Gedanken oder Fragen

06.02.2010 um 15:40 Uhr

Das schöne Geschlecht

Das niedrig gewachsene, schmalschultrige,
breithüftige und kurzbeinige Geschlecht das schöne nennen, konnte nur der vom Geschlechtstrieb umnebelte männliche Intellekt.
Mit mehr Fug könnte man das weibliche Geschlecht das unästhetische nennen. Weder für Musik noch Poesie noch bildende Künste haben sie wirklich und wahrhaftig Sinn und Empfänglichkeit;
sondern bloss Äfferei, aus Behuf ihrer Gefallsucht, ist es, wenn sie solche affektieren und vorgeben.
Die Weiber kennzeichnet ein an Verrücktheit grenzender Hang zur Verschwendung und eine instinktartige Verschlagenheit. Dazu ein unvertilgbarer Hang zum Lügen.
Das Weib ist ein subordiniertes Wesen, eine Art Mittelstufe zwischen dem Kinde und dem Manne, als welcher der eigentliche Mensch ist.

Zitat:

Wer lässt sich hier so über die Frauen aus. Sieht sie nicht einmal als eigentliche Menschen, was für ihn nur der Mann sein kann.
Was sagt ihr zu dieser Sicht der Dinge.
Vielleicht kann einer von euch erraten wer die Frauen so sah und beurteilte, von wem dieses Zitat stammt.

Von mir selbst auf alle Fälle nicht, denn ich mag die Frauen und für mich sind sie das schöne Geschlecht, auch ohne vom Geschlechtstrieb umnebelt zu sein.;-)
.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Nimien schreibt am 06.02.2010 um 15:45 Uhr:Puh, das habe ich mal gewusst! Das war irgendsoein Philosoph. Aber Nietzsche war es nicht, da bin ich mir sicher.

    Im Übrigen immer wieder entzückend, was für absurde Stilblüten die Geschlechterstereotypisierung im Laufe der Jahrhunderte hervorgebracht hat!
  2. chouchou schreibt am 06.02.2010 um 15:54 Uhr:Ja,das war der gute Schopenhauer..........
    merkwürdige Beschreibung,die der Mann da so von sich gegeben hat......und wie gut,das sich da doch im Laufe der zeit was dran geändert hat!
  3. sternenschein schreibt am 06.02.2010 um 15:54 Uhr:Hallo Nimien,
    da bist du schon recht nahe dran, mit deiner Vermutung. ;-)

    Mit den absurden Stilblüten stimme ich dir zu.
    Wenn man der Wissenschaft glauben kann, sind die Frauen das schönere Geschlecht.
    Denn sie werden mehr betrachtet als die Männer.
    Männer schauen bewusst in der Regel überwiegend auf Frauen. Frauen auf Männer, aber auch fast genauso oft auf Frauen.
    Frauen sagen auch von anderen Frauen, die hat einen knackigen Hintern etc.
    Männer sagen so etwas in der Regel nicht von anderen Männern. Achten auch nicht so auf die Schönheit anderer Männer oder gucken garnicht hin.
    Oder hast du von Männern schon mal etwas in der Richtung gehört, dass sie von anderen Männern schwärmen.
    Es sei denn sie sind homosexuell.
    Liebe Grüsse
  4. sternenschein schreibt am 06.02.2010 um 15:58 Uhr:Liebe Chouchou,
    *lach* du hast 100 Punkte.
    Das ging ja schnell mit dem Erraten, was zeigt, Schopenhauer hatte Unrecht mit dem mangelnden Interesse an Bildung der Frauen. Denn sonst hättest ihn ja nicht gekannt oder es gewusst.;-)
    Danke für die Auflösung.
    Liebe Grüsse
    sternenschein
  5. chouchou schreibt am 06.02.2010 um 16:02 Uhr:*lach*
    Eins der ganz wenigen Dinge,die ich noch aus dem deutschunterrict behalten habe.Ich habe mich damals als Teenie zwar sehr drüber aufgeregt,aber leider trotzdem keine besonders gute Note bekommen.Heute würde ich die interpretation wohl anders schreiben....aber immerhin,ich habe was behalten!! ;-)
  6. Nimien schreibt am 06.02.2010 um 16:05 Uhr:Stimmt, der alte Schopenhauer war's!

