Gedanken oder Fragen

21.10.2011 um 19:53 Uhr

Sollte ich mir Gedanken machen?

Es ist merkwürdig.
Was mag mir die Ehre verschaffen auf einer USA Regierungsseite verlinkt zu sein?

Habe gerade festgestellt, dass auf der Seite
http://house.gov/ scheinbar ein Link zu meiner Seite hierher führt.

Zwar nicht von der Eingangsseite dort. Da prangt das Staatswappen der USA samt Nationalflagge. Dazu schöne Bilder aus dem Parlament etc.

Nein, der Link kommt von der dortigen Unterseite
Appendix - War and National Defense

Da dort massenhaft Texte von sämtlichen Kriegserklärungen und andere Sonderbarkeiten der Vergangenheit stehen, so dass ich garnicht die ganze Seite insgesamt angezeigt bekomme. Zudem die Links in den Texten häufig als Verweise erscheinen unter *1.) etc., habe ich natürlich auch nicht herausgefunden, aufgrund welchen Eintrages von mir dieser Querverweis hierher, auf diesen Blog, entstanden ist.

Ja, sollte ich mir jetzt Gedanken machen und beunrhigt sein? Nicht dass ich da in ein Fadenkreuz gerate und auf einmal eine dieser wunderbarten Drohnen kommt.
Es Päng macht, und das war es dann. Vielleicht sollte ich beim hinausgehen doch lieber eine Mütze aufsetzen oder noch besser einen Helm.;-)
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21.10.2011 um 10:48 Uhr

Schloss Wilhelminenberg, Kinderheim des Grauens

Wien hat seinen Kinderheimskandal.
In dem wunderschönen Schloss Wilhelminenberg wurden bis in die siebziger Jahre Heimkinder, die von den Jugendämtern eingewiesen wurden, "betreut".

Zwei der Mädchen, die damals in diesem Heim lebten, brachen jetzt ihr Schweigen. Und es melden sich täglich immer mehr ehemalige Heimkinder, bei dem Weissen Ring, dem Opferanwalt und der Zeitung krone.at, die auch von diesen dort herrschenden Horrorszenarien berichten.

Kinder wurden täglich verprügelt, mussten erbrochenes wieder aufessen, wurden aufs übelste gedemütigt und von den Erzieherinnen beschimpft.
Es waren keine Einzelfälle, wie man an den Wortmeldungen in den Kommentaren sehen kann. Diese Art der " Erziehung" zog sich wohl durch fast alle Österreichischen Kinderheime.
Den Kindern wurde eingebläut sie seien selbst schuld an den Zuständen. Die Jugendfürsorge kümmerte sich nicht um das Leiden der Kinder.
Wenn sie doch einmal etwas sagten, dann hiess es, sie denken es sich aus und wurden oftmals wegen renitenten Verhaltens in noch schlimmere Heime verlegt.

Ich frage mich, weshalb der Staat, gerade solche sadistischen Menschen, die scheinbar gerne Kinder qäulen mögen, als Erzieher/innen einstellte? Weshalb Ämter, die für das Wohl des Kindes da sein sollten, sie in derartige Einrichtungen unterbrachten, weshalb Staat, Polizei und Staatsanwaltschaft derartige Zustände zuliess?

Gut, es heisst dann immer, früher war die Erziehung nun mal eben so.
Ich selbst kenne es ja auch noch, dass Lehrer mit der 50er Linealkante, den Kindern auf die ausgestreckte Handoberfläche schlugen, Ohrfeigten bis das Kind umfiel, an den Ohren rissen bis es blutete, sie die Treppen runterstiessen. Bei wem sollte man sich damals darüber beschweren, wenn der Schulleiter selbst die schlimmsten Prügelstrafen mit dem Rohrstock vornahm, wenn ein Kind zu ihm zur Bestrafung geschickt wurde.
Und ganz sicher, wusste der Schulrat und die Schulbehörden von diesen Fällen. Da hatten Beschwerden keine Aussicht auf Erfolg.
In diesen Heimen war es aber noch weitaus schlimmer, denn dort waren die Kinder den Erziehern Tag und Nacht ausgeliefert, ohne dass für sie ein Ende oder Ausweg absehbar war.

Wo war da die Fürsorgepflicht des Staates, seinen schwächsten Mitgliedern gegenüber? Es mag ja sein, dass diese "schwarze Erziehung" damals üblich war, aber dennoch war auch zu den Zeiten doch Folter schon verboten?

Und was anderes als Folter ist es, wenn Kinder gezwungen werden, ihr Erbrochenes wieder zu essen, stundenlang auf einem Holzscheit knieen müssen, geprügelt werden bis zum Umfallen, physisch und psychisch gezielt zerstört werden.
Ihnen vermittelt und eingebläut wird, sie seien nichts Wert.

Besonders abstossend finde ich die Kommentare dort, die nach Beweisen fragen, die behaupten, die Menschen die sich heute erst trauen sich zu äussern, sie wollten nur eine Entschädigung. Und auch die, die sich klammheimlich freuen, dass dieser Skandal im angeblich "roten" Wien stattfindert.

Nein, es ist kein Skandal irgendeiner Partei, auch nicht nur der von Wien oder Österreich, es ist der Skandal, wie generell und überall mit den Schwächsten umgegangen wird und gesagt wird, es ist doch überall so.

Diese Behandlungsmethoden von Kindern in Kinderheimen hatten wir auch hier in Deutschland, wie zahlreiche Opfer der damaligen Heimerziehung belegten. Auch in den Kinderheimen der DDR war es nicht besser.

Und selbst heute noch kann mir die Hutschnur hochgehen, wenn von vielen gesagt und gefordert wird, ein bisschen Prügel, einige "Watschen" in der Erziehung können doch nicht schaden. Uns haben sie damals auch nicht geschadet.
Doch, dass haben sie, wie man immer wieder sehen kann, unter anderen an den Menschen die dann zu brutalen Heimerziehern heranwachsen. Oder sonstwie gewalttätigen Menschen, die sich nicht durch Worte atrikulieren können, sondern nur durch Gewalt.

"Die Fenster vergittert mit Eisen
die Türen verriegelt mit Schloss
Der Jugend die Freiheit genommen
Die Heime sind unser Genoss"

Dieses Lied mussten die Kinder im Wilhelminenberg immer singen, wenn sie zum duschen geführt wurden
Etliche von ihnen können es heute noch auswendig singen.

Bericht einer Betroffenen über ihre Kindheit im Kinderheim Wilhelminenberg auf kurier.at *klick*

Wer dachte schon bei dem Wort Kinderheim und Jugendfürsorge in den siebziger Jahren an derartige Zustände in den Heimen? So etwas war doch eher in den 50 ern zu verorten, wenngleich es einen auch dort schon fassungslos macht, aber doch nicht mehr in den siebzigern.