Gedanken oder Fragen

26.05.2011 um 23:35 Uhr

Gedankenrecyling

Eintrags-und Gedankenrecygling.
Manchmal recycle ich alte Blogeinträge.
Führe sie der Wiederverwertung zu.

So wie den Eintrag: "ich bin anders"

den ich vor vier Jahren schrieb.

Nicht weil mein Text ein besonderer ist, aber wegen den Kommentaren der User dort, die ich als etwas besonderes ansehe und die mich doch sehr berühren.

Fast täglich kommen einige User über Google durch diesen Suchbegriff auf diesen Eintrag.
Menschen, Jugendliche wie auch Erwachsene, die sich anders fühlen als die Mehrheit.
Die teils deswegen nicht verstanden und ausgegrenzt werden.

Und ja, im Grunde Menschen, die bei sich bleiben, ihr Leben leben wollen, so wie es möchten und für richtig halten. Sich nicht immer an alles anpassen wollen.
Besondere Menschen eben.

Ausschschlaggebend jetzt war der aktuelle Kommentar von @justme dort, aber auch weil das Thema aktuell ist.

Wenn man hier bei Blogigo in die Blogs schaut, ein wenig hinter den Kulissen, dann kann man feststellen, viele Schreiber hier sind "anders und besonders", mehr jedenfalls als man in der grauen Masse die man sonst so sieht, vermuten würde. Ja, viele sind "besonders", so wie z.B.
@Hidee, es in ihrem Eintrag: "Der Baum"
zeigt.
Um nur einen der vielen Einträge von euch herauszugreifen. Ich könnte so dermassen viele nennen, der Platz würde garnicht reichen. Jeder auf seine eigene und ganz besondere Art.

Es ist etwas besonderes hier bei euch zu lesen, immer wieder.
Ja, viele von euch sind besonders.
Ganz "besondere" Menschen.
Und das finde ich schön.
.

26.05.2011 um 22:29 Uhr

ich bin anders...

Stimmung: gut
Musik: Vogelgezwitscher

Ich bin anders, sagte sie.
Oft stosse ich auf Unverständniss, auf Ablehnung. Wenn ich sage was ich denke und fühle, dann werde ich oftmals ausgegrenzt.
Es tut manchmal recht weh, mit keinem wirklich sprechen zu können, weil sie es nicht verstehen.

Ja, aber sind nicht gerade diese Menschen, die sich nicht in die graue Masse einfügen, denen es nicht um Markenklamotten geht, die nicht alles mitmachen, sind nicht gerade sie besonders wertvoll, besonders liebenswert? Sind sie nicht die Farbtupfer der Gesellschaft?.
Gandhi, Albert Schweitzer, Nelson Mandela, Mutter Theresa und viele weitere, sie waren anders, sie haben die Welt bereichert, mit ihrem Anderssein. Und so wird jeder Mensch, der anders ist, die Welt bereichern, wenn nicht im Grossen, so doch im kleinen.
Er wird ein Farbtupfer im Meer des Lebens sein. Er wird die Gesellschaft durch neue, andere Gedanken mehr bereichern, als die Masse der Mitläufer. Und ist es nicht schön, dass es Menschen gibt, die sich Gedanken machen, die in den Wald laufen und an einer Hand voller Erde riechen. Die sich am Orion orientieren können, und Mäuse retten. Die heute noch einen Trabbi fahren, sich selber Zeug schneidern, statt es sich leicht zu machen. Im Krankenhaus oder mit Behinderten arbeiten.Die das kleine sehen und sich daran erfreuen können, ja, die auch die Idee haben etwas gutes für die Gesellschaft zu tun.
Sie sind es, die das Leben lebenswert und bunt machen. Und dafür danke ich all denen, die eben ein wenig besonders sind.

24.05.2011 um 10:11 Uhr

Spam Gastkommentare

Ich mag Kommentare, freue mich über jeden Kommentar.
Ich mag auch Gastkommentare. Jedenfalls meistens.
Wenn sie angemessen sind.
Deshalb ist die Kommentarfunktion bei mir freigeschaltet, auch für Gäste, so erscheinen die Kommentare sofort.
Erschienen sollte ich jetzt wohl eher sagen.

Denn zwei Gäste schrieben mir heute Spamkommentare voller Links zu dubisosen Pornoseiten. Und ja, das waren einige von den wenigen Kommentaren, die ich dann mal gelöscht habe.

