Gedanken oder Fragen

10.03.2011 um 15:52 Uhr

Langsam nehmen sie wieder Überhand

Diese Spamblogs, Linkschleudern und Spameinträge bei Blogigo.
Und ja, es nervt, sehr sogar.
Wenn sich innerhalb von 30 Minuten 50 neue Spamblogs anmelden, oder in eben dieser Zeit fast nur Spamblogeinträge erscheinen und eure Einträge dadurch fast unsichtbar werden, in der Liste mit den neuen Einträgen.

Neuerdings tun sie inzwischen schon so, als seien es deutsche Blogs, die auch in deutsch schreiben.
Dazu noch mt Aufforderungen wie z.B.
"Ich brauche mal wieder eure Hilfe".
Was findet man dann dort? Ein wenig Text in Deutsch und massenhaft merkwürdige Links. So viele, dass mein Mobilgerät sie alle garnicht verarbeiten kann und gnadenlos abstürzt .

Einfach unschön.
Und falls Blogigo wirklich verkauft werden soll, wertvoller machen diese Spamblogs Blogigo wohl auch nicht gerade. Eher im Gegenteil.

Klar mag es schwierig sein, dieses massenhafte Anmelden von Spamblogs zu vermeiden oder zu verhindern, vom Betreiber aus. Falls diese Anmeldungen mehr oder weniger automatisch geschehen.

Aber bei ein wenig guten Willen, könnte der Betreiber die Blogs, die angemeldet werden, von Hand am Tage nach der Anmeldung freischalten. Ist zwar ein Mehraufwand als es die automatische Anmeldung ist, aber bei den durchschnittlich drei bis 10 wirklichen und realen Neuanmeldungen pro Tag, da sollte so etwas im Grunde doch machbar sein.
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10.03.2011 um 07:00 Uhr

Dr. Hope Bridges Adams

Ein Denkmal setzte Arte der ersten Frau, die in Deuschland Medizin studierte und mit einem Staatsexamen abschloss.
Mit dem Spielfilm
Dr. Hope, Eine Frau gibt nicht auf.

In diesem Film wird das Leben der
Hope Bridget Adams Lehmann
geb. 17.12.1855 bei London, gest. 10.10.1916 in München gezeigt und dokumentiert.
Dr. Hope, sehr eindrucksvoll von Heike Makatsch gespielt. Wenngleich der Film einige Längen haben mag, er erstreckt sich über fast 3 Stunden, so nimmt er einen doch mit auf eine beeindruckende Zeitreise, in eine Welt in der die Frauen noch recht wenig Rechte hatten und von Gleichberechtigung noch keine Rede war.
In eine Zeit, in der Frauen noch ein Kind nach dem anderen bekamen, dabei in grösster Armut lebten, kaum wussten wovon sie ihre Kinder und sich selbst ernähren sollten.

Dr. Bridgets Hope, die Frau, die es schaffte trotz aller männlichen Widerstände, als erste Frau in Deutschland das Staatsexamen in Medizin ablegte, in der Schweiz promovierte, als erste Frau in Deutschland praktzieren durfte, als Ärztin und Gynäkologin.

Diese Frau Dr. Hope, die fast in Vergessenheit geriet, von der niemand spricht und die dennoch so vieles geschafft hatte.

Klar, ich hatte mich beim Filmsehen auch geärgert, geärgert über die Borniertheit ihres Ehemannes, des Arztes Dr. Otto Walther Weber, der wie selbstverständlich meinte, jetzt wo sie ja verheiratet sind, bräuchte Bridget Hope nicht zu praktizieren, es reiche ja wenn er es täte, und sie, sie solle lieber für ihn da sein, für den Haushalt und die Tochter. Das sei der ihr zugewiesene Platz.
Doch Dr. Hope liess sich nicht kleinmachen, nicht einsperren. Sie behandelte Frauen, selbst wenn diese die Behandlung nicht bezahlen konnten. Ging zu Hausbesuchen in die Armenquartiere der Arbeiter.

Starb fast, als sie sich mit einer Lungentuberkulose ansteckte. Entwickelte gegen TBC ein ganz neues Heilkonzept und eröffnete mit ihrem Mann ein Lungensantorium in den Bergen.

Doch das war ihr nicht genug, sie wollte mehr erreichen.
Zurück in München wollte sie ein Mütterhaus bauen, eine Geburtsklinik mit einem modernen Kreissaal. Doch sie stiess auf grosse Widerstände aus der Ärzteschaft und der Hebammenorganisation. Die in ihr eine Konkurenz sahen.
Sie schrieb ein Buch
"Der ärtzliche Ratgeber für die Frau".
Ein Buch, welches die Frauen aufklären sollte, über Sexualität, Hygiene und Verhütung. Dieses Buch liess sie teilweise kostenlos in Krankenhäusern verteilen. Selbst wenn der Inhalt bei der Kirche und der Ärzteschaft verpönt war, da das Buch die Dinge beim Namen nannte und die gynäkologischen Zeichnungen der weiblichen Organe in ihrer Direktheit "Neu" war.

Ja, Dr Bridget Hope, eine Frau die beeindruckend war.Sie traf sich häufig mit Clara Zetkin, die auch längere Zeit bei ihr zu Gast war.

ALS Clara Zetkin in dem Film auftauchte, dachte ich der Name kommt mir bekann vor.
Klar, Clara Zetkin, die Frau die den internationalen Frauentag begründete. Ich schrieb vor zwei Jahren einmal daüber:
Heute ist der internationale Frauentag

Hier noch einige Filmzitate aus dem Film, die mich berührten:

"Denk an das was ist, nicht an das was kommen kann.

"Mache nicht schlecht, was so lange gut war"

"Das was wirklich zählt, ist das was man sich erkämpfen musste"

"Den einen Wassertropfen im Meer, der für einen bestimmt ist, den findet man nur einmal im Leben".

Hope Bridges Adams glaubte wohl zweimal in ihrem Leben, dass sie diesen einen Tropfen im Meer, der für sie bestimmt war, gefunden hatte.
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