    Ich finde übrigens tatsächlich Frauenkörper im allgemeinen schöner als Männerkörper. Aber ich kenne durchaus heterosexuelle Männer, die für die Attraktivität und Anziehungskraft anderer Männer empfänglich sind.
  7. jedderuesch schreibt am 06.02.2010 um 16:10 Uhr:Ich hätte jetzt auch auf Nietzsche getippt, als erstes! War das ein Kumpel von Schopenhauer?
    Und sternenschein, dass es nicht von dir ist, war klar. Du würdest nicht so viele Fehler machen :p *kicher* *wegflitz*
  8. AngelInChains schreibt am 06.02.2010 um 17:50 Uhr:Ach, ich mag Maenner meist mehr... Irgendwie. Rein von der Optik, meine ich - darum geht es in dieser Diskussion ja auch (wo wir beim Thema hinschauen bzw hinterherschauen sind). Wobei ich allgemein eher sehr wenige Menschen aesthetisch finde. Sowohl bei Maennern, als auch bei Frauen. Aber unter diesen wenigen faszinieren mich wohl Maenner mehr. Und dabei bin ich gar nicht sexuell auf irgendein spezielles Geschlecht ausgerichtet.

    Meinem Freund gehts uebrigens genau so. Mich halten ne Menge Menschen fuer bekloppt, die das wissen, so nach dem Motto "Der ist dann doch schwul, was will der dann mit dir"... Wieso muss man sich beschraenken? Irgendwie geht man da komisch mit Maennern um. Wenn eine Frau zu ihrem Freund sagt, sie faende eine bestimmte Frau schoen, dann finden das alle ok. Wenn ein Mann zu seiner Freundin sagt, er faende einen anderen Mann attraktiv, dann heisst es gleich, er sei schwul und mache einem alles vor, usw... Blah blah.
  9. sternenschein schreibt am 08.02.2010 um 22:23 Uhr:@chouchou,
    irgendwie ja auch kein Wunder, bei der Aussage, wenn du dich damals darüber aufgeregt hattest.

    @Jedde,
    bei deinem Tipp hättest dann einen Trostpreis bekommen. ;-)

    @AngelInChain,
    naja, ein wenig geht es hier auch um Schopenhauers Aussage, die die Frauen ja doch sehr herabwürdigt, indem er sie auf eine sehr merkwürdige Stufe stellt.

    Was die Atraktivität betrifft und das hinschauen.
    Da hatten sie Versuchspersonen Kamerabrillen aufgesetzt, um zu sehen wohin die Personen genau schauen und wie lange.
    Die Männer hatten im Grunde nur die Frauen im Blick.
    Die Frauen guckten fast ebensolange die Frauen an, wie sie auch die Männer anschauten. Da waren kaum Unterschiede bemerkbar in der Aufmerksamkeit.
    Natürlich kann man damit nicht ermessen, ob es Interesse war, oder eher ein sich vergleichen mit der anderen Frau.

    Interessant finde ich auch die unterschiedlichen Sichtweisen der Männer und Frauen.
    Wenn eine Frau denkt, eine andere ist so attraktiv, dass ihr Partner von der hin und weg sein müsste, dann muss es noch lange nicht so sein. Es kann sogar so sein, dass der Partner die andere total uninteressant findet.
    Umgekehrt, wenn ein Mann beurteilen sollte, welche anderen Männer auf die Frauen wirken, gibt es auch oftmals Fehleinschätzungen.
    Liegt wohl zum Teil auch mit an der Prägung des anderen, welche Menschen er als schön und attraktiv ansieht.


    Liebe Grüsse an euch alle.
    sternenschein
  10. Ombrage schreibt am 09.02.2010 um 11:08 Uhr:*lächel*

    So sicher wie Schopenhauer objektiv physisch Recht hat, so dumm und von unterdrückter Frustration sind seine diesbezüglichen Herleitungen auf das Wesen und den Charakter einer Frau.

    Die Silhouette einer Frau ist tatsächlich kaum an Lächerlichkeit zu überbieten - sie ist tatsächlich objektiv unästhetisch.
    Aber wir betrachten sie nicht mit den Augen sondern mit den Hormonen. Und aus diesem Blickwinkel ist sie eben wunderschön. Welch Ironie, das "euch" das rettet, was ihr doch so "verflucht" *schmunzel*

    Schopenhauer in die Nähe von Nietzsche zu bringen ist jedoch nur historisch möglich.
    Wer Nietzsches Leben und Werke kennt wird wissen, das sein Frauenbild keineswegs negativ war.
    Im Gegenteil hat er im Grunde niemals eine persönliche Wertung abgegeben, jedoch lassen sich seinem Handeln und seinen Werken Kenntnis und Respekt entnehmen.

