Gedanken oder Fragen

31.07.2011 um 06:05 Uhr

Wirtschaft boomt, Geburtenrate niedrig

Die Wirtschaft boomt, sagt unser Wirtschaftsminister.
Aufschwung XXL wird er nicht müde zu betonen.
Bei der Geburtenrate boomt garnichts.
8,3 Geburten auf 1.000 Einwohner hat Eurostat ermittelt.
Damit sind wir das Schlusslicht in der Eurozone, was das Kinderkriegen angeht.
Korrelieren diese Zahhlen miteinander, je höher die Produktivität und der Export umso niedriger die Reproduktion der Bevölkerung?

Wahrscheinlich nicht, das eine wird wohl nichts mit dem anderen zu tun haben, oder wenn, dann nur marginal.

Deutschland ist letzter, abgehängt von Ländern wie Irland mit 16,5, Grossbritannien 13 und Frankreich mit 12,8 Geburten auf 1.000 Einwohner.
Unser Wert von 8,3 Geburten auf 1.000 Einwohner ist der niedrigste von allen EU Staaten.
Wir werden weniger, vielleicht nicht an Gewicht, aber an Menschen und an Kindern. Deutschland hat laut Eurostat 81,752 Millionen Einwohner. Aussterben werden wir so schnell wohl nicht. Da Deutschland recht dicht besiedelt ist, könnte es vielleicht auch garnicht schaden, wenn es etws weniger Einwohner hätte. Nur so schnell sollte es nicht gehen, damit die Gesellschaft nicht überaltert.

Die EU zählt zur Zeit übrigens 502,5 Millionen Einwohner.
Ist aber leider immer noch kein Staat, der Vereinigten Staaten von Europa, hat keinen von den Völkern direkt gewählten Präsidenten oder Regierungschef. Sieht immer noch mehr nach einer Wirtschaftsgemeinschaft aus, als nach einem Staatenbund für die Menschen, die dieses Gebiet bewohnen.
Küngelei der Regierungschefs der diversen Mitgliedsstaaten untereinander, bei denen immer nur jeder auf seinen eigenen Vorteil und seine Pfründe bedacht ist, anstatt an den EU Gedanken dahinter zu denken.

Woran mag es liegen, dass die Geburtenrate, gerade hier bei uns so niedrig ist? Sind wir ein Kinderfeindliches Land?
Oder liegt es eher daran, dass die Kinder eben viel Geld kosten, den Lebensstandard der Eltern senken können, die Berufschancen und Aufstiegsmöglichkeiten der Frauen behindern? Vielleicht auch an dem mangelnden Verantwortungsgefühl, der oftmals keinen Unterhalt zahlenden Väter. Nach einer Trennung, oder an der Generation Praktikum die ein Praktikum nach dem anderen machen muss, dabei kaum entlohnt wird und somit auch keine Familie ernähren kann. Zudem ist auch die Regelung, dass Schüler, Studenten und Geringverdiener bis zu eine Alter von 25 Jahren bei den Eltern leben müssen, nicht gerade eine Motivation ein Kind zu bekommen.
In Teilen der skandinavischen Länder wird es anders gemacht. Dort werden die Jugendlichen gefördert wenn sie mit 18 bei den Eltern ausziehen.
In Frankreich ist Frau und Mutter sein und trotzdem im Beruf stehen, der Normalfall. Dort ist es kein Problem, die Kinder zwecks Berufstätigkeit unterzubringen.
Hier in D sitzt eine Mutter,zudem vielleicht noch eine alleinerziehende überforderte Mutter, doch oftmals mit den Problemen alleine da,ohne jede Hilfe und Rückhalt der Gesellschaft und dem Kampf um den Kindesunterhalt vom Kindesvater der sich um die Zahlungen drüken will.

Irgendwie nicht erstaunlich, dass wir die letzten in der EU sind, was die Geburtenraten angeht. Da helfen auch diese merkwürdigen Bildungsgutscheine, die es erst auf Antrag gibt, nicht wirklich weiter.
. Die Alimentierung der Billigstlohnanbieter ist dem Staat wichtiger, als die Alimentierung der Kinder.

Lohnzuschüsse für das Hotelgewerbe, Reinigungsunternehmen, Wchunternehmen etc. werden gerne gezahlt, aber bei Zuschüssen für eine ordentliche Kindererziehung wird gegeizt,
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