Gedanken oder Fragen

19.05.2012 um 02:25 Uhr

Ein Fall von Losig keit

Einfallslosigkeit.
Gedankenverloren sitze ich hier. Habe die Gedanken verloren, weiss nicht ob ich sie wiederfinde.
Das Wort Gedankenverloren kommt wesentlich öfter vor als dieses Wort Gedankenfinder. Wollen wir die Gedanken eher verlieren, als sie zu finden. Suchen wir die Gedanken überhaupt, wenn wir sie verloren haben? Oder sind wir eher froh, wenn sie Ruhe geben und in das Abseits treten.
Diese Abseitstreter, nun sind wir nicht beim Fussball und Herta BSC, oder bei dem Fussballdamen Europcup, da wird des öfteren mal ins Abseits getreten Sind ja auch keine Leisetreter, diese Abseitstreter, zur Not wird dann noch gefoult und eine Blutgrätsche gemacht.

Darüber aber wollte ich nicht schreiben.

Über Eifallslosigkeit wollte ich schreiben, nicht über Ausfallslosigkeit.
Denn dieses Wort gibt es garnicht. Dabei müsste es doch auch einen Ausfall geben, wenn es einen Einfall gibt. Der Ausfall kommt spätestens beim Einfall.

Jetzt zur Einfallslosigkeit.
Ich weiss nicht worüber ich schreiben möchte. Schlimm ist das,
Schreibe ich jetzt über Chomsky. der sagt, wir werden von den Regierungen möglichst dumm gehalten, durch die Medien und TV regelrecht verblödet, damit aus uns gute, stille, nach immer mehr Konsum gierende Menschen werden. Denen die Werbug einhämmert, was sie noch kaufen MÜSSEN um endlich glücklich zu sein.
Es wird eine innere seelische Leere erzeugt, damit die Menschen versuchen diese Leere durch immer neuen Konsum aufzufüllen.
Er verurteilt die Intellektuellen als willige Helfer des Systems, die Menschen zu verdummen. Dieses tun sie, indem sie unverständlich für den Normalbürger Pseudowissenschaftliches Zeug daherschwurbeln und sagen, davon versteht ihr sowieso nichts.
Bei deren Wortwahl verstehen die meisten Menschen wirklich kaum etwas und glauben dann, diese Intellektuellen Helfer MÜSSEN ja Recht haben, denn sie sind ja so intelligent.
So lassen wir uns doch gerne verdummen.

Aber über Chomsky wollte ich garnicht schreiben.

Über Mutter und Vatertag wollte ich schreiben.

Er schaute sie lange an, dann fragte er leise und kaum hörbar seine Mutter:
"Habt ihr mich eigentlich gewollt?"
Seine Frage, dieses leise Zweifeln in den Worten, sie hallten noch lange nach.
"Aber ganz sicher doch", antwortete sie mit einem warmen und liebevollen Lächeln in den Augen. "Wir lieben dich doch".
Sein Herz klopfte nicht mehr so stark, wie es noch klopfte als er diese Frage stellte.

So etwas hatte ich am Mutter und Vatertag schon fast hier in den Bildschirm eingetippt. So sollte es sein, so wäre es wünschenswert. Eltern die ihre Kinder WOLLEN und die lieben, vielleicht sogar mehr als sich selbst.

Dann fiel mir ein, das Leben ist nicht immer so und auch längst nicht alle Eltern sind so.

Etliche fühlten sich als Kind nich angenommen, nicht gewollt, nicht GELIEBT.
So etwas hinterlässt Unsicherheiten, seelische Wunden, sich selbst in Frage stellen, den Drang sich abzuwerten, wenn man damit nicht fertig wird.
Aber wie auch sollte man damit fertig werden, mit der Ablehnung durch die Eltern?

So löschte ich den Text wieder, denn ich wollte nicht die noch trauriger machen, die am Muttertag oder Vatertag eh schon traurig sind, aufgrund ihrer ganz eigenen Geschichte.

Und ja, genau dieses las ich dann an den Tagen auch in einigen Blogs, wie zum Beispiel bei @Ryan, vom nichtgewolltsein, vom nichtgeliebtsein als Kind. Und die Frage bleibt, wie soll etwas wachsen, zum Licht streben, wenn der Boden und die Wurzeln fehlen.
Entwurzelt und hinausgestossen wächst es sich nun mal eben schlecht.
Es gibt vielleicht nur einen Trost, das Leben wollte euch, es hat auf euch gewartet, sonst wäret ihr nicht.
Ich weiss, ein schwacher Trost, wenn alles so kalt erscheint.