    In seinem engen Freundeskreis befanden sich glühende Emanzen, er war einer der wenigen seiner Zeit die sich offen für die Möglichkeit der Promotion von Frauen einsetzte.

    Was er jedoch tat und was ihm heute aufgrund von Halbwissen und Missbrauch von Teilen seiner Thesen immer noch angelastet wird, statt es zu bewundern ist, das er provozierte, auf den Kopf stellte, hinterfragte und spiegelte.

    Wer hätte wohl bei folgenden Auslassungen auf ihn getippt?

    "Das Weib gibt sich weg, der Mann nimmt hinzu - ich denke, über diesen Naturgegensatz wird man durch keine sozialen Verträge, auch nicht durch den allerbesten Willen zur Gerechtigkeit hinwegkommen: [...] Die Treue ist demgemäß in die Liebe des Weibes eingeschlossen, sie folgt aus deren Definition; bei dem Mann kann sie leicht im Gefolge seiner Liebe entstehen, etwa als Dankbarkeit oder als Idiosynkrasie des Geschmacks und sogenannte Wahlverwandtschaft, aber sie gehört nicht ins Wesen seiner Liebe, [...] welche [...] eben ein Haben-Wollen ist und nicht ein Verzichtleisten und Weggeben; das Haben-Wollen geht aber jedesmal mit dem Haben zu Ende ... [Quelle: Die fröhliche Wissenschaft 363, Kritische Studienausgabe 3,611f]

    Die Philosophin Helene Stöcker schrieb in ihrer Autobiografie mit Blick auf Nietzsche: „Keinem andern Geist unter den Lebenden fühle ich mich so tief verbunden.“ Ihr könnt mal nachsehen, wer Frau Stöcker war! *lächel*

    Ein schönes Thema, sternenschein.
  11. AngelInChains schreibt am 09.02.2010 um 13:43 Uhr:Sternenschein, Ich glaube, diese Fehleinschätzungen sind die Folge unserer allseits beliebten Vorurteile... So lange es Frauen gibt, die glauben, Männer müssten ALLE Frauen mit großen Brüsten, Fußball und Bier interessant finden, und Männer, die glauben, Frauen würden alle nur Mode, südländisch aussehende Männer und Kosmetik im Kopf haben, so lange wird natürlich auch geglaubt werden, dass Frauen/Männer genau einen bestimmten Typ Mann/Frau attraktiv finden MÜSSTEN. Auch, wenn es der allerletzte die Individualität des Menschen missachtende, Blödsinn ist.
  12. Ombrage schreibt am 09.02.2010 um 13:48 Uhr:Empirie ist kein Vorurteil. *schmunzel*

    Und Individualität ist unsere Schwäche, nicht unsere Stärke.

    Ich liebe Frauen mit großen Brüsten, Fußball und Bier! ^^
    Watt nu? *lächel*
  13. AngelInChains schreibt am 09.02.2010 um 13:52 Uhr:Empirie sagt keineswegs etwas über JEDEN einzelnen Menschen aus. Das Verhalten der MASSE auf jedes Individuum zu übertragen, das sind dann tatsächlich Vorurteile. Da hilft es auch nicht, dass der eine oder andere Mensch (und sei es auch die Mehrheit) diesem Bild entspricht. Des weiteren ist es mir auch egal, ob du dich für Brüste oder für Atomphysik interessierst, das ist ganz einfach deine INDIVIDUELLE Entscheidung. Schämst du dich dafür, individuelle Empfindungen zu haben? ;)
  14. Nimien schreibt am 09.02.2010 um 14:04 Uhr:Persönliche Empirie zur allgemeingültigen Aussage zu erheben ist die Grundlage jeden Vorurteils. Der Vergleich individueller Vorlieben führt zu nichts (außer zu einem Einblick in die schillernde Vielfalt menschlicher Eigenarten).

    Mein Freund mag Brüste in jeder Größe, Basketball und Softdrinks aller Art. Mit Fußball kann er herzlich wenig anfangen und Bier trinkt er nur ab und an. Ich meinerseits hab mit Mode nicht viel am Hut, stehe eher auf Rothaarige als auf den südländischen Typ und schminke mich kaum.

