Gedanken oder Fragen

30.07.2009 um 04:32 Uhr

Der Dalai Lama auf Deutschland Besuch

Stimmung: gut

Das geistige Oberhaupt der Tibeter auf Deutschlandbesuch.
Vom 29.07. bis zum 02.08.2009 hält der Dalai Lama sich in Deutschland auf.
In der Commerzbank Arena wird er seine buddhistischen Belehrungen abhalten.

Ich finde den Dalai Lama sehr sympathisch in seiner bescheidenen Art. Vieles von dem was er sagt scheint mir sehr weise und richtig.

Nur dass seine Religion, der Vajrayana Buddhismus überwiegend auf tantrische Sexualpraktiken beruht, dieses den tibeteschischen Buddhismus ausmacht, davon wird der Dalai Lama wohl eher weniger etwas sagen, wenn er seine buddhistischen Lehren hier verkündet.

Mir scheint diese Art des Buddhismus als frauenfeindlich. Denn nur Männer können danach erleuchtet werden und zu Buddha kommen.
Frauen gelten nicht viel, sie sind die wiedergebärenden, die den Kreislauf der Wiedergeburten in Gang halten. Erst durch die Vereinigigug mit einem Lama können sie, indem sie ihm ihre weiblichen Enegien geben, in einem der nächsten Leben ein Mann werden, und somit dann auch erlöst werden, um ins Nirvana einzugehen.

Die Geburt eines Mädchens gilt in Tibet als Elend. Die Frauen stehen in der Rangordnung weit unter den Männern.

Dabei dachte ich immer, der Buddhismus sei von den weltlichen Religionen, eine die für den Frieden und für die Fortentwicklung der Menschen eintritt.
Nur, wenn dieses nur für die Manner glit, die Frauen aber ausgenutzt, benutzt und mehr oder weniger verachtet werden, da sie nie auf den Stand der Männer kommen können, dann halte ich diese Religion für Frauenfeindlich. Jedenfalls die tibetische Variante davon, dessen Oberhaupt der Dalai Lama ist.
Dann mag ich diese Religion nicht, die einen Unterschied zwischen den Geschlechtern macht.

Vielleicht habe ich ja auch nur etwas falsch verstanden, denn so gut kenne ich mich mit dem Buddhismus nicht aus.
Interessante weiterführende Erläuterungen zum Thema Vajrayana Buddhismus des Dalai Lama
Was sie schon immer über Tantra und Sex im tibetischen Buddhismus wissen wollten, sich aber nicht zu fragen wagten...

und

Vergewaltigung von Frauen als Erlösung von Männern.


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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. kassastra schreibt am 30.07.2009 um 09:13 Uhr:Ups,
    das wusste ich bisher auch nicht! Ich hielt auch den Buddhismus für die friedlichste Relligionsform überhaupt. Aber das passt ja nun gar nicht.
    Schade!
  2. Rabenmutter schreibt am 30.07.2009 um 09:15 Uhr:Oh, das habe ich gar nicht gewusst.... Ich fand den Dalai Lama auch immer sehr sympatisch und fand auch diese ganzen Buddhistischen Sprüche immer so Klasse - aber am Ende gelten die nun wohl nur für Männer. Hmpf!
  3. JOblogt schreibt am 30.07.2009 um 09:53 Uhr:der alte mann sieht zwar sympathisch aus, doch wenn man hinter die kulissen blickt stinkt es offensichtlich gewaltig. die "erleuchtungs-hype" einen riesigen pr-schwindel.
  4. rougenoir schreibt am 30.07.2009 um 16:03 Uhr:Glücklicherweise bin ich einfach radikal und halte von allen Religionen rein garnichts ;) (vor mir sind also alle Religionen gleich *hahaha*). Aber das überrascht mich doch, ich hatte den Buddhismus auch für "etwas besser" gehalten als andere Religionen. So kann man sich täuschen, wenn man sich nicht informiert, mist!
    Vielleicht wird aber auch der Buddhismus völlig falsch gedeutet, wie es in den meisten Religionen wohl gehandhabt wird ;).
  5. rougenoir schreibt am 30.07.2009 um 16:21 Uhr:Ok, den tantrischen Buddhismus, das hatte ich beim schreiben vergessen ;).
    Den einen link habe ich mir genauer angesehen ... und anscheinend ist diese Art von Buddhismus eine sehr ... widerlich *bäh* ... 8-jährige, 10-jährige usw. und Frauen ab 30 sind Schakalfratzen (oder so ähnlich jedenfalls)?! Das ist doch äußerst ... ähm, KRANK!
  6. sternenschein schreibt am 30.07.2009 um 16:59 Uhr:@Kasastra und
    @Rabenmutter
    Ich wusste es auch nicht.
    Zumal ja in den Medien da auch kaum etwas drüber zu lesen ist.
    Ist doch manchmal gut, dass es das Internet gibt, um sich informieren zu können und Dinge auch mal von einer anderen Sicht aus zu betrachten.