Leider musste ich deswegen die Gastkommentarfunktion umschalten, auf
"Erst erscheinen nach Freigabe".

Finde ich persönlich blöde so, da es eine manchmal direkte Diskussion unterbindet, aber lässt sich zur Zeit wohl wegen den Spammern nicht vermeiden.

Unschön finde ich auch die Kommentare des Users @Iman, der/die bei seinem Kommentar nichts zum jeweiligen Blogthema schreibt, sondern nur seine Blog URL in den Kommentar hineinkopiert.
Beliebt macht man sich mit solchen Methoden nicht gerade bei den Usern, denke ich.

Ich hatte zwar schon vorher bei ihm gelesen, fand auch die Übersetzung des Korans ins deutsche ganz aufschlussreich, aber habe seinen "Kommentar" dann doch gelöscht, da er einfach nicht passend war und mit dem Thema überhaupt nichts zu tun hatte.
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22.05.2011 um 03:47 Uhr

Hamburg hat Durchfall

Nicht Hamburg, aber ein Teil seiner Bürger.
Ein ganz kleiner Teil zwar nur, bisher sollen 13 Personen in der Hansestadt von dem bakteriellen Erreger EHEC heimgesucht worden sein. Sie befinden sich mit dieser Durchfallerkrankung in Krankenhäusern.

Immerhin hält die Gesundheitsbehörde diese Erkrankung und Häufung für so bedenklich, dass sie die Bevölkerung davor warnt.
Eine Infektion mit diesen EHEC Bakterien kann lebensgefährlich sein, sie kann zu wässrigen oder blutigen Durchfällen führen, zu Erbrechen, Unwohlsein und eventuell sogar zu einem Nierenversagen.

Die Erkrankung mit dem Bakterium ist meldepflichtig.

Nur wie sollen die Ärzte das melden?
Denn mit Sicherheit werden statistisch gesehen, von den 1,8 Mio Einwohnern die Hamburg hat, mehr als nur diese 13 Personen unter einer Durchfallerkrankung zur Zeit leiden.
Nicht jeder geht mit einem Magendarminfekt gleich zum Arzt. Wird es als eine Magendarmgrippe abtun.

So werden viele "Fälle" wohl unerkannt bleiben. Seit zwei oder drei Wochen schon, hörte ich, dass in Hamburg eine Magendarm Durchfall Erkrankung umgeht, von der viele betroffen waren.

Und auch hier in den Blogs bei Blogigo, las ich in der letzten Zeit ähnliches, aus den verschiedensten Teilen Deutschlands.

Da wurde bei einigen von euch, in den Blogs über heftige Magenbeschwerden, Übelkeit und Durchfall geklagt, was lange anhielt und garnicht mehr weggehen wollte.

Wer weiss, ob es mit diesem "gefährlichen" Bakterium EHEC im Zusammenhang stand oder eben nur eine sogenannte Magendarmgrippe war?
. Überprüft vom Arzt wurde dieses wohl in den seltensten Fällen.
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22.05.2011 um 03:09 Uhr

Der Weltuntergang fand nicht statt

Der für gestern, Samstag 18 Uhr angekündigte Weltuntergang fand nicht statt.
Glaube ich jedenfalls, denn sonst würde ich ja hier nicht schreiben können.
Oder ist Blogigo schon im Jenseits und wir merken es nur nicht?

Festgelegt hatte sich ein fundamentaler Evangelist aus den Vereinigten Staaten, am Samstag um 18 Uhr findet der Weltuntergang statt.
Er und seine getreuen Sektenfreunde werden erlöst von diesem Jammertal Erde und gen Himmel auffahren um in das Paradies einzugehen.

Um diese "frohe Botschaft" vom nahenden Ende verkünden zu können, hatte der gute Mann massenhaft Spendengelder eingesammelt.
Weiss ja nicht, ob er diese auf seiner Himmelfahrt mitnehmen wollte.
Da haben sie da gestanden und auf ihre Heimholung gewartet und nichts passierte.

Die Gruppen auf Facebook, die sich zur Plünderung der verlassenen Wohnungen der "Heimgeholten" schon verabredet hatten, sie gingen wohl auch leer aus.

Aber der nächste Weltuntergang kommt bestimmt, oder zumindest dessen Vorhersage.
Ich sage nur "Maja Kalender.
Er läuft ab. Im Grunde hat dieses aber nichts zu sagen, denn die Majas wollten damit nur ausdrücken dass ein neues Zeitalter beginnt. Eine neue Zeitrechnung.
Hoffen wir darauf, dass es eine bessere wird, diese neue Zeit.

