Gedanken oder Fragen

26.06.2013 um 23:42 Uhr

Kleinigkeiten zu schätzen wissen

Immer war ich ein Mensch, der auch die kleinen Dinge des Lebens zu schätzen wusste.
Die vielen weissen Blüten des Schneballstrauches, die Katze die schnurrend um meine Füsse streicht

Und doch merke ich, wie undankbar ich war, wenn es um das ganz "normale" ging. Um die Kraft, die mir geschenkt war, um die Ausdauer, das klare sehen können. Alles Dinge die ich als selbstverständlich hinnahm. Den Wert dieser Dinge erst jetzt wirklich erkannte, wo sie aufgrund der Erkrankung nicht mehr selbstverständlich sind.
Es ist im Leben wohl oft so, dass man den Wert von Dingen erst erkennt, wenn sie nicht mehr so selbstverständlich vorhanden sind.

Einfach aufzugeben erscheint manchmal so leicht.
Besonders wenn die Schmerzen fast unerträglich sind.
Dann fühle ich mich wie in einem Ringkampf im Würgegriff des Krebses.
Der Ringer schlägt dann mit der Hand auf den Boden, der Würgegriff lässt nach, er kann sich erholen, bevor der Kampf dann weitergeht.
Doch mein klammernder Gegner ist kein fairer Sportpartner, da kann man klopfen so viel man will, er lässt nicht locker.
Ich werde ihm irgendwann einen Tritt geben müssen, damit er sich verabschiedet.;-)

Nein, ich werde nicht aufgeben, nicht mich aufgeben.
Ich werde weitermachen, dafür ist das Leben einfach zu schön.

Meine Träume zeigen es mir immer wieder.
Träume, in denen ich gesund bin, wieder alles machen kann, eben so wie vorher als alles noch normal war.
Es sind wunderschöne Träume, die mir helfen, diesen Zustand zumindest in Teilen zu erreichen und anzustreben.
Diese Träume, sie füttern meine Seele und helfen zu heilen.

PS.: Und macht euch bitte keine Sorgen um mich.
Ich will und möchte euch mit meinen Gedanken nicht herunterziehen. Es wird schon alles wieder werden.;-)