    @Joblogt, uns lässt man ja oftmals garnicht hinter die Kulissen gucken. Da wird geschrieben, was orputun ist.

    Der Dalai sagt ja selbst, wir aus dem westlichen Kulturkreis solten keine Buddhisten werden, wir würden es nicht verstehen. Wir sollten Christen bleiben, wie es unserem Kulturkreis entspräche.
    Wenn du oben bei den Stivchworten auf Lama klickst, da ist ein Eintrag von mir der fast zwei Jahre alt ist.
    Natürlich werden seine Worte, durch diese neue Erkenntnis nicht verkehrter, denn hinter dem was ich dort von ihm zitierte kann ich stehen.
    Nur es wirft ein anderes Licht auf diese Religion und auf den Dalai Lama.
    Liebe Grüsse
  7. rougenoir schreibt am 30.07.2009 um 17:08 Uhr:Na ja, diese Sprüche aus dem alten Eintrag kann man auch einfach unabhängig von diesen Personen sehen und dann find ich sie sehr sinnvoll und es wert darüber nachzudenken, wenn nicht gar sie im eigenen Leben anzuwenden. :)
  8. sternenschein schreibt am 30.07.2009 um 17:19 Uhr:@rougenoir,
    vielleicht sollte man noch unterscheiden zwischen dem "Buddhismus" und dem tibetischen tantrischen Buddhismus, dessen geistiger Führer der Dalai Lama ist.
    Diesen schnellen Weg der Erleuchtung und Erlösung durch tantrischen Sex, halten ja einige andere Buddhisten für einen Irrglauben, halten ihn nicht für wirklichen Buddhismus.
    Nur bei uns ist der Dalai Lama nun einmal der bekannteste Vertreter des Buddhismus.
    Und es scheint ja wirklich ein reiner Männerbuddhismus zu sein, in dem die Frauen nur der Erleuchtung durch den Sex dienen.
    Ich war auch am überlegen, ob ich diesen Eintrag überhaupt schreibe. Denn vieles was der Dalai sagt klingt ja nicht so verkehrt.
    Nur wenn diese aufgeführten Hintergründe so in der katholischen Kirche stattfinden würden, hätte ich ja auch etwas darüber geschrieben.
    Ich finde es auch "traurig", dass dort die Frau nach dem Sex als so viel wert, wie eine leere Erdnussschale angesehen wird.
    Nichts gegen Sex, aber gegen diese Art der Frauenverachtung und Erniedrigung habe ich dann doch etwas.
    Unsere ganzen Religionen scheinen alle nur auf das männliche aufgebaut zu sein, was schade ist. Ob es jetzt Christentum, Buddhismus oder auch der Glaube der Moslems ist.
    Männer waren immer die Religionsgründer und Frauen hatten/haben in allen Religionen nur ihnen zu dienen.
    Weshalb soll eine Frau aus Sicht irgendeiner Religion nicht gleichwertig und gleichviel wert sein, als ein Mann?
    Weshalb wird unterschieden, gerade in Religionen, zwischen Männern und Frauen.
    Sind vor Gott nicht alle Menschen gleich und gleichviel wert?
    Eine merkwürdige Weltsicht der Religionen.
    Vielleicht ist es wirklich am besten, wie du es sagst:
    vor dir sind alle Religionen gleich.
    Ich weiss jetzt auch nicht, inwiefern die genannten Artikel irgendeiner Form der Meinungsmache dienen sollen, aber dennoch scheinen sie ja stimmig zu sein und den Tatsachen zu entsprechen.
    Liebe Grüsse
    sternenschein
  9. Rabenmutter schreibt am 30.07.2009 um 17:31 Uhr:In den alten Religionen gab es eine Menge Göttinnen...
  10. sternenschein schreibt am 30.07.2009 um 17:49 Uhr:@Rabenmutter,
    das stimmt, aber durchgesetzt haben sich letztendlich die männlichen Religionen. Und die Vorstellung von "dem" Gott.
    Obwohl wenn Gott ein Geistwesen ist, dann dürfte er/sie eher geschlechtslos sein.
    Worauf der tibetische Buddhismus allerdings, durch das aufsaugen der weiblichen Energie durch seine Führer auch drauf abzielt.
