Gedanken oder Fragen

12.03.2011 um 06:26 Uhr

Kernkraftwerk in Japan droht die Kernschmelze,

Das schwere Erdbeben in Japan löste Ängste vor einer Kernschmelze in zwei Atomkraftwerken aus.
Ein extrem starkes Erdbeben hat Japan heimgesucht. Das Zentrum des Bebens lag in der Nähe der Stadt Sendal. Das Beben erreichte eine Stärke von 8,9 auf der Richterskala. Von mindestens 1.300 Menschen wird gesprochen, die durch das Beben, aber auch durch die von einem Tsunami gegen die Küsten getriebenen Wassermassen um ihr Leben kamen.
Die Bilder vom dort sind erschreckend und erschütternd, wie diese Riesenwelle Autos, Häuser, Boote sowie alles was sich ihr in den Weg stellt durcheinanderwirbelt und ins Land spült.
Zahlreiche Brände sind ausgebrochen, Telefonverbindungen und die Stromversorgung unterbrochen. Auch in dem vom Bebenzentrum entfernteren Tokio richtete das Beben Schäden an. Selbst die Nachbeben erreichten noch eine Stärke von bis zu 6,8.

Das Beben und die dadurch verursachten Opfer und Schäden sind katastrophal und fürchterlich.

Doch wesentlich schlimmer als es das Erdbeben sowieso schon ist, könnte es sein, wenn als Folge daraus in einem der Japanischen 54 AKW's eine Kernschmelze eintreten würde.
Die Kernkraftwerke in Japan wurden so ausgelegt, dass sie Erdbeben bis zur Stärke von 8,2 unbeschadet überstehen sollten. Doch dieses Beben mit der Stärke 8,9 war um einiges stärker.

So kam es in zwei AKW Blöcken in Fukushima durch Stromausfall zum Ausfall des Kühlkreislaufes. Ebenso noch in einem etwa 10 km entfernten AKW.
Fatal ist, dass auch die Dieselgeneratoren für die Notstromversorgung nicht ansprangen.
Herbeigeschaffte Notstromgeneratoren konnten nicht angeschlossen werden, da die Kabelverbindungen nicht zusammen passten.
Es wurde von den Behörden der atomare Notfall ausgerufen. Die Menschen im Umkreis von 10 km um das AKW aufgefordert die Gegend zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen.

Sollten die Techniker die Lage nicht in den Griff bekommen, es zu einer Kernschmelze und es eventuell einer Explosion des Reaktors wie in Tschernobyl kommen, hätte dieses wohl noch viel schlimmere Auswirkungen für Japan, als das Erdbeben selbst.

Aufgrund der austretenden atomaren Strahlung könnten weite Gebiete Japans unbewohnbar werden.

Nach Tschernobyl waren ja auch selbst hier in Deutschland lange Zeit die Milch, Pilze und andere Lebensmittel verseucht worden. Die Kinder sollten damals nicht mehr draussen spielen, besonders nicht wenn es regnete wegen des Fallouts. . Die Strassenschuhe sollte man wegen des Strassenstaubes draussen stehen lassen. Später wurde der Sand in den Sandkisten gegen unkontaminierten Sand ausgewechselt.

Solche schlimmen Auswirkungen auf Europa und Deutschland hätte eine Kernschmelze in Japan l aufgrund der grösseren Entfernung und der Wetterlage wohl nicht. Selbst wenn die atomaren Teilchen mit den Höhenwinden um den Globus getrieben werden könnte. So stieg zu Zeiten der oberirdischen Atombombenteste jedesmal die messbare weltweite Strahlungsbelastung in Folge für einige Zeit an.

Aber selbst wenn wir hier vielleicht nicht direkt und sofort betroffen wären, so ist es doch der japanischen Bevölkerung zu wünschen, dass ihnen dieser GAU einer Kernschmelze erspart bleiben mögen. Selbst wenn es heisst, dass inzwischen schon Cäsium ausgetreten ist, was bedeuten würde, die Kernschmelze hätte schon begonnen. So ist doch zu hoffen, dass die schlimmsten Befürchtungen ausbleiben und sich nicht erfüllen.

Dieses Erdbeben war für sich alleine schon schlimm genug und es bleibt zu hoffen und wünschen , dass die Opferzahl nicht noch weiter steigt.

Update:
Es kam zu einer Explosion im AKW Fukushima 1.
Die Reaktorhülle wurde dadurch weggesprengt.Radioaktivität tritt aus. Im direkten Umfeld des Reaktors ist die Radioaktivität sehr, sehr hoch. . Die Evakuierungszone um den Reaktor wurde auf 20 km ausgeweitet. Die Menschen sollten dieses Gebiet schnell verlassen.
Die Bevölkerung wird zur Ruhe aufgerufen. An die Bewohner sollen Jodtabletten ausgegeben werden.
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