    Watt nu? *zurücklächel*
  15. Ombrage schreibt am 09.02.2010 um 14:18 Uhr:Es gibt ihn nicht - den "einzelnen Menschen". Der Wunsch nach Individualismus mag vorhanden und stark sein, jedoch ist er eine Illusion, gepflegt um nicht erkennen zu müssen, das wir Empirie sind. Wir werden geboren, essen, schlafen, pflanzen uns fort (zumindest versuchen wir es), und sterben.
    Und es gibt auch keine Vorurteile, denn was wir Vorurteil nennen ist letztlich Empirie - RE-aktion auf Erfahrung.
    Was du Persönlichkeit nennst ist nichts anderes als unsere Reaktion auf Konditionierung, Vita und Umfeld. Anzunehmen, das wir eine Wahl hätten ist skurill. *schmunzel*
    Auch Scham ist eine plumpe moralische Konditionierung, die uns in Regeln zwingt die wir weder verstehen noch gutheißen, denen wir einfach folgen, weil Individualität unser Ende bedeuten würde.

    Wahrscheinlich ist die einzig gesunde Seele ironischerweise die des Psychophaten - wahrscheinlich ist er sogar der einzige Individualist. *lächel*

    Ich erkenne in keinem Menschen etwas, das sich nicht berechnen läßt, wenn man seine Vita und Erbanlagen kennt. Und ich kann recht gut rechnen. *schmunzel*

    Abgesehen davon kollidiert der Wunsch nach Individualität mit dem Grundgesetz, um das wir ja so sehr ringen. ;O)
    Schämst du dich, die Menschenrechte mutwillig zu ignorieren? ;)

    Oder akzeptierst du Kriege, Folter, Armut und Leid als Ausdruck persönlicher Individualität?
    Man muss schon recht blind oder verwöhnt sein, um aus einem Fluch einen Segen zu deuten. *lächel*
    Die Individualität des Herrn lebt von der des Sklaven? Die des Täters von der des Opfers? Oder gar umgekehrt?

    Ich interessiere mich für Brüste und für Atomphysik - das ist meine "individuelle" Ausprägung meiner Zwänge.
    Es gibt keine "freien" Entscheidungen, es gibt keine Freiheit, es gibt nur mehr oder minder erfolgreiche Versuche, seine Vorstellungen davon zu etablieren. ;O)
  16. Ombrage schreibt am 09.02.2010 um 14:25 Uhr:@ nimien
    *lach* mal ehrlich, das sind doch Kindereien, die mit dem Thema nichts zu tun haben.

    Von kindlichen Vorlieben und Beuteschemata auf die grundsätzlichen Mechanismen der menschlichen Natur zu schließen mag opportun sein, richtig oder auch nur brauchbar ist es nicht - denn was sagst du anderes als das wir alle gleich sind? Du magst rot (was nun wirklich lustig ist), ich mag schwarz - und das nennst du ernsthaft Individualität? *lach* Entscheidend ist doch nur das "ich mag...", also das du Prioritäten hast und Vorlieben die sich an solchen Dingen festmachen. Und da sind wir doch alle billig gleich. ;O) Klar vögeln wir, was uns gefällt - aber entscheidend ist doch - wir vögeln! ^^ Nicht weil wir wollen, sondern weil wir müssen.
  17. Nimien schreibt am 09.02.2010 um 14:26 Uhr:Von der Freiheit der Wahl war ja überhaupt nicht die Rede, sondern von Vorurteilen und Stereotypien. Wenn du dir die Mühe machst, die Lebensgeschichte und Veranlagung eines Menschen zu ergründen, um Aussagen über seine Persönlichkeit zu machen, tauchst du ja schon sehr tief ein in seine Individualität.

    Ich habe auch keinerlei moralische Aussagen über das Wesen der Individualität gemacht (wobei ich das sicher weit weniger pessimistisch sehe als du). Wogegen ich mich einzig wehre, ist der Versuch, die Stereotype in unseren Köpfen zu menschlichem Allgemeingut zu erheben.
  18. Nimien schreibt am 09.02.2010 um 14:29 Uhr:Gegen die Aussage "Wir sind alle gleich" habe ich grundsätzlich gar nichts einzuwenden. Sie ist mir sogar wesentlich lieber als die Aussage "Männer sind so und Frauen sind anders". ;-)
  19. Ombrage schreibt am 09.02.2010 um 14:38 Uhr:Die Stereotype in unseren Köpfen ist Allgemeingut!
    Du magst dich dagegen wehren, was legitim ist, aber du tust das nur, weil du das nicht akzeptieren willst, was du erkennst.