  11. rougenoir schreibt am 30.07.2009 um 18:09 Uhr:Ich finde auch nicht alles, was die christliche Kirche sagt falsch oder schlecht. Vor allem hab ich wenig Ahnung davon, was sie sagt ;). Alle Religionen sind meiner Meinung nach im Kerngedanken ja nichts schlechtes und vieles wurde da fehlinterpretiert und zwar in allen Religionen, die mir einfallen. Im Christentum (bzw. der Bibel) wurde z.B. viel schon "falsch" übersetzt oder eben so, dass es gerade nützlich war . Das haben wir passenderweise in Religion gelernt (möglicherweise ist es auch sehr kontraproduktiv einer reinen Mädchenklasse irgendwas von der Überlegenheit des Mannes zu erzählen). Außerdem hab ich mal gelesen, dass die ganze Sache mit Kopftuch und Verbot von Schweinefleisch Empfehlungen sind (regional bedingte, ein Kopftuch schützt vor den gefährlichen Sonnenstrahlen und Schweinefleisch soll schneller verderben, oder sowas) und kein Gesetz. Man müsste das natürlich alles selbst nachprüfen, um vollkommen sicher zu sein, ob alles stimmt. Ich machs mir da ziemlich einfach, indem ich einfach alles "ablehne" (nicht radikal, aber befürworten oder gar glauben tu ich's nicht).
    Sex ist seltsamerweise in jeder Religion etwas, wie soll man das nennen, "Seltsames" vielleicht. Ich kenne jedenfalls keine Religion, in der das Sexualverhalten nicht irgendwie gesteuert oder ganz abgelehnt werden soll. Möglicherweise hat man einfach Angst vor der schrecklichen Macht dieses Phänomens :D. Da muss man's natürlich verbieten, oder einschränken, diese Biologische Waffe! Grrrausam!!
    Dass Frauen in den meisten Religionen nicht gleichwertig sind, mag vielleicht damit zusammenhängen, dass Männer ihnen meist körperlich überlegen sind und es somit einfach möglich ist ... Ich hab mal in so einem Film (8mm oder so) eine sehr tolle Begründung für ein Verbrechen gehört. Die Frage war, warum der alte (verstorbene) Herr sich für eine ganz bestimmte Art von Film interessiert hat und die Antwort einfach nur "Weil er es konnte" (er war reich genug sich alles zu kaufen). (Für Menschen, die den Film kennen, wird das jetzt mehr Sinn ergeben, glaube ich *harr*).
    Wobei man Frauen natürlich nicht als das arme Opfer der Männer sehen muss ... es gibt ja auch Wesen, die Frauen unterlegen sind ... Kinder YAY ;).
  12. JOblogt schreibt am 30.07.2009 um 18:56 Uhr:Mal anmerkt: Im heutigen STERN ist die Titelgeschichte:
    "Die zwei Gesichter des Dalai Lama.
    Der sanfte Tibeter und sein undemokratisches Regime"
  13. lara_13 schreibt am 30.07.2009 um 19:16 Uhr:wenn man mal aus anderen Winkeln drauf schaut (auf sämtliche Religion) ,kann man sich auch die Frage stellen, ob es ANGST ist vor dem weiblichen als solches.Immerhin ist die Geburt,das einzige was Mann NIE haben kann.Ich denke das mit aus diesem Grunde, in vielen Religionen die Frau lieber "klein" gehalten wurde (wird).Mann hat Angst.
    Ebenso die Frage der Schuldigkeit, die wir noch heute mit Strafen belegen....SCHULD ist ein christliches "Gefühl" (wer warf den ersten Stein, Mea Culpa bla bla)
    Auch in einem katholischen Orden...(Benediktiener Orden/Klaoster) in dem nur Nonnen leben, darf die Sonntagsandacht NUR ein männliches Mitglied halten.Man "leiht" sich dann oft ggf. einen ansässigen aus der Gemeinde,der für diese Stunde kommt um die Rede zum besten zu geben.Und das obwohl die Mädels täglich (ich glaube) 6 Gebete halten.Alleine ohne Mann.Aber die Sonntagsandacht geht NUR durch das männliche.Davon kann man halten was man will.....ich denke,man kann so ziemlich alles unter den Hut des (eine) Gottes stecken um nicht selbst Verantwortung für sein handeln zu übernehmen....
  14. Chihiro schreibt am 30.07.2009 um 20:57 Uhr:Es hört sich für mich etwas komisch an, gleich wie das Buch von Jan van Helsing "Geheimgesellschaften und Ihre Macht im 20. Jahrhundert".
    Scheinbar beide etwas sehr Rechts.
    Da es das erste mal ist, dass ich soetwas von dieser Art höre bzw. lese, lege ich da nicht viel Gewicht rein.
    ...

    LG Chihiro

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