Gedanken oder Fragen

16.02.2009 um 13:29 Uhr

Bedingungsloses Grundeinkommen

Stimmung: gut

Susanne Wiest fordert, in einer e Petition an den Deutschen Bundestag, das bedingungslose Grundeinkommen für alle Bundesbürger.
Nach ihren Vorstellungen, sollte es für Erwachsene 1500 Euro und für Kinder 1000 Euro monatlich geben.
Diese Zahlungen würden alle anderen Sozialtransfers, wie Kindergeld, Bafög, Hartz IV, Wohngeld etc. ersetzen.

Finanziert werden sollte dieses Grundeinkommen für jeden, über die Mehrwert und Verbrauchststeuern.
Nach ihrem Modell würden dafür alle anderen Steuern und Abgaben entfallen.
Wer mehr verbraucht, zahlt also mehr Steuern.
Die Riesenbürokratie für die jetzigen Sozialtransfers wäre überflüssig. Ebenso die ganzen Steuersonderregelungen.
Die Gängelung des Bürgers durch den Staat wie auch durch Arbeitgeber würden wegfallen.
Der Mensch wäre freier in seinen Entscheidungen, könnte sein Potential in einer freien Gesellschaft, ohne Zwänge, voll entfalten.
In den Parteien wird schon jahrelang über das Modell des bedingungslosen Grundeinkommens, oder der Negativsteuer, diskutiert. Bisher ohne Erfolg. Ob die alleinige Finanzierung über die Verbrauchststeuer der richtige Weg ist, darüber liesse sich streiten. Doch gegenüber den jetzigen Verhältnissen des Sozialtransfers hätte es mit Sicherheit grosse Vorzüge aufzuweisen, gerade und besonders in Zeiten der Krise, in der die Menschen verunsichert sind und Angst vor Arbeitsplatzverlust sowie den sozialen Absturz ins bodenlose haben. Denn dieses würde wirklich ein menschenwürdiges Leben für alle garantieren.

Die e-Petition zum bedingungslosen Grundeinkommen hat eine derartige Resonanz entfacht, dass zeitweilig der dafür zuständige Server des Bundestages zusammenbrach, so dass sich die Seite nicht mehr aufrufen liess.

Aus diesem Grund wurde die Mitzeichnungsfrist bis zum 17.02.09 verlängert.
Es fanden sich schon über 30.000 Personen, die diese Petition mit unterzeichneten.
Bis morgen, den 17.02. könnt auch ihr, bei Interesse, noch euer Unterschrift unter diese Petition setzen. Dafùr braucht man sich bei der e-Petiton nur mit einer E-Mail Adresse anmelden und kann dann unterzeichnen.
Hier findet ihr die e-Petition
Auf der Seite links unten, unter Bedingungsloses Grundeinkommen.

Die Taz schrieb einen Artikel über die Beweggründe für diesee Pattion und das Leben der
Susanne Wiest *klick*.
die einfach sagte:"probiert doch mal das"