    Du bist erfrischend clever und naturgemäß leiden die Klugen am meisten. Ich sehe diese Dinge allerdings keineswegs pessimistisch, sondern recht wertfrei und nüchtern, weil ich denke das dies die Basis ist, mit diesen Themen umzugehen, ohne in die sich selbst gestellte Falle zu gehen, zu sehen was man will, damit man nicht sieht was man nicht erträgt oder einen belastet. Den weitaus meisten Menschen (Achtung - Empirie!) bleibt doch nur Gott, eine seelische Krankheit oder die Ignoranz um das Dilemma aufzulösen.


    Und nimm das hier nicht persönlich. Ich provoziere gerne, weil es m.E. schnell und effizent zum Kern der Sache kommt - und man damit eben gut "rechnen" kann! ;O)
  20. Ombrage schreibt am 09.02.2010 um 14:40 Uhr:*lach* nene, DAS kannst du nicht leugnen. Natürlich sind Frauen und Männer "anders" und verschieden. Aber das ist weder ein Vorurteil noch eine Wertung, das ist einfach Fakt. ;O)
  21. Nimien schreibt am 09.02.2010 um 14:58 Uhr:Aber vögeln tun beide Geschlechter gern! :)

    Nein, keine Sorge, ich nehme deine Ausführungen nicht persönlich. Ich schließe mich ihnen nur nicht in allen Punkten an. Individualität ist etwas sehr Umfassendes, denke ich. Dass sie auch düstere Aspekte hat, steht außer Zweifel. Aber sie ist nicht per se schlecht. Die menschliche Individualität hat auch viel Wunderbares hervorgebracht (nimm doch nur mal die Musik - Mozarts Musik ist absolut einzigartig und die von Beethoven ebenso).

    Und jetzt warte ich natürlich gespannt darauf, dass du mir mal den grundsätzlichen Unterschied zwischen den Geschlechtern erklärst (und zwar bitte fernab der offensichtlichen biologischen Tatsachen).
  22. AngelInChains schreibt am 09.02.2010 um 15:05 Uhr:Sicher sind wir, was wir sind, aufgrund unserer Vergangenheit. Konditionierung, Moralvorstellungen der Allgemeinheit, etc, spielen natürlich eine Rolle. Aber wir sind nicht alle gleich konditioniert, damit sind wir alle nicht gleich. So einfach ist das. (Rechtliche Gleichzeitig und natürliche Gleichheit sind nicht identisch, ich denke, das sollte jedem aber einleuchten)

    Außerdem sollte man unterscheiden zwischen schädlichem und nicht-schädlichem Verhalten, und somit auch zwischen schädlichem und nicht-schädlichem Individualismus.

    "Schämst du dich, die Menschenrechte mutwillig zu ignorieren? ;)"

    Nein. Lies dir außerdem noch einmal durch, was die Menschenrechte besagen. Das ist nämlich nicht, dass alle Menschen als Wesen identisch seien. Wie gesagt, man muss zwisschen juristischer und natürlicher Gleichheit unterscheiden. Wenn man das nicht kann - ist man verwöhnt oder blind ;)

    "Oder akzeptierst du Kriege, Folter, Armut und Leid als Ausdruck persönlicher Individualität?"

    So viel noch einmal zum Thema man muss zwischen Schädlichkeit und Nicht-Schädlichkeit unterscheiden. Wenn sich jedoch jemand selbst arm hält oder sich selbst Schmerzen zufügt, dann kann er das gerne tun.

    "Die Individualität des Herrn lebt von der des Sklaven? Die des Täters von der des Opfers? Oder gar umgekehrt? "

    Natürlich. Man wird durch sein Umfeld geprägt.

    "Klar vögeln wir, was uns gefällt - aber entscheidend ist doch - wir vögeln! ^^ Nicht weil wir wollen, sondern weil wir müssen."

    Hast du schon einmal von Asexualität gehört? Sind das für dich die oben genannten "Psychopathen"?
  23. Ombrage schreibt am 09.02.2010 um 15:12 Uhr:Mach ich doch gerne! ;O)

    "Y"

    Hm, du erwartest, das ich dir den Unterschied zwischen rot und gelb erkläre, aber bitte ohne Farbe? ^^

    Nun, da ich der Meinung bin, das die Frage immer die Antwort ist, hier meine "Antwort":

    Und jetzt warte ich natürlich gespannt darauf, dass du mir mal den grundsätzlichen Unterschied zwischen den Geschlechtern erklärst (und zwar bitte fernab der offensichtlichen biologischen Tatsachen).