Aber auch darüber wollte ich ja nicht schreiben, selbst wenn es etliche Gedanken wert gewesen wäre.
Ebenso wollte ich nicht über Röttgens Rauswurf als Umeltminister durch Frau Merkel.
Jetzt haben sie in NRW über Merkels Politk abgestimmt, so wie es CDU, Merkel und Röttgers verlangten, ein desaströses Ergebnis erzielt, da müssen Köpfe rollen, wenn auch nicht der, der Kanzlerin. Sie hält sich da heraus, gerade so, als hätte sie mit der Regierung und der CDU nichts zu tun.
> Nun ja, auch da wollte ich nichts drüber schreiben.

Donna Summer ist gestorben, wissen wir inzwichen ja alle schon.
130 Millionen ihrer Schallplatten hatte sie verkauft. War sehr erfolgreich.
Ich hatte von ihr kein Album gekauft. Dieses Discogewummer war nicht so wirklich meins, passt wohl nur mit Stroboskopblitzen im Takt des Beats, dann mag es gehen.
Besser fand ich da schon ihre Anfänge in München, als Sängerin in dem Musical Hair.
Geboren wurde Donna Summer am 12.12.48 gestorben ist sie am 17.05.2012.
Gerade einmal 63 Jahre wurde Donna Summer, als der Krebs ihr die Kraft zum Leben nahm. Finde ich schon traurig und besonders traurig ist die Frage, weshalb so viele Menschen, die im Grunde alles haben, Ruhm ohne Ende, Geld und alle Annehmlichkeiten so häufig deraertig unglücklich sind.
Der Ruhm scheint nicht glücklich zu machen.
Donna Summer war zeitweise schwer depressiv, wollte Selbstmord machen, aus dem Fenster ihres Hotels springen. Doch das Schicksal wollte es anders, sie verfing sich beim Sprung in der Gardine und konnte gerettet werden.
"Wir alle erfashren Leid, ich auch"
Zitat: Donna Summer
R.I.P.

Aber auch darüber wollte ich nicht schreiben.;br: Um noch einmal auf den Vatertag zurückzukommen, ich mochte diesen Tag immer gerne, denn es war ein Feiertag mit Brückentag für ein langes Wochenende.

Meistens war es sehr warm und sonnig ohne Ende.
Fuhr mit Famile und Kindern hinaus ins Wochenende. Wie es Väter nun einmal machen.
Vorbei an saufenden und gröhlenden Horden junger Männer, die ihren Bollerwagen voller Bier hinter sich herzogen. Sie lachten und riefen, wenn ich vorbeifuhr lauthals: Er darf nicht, er darf nicht". Meine Kinder lachten auch über die Sprüche.
Nein es war kein "Ich darf nicht", ich wollte nicht. Denn wieviel mehr hatte ich doch, als diese spätpubertierenden wahrscheinlich Nichtväter? Viel mehr hatte ich als sie es hatten, auch ohne Alkohol, denn den braucht es nicht am Vatertag.

Wo wir beim Vatertagswetter sind, wo war die Wärme in diesem Jahr geblieben, es war kalt.
Aber ein Trost bleibt, heute war es schön sonnig und die ganze nächste Woche soll es am Tage über 20 Grad warm werden, auch Nachts kein Nachtfrost mehr, sind doch gute Aussichten hier für den Norden.

So, jetzt wisst ihr worüber ich nicht schreiben wollte.
Dem kleinen Igel sagte ich auch schon guten Abend, als er sich am Katzenfutter gütlich tat und dann eiligst davonlief, Schmetterlinge habe ich heute viele gesehen, dazu schaute mich noch lange eine Libelle an, die sich auf einem Stachelbeerblatt niedergelassen hatte. Nur der Kopf und die Augen waren blau schillernd. ihre Flügel eigenartig bräunlich und ganz durchsichtig. Wird wohl frisch geschlüpft sein.

So, Schluss für heute mit der Einfallslosigkeit, über all dieses wollte ich garnicht schreiben.
Und worüber schreibt ihr nicht?
Ich glaube fast, die nichtgeschrieben Einträge sind wesentlich zahlreicher, als es die geschrieben sind.
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