Gedanken oder Fragen

19.11.2011 um 12:38 Uhr

Friedrich Schiller Seele und Charakter

Gleichwie aus einem einfachen weissen Strahl,
je nachdem wie er auf Flächen fällt, tausend und wieder tausend Farben entstehen, so bin ich zu glauben geneigt, dass in unserer Seele alle Charaktere nach ihren Urstoffen schlafen, und durch Wirklichkeit und Natur oder künstliche Täuschung ein dauerndes oder nur illusorisch ein augenblickliches Dasein gewinnen.
Alle Geburten unserer Phantasie wären also zuletzt nur wir selbst,

Zitat: Friedrich Schiller

( in einem Brief an Reinwald, Bauerbach, Jena 14.04.1783 )

Ein intererssanter Gedanke von Schiller.
Das, wovor wir uns fürchten, sind letztendlich wir selbst.
Ich denke ja auch immer, in uns ist alles vorhanden, nur was wir davon füttern und päppeln, gross und beherrschend werden lassen, darauf sollten wir achten. Denn es unterliegt unserem Willen.
Wir können uns frei entscheiden, ob wir
boshaft, rücksichtslos und gemein sein wollen, oder
liebevoll und voller Sanftmut.
Ja, ich glaube es liegt in unserer Macht, welche Seite wir davon in uns wachsen lassen und füttern.

Jetzt reisse ich noch mal ein Schillerzitat aus seinen ästhetischen Vorlesungen aus dem Zusammenhang, da es mir so gut gefällt:

Ein Charakter ist dann schön, wenn er uns mehr Liebe als Achtung einflösst..