Gedanken oder Fragen

14.06.2012 um 22:38 Uhr

Verlieren können

Auch mal verlieren zu können, ist eine Kunst.
Eine Kunst die heutzutage immer mehr abhanden zu kommen scheint.
Auch einmal verlieren zu können, sollte man in der Kindheit erlernen. Niemand kann und wird immer nur siegen, gewinnen. Im Sieg steckt schon die Niederlage verborgen.
Es wird immer und überall einen besseren geben, wenn nicht jetzt, dann irgendwann.
Das Siegen wollen wird uns von der Gesellschaft eingeimpft, das aufrechte mit hocherhobenen Haupte verlieren zu können, wird uns aber eher nicht beigebracht.

Ich habe es häufig bei Kindern gesehen, ob beim "Mensch ärger dich nicht" Spiel oder anderen Spielen. Zu verlieren fällt ihnen schwer, sie werden dann manchmal so wütend, so dass sie dam liebsten alle Spielfiguren umwerfen würden.
Klar, jeder mag gerne gewinnen, sich im Licht des Sieges sehen, doch dienen diese Spiele auch dazu das verlieren zu erlernen. Mit Verlust umzugehen, vielleicht sogar sich ein wenig mit dem Sieger mitzufreuen, es ihm auch mal zu gönnen, auf der hellen Seite des Lebens zu stehen.
Heute Ich, morgen Du, im Ausgleich.
Da wehrt das Ich sich heftig, es will immer vorne und auf dem Siegertreppchen stehen. Als sei die Welt nur voller Sieger.
Und unsere Gesellschaft fördert diesen Kampf um die vorderen Plätze, sei es im Spiel, in der Schule, im Beruf, im Leben.
Hauptsache man hat den anderen herausgekickt,
Ellenbogen und Durchsetzen ist angesagt. Ein Gegeneinander und kein Miteinander.

Ob das alles so gut ist, bleibt die Frage. Wettkampf ja, aber es muss auch faire Verlier und Sieger geben, die anschliessend dem anderen noch die Hand geben und ihm offen in die Augen sehen können
Auch zu Verlieren ist ein Kunst, die mühsam erlernt werden will,
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