Gedanken oder Fragen

27.12.2009 um 20:07 Uhr

Demenz, ein Leben ausserhalb des Leben

Einmal dement zu werden wünscht sich wohl niemand.
Es sollte uns erspart bleiben, denken wir. Und doch trifft die Demenz recht viele Menschen im Alter. Im letzten Abschnitt ihres Lebens.
Dieses Leben ausserhalb des Lebens, dieses nicht mehr wahrnehmen, sich nicht erinnern, hilflos sein.

Für die Angehörigen ein Riesenproblem welches kaum lösbar ist.

Eine Frau kenne ich, die ihre demente Mutter zu sich holte, sie noch jahrelang bis zu ihrem Tode pflegte. Von der Mutter zeitweilig nicht erkannt wurde, sie teils künstlich ernähren musste, da die Mutter nicht mehr normal essen konnte. Und oftmals ging diese Frau bei der Pflege bis an ihre eigenen Grenzen der Leistungsfähigkeit und noch darüber hinaus.

Es ist schlimm, wenn man als Kind von der Mutter nicht mehr erkannt wird, vielleicht noch schlimmer als Partner, von seiner eigenen Frau oder Mann als Fremder angesehen wird.

Auch in Pflegeheimen ist die Betreung der Demenzkranken nicht einfach und oftmals für das Pflegepersonal sehr belastend und Schwerstarbeit.

Einen sehr schönen und einfühlsamen Eintrag über ihre Arbeit mit Demenzkranken aus Sicht des Pflegepersonals hat

Shadoweyes unter dem Titel "Hilflosigkeit"* klick hier*

geschrieben. Denkansätze die das Leben eines Demenzkranken und seiner Angehörigen aus einer anderen Perspektive betrachten lassen.
Auch lesenswert, Shadoweyes vorigen Einträge über Pflegemöglichkeiten und Demenzerkrankung.

Wir hoffen und glauben alle, es ereilt uns schon nicht, dass dieser Kelch an uns vorbeigehen möge, aber können wir es wissen?.... .
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27.12.2009 um 12:16 Uhr

Den Politikern wird nicht mehr vertraut

von: sternenschein   Kategorie: Politisches   Stichwörter: Politik, Politiker, Manager, Bertelsmann, Studie, Gesetze

Das Vertrauen der Deutschen in die Politik ist auf dem tiefsten Stand seit der Nachkriegszeit.
Will eine Studie der Bertelsmannstiftung herausgefunden haben.

70 % gaben an kein Vertrauen mehr in Politiker und Manager der Wirtschaft zu haben.
Das die soziale Marktwirtschaft schon von alleine alles richten wird, glauben auch immer weniger.

Erstaunt hat mich dieses Ergebnis der Tiefenstudie überhaupt nicht.
Was soll auch anderes dabei herauskommen, wenn Politiker an den Menschen, an ihren Wählern vorbeiregieren.
Was soll auch dabei herauskommen, bei Mauscheleien, Bankenrettungsplänen, Suppenküchen, Arbeitsbeschaffungsmassnahmen, Praxisgebühren, Abmahngesetzen, merkwürdigen Copyrightgesetzen, Paxisgebühren, Studiengebühren, GEZ Diktatur, einer Wirtschaft die nicht den Menschen in den Mittelpunkt stellt, sondern die Raffgier.
Bei geheimen Mautverträgen und vieles mehr, was undurchsichtig bleibt.

Wo bitteschön soll das Vertrauen entstehen, wenn am Wähler vorbei und oftmals sogar gegen ihn regiert wird.

Nun wurden für die Vertrauensstudie nur 100 Personen befragt, wobei ich mich frage wie man von 100 Personen auf die Allgemeinheit schliessen kann. Wenngleich ein allgemeines Unbehagen mit den herrschenden Zuständen festzustellen ist.
Oder wolltet ihr dieses alles, genauso, wie es zur Zeit ist und gehandhabt wird?
Ich nicht.
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