Und darauf, dass ich die Zeitverschiebung zwischen Deutschland und den USA richtig beachtet habe.
Nicht dass es gleich rumst und das Fegefeuer bricht aus.
..

18.05.2011 um 23:22 Uhr

Infantile Amnesie

Es ist merkwürdig was Wissenschaftler herauszufinden glauben.
Sie gehen davon aus, dass ein Mensch sich nicht an Erlebnisse aus seiner frühesten Kindheit erinnern kann. Alles was vor dem 4. Lebensjahr geschah, soll der Mensch angeblich vergessen, sich nicht wirklich darin erinnern können.

Sie nennen dieses angeblich auftretende Phänomen
" Infantile Amnesie".

Ich weiss ja nicht, ob sie diese Schlussfolgerungen treffen, da sie unter dieser Infantilen Amnesie leiden, sich an nichts mehr aus dem Kleinkindalter erinnern können.

Ich jedenfalls kann es.
Nicht an alles natürlich, aber doch an so einiges.
Die Forscher behaupten dann meistens, die Erinerungen beruhten in solchen Fällen auf Fotos von damals, oder auf Erzählungen.

Nur an das erzählte kann ich mich eher nicht erinnern, sondern mehr an einige Auschnitte von Erlebnissen aus dieser Zeit.

So weiss ich noch, wie meine Schwester geboren wurde.
Es war eine Hausgeburt.
Ich war damals ein Jahr alt. Die Hebamme deckte meine Schwester mit einem Kissen zu. Sie weinte fürchterlich. Wie es eben Neugeborene tun.
Natürlich kannte und wusste ich als einjähriger Junge nichts von Neugeborenen und so hielt ich ihr Geschreie und Gequäke für das schreien einer Katze.

Dachte, jetzt hätten wir zu unserem Kater auch noch eine Katze hinzubekommen.

Und ja, ich kann mich noch sehr gut an die Zeit erinnern, in der ich noch nicht sprechen konnte, nicht laufen konnte, dafür aber umso besser auf allen vieren krabbeln.
Es kam mir immer wahnsinnig schnell vor, mit welcher Geschwindigkeit ich auf allen vieren vorankam. Und ich fragte mich, weshalb man überhaupt stehen und laufen lernen sollte, da man dann doch nur stolperte und umfiel.
Zudem meine Mutter mich immer anlog, wenn sie sagte sie hält mich fest, wenn ich mich hinstelle.
In Wirklichkeit liess sie mich los, ging immer einen Schritt weiter zurück und freute sich, wenn ich ihr entgegenfiel.

Dann wurde ich auch noch in dieses Gefängnis, Laufgitter genannt, gesperrt. In dem man als Kind stundenlang vor den weissen Gitterstäben verharren musste, da die Mutter anderes zu tun hatte.

Dazu kam dann noch solch ein Blödsinn, dass ich sprechen lernen sollte.
Hatte ich irgendwie garkeine Lust zu, denn ich verstand ja all die Worte und Sätze, die die Erwachsenen sprachen, wozu sollte ich ihnen dann noch alles nachplappern.
Mit meiner kleineren Schwester konnte ich mich in einer Babysprache glänzend unterhalten, die war wohl angeboren.

Aber "Auto", verdammt noch mal, weshalb sollte ich Auto sagen? Ich wollte es nicht.

Aber meine Mutter wollte es.
Ich sass auf dem Fussboden, laufen konnte ich ja noch nicht. Und sie sagte, wenn du nicht "Auto" sagst, dann bin ich ganz traurig, dann gehe ich weg und komme nie, nie mehr wieder.

Es ging nicht, ich wollte nicht Auto sagen, konnte es wohl auch nicht.
Uns so ging sie. Warf mir noch einen traurigen und bösen Blick zu, bevor sie nach draussen verschwand, die Tür hinter sich schloss und mich alleine dort auf dem Fussboden sitzen liess.
Jetzt ist sie weg. Für immer. Dachte ich. Sie hat mich endgültig verlassen.
Ich fing leise an zu weinen, heisse salzige Tränen kullerten an menen Wangen herunter.
Jetzt werde ich für immer hier sitzen, alleingelassen, nur weil ich "Auto" nicht sagen kann.
Natürlich hatte sie mich nicht verlassen. Sie stand draussen im Garten, vor dem Küchenfenster und beobachtete von dort die Szene. Sah mich weinen und kam irgendwann wieder herein.
Aber das Vertrauen in sie, es wurde dadurch ein anderes.
Infantile Amnesie, von wegen.
Unbewusst wirken solche Dinge weiter.