    PS Die Musik meiner Tochter ist auch absolut "einzigartig" ;O) Dennoch wird dir jeder Musiker sagen können, das Musik immer nur aus ein paar bestimmten Tönen besteht, also ist selbst hier die scheibare Individualität letztlich nur eine Illusion. ;OP
  24. Nimien schreibt am 09.02.2010 um 15:17 Uhr:O.K., auf den Unterschied können wir uns einigen. *lach* Solange du daraus keine Philosophie über charakterliche Differenzen oder berufliche Eignung ableitest, habe ich mit dieser Antwort überhaupt kein Problem.

    Aber die Individualität zu leugnen, nur weil Musik immer aus denselben Tönen besteht, ist erstaunlich banal. Da hätte ich mehr von dir erwartet. Das Alphabeth besteht auch nur aus 26 Buchstaben und dennoch sind die daraus entstandenen literarischen Ergüsse so zahlreich und vielfältig wie der botanische oder zoologische Artenreichtum.
  25. Ombrage schreibt am 09.02.2010 um 15:20 Uhr:*lach*
    Hallo Angel, was ist denn das? Gott MUSS existieren, weil ja die meisten behaupten, dran zu glauben? ^^ ;O)

    Nene, lass mal stecken, dein Versuch der Herleitung von einfachen Sachverhalten in "gut" oder "schlecht" ist müßig, weil er ja exakt das Problem ist. *lächel*
    Was nicht passt oder gefällt, wird passend oder gefällig gemacht, hm?! ;O)

    Und damit erklären wir alles was determiniert ist zur Individualität, gelingt immer und klebt nicht. *schmunzel*

    Asexualität ist ein fauxpas der Natur, der sich ja dann recht schnell von selbst korrigiert. *lächel*
  26. Ombrage schreibt am 09.02.2010 um 15:31 Uhr:Nö, nimien.
    Abgesehen davon das man mich nicht mit meinen eigenen Waffen schlagen kann (Achtung - Empirie! *schmunzel*) ist das Beispiel mit den Buchstaben ein wunderbarer Beleg meiner These. ;O)

    Du zitierst immer nur die Dinge, die allgemein zeitgenössisch als "schön" oder "gut" anerkannt werden, um zu belegen, das Individualität existiert und als Krönung sogar einen Segen darstellt und blendest dabei rasch immer aus, das alles was geschieht nicht nur im kulturellen und zeitgenössischen Zusammenhang zu sehen ist sondern eben dadurch auch zu nivellieren ist.
    Ich glaube nicht das der kleine afghanische Koksbauer deine begeisterung für Mozart teilt, wenn er ihn überhaupt kennt, ebenso wie du sicher seine Begeisterung für afghanische Weisen nicht teilst, so du sie denn kennst. Was sagt uns das? Das sagt uns, das es völlig "egal" ist WIE aus den Buchstaben oder Tönen etwas entsteht, da es immer gut UND schlecht ist. *lächel* Was jedoch immer gleich bleibt ist die Art und das Instrument der Artikulation - das Wort oder der Ton oder das Bild. Wir geben den Dingen den Wert und das betrachten wir als Individualität - als würde es dadurch im Grundsatz anders, als es ist.

    Ich hätte da mehr von dir erwartet! ;OP
  27. Ombrage schreibt am 09.02.2010 um 15:35 Uhr:Ach ja - die Artenvielfalt existiert nicht ob ihrer Schönheit sondern ausschließlich ob ihres Nutzen.

    Eine Ausnahme ist der Mensch - darum ja auch diese skurillen Versuche zu deuten, was nicht erträglich scheint.

    Fast schade, das ich schwarze Haare habe . ;O)
  28. Nimien schreibt am 09.02.2010 um 15:43 Uhr:Es geht mir doch gar nicht um gut oder schlecht. Diese Wertung kramst nur du immer wieder hervor. Meine Aussage war, Individualität sei nicht PER SE schlecht. Das allein wollte ich mit meinen Beispielen untermauern. Und letztlich sagst du jetzt ja auch selbst gar nichts anderes (indem du betonst, das, was da entstehe, sei immer gut UND schlecht zugleich).

