Gedanken oder Fragen

09.11.2012 um 08:37 Uhr

Bitte Mama lass mich leben

Bitte Mama lass mich leben!
Töte mich nicht mit deinen Worten.


Manche meiner Blogeinträge lassen mich nicht los, sie beschäftigen mich auch noch nach Jahren.
So wie dieser "So sollte eine Mutter ihre Tochter niemals behandeln".

Vor vierJahren schrieb ich über Phoebe, die damals 14 Jahre alt war und schwerwiegende Probleme mit ihrer Mutter hatte,
Jetzt müsste Phoebe 18 Jahre alt sein, ich weiss nicht was aus ihr geworden ist, hoffe aber sie hat einen Weg aus dieser "Hölle" herausgefunden.

Leider geht oder ging es nicht nur Phoebe so.
Betroffen sind eher viele, wenn ich mir die Kommentare zu dem Eintrag anschaue.
In denen dann von Mädchen geschrieben wird:
" Lieber wäre es mir, wenn sie mich schlagen würde. Lieber jeden Tag ein paar Ohrfeigen, als ständig diese Abwertungen und Beschimpfungen".

Beides ist schlimm, sowohl das schlagen als auch dieses Herabsetzen und die Herabwürdigung der Tochter.

Beides hinterlässt wohl Wunden und Narben auf der Seele, die nur sehr schwer verheilen.


Und immer wieder läuft mir ein kalter Schauer den Rücken herunter, wenn ich so etwas lese, sowohl bei Phoebe, als auch bei Sunny.

Sunny war noch ein kleines Mädchen, als ihre Mutter sie immer wieder schlug, beschimpfte, mit den Füssen trat und bespuckte.
Nein, dieses alles sollte eine Mutter niemals tun.

sunnysightup/Hypnoanalyse*klick*

An Sunny zeigt es sich, dass Mütter dieses Erlebte nicht unbedingt an ihre Kinder weitergeben müssen. Dass sie den Kreislauf der Gewalt und Herabsetzungen durchbrechen können.
Denn aus der kleinen Sunny ist eine grosse Sunny geworden, die ich sehr bewundere, wie toll und liebevoll sie mit der kleinen Erdnuss und der Hummel umgeht. Wie wir immer wieder bewundernd in ihrem Erdnuss und Hummelblog es miterleben dürfen.
Ich frage mich, wo Sunny all die Liebe hernimmt. Von ihrer Mutter hat sie sie nicht bekommen, sie muss in ihr selbst gewachsen und herangereift sein.

Verzeihen, wer kann schon so eine Behandlung verzeihen?
Und das ganz schlimme und fatale daran, ist die Schuldfrage.
Dieses unterschwellige Gefühl, mit mir muss ja etwas nicht stimmen, sonst hätte sie mich ja nicht so behandelt.
Dieses Gefühl belastet das spätere Leben und die Partnerschaften. Und es dauert lange, bis man dieses Gefühl, mit mir kann ja was nicht stimmen.. sonst..in den Griff bekommt und den Ursachen für dieses Gefühl sich annähern kann.
Denn oftmals wird ein hinschauen vermieden, denn es tut tief in der Seele ungemein weh, sich als Kind dort hilf und schutzlos ausgeliefert zu sehen.

Damit es nicht zu einseitig erscheint.
Ganz sicher gibt es viele ganz tolle und liebevolle Mütter, die für ihre Töchter und Söhne alles tun würden. So wie z.B. Sunny oder NicciPain, sie lieben ihre Kinder sehr.
Aber leider gibt es auch die anderen Mütter, die nicht so liebevoll sind oder ihre Kinder in Stich lassen, gerade wenn sie sie brauchen würden. Leider.

09.11.2012 um 07:26 Uhr

Eine Mutter sollte ihre Tochter niemals abwertend behandeln

Stimmung: gut

Mütter und Töchter.
Mütter können verzweifelt sein, überfordert, unzufrieden mit sich, ihrem Leben und der Welt.
Töchter, besonders in der Pubertät, können launisch und zickig sein, undankbar vielleicht, ja, auch aufsässig. Aber das ist wohl, in diesem Alter normal.

Und doch, bei allem teilweise gegeneinander, bei allem Streit den es zwischen Mutter und Tochter geben kann, sollte eine Mutter NIEMALS abwertend sein. Sondern trotz allem liebevoll und fürsoglich interessiert an dem Wohlergehen der Töchter.

Leider ist es oftmals nicht so. Viel zu oft scheint es nicht so zu sein. Viel zu oft lese ich hier in den Blogs etwas anderes.

Von Müttern, die ihren Töchtern, die Schuld für alles und ihrem unzufriedenen Leben geben. Die sagen, es wäre besser gewesen, wenn sie nicht da wären.
Sie als nutzlos und überflüssig beschimpfen. So überflüssig, dass sie die Tochter am liebsten vor lauter Überflüssigkeit nach draussen in den Schnee stellen würden.

So wie zum Beispiel in Phoebes Blog *klick*,

dem Blog eines 14 jährigen Mädchens, dem von der Mutter so etwas gesagt wird.

Ich finde es einfach nur traurig, wenn Mütter ihren Frust an den Kindern ablassen. Sie als überflüssig und wertlos beschimpfen.
Die Kinder können doch nichts dafür, wie die Mütter leben. Die Kinder haben sich dieses Leben doch nicht ausgesucht. Sie wurden ohne zu fragen, ins Leben hineingeboren, aber doch nicht um sie beschimpfen zu können.
Leben sollte doch mehr sein, als nur für andere den Sündenbock abzugeben.

Zum Glück weiss ich aber auch, dass nicht alle Mütter so sind.
Vielleicht aber, ganz vielleicht, berührt mich diese Schilderung auch so sehr, da meine Mutter, auch wenn sie uns wohl liebte, es doch nicht lassen konnte uns Kindern die Schuld an ihrem Leben zu geben. Schuld an allem möglichen und unmöglichen Dingen ihres Daseins. Und dieses zu hören ist für ein Kind wahrlich nicht schön. Besonders nicht, wenn es von der Mutter kommt, die doch MUTTER sein sollte und sich nicht verhalten sollte wie ein kleines verzweifeltes Kind.
Mutter sein sollte, die Kraft und Halt sowie Zuversicht geben sollte. Sollte! Leider ist es viel zu oft nicht so.
Leider ist es viel zu oft ganz anders.
Nur einem Kind bleibt keine grosse Wahl. Und für ein Kind ist es so schwer, Verantwortung zu tragen, die es im Grunde noch garnicht zu tragen hat.
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