auch kostenpflichtig machen werden.
Dann wäre es vorbein mit dem kostenlosen werbefinanzierten Zeitung lesen im Netz.
Doch soweit wird es, so glaube ich, nicht kommen.

04.11.2009 um 22:37 Uhr

160.000 Besucher

von: sternenschein   Kategorie: persönliches   Stichwörter: Besucher, 160000, Stadt, danke, Kommentare, Blog

Stimmung: gut

Staun!
160.000 Besucher zeigt der Besucherzähler für meinen kleinen Blog an.


Da ist mal wieder ein ganz dickes Dankeschön an euch alle fällig, die immer mal wieder hier bei mir lesen. Und vor allem auch und gerade für eure Kommentare.
Dankeschön dafür.

Bei 20.000 Besucher schrieb ich, eine Kleinstadt hat meinen Blog besucht. Einige wünschten mir damals, dass daraus noch eine Grosstadt werden möge.
160.000 ist zwar noch keine Grosstadt, aber doch schon eine mittlere Stadt.

Werde hier ja noch ein bisschen weiterbloggen und freue mich auf weiteren regen Austausch mit euch allen.*hüpf*
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04.11.2009 um 13:14 Uhr

Goethe und die Vernunft

Von der Vernunftshöhe herunter
sieht das ganze Leben wie eine böse Krankheit und die Welt einem Tollhause gleich.

Zitat: Johann Wolfgang von Goethe ( An Voigt )

Daran hat sich bis heute nichts verändert.
Da brauchen wir nur die TV Sendungen sehen, oder andere Medien lesen, , egal welcher Art, und wir wähnen uns in einem Tollhaus.

Nicht nur das, selbst wenn wir mit Vernunft auf unser eigenes Leben und Handeln blicken, können wir uns manchmal wohl nur noch wundern und darüber lachen.
Selbst bei Dingen die vernünftig erschienen, lauerte die Unvernunft in dem Kleingedruckten unseres Ich's um die Oberhand zu gewinnen.

Aber was wäre ein Leben nur in Vernunft? Fern und abseits jeder Unvernunft.
Irgendwie kein sehr erstrebenswertes.
Macht nicht erst die Unvernunft das Leben lebenswert? Macht nicht erst sie es möglich, dass der Mensch lernt und fortschreitet?
Und...gibt nicht erst die Unvernunft uns den Spass am Leben?

Selbst wenn das Leben von der Vernunftshöhe wie eine Krankheit aussehen und einem Tollhause gleichen mag, so bin ich doch gerne auch mal unvernünftig.

Selbst Goethe wird nicht immer nur der Vernunft gehorcht haben, ganz gewiss nicht.

Zeige mir den Menschen, der immer nur nach der reinen Vernunft handelte, ich glaube du wirst ihn nicht finden. Und wenn, dann wird es wohl ein armes vernünftiges Würstchen sein, welches zu bedauern sein würde. Bei aller Vernunft.
Nur der Vernünftige würde es nicht bemerken, wieviel ihm am Leben fehlt.
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