Gedanken oder Fragen

12.09.2012 um 11:18 Uhr

Zurück zu dir

Sich zu trennen, nach einer langen Beziehung, kann manchmal ganz schön schnell gehen.
Manchmal bereut man die Trennung aber auch schnell wieder.

So wie es Beate erging.

Beate schreibt am 12.09.2012 um 10:25Uhr
: Danke für diesen guten Text
. Ich habe es gewagt und meinen lieben Partner nach zehn Jahren guterBeziehung für einen neuen Mann verlassen.
Ich bereue das ganz furchtbar.
Mein Partner und ich kannten uns seit dem Kindergarten, waren immer beste Freunde, haben nie gestritten.

Irgendwann vor zehn Jahren sind wir dann auch zusammen gekommen, nach seiner und nach meiner Scheidung. Wir waren und sind immer beste Freunde. Es fehlte jedoch, weil wir uns so Länge kannten, immer die Leidenschaft. Wir waren und sind wie Bruder und Schwester.
Für eine offene Beziehung waren wir zu "spießig", und uns gegenseitig betrügen wollten wir auch nicht.
Wir beschlossen daher, einfach das Leben in unserer freundschaftlichen Harmonie und Vertrautheit laufen zu lassen.
Wir haben auch nicht geheiratet, auchkeine gemeinsamen Kinder. Wir sind keine gegenseitigen Verpflichtungen eingegangen.

Dann umwarb mich, mit großer Liebe, großer Leidenschaft, totaler Hingabe und vollkommener Romantik ein neuer Mann, 10 Jahre älter als mein Partner, 12 Jahre älter als ich.
Da ich meinen Partner nicht betrügen wollte, machte ich reinen Tisch und mein Partner zog aus, nahm sich eine Wohnung.
. Sobald der Neue mich erobert hatte und mein Partner aus dem Haus war, entpuppte er sich als Ekel und begann sofort, mich zu demütigen, schlecht zu behandeln, unter Druck zu setzen, zu kontrollieren...ich habe nur noch geweint.

Für ein paar Momente Romantik war ich so dumm und habe das schönste und wertvollste meines Lebens aufgelöst:
Meine langjährige Partnerschaft zu dem gütigsten und besten und mir vertrautesten Menschen der Welt, eine Partnerschaft, in der zwar die Erotik fehlte, die wir auch lange Zeit vermissten, aber die nicht das Wichtigste ist im Leben - wie ich bitter erfahren musste.
Was wir noch haben: Unsere Freundschaft.
Aber er fehlt mir im Alltag, morgens wenn ich aufwache, abends wenn ich einschlafe. Es war mehr als Gewohnheit. Es war Liebe. Eine vertraute Liebe, die ich für ein "Trugbild der Leidenschaft geopfert hatte. Ein Trugbild, das dieser neue Mann, dem ich blind vertraute und dem ich alles glaubte, aufgebaut hatte und sofort platzen ließ und sein wahres Gesicht zeigte, als er erreicht hatte, was er wollte.
Er hatte mich instrumentalisiert, hatte parallel zu mir noch eine andere Beziehung, was ich nicht wusste und ihm auch nicht zugetraut hätte angesichts seiner Liebesschwüre und Heiratsanträge. Er hatte mich sogar mental geheiratet, mit Ringen, ist mit mir in eine Kirche gefahren, hat mir vor dem Altar einen Ring an den Finger gesteckt, in "dem steht "Ich liebe Dich für immer".
Ich könnte noch mehr solcher romantischer Situationen und Liebesschwüre aufzählen, die mich veranlassten, das Neue zu wagen.

Inzwischen weiss ich, dass dieser neue Mann jeder Frau sofort ewige Liebe schwört und Heiratsanträge macht. Ich bin auf ihn reingefallen.

Das ist nicht das Problem, ich bin nicht traurig darüber.
Ich bin unendlich traurig darüber, dass ich meine langjährige Partnerschaft aufgelöst habe, ER fehlt mir überall und immer, es war mehr als Gewohnheit.
Aber unsere Freundschaft, die haben wir noch. Vielleicht leben wir auch eines Tages wieder zusammen. Eine Neue hat er nicht. Aber er ist auch enttäuscht von mir, dass ich auf so einen Idioten reingefallen bin.
Ich kann mir das selbst nicht verzeihen. Ich bin nicht dumm, dachte ich, bin von Beruf Lehrerin. Aber ich bin wohl doch dumm.
Danke noch einmal für den sinnigen Text.
Könnte ich die Zeit doch zurückdrehen. Es gibt nichts, gar nichts, das mich trösten oder "aufbauen könnte.
Trauriger Gruß Beate

12.09.2012 um 06:52 Uhr

Als sie fortging

von: sternenschein   Kategorie: Liebe und Emotionen   Stichwörter: fortgehen, Traene, Laecheln

Und als sie fortging, liess sie eine kleine Träne zurück,
die sie mit einem lächeln verzierte und zu unterdrücken suchte.


Soll kein Eintrag sein, nur ein kleiner Lückenfüller. Und doch; kennen wir nicht alle diese Situation irgendwie und haben sie selbst schon so oft erlebt im Leben?
Wer sammelt all diese kleinen Tränen, die beim Abschied zurückgelassen werden? Gestern hat es hier geregnet.
Besteht da ein Zusammenhang?
.
Jetzt habe ich doch zu diesem Thema tatsächlich noch ein Video geunden, welches ich noch nicht kannte.
Als ich fortging, war der Asphalt heiss, heisst es da, und kehr wieder um.
Im Original von der Gruppe Karussel gesungen.
Ein schöner Text, der das gehenwollen, aber auch die Ängste dabei beschreibt.


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