Gedanken oder Fragen

05.03.2013 um 07:29 Uhr

Es waren zwei Königskinder

Stimmung: gut

Es waren zwei Königskinder,
die hatten einander so lieb,
sie konnten zusammen nicht kommen,
das Wasser war viel zu tief,
das Wasser war viel zu tief.

Ach Liebster, kannst du nicht schwimmen,
so schwimm doch herüber zu mir,
drei Kerzen will ich dir anzünden
und die sollen leuchten dir.

Das hört' eine falsche Nonne,
die tat, als wenn sie schlief,
sie tät die Kerzen auslöschen,
der Jüngling ertrank so tief.

Ach Fischer, liebster Fischer,
willst du verdien gros' Lohn,
so wirf dein Netz ins Wasser
und fisch mir den Königssohn.

Er warf das Netz ins Wasser,
es ging bis auf den Grund;
er fischte und fischte so lange,
bis er den Königssohn fand.

Was nahm sie von ihrem Haupte?
Ein' goldne Königskron:
"Sieh da, du wohledler Fischer.
hast deinen verdienten Lohn!"

Was zog sie von ihrem Finger?
Ein Ringlein von Gold so rot:
"Sieh da, du wohledler Fischer,
kauf deinen Kindern Brot!


Sie schwang sich in ihren Mantel
und sprang wohl in die See:
"Gut Nacht, mein Vater und Mutter,
ihr seht mich nimmermehr!"


Ja, weshalb zwei Königskinder die nicht zusammenkommen konnten, fragt man sich.
Ist nicht auch bei uns "Normalsterblichen" das Wasser manchmal viel zu tief. Und wieviele sind im übertragenen Sinne schon ertrunken, beim Versuch hinüber zu schwimmen? Beim Versuch das trennende zu überwinden. Egal ob da jetzt eine falsche Nonne kommt und die Kerzlein auslöscht oder nicht.
Denn manchmal ist das Wasser wohl so weit und tief, dass selbst der beste Schwimmer auch mit Hilfe der Liebe es nicht schafft, hinüber zu schwimmen. Die Kräfte lassen nach und er ertrinkt auf den Weg zu dem anderen. ;-)

Als Kind mochte ich dieses Lied sehr gerne hören und auch singen. Mit einer gewissen Wehmut, bei dieser Vorstellung vom Ertrunkenen Königssohn. Am liebsten sang ich es mit meiner jeweiligen Königstochter zusammen.
Können einen solche Lieder prägen? Denn das Wasser war später wirklich oftmals sehr tief.

Manche Menschen behaupten ja, die unerfüllte Liebe sei die grösste und schönste. Mag sein, denn sie braucht sich nicht an den Realitäten messen, aber dennoch halte ich die erfüllte Liebe für die schönere. Aber selbst da, kann sich auf einmal ein tiefes Wasser auftun, vor dem Ertrinken ist man letzendlich nie gefeit.

Dieses Lied von den Königskindern stammt aus dem 14. Jahrhundert.
Es findet sich auch in Hans Sachs''Historia Die unglückhafft Lieb Leandri mit Frau Ehron" aus dem Jahr 1541.

Verbreitet hat sich diese Ballade in den skandinavischen Ländern, Polen und Frankreich. Die Textfassungen sind zum Teil verschieiden und teils bis auf 20 Strophen ausgedehnt. Die heutige Melodie stammt aus dem 19.Jahrhundert.

Und irgendwann werden wir uns wohl wieder in die Fluten stürzen, wenn das Wasser zu tief ist, und versuchen hinüber zu schwimmen.
Selbst wenn wir wissen, dabei ertrinken zu können.
Ist es das wert?
Ich glaube ja.
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05.03.2013 um 00:27 Uhr

Die ersten Schneegloeckchen

Heute sah ich sie, die ersten zarten Schneeglöckchen blühen.
Ein eindeutiges Zeichen, das Frühjahr ist da. der Winter ist vorbei.
Selbst wenn es in der letzten Nacht noch - 5 Grad hier waren, so strecken sie doch ihre weissen Glöckchen der Tagessonne entgegen.
Sie haben ihr eigenes Frostschutzmittel in sich und die zarten grünen Blättchen erzeugen Wärme, die den Schnee um sie herum wegtauen lässt.
Ich liebe den Anblick der ersten Schneeglöckchen, deuten sie doch auf die bald kommende Blütenpracht hin, die ihnen nachfolgen wird.

04.03.2013 um 03:54 Uhr

Time to say Goodbye

von: sternenschein   Kategorie: sonstiges und allgemeines   Stichwörter: Andrea, Bocelli, Sarah, Brightman

Time to say Goodbye.
Nein, noch nicht, noch nicht.
Auch wenn es nicht immer in unserem eigenen Ermessen liegt, zu entscheiden, wann die Zeit gekommen ist zu gehen.
Noch ist es nicht soweit. Ich bleibe noch.;-)

Und doch mag ich den Song Time to say Goodbye sehr gerne hören.
Besonders in dieser Fassung von Sarah Brightman und Andrea Bocelli.
Verabschieden wir den Winter mit diesem Lied. Es ist März und für den Winter die Zeit zu sagen :"Time to say Goodbye".
Ich werde ihn in Frieden gehen lassen, ihm aber auch nicht nachtrauern.

Time to say Goodbye *klick*
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