Einen Film zweier Schweizer Filmemacher über das bedingungslose Grundeinkommen, seine Vorzüge und die Bezahlbarkeit könnt ihr euch
ansehen oder herunterladen. *klick*
.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. LionLady schreibt am 16.02.2009 um 18:59 Uhr:Ob das funktioniert?
    Um das bedingungslose Grundeinkommen zu finanzieren, müsste man Verbrauchs- und Umsatzsteuer erhöhen, nehme ich an. Das würde eine erhebliche Preissteigerung bedeuten; der Verbraucher hat dann zwar mehr Geld, muss aber auch mehr ausgeben, um seinen Lebensstandard erhalten zu können.
    Hinzu kommt: wer studiert, zahlt mehr, bekommt aber nicht mehr finanzielle Unterstützung. Wer Eltern hat, die pflegebedürftig sind, zahlt auch mehr, bekommt aber das gleiche wie jemand, der alleine lebt und keine derartige Verantwortung hat.
    Sicher ist dieses bedingungslose Grundeinkommen einfacher und unbürokratischer...aber ist es wirklich gerechter?
  2. sternenschein schreibt am 16.02.2009 um 22:29 Uhr:Liebe LionLady,
    Der erste Gedanke ist ja, wenn dieses über die Mehrwertsteuer finanziert werden sollte, wird alles dadurch teurer, aufgrund der höheren Mehrwertsteuer.
    Das stimmt aber nicht.
    Denn jetzt zahlen wir bei dem Einkauf ja auch die Lohnsteuer und die Sozialabgaben der Arbeitnehmer mit. Dazu noch die anderen Steuern die der Hersteller zahlen muss. Plus auf alles noch die jetzige MWST. Dieses würde ja dann wegfallen, so dass die Waren und Dienstleistungen nicht teurer werden dürften, als es sie jetzt sind.
    Für den Export sieht es anders aus. Denn da diese Nebenkosten bei der Produktion nicht mehr anfallen würden, sind unsere Produkte im Ausland dann wesentlich billiger, als sie es heute sind.
    Die imprtierten Waren würden bei uns, aufgrund der höheren Mehrwertsteuer aber teurer.
    Dem könnte man durch eine Exportsteuer auf die Waren, und eine MWSt Ermässigung auf importiertes entgegenwirken.
    Zudem wäre ein höherer Steuersatz auf Luxusgüter denkbar.
    Über die Ausgestaltung und ob es nur über die Verbrauchststeuer finanziert werden sollte, liesse sich sowieso noch streiten. Es wäre ja auch denkbar, dass hohe Einkommen, egal ob aus Arbeit oder durch Vermögen nicht doch noch zu besteuern wäre.
    Eine breite Diskussion, besonders in der Politik über dieses Grundeinkommen, wäre auf alle Fälle wünschenswert.
    Auch für Menschen, die studieren wollen, oder sich sonst weiterbilden möchten, finde ich diese Regelung besser, als die heutigen Bafög Regelungen, die ja doch oftmals nicht ausreichen.
    Was richtig ist, beim Studium bzw. Weiterbildung entstehen Kosten durch Bücher etc. die jemand der nur zu Hause sitzen würde nicht hätte.
    Da könnte eventuell ein Ausgleich geschaffen werden müssen, um für Weiterbildung einen Anreiz zu geben.
    Jeder der arbeiten würde und Arbeit hat, würde ja auch mehr haben als diese Grundversorgung.
    Die Arbeitnehmer wären aber freier in ihren Entscheidungen, nicht mehr so erpressbar wie es heute noch der Fall ist.
    Inwieweit einer, der für kranke Eltern sorgt, wenigerhaben sollte, verstehe ich jetzt nicht.
    Denn die Eltern und auch das Kind würden ja diese Summe erhalten.
    Dieses finde ich sowieso bestechend an dieser Idee, dass Kinder und Ehefrauen finanziell nicht mehr von den Eltern bzw. Ehepartner abhängig wären, da sie so ihr eigene Sicherung und ihrGrundeinkommen hätten, um auch unabhängig leben zu können.
    Für die materiell bessergestellten ist es ja so, dass die heute schon wesentlich mehr von ihrem Einkommen steuerlich absetzen können, als weniger begüterte. Hiermit hätten sie dann nur noch dieseS Grundeinkommen als Steuerbefreung, was wohl gerechter wäre, als es heute der Fall ist.
    Die Menschen wären wesentlich freier, als es heute der Fall ist, weshalb im Grunde alle Parteien durch die Bank, dieses Grundeinkommen nicht wollen, da dann ihre Macht und die Möglichkeit der Gängelung der Menschen geringer werden würde.
    Es wäre auch eine Aktion gegen Rechts, denn zufriedene Menschen würden weniger auf diese Parolen hereinfallen.
    Liebe Grüsse
    sternenschein

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