    Mir geht es darum, die Vielfalt zu beschwören - nicht zu bewerten. Ich bin eine große Freundin der Vielfalt und des Artenreichtums. Selbst wenn er nur existieren mag, weil er nützlich ist: Schön ist er trotzdem. (Klar, das ist eine rein subjektive Einschätzung, aber zu der lasse ich mich jetzt einfach mal hinreißen.)

    Und dass ich mich mit meinen Beispielen im mitteleuropäischen Kulturkreis bewege, liegt daran, dass der mir am besten vertraut ist. Aber die Vielfalt erhöht sich ja sogar noch, wenn wir fremde Kulturkreise zusätzlich heranziehen.

    Was die Haarfarbe angeht, bin ich übrigens keineswegs festgelegt.
    Der Mann meines Herzens beispielsweise hat blondes Haar.
  29. Ombrage schreibt am 09.02.2010 um 15:54 Uhr:*lach* Und ich konnte mir gerade noch verkneifen zu schreiben, das es ja schlimmeres als rote Haare gibt - nämlich blonde! ;O)

    Da hab ich aber Glück gehabt, das ich das nicht geschrieben habe!

    Du missverstehst mich, meine Blume. ;O)

    Ich behaupte nicht, das Individualität gut oder schlecht ist - ich leugne sie schlicht als bewußte, freie Form der Gestaltung und Äußerung. Und wenn ich schreibe gut UND schlecht, dann geht es exakt darum - gut UND schlecht macht die Begriffe obsolet, sie lösen sich gegenseitig auf.
    Und ich sage ja nix anderes als das was du mir belegst. Überleben tut, dessen Fraktion mächtiger ist. Alles andere geht unter.

    Ich breche nun hier erst mal ab, weils ja eh nur noch um die goldene Ananas geht und ich auch noch ein paar Waschmaschinen verdienen muss für die Opfer eines nicht funktionierenden Sozialdarwinismus - obwohl da eigentlich ja ICH das Opfer bin. ;O)

    Es war sehr nett, ich danke dir (und verzeihe dir deinen schlechten Geschmack, was Herzensangelegenheiten angeht - da hat die Ratio eben keinen Einfluss) ;O)
  30. Nimien schreibt am 09.02.2010 um 16:01 Uhr:Viel Spaß beim Waschmaschinen-Verdienen, du arroganter Kerl! ;-)

    (Meinereine genießt dieser Tage ihren Urlaub. Nur deshalb hatte ich Zeit für unsere kleine, amüsante Diskussion.)
  31. AngelInChains schreibt am 09.02.2010 um 16:06 Uhr:"Dennoch wird dir jeder Musiker sagen können, das Musik immer nur aus ein paar bestimmten Tönen besteht, also ist selbst hier die scheibare Individualität letztlich nur eine Illusion. ;OP"

    Wer sagt denn, dass nicht eine INDIVIDUELL unterschiedliche Kombination an eigentlich allgemeingültigen Teilen Individualität ausmacht? Die Basis mag dieselbe sein. Nur die Kombination macht Unterschiede.

    "Nene, lass mal stecken, dein Versuch der Herleitung von einfachen Sachverhalten in "gut" oder "schlecht" ist müßig, weil er ja exakt das Problem ist. *lächel*"

    Es geht nicht um "gut" oder "schlecht". Es geht um Schaden und Nicht-Schaden. An Kategorien wie "gut" oder "schlecht" glaube ich nicht, denn sie sind subjektiv.

    "Hallo Angel, was ist denn das? Gott MUSS existieren, weil ja die meisten behaupten, dran zu glauben? ^^ ;O)"

    Lenk nicht vom Thema ab. Von Gott oder von der "Existenz" von Dingen allein des Glaubens wegen hat hier niemand gesprochen. Wobei es doch stimmt - für Menschen existiert, was sie glauben, das existiert.

    "Was nicht passt oder gefällt, wird passend oder gefällig gemacht, hm?! ;O)"

    Du sprichst treffend von dir selbst.

    "Asexualität ist ein fauxpas der Natur, der sich ja dann recht schnell von selbst korrigiert. *lächel*"

    Und doch ist dieser Fauxpas ein Beweis, dass es Abweichungen gibt. Und dieser korrigiert sich nicht schnell, denn Asexuelle sterben nicht aus. Immer wieder wird es welche geben, in jeder Generation.

    "Ich behaupte nicht, das Individualität gut oder schlecht ist - ich leugne sie schlicht als bewußte, freie Form der Gestaltung und Äußerung."