Irgendwann im späteren Erwachsenenalter, musste ich mir mal sagen, dass ich niemals wieder auf traurige dunkle Augen hereinfalle, auf beleidigtes Schweigen, auf Verlassensängste, mich von diesen Dingen nicht mehr manipulieren lasse oder mich dadurch zu Handlungen, die nicht die meinen sind, zwingen lasse.
Infantile Amnesie?

16.05.2011 um 04:27 Uhr

Nostalgie

Manchmal schaue ich, was ich vor einigen Jahren in meinem Blog schrieb.

Ende Mai 2008 hatten wir 30 Grad Celsius musste ich da lesen.

Und ich stiess auf einen Link, in dem

Sadeyes fragte wie wir zum Bloggen und zu Blogigo gekommen sind. *klick*

Ja, Fledergetier, Rochallor, Angelmagia und Nicci, bei euren und den ganzen anderen Kommentaren dort, packte mich die Nostalgie.
Geht mal eure Kommentare dort anschauen.;-)

Wie gerne hätte ich dieses auch zu Danny sagen wollen, doch es wird Danny wohl nicht mehr erreichen. Ich denke so oft an Danny,
freue mich immer wenn ich einen Kommentar von früher finde, so wie in diesem Fall.
Danny, du fehlst. Nicht nur mir.

Vielleicht schreibt ja der eine aoder andere "Neue" dort auch einen Kommentar, wie er/sie zum bloggen und zu Blogigo kam. Um sich die Gründe dann in drei Jahren noch einmal ansehen zu können.

.Herr Zebulon ist dort mit der Meinung vertreten, er sei hier alleine unter Frauen
Ganz so wird es wohl nicht sein..;-)
.

08.05.2011 um 22:30 Uhr

Wenn ich könnte, wie ich wollte

"Wenn ich könnte, wie ich wollte".
Wird so oft von Menschen gesagt.
Sie bekommen in diesem Zusammenhang regelmässig einen verträumten Ausdruck. Man sieht ihnen an was sie an Gedanken in ihrem Kopf umwälzen, in den Gedanken daran was sie können würden, wenn dieses wollten nicht dazwischen stehen würde.

Dann sagen sie in Gedanken jemandem die Meinung, so wie sie es schon immer tun wollten, oder gestehen ihre Zuneigung oder Abneigung. In Gedanken geht es alles ganz leicht.
Da kann man gedanklich in Höchstform auflaufen.
Und doch schränken diese Worte den Menschen so sehr ein. Verführen dazu es nur bei den Gedanken zu lassen.
Tja, wenn ich könnte wie ich wollte.

Ich wäre ja dafür den Satz umzustellen in:

"Wenn ich wollte wie ich könnte"

Denn meistens mangelt es am Willen und nicht am können. Wir wollen einfach ganz oft nicht, was wir könnten, wenn wir denn wollten.
So herum wird ein Schuh daraus.


Nebenbei noch gesagt:
Über den Tod von Gunter Sachs, der sich mit seinen 78 Jahren selbst erschossen hat, seinem Leben ein Ende setzte, schreibe ich nichts, auch wenn es mich reizen würde.
Denn in meinen Augen war Gunter Sachs ein Mann der von den Medien total überbewertet und hochgejubelt wurde, im Verhältnis zu dem was er geleistet hatte.
Möge er in Frieden ruhen.
.

02.05.2011 um 14:48 Uhr

Schwierigkeiten

Die grössten Schwierigkeiten liegen da,
wo wir sie nicht suchen.


Zitat: Johann Wolfgang von Goethe
( Wahlverwandtschaften )

Und ich habe seit einigen Tagen Schwierigkeiten Blogigo aufzurufen.
Komme nicht auf die Eingangsseite, auf den Blog aber sehr wohl.
Merkwürdig.
Diese Schwierigkeiten habe ich nun garnicht gesucht.

Zu Goethes Worten könnte man auch sagen:
Suchet Schwierigkeiten und ihr werdet welche finden.
Wer dann noch weitersucht, der wird noch mehr finden.
Manchmal so viele, dass er ganz verzagt und noch vor dem Anfang schon aufgibt.
Ohne es überhaupt erst versucht zu haben.