    Dass jeder Mensch so ist, wie er ist, moeglicherweise ohne freie Wahl, das leugnet hier doch niemand. Es geht viel eher darum, dass es verschiedene Formen gibt - vorgegeben oder nicht! Meinentwegen kann man sagen, es muss sie der Nuetzlichkeit wegen geben. Gut. Das siehst du ja auch so. Es geht hier doch alleinig darum, DASS es sie gibt. Ob man das "Individualitaet" nennt, oder wie auch immer... Dieser Begriff ist allein schon Definitionssache!

    Uebrigens zeugt es nicht von sehr viel Verstand, eigene Wertigkeiten zur Norm zu erheben und anderen Menschen einen schlechten Geschmack zu bescheinigen... Fuer dich: Gerade, wenn er wohl der NORM entspricht.
  32. Nimien schreibt am 09.02.2010 um 16:11 Uhr:Tja, nu isser weg, liebe AngelInChains. Aber wer weiß, vielleicht kommt er noch mal wieder, wenn er seine sozialdarwinistische Pflicht erfüllt hat, und antwortet auf deinen Beitrag.

    Dir liebe Grüße!
  33. Ombrage schreibt am 09.02.2010 um 16:14 Uhr:*hüstel*

    Ich kürze das mal ab, weil dir hier einfach die Distanz und der Humor fehlt, Angel. ;O)

    Es zeugt nicht von viel Verstand, eigene Wertigkeiten zur Norm zu erheben? Hm, ich antworte darauf mal mit einem interessanten Zitat:

    "Wobei es doch stimmt - für Menschen existiert, was sie glauben, das existiert."

    Und? Erkennst du den Autor? *lächel*

    Küsschen und den Menschen ein Wohlgefallen.
  34. Ombrage schreibt am 09.02.2010 um 16:20 Uhr:@ nimien

    Lass mich wissen, wenn du mal wieder Urlaub hast, junge Frau. ;O)

    Ich riskiere es dann, das irgendein Opfer des Turbokapitalismus mal einen Tag auf seine Waschmaschine, seinen Trockner, seinen Flachbildschirm oder seinen sauer ersessenen Urlaub warten muss.

    Ist ein Klassiker geworden, das Topic. Danke
  35. AngelInChains schreibt am 09.02.2010 um 17:41 Uhr:Wenn dir keine Argumente mehr einfallen, dann "verkürzt" du deine Beiträge. Ja klar. ;) Und deine sozialdarwinistische Pflicht musst du jetzt nicht mehr erfüllen? Nur zwischen 15:45 und 16:20 Uhr? Nanu? Du machst dich zum Witz. Und ich lache. So viel zum Thema "Mir fehlt der Humor". ;)

    Nun... Ich bleibe dabei: Es zeugt nicht von Verstand. Das steht nicht im Widerspruch dazu, dass viele Menschen es dennoch tun. Demzufolge widersprechen die Aussagen einander nicht.
  36. Freigeist schreibt am 06.05.2010 um 07:32 Uhr:Die einzige von den vorhergehenden Aussagen, die auf wahre Intelligenz schließen lässt, kommt von A.Schopenhauer.
    Und von Nietzsche lest mal: "Also sprach Zarathustra".
    Na ja, und von Schopenhauer zumindest Parerga und Paralipomena.
    Dort besonders die Aphorismen zur Lebensweisheit.
    Nicht immer nur irgendwelche herausgepflückten Zitate.
  37. Mnemo2011 schreibt am 27.03.2011 um 21:59 Uhr:Schoppenhauer hat Recht:
    Die Frau wird in unserer Gesellschaft zum schönen Geschlecht hochstilisiert!
    Denn das muskulösere Geschlecht und damit auch das prächtigere ist der Mann. Wohingehend die Frau eher das zartere Wesen hat, mit den zarteren Zügen... beide Geschlechter haben ästhetische Merkmale... und was schön ist liegt im Auge des Betrachters und zu welchem Geschlecht man sich sexuell hingezogen fühlt ehe!

    Da muss sich jeder Junge Mann, jede Frau entscheiden!

Einloggen zum Kommentieren:

Hinweis: viele Funktionen von blogigo (z.B. Einträge kommentieren) stehen Dir erst nach einer kostenlosen und unverbindlichen Registrierung zur Verfügung. Hier kannst Du Dich in Sekundenschnelle registrieren.